Corona-Alarm in Österreichs Kanzleramt! „Die ganze Regierung wird getestet“

Baumwoll-Maske richtig reinigen: So geht's!

In Deutschland herrscht vielerorts Maskenpflicht, um andere zu schützen. Doch die mehrfach verwendbaren Baumwollmasken müssen zum eigenen Schutz regelmäßig gereinigt werden. Wir zeigen wie.

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Die Covid-19-Zahlen steigen seit Anfang des Herbstes wieder extrem an. Ganz klar: Die Coronavirus-Krise in Deutschland, Europa und der Welt spitzt sich erneut zu.

Auch hierzulande bewegen sich die Infektionszahlen auf einem weitaus höheren Niveau als im Sommer.

Über alle aktuellen Corona-Entwicklungen, Zahlen und Trends berichten wir hier im News-Ticker.

+++ Hier den Corona-Ticker aktualisieren +++

Montag, 5. Oktober:

18.21 Uhr: Corona-Alarm in Österreichs Kanzleramt

Ein Corona-Fall im engen Umfeld von Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) zieht Kreise. Der Regierungschef sowie sein Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) sagten dem Kanzleramt zufolge am Montag alle Termine mindestens bis zum Vorliegen eines eigenen Coronatestergebnisses ab. „Die ganze Regierung wird getestet“, sagte ein Regierungssprecher am Montag.

Der enge Mitarbeiter, der positiv auf das Coronavirus getestet worden war, war auch bei der Kabinettssitzung am vergangenen Mittwoch anwesend. Sämtlichen Journalisten, die an der damaligen Pressekonferenz teilgenommen hatten, wurde empfohlen, sich ebenfalls testen zu lassen. Außerdem werde nun bei vielen Mitarbeitern gecheckt, ob sie positiv seien. Die Ergebnisse sollten in der Nacht zum Dienstag vorliegen.

Der Kanzler selbst spüre aktuell keinerlei Beeinträchtigung, sagte Salzburgs Landeschef Wilfried Haslauer (ÖVP). „Er fühlt sich bestens. Er ist auch der Überzeugung, dass er negativ ist“, sagte Haslauer nach einem Telefonat mit Kurz dem Sender „oe24“.

15.50 Uhr: Spahn schlägt Alarm

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat das Land Berlin dazu aufgerufen, die geltenden Corona-Regeln besser durchzusetzen. Er könne nicht verstehen, dass große Partys möglich seien, wie er sie am Wochenende wieder auf Bildern gesehen habe, und dass es Restaurants gebe, wo man mit Maske angeguckt werde, als wäre man vom Mond, sagte der CDU-Politiker am Montag in Berlin. „Es liegt nicht an zu wenig Regeln. Es liegt eher an der Frage, wo werden welche Regeln durchgesetzt. Und da geht zumindest in manchen Bereichen dieser schönen Hauptstadt, glaube ich, noch mehr.“

Die Einstufung von bestimmten Berliner Bezirken als Risikogebiete, wie es Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz machen, sieht der Gesundheitsminister skeptisch. Er verstehe die Regelungen gut, die einige Bundesländer mit Blick auf den innerdeutschen Reiseverkehr hätten. „Gleichzeitig müssen wir miteinander schauen in der aktuellen dynamischen Infektionslage, dass alles auch noch nachvollziehbar und ganz praktisch einhaltbar bleibt für die Bürgerinnen und Bürger.“

09.55 Uhr: 81 Infizierte in Schlachthof

Im emsländischen Sögel sind inzwischen 81 Beschäftigte des Schlachthofes Weidemark mit dem Coronavirus infiziert. Der Betrieb gehört zum Tönnies-Konzern. Alle Betroffenen und Kontaktpersonen stehen unter Quarantäne. Um eine weitere Ausbreitung des Virus einzudämmen, gibt es eine neue Allgemeinverfügung für die Samtgemeinde Sögel. Zusammenkünfte im öffentlichen und im privaten Raum sind ab sofort mit maximal 6 Personen erlaubt; diese Grenze gelte auch für Betriebe in Gaststätten pro Tisch, wie der Landkreis Emsland am Sonntag mitteilte.

