Coronavirus: Was bedeutet Kurzarbeit für meinen Job?

Corona Deutschland (13.3.)
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Das Coronavirus wirkt sich auf alle Bereiche des menschlichen Lebens aus.

Einrichtungen und Geschäfte werden geschlossen, wirtschaftliche Unternehmen haben wegen einer geänderten Auftragslage durch das Coronavirus weniger zu tun – und dadurch auch weniger Bedarf an Mitarbeitern.

Damit keine Menschen entlassen werden müssen, greifen viele Firmen auf Kurzarbeit zurück. Doch was bedeutet das für den Arbeitnehmer?

Wann tritt Kurzarbeit in Kraft?

Wegen des Coronavirus hat der Bundestag am Freitag ein erleichtertes Kurzarbeitergeld beschlossen.

Bisher war Kurzarbeit nur möglich, wenn mindestens 30 Prozent der Mitarbeiter eines Betriebes davon betroffen wären – jetzt reicht es aus, wenn zehn Prozent der Belegschaft betroffen sind.

Grundsätzlich gilt: Die Kurzarbeit wird vom Arbeitgeber bei der Bundesagentur für Arbeit für den Betrieb oder die jeweiligen Mitarbeiter beantragt.

Kann mein Chef einfach Kurzarbeit anordnen?

Das heißt auch, dass kein Chef im Alleingang Kurzarbeit anordnen darf – dafür braucht es einen Beschluss, beispielweise in Abstimmung mit dem Betriebsrat.

Kurzarbeit bedeutet de facto, dass die reguläre Arbeitszeit runtergestuft wird – zum Beispiel von fünf Arbeitstagen pro Woche auf vier, oder weniger Wochenstunden als vereinbart. Dementsprechend ändert sich auch der Bruttolohn.

Es darf erst zur Kurzarbeit kommen, wenn alle andere Mittel ausgeschöpft, also alle Überstunden und Zeitguthaben bereits abgefeiert sind.

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Wie sind die Auswirkungen auf mein Gehalt?

Solltest du von Kurzarbeit betroffen sein, steht dir als Einzelperson (ohne Kinder) 60 Prozent des ausfallenden Tagesgehalts von der Bundesagentur für Arbeit. Wenn du mindestens ein Kind hast, sind es 67 Prozent.

Im konkreten Beispiel, der Kürzung von fünf Arbeitstag auf vier pro Woche, bedeutet das: Der entsprechende Lohn, also 80 Prozent des ursprünglichen Wochengehalts, kommen vom Arbeitgeber. Von der Differenz, also den 20 Prozent des ursprünglichen Nettolohns pro Tag, gibt es von der Arbeitsagentur die Zusatzzahlung von 60 bis 67 Prozent. Pro Arbeitswoche sind das 12 Prozent der Differenz – macht in diesem Beispiel ein Kurzarbeitergeld von 92 bzw. 93,4 Prozent des Nettowochengehalts ( >> mehr Infos hier).

Während der Kurzarbeit kommt dein Arbeitgeber weiter für die Sozialversicherungsbeiträge (Krankenversicherung etc.) auf.

Kurzarbeitergeld wird maximal zwölf Monate lang gezahlt ( >> mehr Infos hier). (kv)

 
 

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