Coronavirus: Rechtsmediziner untersucht Corona-Tote und kommt zu einem überraschenden Ergebnis

Ein Rechtsmediziner hat Patienten untersucht, die am Coronavirus gestorben sind. (Symbolbild)
Ein Rechtsmediziner hat Patienten untersucht, die am Coronavirus gestorben sind. (Symbolbild)
Foto: imago images

Das Coronavirus beherrscht die Welt und forderte bereits viele Todesopfer und zahlreiche Infizierte. Eine Frage, die sich aber viele Menschen stellen: Wie schlimm ist das Coronavirus wirklich? Ist die Angst berechtigt? Oder vielleicht doch übertrieben?

Letztere Ansicht vertritt der Hamburger Rechtsmediziner Klaus Püschel (67). Gemeinsam mit seinem Team hat er die am Coronavirus verstorbenen Menschen aus der Hansestadt untersucht – und ist dabei zu einem überraschenden Ergebnis gekommen. Das berichtet die „Hamburger Morgenpost“.

Coronavirus: Rechtsmediziner untersucht Corona-Todesfälle und kommt zu diesem Ergebnis

„Dieses Virus beeinflusst in einer völlig überzogenen Weise unser Leben“, sagt der Rechtsmediziner. Mehr noch: „Ich bin überzeugt, dass sich die Corona-Sterblichkeit nicht mal als Peak in der Jahressterblichkeit bemerkbar machen wird.“

Alle Untersuchten haben demnach an weiteren schweren Krankheiten gelitten, etwa Krebs, chronischen Lungenerkrankungen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Einige seien Diabetiker, stark fettleibig oder starke Raucher gewesen.

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Das ist Klaus Püschel:

  • geboren am 18. März 1952 in Grammendorf, Mecklenburg-Vorpommern
  • er ist ein bekannter deutscher Rechtsmediziner
  • er ist Direktor des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

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Bei ihnen sei der Virus der letzte Tropfen gewesen, der das Fass zum Überlaufen gebracht habe.

Der wirtschaftliche Schaden, der durch die Coronakrise entstehe, stehe in keinem Verhältnis zu dem tatsächlichen Schaden, den das Virus anrichte.

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Auch interessant: Chefärzte vom Nürnberger Klinikum warnten jetzt davor, wegen der Corona-Pandemie dringend notwendige Behandlungen aufzuschieben.

Die Folgen seien für viele Menschen wahrscheinlich gefährlicher als das geringe Risiko, sich mit dem Coronavirus zu infizieren, teilte das Klinikum mit.

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Rechtsmedizin dient der Klärung

  • der Todesursache,
  • der Todesart (natürlich oder nicht natürlich),
  • der Identität des Opfers, falls diese nicht geklärt ist,
  • des Todeszeitpunktes

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Experte rät zu Gelassenheit

Die Sorge der Menschen kann Rechtsmediziner Püschel allerdings nachvollziehen, schließlich breite sich das Virus schnell aus und es gebe derzeit noch keinen Impfstoff. „Durch eine starke Fokussierung auf die eher wenigen negativen Abläufe werden Ängste geschürt, die sehr belasten“, erklärt Püschel in der „Hamburger Morgenpost“.

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