21.30 Uhr: Merkel berät mit Corona-Kabinett

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kommt am Montag mit den zuständigen Fachministern zu Beratungen im Corona-Kabinett zusammen. In der Runde im Kanzleramt soll es um die aktuelle Pandemielage in Deutschland gehen. Konkret wollen die Kanzlerin und ihre Minister über die Umsetzung der Beschlüsse des jüngsten Bund-Länder-Gipfels zur Eindämmung der Pandemie beraten. Unter anderem soll es dabei um die Einreiseregelungen gehen.

15.00 Uhr: Weltärztechef schließt erneuten Lockdown nicht aus

Weltärztechef Frank Ulrich Montgomery mahnt weiter zur strikten Einhaltung der bestehenden Corona-Regeln. „Wenn wir die Menschen in ihrer Beteiligung verlieren, kann es so schlimm kommen wie prognostiziert“, betonte der Vorstandschef des Weltärztebundes. Würde die Bevölkerung nachlässig, drohe ein eiskalter Winter. Neben den bestehenden Regeln sei es auch wichtig, zu Hause zu bleiben und sich impfen zu lassen, sobald dies möglich sei, ergänzte Montgomery. „Niemand will den Lockdown, wir dürfen ihn aber nicht ausschließen, sollten die Infektionszahlen drastisch steigen.“

13.10 Uhr: Berliner Bezirk als neues Risikogebiet im Inland

Schleswig-Holstein hat am Sonntag als dritten Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg wegen der hohen Corona-Infektionszahlen als Risikogebiet im Inland ausgewiesen. Auch die Bezirke Berlin-Mitte und Berlin-Neukölln gelten im Norden weiter als Risikogebiet, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Bilder von Samstagabend aus Friedrichshain-Kreuzberg erschrecken. In einem Twitter-Video sieht man vordergründig einen Haufen junger Leute, die dicht an dicht vor einem Club stehen und feiern.

12.00 Uhr: Corona-Schnelltests für Krankenhäuser und Pflegeheime

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat Corona-Schnelltests für Krankenhäuser und Pflegeheime angekündigt. „Schnelltests kommen vor allem für Besucher, Beschäftigte, Bewohner und Patienten von Pflegeheimen und Krankenhäusern in Betracht“, sagte Spahn der „Bild am Sonntag“. „Damit können wir verhindern, dass sich alte und kranke Mitbürgerinnen und Mitbürger anstecken. Für sie ist die Gefahr von schwerwiegenden Folgen einer Infektion am größten.“ Die Frage, wann und unter welchen Bedingungen die Schnelltests von den Krankenkassen bezahlt würden, werde zum 15. Oktober geregelt.

Samstag, 3. Oktober

15.00 Uhr: Hessen leidet unter hoher Zahl neuer Corona-Infektionen

In Hessen ist eine hohe Zahl neuer Corona-Infektionen gemeldet worden. Das Sozialministerium berichtet von 292 zusätzlichen Infektionen und einem neuen Todesfall im Vergleich zum Freitag. Die Gesamtzahl der in Hessen seit Ausbruch der Pandemie registrierten Fälle stieg auf 19.616 Fälle. Bislang sind in Hessen 552 Todesopfer zu beklagen.

11.00 Uhr: Gesundheitssenatorin fordert nächtliches Alkohol-Verbot in Berlin

Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci fordert ein Ausschank- und Verkaufsverbot für Alkohol von 23 bis 6 Uhr, um den Anstieg der Corona-Infektionen zu bremsen. Dieses müsse für Restaurants, Bars, Clubs und Spätis gelten, sagte die SPD-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur.

