Demo: Rechtsextreme prügeln brutal auf Journalisten ein – er erhebt jetzt schwere Vorwürfe

Demo: Der Journalist zeigte sich wenig schockiert von der Tat als solche.
Demo: Der Journalist zeigte sich wenig schockiert von der Tat als solche.
Foto: dpa

Rechtsextreme haben am Sonntag während einer Demo in Athen brutal auf einen Journalisten eingeprügelt. Dieser machte offenbar Aufnahmen, als er an dem Syntagma-Platz plötzlich angegriffen wurde.

Jetzt erhebt der Journalist schwere Vorwürfe.

Demo: Angriff schockierte ihn weniger als etwas anderes

Thomas Iacobi machte bei der Demo gegen die griechische Flüchtlingspolitik offenbar gerade Kameraaufnahmen zu der rechtsradikalen Partei „Goldene Morgenröte“, als ihn mehrere Rechtsextreme nach seinem Ausweis fragten. Iacobi wollte sich ihnen gegenüber offenbar nicht ausweisen, woraufhin diese ihn mehrere Minuten ins Gesicht schlugen.

Der deutsche Journalist wurde im Gesicht verletzt, blutete. Nach mehreren Minuten sollen ihm schließlich griechische Journalisten zu Hilfe gekommen sein, die ebenfalls von den Rechtsextremen angegriffen worden sein sollen.

Mit blutverschmiertem Gesicht sagte Iacobi nach dem Angriff gegenüber dem Nachrichtenportal To Proto Thema: „Ich habe nichts anderes von denen (den Rechtsradikalen) erwartet. Sie haben nichts anderes zu tun - nur Gewalt und Hass.“

Viel mehr als den Angriff schockierte den Journalisten, der für französische Medien wie auch für die Deutsche Welle arbeitet, allerdings etwas anderes. Er erhebt schwere Vorwürfe, denn ihm soll zunächst niemand geholfen haben. Erst nach mehreren Minuten sei die Polizei gekommen. Iacobi sagte: „Ich dachte, mit so viel Polizei kann ich Arbeit machen.“

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Journalist wird sich „nicht verstecken“

Weiter erklärte Iacobi nach der Tat: „Ich hatte großes Glück. Dennoch ist es kein Grund, mich zu verstecken. Und ich werde mich nicht verstecken. Ich werde keine Angst haben.“ Er kündigte auch an, dass der brutale Vorfall in seinen zweiten Dokumentationsfilm über die rechtsradikale Partei einfließen werde.

Die Angreifer hatten Iacobi nämlich aus seinem ersten Dokumentationsfilm „Die Goldene Morgenröte – Eine persönliche Angelegenheit“ wiedererkannt. Nach dem Angriff gelang es ihnen, unerkannt davon zu kommen.

Nach den Tätern wird nun gefahndet, um diese zur Rechenschaft zu ziehen. Währenddessen verurteilte die griechische Regierung den „faschistischen Angriff“.

Mehrere hundert Menschen - darunter auch Anhänger der Partei „Goldene Morgenröte“ - demonstrierten am Sonntag gegen die Flüchtlingspolitik der griechischen Regierung.

 
 

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