Coronavirus: Mörder sitzt 44 Jahre im Knast – kurz vor der Freilassung stirbt er an Covid-19

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Experten gehen von einer Zunahme der Häuslichen Gewalt während der Coronakrise aus. Durch Kontakt- oder Ausgangssperren sind Menschen gezwungenermaßen mehr mit ihrem Lebensgefährten zuhause. Wenn dieser gewalttätig ist, kann die Situation schnell eskalieren.

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Nach 44 Jahren Haft freute sich William Garrison, endlich das Gefängnis verlassen zu können. Anfang Mai sollte er frei sein. Doch dann machte ihm das Coronavirus einen Strich durch die Rechnung.

Kurz vor seiner Freilassung stirbt der 60-Jährige aus den USA an den Folgen des Coronavirus‘, berichtet die „Detroit Free Press“.

Garrison wurde 1976 im Alter von 16 Jahren wegen Mordes zu lebenslanger Haft ohne Bewährung verurteilt. Bei dem bewaffneten Raubüberfall soll etwas schiefgelaufen sein, der Mord war nicht geplant.

Coronavirus: Insasse starb ohne Symptome

Mit zwei Freunden wollte er ein Haus in Detroit ausrauben. Als der 50-jährige Bewohner mit einer Pistole vor ihnen stand, schoss Garrison.

Bei einer Anhörung im Dezember sagte sein Anwalt, dass der Mörder rehabilitiert sei und nicht mehr der Jugendliche sei, der 1976 ins Gefängnis kam. Daher sollte er im Mai 2020 freigelassen werden.

Doch dazu kam es nicht. Garrison starb einige Wochen vor seiner Entlassung, am 13. April, an den Folgen des Coronavirus‘.

Garrisons Zellengenosse fand ihn an diesem Abend nach Luft schnappend in ihrer Zwei-Mann-Zelle vor, sagt Chris Gautz, Sprecher des Michigan Department of Corrections. Im Krankenhaus wurde er anschließend für tot erklärt.

Symptome, die dem Coronavirus zuzuordnen sind, habe er nicht gezeigt. Ein Test bestätigte, dass er Covid-19-positiv war.

Coronavirus: Mörder war Risikopatient

Garrison war Analphabet. Grund war eine Tuberkulose-Erkrankung. Er verpasste deshalb viel in der Schule. Im Gefängnis brachte er sich das Lesen und Schreiben selbst bei. Er studierte Jura und hoffte, nach seiner Entlassung anderen Jugendlichen helfen zu können, die Probleme haben.

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Das sind die Symptome des Coronavirus':

  • Fieber (häufig)
  • trockener Husten (häufig)
  • Schnupfen (selten)
  • Kurzatmigkeit (selten)
  • Gliederschmerzen (selten)
  • Hals- und Kopfschmerzen (selten)
  • Durchfall oder Erbrechen (selten)

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„Er war ein eifriger Fürsprecher für sich selbst und für andere Inhaftierte. Oft half er anderen Personen bei ihren rechtlichen Angelegenheiten“, sagte seine Verteidigerin Becky Hahn. Als Baby wurde ihm ein Teil seiner Lunge entfernt. Er war Coronavirus-Risikopatient.

Seine Schwester Yolanda Peterson hatte für ihn ein Zimmer in ihrem Haus in Harper Woods vorbereitet. Sie überlegte, wie sie trotz der Coronavirus-Pandemie mit ihm seinen 61. Geburtstag Ende Mai feiern könnte.

„Mein Bruder hätte da drinnen nicht so sterben dürfen“, sagte sie. Peterson ist der Meinung, dass das Gefängnispersonal mehr hätte tun müssen, um zu verhindern, dass sich ihr Bruder mit dem Coronavirus infiziert. Sie sagte, Männer im Gefängnis hätten ihr erzählt, dass der Zellengenosse ihres Bruders einige Tage vor Garrisons Tod krank war.

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Coronavirus bei Hunderten Gefangen festgestellt

Die Gefängnis-Mitarbeiter streiten den Vorwurf ab. Vor seinem Tod soll das Gesundheitspersonal alle Insassen untersucht haben. Sein Zellen-Mitbewohner hatte Husten, wurde aber negativ auf das Coronavirus getestet.

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520 der 805 Gefangenen sind Covid-19-positiv. Garrison ist einer von 17 Staatsgefangenen, die seit Freitag an den Folgen des Coronavirus‘ gestorben sind, berichtet die „Detroit Free Press“. (ldi)

 
 

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