Freitag, 2. Oktober

18.10 Uhr: Schottland und Teile Englands sowie der Niederlande jetzt Risikogebiete!

Die Bundesregierung hat ganz Schottland sowie Teile Englands und weite Teile der Niederlande zu Corona-Risikogebieten erklärt. Die Risikoliste des Robert-Koch-Instituts wurde am Freitag entsprechend aktualisiert.

11.40 Uhr: Neuer Impfstoff darf in Deutschland getestet werden

Die deutschen Behörden haben die klinische Prüfung eines dritten potenziellen Corona-Impfstoffs genehmigt. Wie das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) am Freitag im hessischen Langen mitteilte, handelt es sich um einen vom Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) mit der Firma IDT Biologika entwickelten Vektorimpfstoff.

Er darf nun in einer sogenannten Phase-1-Prüfung zunächst an 30 Erwachsenen am Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) getestet werden. Der Vektor-Impfstoff wird in der ersten klinischen Phase auf seine Sicherheit, Verträglichkeit und auf seine spezifische Immunantwort gegen den Erreger untersucht.

Weltweit arbeiten Pharmafirmen und akademische Institutionen mit Hochdruck an der Entwicklung eines Impfstoffs. In Deutschland wurden zuvor bereits klinische Prüfungen mit Kandidaten der beiden Biotechfirmen Biontech und Curevac genehmigt. Weltweit befinden sich laut Weltgesundheitsorganisation inzwischen bereits 41 potenzielle Impfstoffe in einer klinischen Prüfung.

11.16 Uhr: München lockert Corona-Maßnahmen

Im Zuge der sinkenden Infektionszahlen werden die verschärften Anti-Corona-Maßnahmen in München am Freitag wieder gelockert. Allen voran entfallen die Maskenpflicht in Teilen der Innenstadt sowie die Beschränkung von Gruppengrößen auf nur fünf Personen: In der Öffentlichkeit, in Restaurants oder auch privat dürfen sich nun wieder zehn Freunde oder Geschäftspartner treffen. Einschränkungen gibt es jedoch weiter für Fußballfans - und für Partyhungrige. Ab sofort kannst du also wieder mit mehr als nur fünf Personen zusammensitzen.

Denn die Obergrenzen für Gäste bei privaten Festen wie Geburtstagen und Hochzeiten gelten weiterhin. In Innenräumen sind demnach nach wie vor nicht mehr als 25 Teilnehmer erlaubt, draußen maximal 50. Private Feiern stellen nach Angaben der Stadt derzeit nämlich die Hauptinfektionsquelle in der Landeshauptstadt dar. Deshalb bleibt auch das nächtliche Alkoholverbot am Wochenende an beliebten Feier-Treffpunkten im Freien in Kraft.

Donnerstag, 1. Oktober

22.45 Uhr: Spahn will Alte und Kranke in Messehallen impfen lassen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte in Berlin, dass er als möglichen Zeitraum für erste Corona-Impfungen in den ersten Monaten 2021 sieht. Es werde aber wohl zunächst nicht genug Impfstoff für alle geben, deshalb sollen zuerst Alte, Kranke und Beschäftigte des Gesundheitswesens geimpft werden. Spahn über die Impf-Orte: „Das sind aus meiner Sicht eher keine Turnhallen, sondern eher Messehallen. Da sind wir jetzt in der Diskussion auch mit den Ländern.“

18.25 Uhr: Seehofer: Quarantäne für Risiko-Reisende auf 10 Tage verkürzen

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) will eine deutliche Verkürzung der Quarantäne für Rückkehrer aus Corona-Risikogebieten. Das geht aus einem Verordnungsentwurf des Innenministeriums hervor, wie das Nachrichtenportal „ThePioneer“ berichtet.

Es bleibt demnach bei der Quarantäne-Pflicht für Reiserückkehrer aus Regionen, die vom Robert-Koch-Institut (RKI) als Corona-Risikogebiete eingestuft werden. Diese soll künftig grundsätzlich zehn Tage nach Einreise umfassen – vier Tage weniger als bislang.

