Deutsche Bahn ändert Konzept – Reisende müssen DAS vor der Zugfahrt beachten

Deutsche Bahn: DB-Reisende müssen sich auf eine Veränderung einstellen. (Symbolbild)
Deutsche Bahn: DB-Reisende müssen sich auf eine Veränderung einstellen. (Symbolbild)
Foto: IMAGO / Arnulf Hettrich

Neben der Corona-Pandemie hat die Deutsche Bahn jetzt auch noch mit den winterlichen Bedingungen in Deutschland zu kämpfen.

Mitten in dieser schwierigen Zeit ändert die Deutsche Bahn jetzt auch noch ihr Konzept. Wir sagen dir, worauf du in Zukunft bei deinen Bahnfahrten achten solltest.

Deutsche Bahn: DB ändert ihr Konzept

Für viele Reisende stellt die Deutsche Bahn eine Alternative zu Reisen mit Flugzeugen oder dem Auto dar. Diese müssen sich aber darauf einstellen, dass sie ab dem kommenden Jahr nicht mehr einfach in einen Zug der DB einsteigen und in diesem ihr Ticket kaufen können.

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Das ist die Deutsche Bahn:

  • Die Deutsche Bahn ist eine Aktiengesellschaft
  • Sie befindet sich vollständig im Besitz der BRD
  • Der Hauptsitz ist in Berlin
  • Etwa 324.000 Mitarbeiter hat die Deutsche Bahn
  • Neben dem Personenverkehr werden auch Hunderte Tonnen an Gütern transportiert

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Vom nächsten Jahr an werden keine Papier-Fahrkarten mehr in Fernzügen verkauft. „Der Ticketkauf an Bord soll einfacher, preiswerter und digitaler werden“, wirbt die Deutsche Bahn für das neue Konzept.

Deutsche Bahn: Kein Ticketverkauf mehr in den Zügen

Nach Angaben der DB wurden in den vergangenen Jahren stets weniger als ein Prozent der Fahrkarten in Zügen verkauft. Im Nahverkehr der Deutschen Bahn und in der S-Bahn müssen Fahrkarten – im Gegensatz zu den überregionalen Fahrten im ICE oder IC – ohnehin bereits jetzt vor der Fahrt gelöst werden. Nur bei Bahn-Konkurrenten im Regionalverkehr gibt es den Kauf beim Schaffner teilweise noch.

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Den DB-Reisenden bleibt aber auch weiterhin eine Alternative. Wer dann noch spontan einsteigt, muss sein Ticket schnell am Laptop oder Handy buchen, zehn Minuten bleiben dafür nach der Abfahrt. Die DB verlegt damit eine weitere Dienstleistung ins Internet.

Deutsche Bahn: DAS sagt der Fahrgastverband „Pro Bahn“ zu der Umstellung

„Kein großer Verlust“, heißt es beim Fahrgastverband „Pro Bahn“. „Nach unserer Beobachtung nutzen das vor allem Geschäftsleute, denen es auf das Geld nicht ankommt und die zwei Handys dabei haben“, sagte der Ehrenvorsitzende Karl-Peter Naumann. Diese Kunden könnten problemlos online nachlösen. Die meisten übrigen Kunden buchten frühzeitig, weil sie die sogenannten Spar- und Supersparpreistickets wollen. Denn bei dem Fahrtkartenkauf an Bord der Züge wird der teurere Flexpreis fällig plus 17 Zuschlag.

„Das kostet viel Zeit, die für andere Service-Aufgaben fehlt“, sagte Fahrgastvertreter Naumann. „Fragen etwa zu Anschlusszügen zu beantworten ist wichtiger, als Tickets zu verkaufen.“

„Pro Bahn“ verlangt aber eine Rückfallebene für den Fall, dass der Kauf online oder am Automaten nicht funktioniert. „Wir fordern, dass der Zugbegleiter dann die Daten aufnimmt und die Bahn später eine Rechnung schickt“ – ohne „erhöhtes Beförderungsentgelt“, versteht sich.

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Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft hält die Entscheidung dagegen jedoch für falsch. „Wir haben immer für ein offenes System plädiert, das Reisenden im Fernverkehr spontan die Möglichkeit eröffnet, den Zug als ideales Verkehrsmittel zu wählen“, betonte die Gewerkschaft.

Die Bahn verwies auf die Erweiterung beim Online-Ticket, die schon ab April 2021 gilt. „Es wird auch weiterhin für spontan Reisende im Fernverkehr die Möglichkeit geben, noch im Zug ein Ticket zu kaufen.“ Wie gut die Fahrgäste mit der Umstellung klarkommen, wird sich im nächsten Jahr zeigen. (gb mit dpa)