Coronavirus: Österreicher überquert deutsche Grenze – und wird es jetzt bitter bereuen

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Experten gehen von einer Zunahme der Häuslichen Gewalt während der Coronakrise aus. Durch Kontakt- oder Ausgangssperren sind Menschen gezwungenermaßen mehr mit ihrem Lebensgefährten zuhause. Wenn dieser gewalttätig ist, kann die Situation schnell eskalieren.

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Das Coronavirus hat nicht nur die ganze Welt, sondern auch die europäischen Grenzen fest im Griff. Derzeit gilt das Einreiseverbot in viele EU-Staaten. Wer aus dem Ausland einreist, muss in seinem Heimatland zwei Wochen in Quarantäne verbringen, bis er nachweislich gesund ist.

Doch darum scherte sich ein Mann aus Österreich kürzlich bei einem Ausflug recht wenig. Die österreichische Kronenzeitung berichtet, dass der Autofahrer mal eben die Grenze nach Deutschland überqueren wollte. Doch diese Idee dürfte er nun bitter bereuen!

Coronavirus: Österreicher überquert deutsche Grenze - und wird es jetzt bitter bereuen

Manuel Binder wollte am Donnerstag einen Ausflug nach Scharnitz unternehmen. Nach dem Aufenthalt nahe der deutschen Grenze zu Bayern kam er auf die Idee doch mal eben in einem deutschen Supermarkt für das Abendbrot einzukaufen statt zuerst die Heimreise nach Innsbruck anzutreten.

„Voraussetzung war natürlich, dass wir trotz der Sperren über die Grenze kommen. Wir dachten, es sei das Müheloseste, einfach hinzufahren und zu schauen“, schildert der Tiroler der Zeitung.

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Doch weit kam er nicht. Nach 50 Metern auf deutschem Gebiet wurde er von der Polizei aufgefordert zu wenden - wegen des Einreisestopps. Doch damit nicht genug. Nachdem er die Rückreise über die Staatsgrenze antrat, stoppten auch die österreichischen Beamten das Auto.

Da er ja jetzt aus Deutschland komme, müsse er sich sofort in zweiwöchige Quarantäne begeben. Da half auch kein Bitten und Betteln, dass er ja gar nicht ausgestiegen sei und praktisch keinen Aufenthalt im Nachbarland hatte.

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„Nun sitzen wir also in Heimquarantäne, anstatt unseren täglichen Verpflichtungen nachzugehen. Wegen einer Wende an der Grenze!“, sagte der Ausflügler der Kronenzeitung entrüstet. Er könne einen Corona-Test aus eigener Tasche bezahlen. Wenn dieser negativ sei, könne er die Maßnahmen verkürzen. Ob der Mann von diesem Recht Gebrauch macht, ist unklar geblieben.

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Gegenüber RTL haben sich die Tiroler Grenzbehörden zu der Aktion geäußert. In einem Schreiben soll es heißen, dass der örtliche Wendepunkt von den Grenzbeamten auf der anderen Seite nicht unmittelbar eingesehen werden könne.

Wenn die deutsche Behörde die Information an die österreichische weitergebe, könne solch eine Situation vermieden werden. Man wolle in Zukunft an einer Lösung arbeiten. (js)

 
 

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