13.19 Uhr: Für Impfstoff könnten 500.000 DIESER Tiere sterben

Müssen eine halbe Million Haie für einen Corona-Impfstoff sterben? Davor warnt nun eine Tierschutzorganisation. Hier mehr dazu>>>

08.06 Uhr: RKI gibt neue Risikogebiete bekannt

Das Robert-Koch-Institut hat neue Risikogebiete bekannt gegeben davon sind elf Länder betroffen. Unter anderem wurde das deutsche Nachbarland Belgien als gesamtes Risikogebiet erklärt. Gleiches gilt für Island.

Außerdem wurden die folgenden Regionen benannt:

Estland: die Region Idu-Viru gilt als Risikogebiet.

Frankreich: es gilt nun das gesamte Land mit Ausnahme der Region Grand-Est als Risikogebiet.

Irland: es gilt nun auch die Region Border als Risikogebiet.

Litauen: die Region Šiaulių gilt als Risikogebiet.

Rumänien: es gelten nun auch die Gespanschaften Alba und Cluj als Risikogebiete.

Slowenien: es gilt nun auch die Region Koroska als Risikogebiet.

Ungarn: es gelten nun auch die Regionen (Komitate) Csongrád, Vas und Pest als Risikogebiete.

Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland: es gelten die Nationen Nordirland und Wales als Risikogebiete.

In Kroatien die Gespanschaften Sibensko-kninska und Zadarska, sowie in der Schweiz der Kanton Freiburg (Fribourg), gelten nicht mehr als Risikogebiete.

30. September 2020: Corona in Deutschland und weltweit im News-Ticker

8.15 Uhr: RKI-Zahlen zeigen, warum derzeit wenige Covid-19-Infizierte sterben

Trotz steigender Covid-19-Zahlen kommt Deutschland verhältnismäßig glimpflich aus der Corona-Krise. Starben im Frühjahr noch Tausende, allein in der Kalenderwoche 14 waren es beispielsweise 2247, bewegenden sich die wöchentlichen Todeszahlen in Deutschland derzeit auf einem niedrigen Niveau bei zuletzt zwischen 12-32 Patienten wöchentlich.

Woher kommt das? Die RKI-Zahlen geben Aufschlüsse. War das Durchschnittsalter der Patienten zum bisherigen Höhepunkt der Corona-Krise noch über 50 Jahre, sind es derzeit 37 Jahre. Allerdings lässt sich ein Trend erkennen. Der Mittelwert des Alters der Infizierten steigt wieder. Vor einigen Wochen, als insbesondere Urlaubsrückkehrer das Virus wieder ins Land brachten, lag er noch bei 32 laut Robert Koch-Institut. Ein Trend, der gefährlich werden könnte.

Auch diese ARD-Grafik veranschaulicht den Unterschied zwischen dem 2. April und heute. Der Anteil der 15-34-Jährigen bei den Covid-19-Neuinfektionen ist fast doppelt so hoch wie damals, wohingegen der Anteil der über 80-Jährigen extrem gesunken ist. Eine erfreuliche Entwicklung, die allerdings auch eine Warnung sein sollte, die älteren Generationen weiter vor Infektionen zu schützen.

Doch auch abgesehen von Todesfällen kann die Infektion mit Covid-19 viele schwerwiegende Folgen und Komplikationen mit sich bringen. Laut der Statistik des Robert Koch-Instituts beträgt der Anteil derjenigen Patienten ohne Covid-19-Symptome derzeit lediglich 18 Prozent. Das bedeutet, dass die überwiegende Mehrheit schon spürbar krank ist.

29. September 2020: Coronavirus-Entwicklungen im News-Ticker

17.20 Uhr: Feiern im öffentlichen Bereich eingeschränkt

Bund und Länder wollen angesichts anhaltend hoher Corona-Infektionszahlen Feiern in öffentlichen oder angemieteten Räumen auf maximal 50 Teilnehmer beschränken. Dies gelte, wenn in einem Landkreis innerhalb von sieben Tagen mehr als 35 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner auftreten. Das gab Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auf einer Pressekonferenz nach dem Treffen mit den Ministerpräsidenten der Länder bekannt.

