Coronavirus im Sommer: Freibadöffnungen in NRW ++ Experte spricht über Ansteckungsgefahr im Wasser

Coronavirus: Diese Festivals und Veranstaltungen fallen aus

Von Bundesliga-Spielen bis Wacken: Im Sommer 2020 gibt es keine großen Veranstaltungen. Wir zeigen im Video auch, was sie mit Tickets tun, die wegen des Coronavirus wertlos werden.

Beschreibung anzeigen

Öffnende Geschäfte, Bundesliga-Neustart und weniger strenge Kontaktsperren – die Schutzverordnungen zur Eindämmung des Coronavirus werden aktuell gefühlt täglich ein Stückchen gelockert.

Doch mit Blick auf den nahenden Sommer kommt bei vielen Menschen die Frage auf, ob ein Besuch im Freibad aus gesundheitlicher Sicht möglich ist. Besteht im Wasser denn ebenso die Gefahr, sich mit dem Coronavirus anzustecken?

Coronavirus: Laut Experte im Wasser „praktisch keine Infektionsgefahr“

Zu diesem Sachverhalt zitiert „n-tv“ Dr. Georg-Christian Zinn, Direktor des Hygienezentrums Bioscientia – und dessen Worte klingen zunächst vielversprechend. „Über Wasser kann das Virus nur sehr, sehr schlecht übetragen werden“, gibt der Experte gegenüber RTL an. Durch die starke Verdünnung von Viren und Bakterien und die Desinfektionsleistung des Chlorwassers „besteht da praktisch keine Infektionsgefahr.“ Auch das Umweltbundesamt stützt diese Einschätzungen.

Doch zu einem Freibad-Besuch gehört natürlich mehr als nur der reine Aufenthalt im Wasser. Umkleiden, lange Schlangen an der Kasse oder auch die Liegewiese – an diesen Orten ist die Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln enorm wichtig – ansonsten handelt es sich um potentielle Infektions-Hotspots.

Wenn die Freibäder also im Sommer öffnen, dann nur unter strengen Auflagen. „Zugangsbeschränkungen und Abstandsregelungen sind nötig“, so Zinn, „und die Bademeister müssen stets darauf achten, dass es nicht zu Rudelbildungen kommt.“

Pandemieplan für Schwimmbäder liegt vor

Die Deutsche Gesellschaft für Badewesen (DGfdB) hat bereits einen Pandemieplan erstellt. Dieser beschreibt die angedachte Vorgehensweise bei möglichen Schwimmbad-Öffnungen. Darin geht es unter anderem um eben diese Problemzonen: Warteschlangen am Eingang, Abstands- und Hygieneregelungen im Duschbereich und den Umkleiden sowie eine Begrenzung der Besucherzahlen. Letzteres hängt dabei vor allem von der Größe der Becken und Liegeflächen ab.

Im Nichtschwimmerbereich soll sich maximal ein Badegast pro 2,7 Quadratmeter aufhalten, im Schwimmerbecken ein Badegast pro 4,5 Quadratmeter. Das bedeutet umgerechnet: In einem klassischen 25-Meter-Mehrzweckbecken mit fünf Bahnen dürften sich insgesamt 92 Personen gleichzeitig aufhalten – 56 Personen im Nichtschwimmerbereich und 36 Personen im Schwimmbereich.

NRW öffnet Freibäder – und legt Regeln vor

NRW will die Freibäder ab Mittwoch, dem 20. Mai, wieder öffnen und hat dazu am Wochenende Regelungen veröffentlicht. Dabei wie erwartet ganz vorne mit dabei: Der Mindestabstand von 1,5 Meter. Dieser gilt in Sammelumkleiden, in den Duschen und auch in den Schwimmbecken. Es sei denn, man lebt in einem Haushalt oder ist mit einer befreundeten Familie unterwegs.

----------

Mehr News zum Coronavirus:

----------

In geschlossenen Räumen besteht zudem Maskenpflicht. Der klassische Freibad-Kiosk mit Pommes Frites und Eis darf öffnen, Selbstbedienung an Getränkespendern ist dagegen verboten. (at)

 
 

EURE FAVORITEN