Coronavirus: Vorbild für Deutschland? So lockern andere Länder den Shutdown

Chronologie der Corona-Pandemie

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In drei Monaten wurden eine Million Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Wir zeichnen die Ausbreitung des Virus nach.

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Seit einer Woche wagt Deutschland in Zeiten des Coronavirus langsam und vorsichtig den Weg zurück zur Normalität.

Parks und bestimmte Geschäfte durften wieder öffnen – allerdings unter genauen Vorschriften. Für den Umgang mit dem Coronavirus ernten Bund und Länder viel Lob und ebenso viel Kritik.

Coronavirus: Lockerungen in anderen Ländern

Da drängt sich die Frage auf: Wie gehen eigentlich andere Länder mit den Lockerungen um? Wir werfen einen Blick auf zwei Nachbarländer und zwei Nationen, die es besonders schlimm erwischt hat.

Österreich

Die Österreicher haben bereits vor Deutschland erste Lockerungen vorgenommen. Kleinere Geschäfte sind dort seit einer Woche wieder geöffnet. Schon Ende Mai sollen dort wieder Restaurants und Bars geöffnet werden.

Die österreichische Regierung baut darauf, dass die Bürgerinnen und Bürger sich trotz der Lockerungen weiterhin mit Vernunft an die Vorgaben des Social Distancing halten. Die klare Botschaft der Regierung: Sollte es wieder mehr Infektionen geben, folgen auch wieder mehr Einschränkungen.

Schweiz

Die Schweiz hat einen Drei-Stufen-Plan zur Lockerung des Shutdowns vorgestellt. In einem ersten Schritt werden ab Ende April die wichtigsten Einrichtungen und Geschäfte geöffnet. Ab Mitte Mai dürfen Schüler in einem zweiten Schritt wieder zur Schule. Und wenn in den ersten beiden Schritten keine Verschlimmerung der Lage eintritt, werden im dritten Schritt im Juni allmählich wieder Bars und Restaurants geöffnet.

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Spanien

In kaum einem anderen Land auf der Welt galten in den vergangenen Wochen so strenge Einschränkungen wie in Spanien. Allmählich werden diese Einschränkungen leicht gelockert.

So war es Kindern in den vergangenen Wochen gänzlich verboten, das Haus zu verlassen. Am Sonntag durften sie erstmals seit sechs Wochen offiziell wieder vor die Tür: mit einem Elternteil, für eine Stunde und einen Kilometer weit rund um den Wohnort.

In Spanien war es vielen Menschen sogar untersagt, ihr Haus zu verlassen, um zur Arbeit zu gehen. Knapp eine Million Menschen sollen dadurch ihre Jobs verloren haben. Immerhin: Seit ein paar Tagen dürfen einige dieser Menschen wieder ihrem Job nachgehen. Speziell das Baugewerbe war stark angeschlagen. Bauarbeiter dürfen seit dieser Woche wieder schuften.

Italien

Ähnlich wie in Deutschland durften auch in Italien in den vergangenen Tagen wieder einige Geschäfte aus dem Einzelhandel öffnen. Die Hygienevorschriften in Italien sind allerdings deutlich strenger. So müssen die Ladenlokale zweimal am Tag nach genauen Anweisungen gereinigt werden. Außerdem muss jedes Geschäft über einen ausreichenden Vorrat an Handschuhen und Atemschutzmasken verfügen.

Schulen bleiben hingegen deutlich länger geschlossen als in Deutschland. Erst im September werden die Schulen in Italien wieder öffnen.

Zudem bleibt die Ausgangssperre in Italien weiterhin sehr streng geregelt. Nur mit Ausnahmegenehmigungen dürfen Italiener ihre Häuser verlassen.