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Deutsche Post vor großer Änderung? „Müssen nachdenken, ob jeder Brief am nächsten Tag zugestellt werden muss“

Die Deutsche Post hat mit mehreren Problemen zu kämpfen. Dazu gehört auch das harte Arbeitspensum für zu wenig Mitarbeiter.

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u00a9 IMAGO / Arnulf Hettrich

Deutsche Post: Päckchen nicht angekommen - was Du jetzt tun musst

Viele kennen das Ärgernis. Ihr habt etwas bestellt, doch das Päckchen ist nicht bei euch angekommen und ihr habt auch keine Benachrichtigung im Briefkasten? Euch sind die Hände dann nicht gebunden.

Probleme über Probleme. Die Deutsche Post steckt tief drin in einer Misere aus Überforderung, fehlenden Mitarbeitern und anfallenden Kosten. Wie sie da schnell wieder rauskommen soll? Das ist die Frage der Stunde.

Eine Idee der Deutschen Post wurde bereits in den Raum geworfen. Und dabei geht es um die Zustellung von Briefen am Folgetag. Die könnte bald teilweise Geschichte sein.

Deutsche Post: Diskussion über mögliche Entlastung

„Wir müssen darüber nachdenken, ob jeder Brief am nächsten Tag zugestellt werden muss.“ Damit stößt Postchef Frank Appel (61) eine Diskussion an. Statt eine Zustellung am Folgetag wäre auch eine spätere im Rahmen der Möglichkeiten. Das könnte dem Unternehmen und auch den Mitarbeitern eine gewisse Erleichterung verschaffen.

Vor allem Letztere gehen zurzeit auf dem Zahnfleisch. Wie eine Mitarbeiterin gegenüber der „Welt“ schildert, kämen viele mit dem Arbeitspensum nicht mehr zurecht. Überstunden seien an der Tagesordnung. Gleichzeitig scheint die Post kaum an neues Personal zu kommen. „Wir finden faktisch keine Arbeitskräfte mehr“, klagt auch Appel. Die Arbeitsbedingungen und auch die Löhne scheinen alles andere als attraktiv. Doch eine Erhöhung steht bei der Post aktuell nicht zur Debatte.

Stehen bald Streiks an?

Wenn im Mai der neue Chef Tobias Meyer (47) das Geschäft übernimmt, könnte noch mal ein ganz anderer Wind wehen. Nach ihm gehe es schon gar nicht mehr ums Gewinnmachen, sondern um eine „Kostendeckung für die erforderlichen Investitionen, Qualität und eine gute Vergütung“. Was das wohl für die nun startenden Tarifverhandlungen bedeutet?


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Die geforderten 15 Prozent mehr Lohn sind wohl indiskutabel, trotz der Portoerhöhung vor einem Jahr. „Welt“ geht davon aus, dass schon bald mit Warnstreiks zu rechnen wäre. Christina Dahlhaus, die Vorsitzende der Fachgewerkschaft DPVKOM bringt es auf den Punkt. „Die Post muss für Neueinsteiger attraktiver werden, sonst bekommt sie ihr Personalproblem nicht in den Griff.“