Coronavirus: TV-Star geht drastischen Schritt und macht DAS mit einer chinesischen Studentin

Berlin: Eine chinesische Studentin wurde von ihrer Vermieterin aus Angst vor dem Coronavirus gekündigt. (Symbolbild)
Berlin: Eine chinesische Studentin wurde von ihrer Vermieterin aus Angst vor dem Coronavirus gekündigt. (Symbolbild)
Foto: imago images / Hans Lucas

Berlin. Wenn Menschen in Panik geraten, neigen sie manchmal zu heftigen Reaktionen. So auch im Falle des Coronavirus.

Die Angst vor einer Ansteckung ist auch hierzulande so groß, dass viele Deutsch-Chinesen oder Chinesen, die vorübergehend in Deutschland leben, oft vorverurteilt und unter Generalverdacht gestellt werden, das Coronavirus zu verbreiten.

Eine chinesische Studentin aus Chengdu (14 Autostunden vom Corona-Epizentrum Wuhan entfernt) soll deshalb sogar aus ihrer Wohnung in Berlin geworfen worden sein, so die „Bild“. Ihre Vermieterin: TV-Star Gabrielle Scharnitzky („Verliebt in Berlin“, „Sturm der Liebe“)!

Coronavirus: TV-Star schmeißt chinesische Studentin raus

Der Auslöser für die Kündigung war ein geplanter Besuch der Studentin in ihrer Heimatstadt Chengdu. Doch bereits der Plan war wohl Grund genug für eine Kündigung. Im Kündigungsschreiben von Scharnitzky, das der „Bild“ vorliegen soll, hießt es: „Ich möchte nicht, dass du aus China in meine Wohnung zurückkommst und unsere Gesundheit gefährdest, denn das Coronavirus breitet sich schnell aus.“ Sie habe den Flug gar nicht erst angetreten, erzählt die Chinesin.

„Ich war nach der Kündigung so geschockt, dass ich mehrere Tage nicht mehr zu Uni gehen konnte“, so die junge Studentin, die Scharnitzky als nette, aber auch strenge Frau kennengelernt hat. „Diese Vorverurteilung, nur weil ich eine Chinesin bin, hat mich sehr hart getroffen.“

Gabrielle Scharnitzky verteidigt die Kündigung

Auf Nachfrage der „Bild“ äußerte sich die TV-Schauspielerin zu dem Vorfall: „Ich stellte und stelle auch nach wie vor nicht alle Chinesen unter Generalverdacht, sondern musste mich vor einer real möglichen Ansteckungsgefahr durch einen Menschen schützen, der aus einem virenverseuchten Gebiet zurückkehrt, bei mir ein- und ausgeht und damit meine Gesundheit und die Gesundheit meiner Besucher in Gefahr bringt.“

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Sie betont, dass sie sich stets über internationale Untermieter gefreut habe und erzählt von Menschen aus Indien, Afrika, Südamerika oder der Türkei. Zudem habe es auch noch einen weiteren Grund für die Kündigung gegeben: Die Chinesin habe sich nicht daran gehalten, wie abgesprochen auf Scharnitzkys Katze aufzupassen, als die 63-jährige Schauspielerin abwesend war. Dem widerspricht die Studentin jedoch. (at)

 
 

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