In privaten Räumen soll es demnach keine Vorschriften zur Teilnehmerzahl geben. Es werde jedoch empfohlen, in privaten Räumen keine Feierlichkeit mit mehr als 25 Teilnehmern durchzuführen.

Wenn es in einem Landkreis innerhalb von sieben Tagen mehr als 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner gibt, seien weitere Maßnahmen zu erlassen. Insbesondere solle die Teilnehmerzahl auf höchstens 25 in öffentlichen oder angemieteten Räumen festgelegt werden. In privaten Räumen werde dringend empfohlen, in diesem Fall keine Feierlichkeiten mit mehr als zehn Teilnehmern durchzuführen. Ausnahmen könne es für angemeldete Feiern mit vom Gesundheitsamt abgenommenen Hygieneplänen geben.

17 Uhr: Bei dieser Corona-Forderung gibt es Widerstand gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel

Bei einer Frage gibt es Widerstand gegen Bundeskanzlerin Merkel! Die Kanzlerin wollte, dass Feiern in privaten Räumen auf maximal 25 Teilnehmern begrenzt werden. Doch die Länderchefs aus Hessen und Rheinland-Pfalz, Volker Bouffier (CDU) und Malu Dreyer (SPD), sollen sich nach dpa-Informationen dagegen gewandt haben. Somit wird es wohl keine bundeseinheitliche Regelung geben, nur eine Empfehlung.

15.40 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel setzt sich durch – neues Bußgeld kommt

Wer in einem Restaurant oder in einer Bar falsche Personenangaben zu seiner Person macht, also beispielsweise einen falschen Namen aufschreibt, muss künftig mit einem Bußgeld von mindestens 50 Euro rechnen. Nach Informationen der dpa beschlossen das nun die Ministerpräsidenten der Länder und Bundeskanzlerin Merkel in einer Videoschalte.

12.10 Uhr: Steigende Corona-Zahlen – Bundeskanzlerin Angela Merkel greift jetzt durch

Angela Merkel will nicht mehr zusehen und greift jetzt durch. Am Dienstag verhandelt sie mit den Ministerpräsidenten über neue Regeln in vor dem möglichen Corona-Herbst! Die Bundeskanzlerin will neue Regeln und Verbote, um die Corona-Lage in Deutschland weiter unter Kontrolle zu halten:

  • Geldbußen von 50 Euro für Restaurant- und Kneipenbesucher, die falsche Personalien angeben.
  • Obergrenze bei privaten Feiern von 25 Personen, bei öffentlichen Festen bei maximal 50.
  • Zeitlich begrenzte Ausschankverbote für Alkohol in besonders betroffenen Regionen.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) stellt sich dagegen. Er will keine verschärften Corona-Regeln in seinem Bundesland „Im Umgang mit Corona brauchen wir keine zusätzliche Verunsicherung. Wir brauchen Zuversicht und Umsicht“, twitterte der Regierungschef am Dienstag.

9.35 Uhr: Coronavirus-Lage in Berlin wird immer ernster

Angela Merkel zeigte sich auf der CDU-Sitzung besonders besorgt über die aktuelle Corona-Entwicklung in der Bundeshaupstadt Berlin. Die Bundesregierung bietet den Berliner Bezirken Unterstützung durch die Bundeswehr an, aber der linksgerichtete Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg lehnt das ab.

Für den Bezirk Berlin-Mitte erklärte Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel (Grüne) dagegen, dass das örtliche Gesundheitsat nicht mit der Nachverfolgung von Kontaktpersonen hinterherkomme und daher dabei die Hilfe der Bundeswehr in Anspruch nimmt. In fünf Bezirken gibt es derzeit besonders hohe Fallzahlen: Berlin Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg, Neukölln, Tempelhof-Schöneberg und Charlottenburg-Wilmersdorf. Laut RKI-Lagebericht handelt es sich beispielsweise in Berlin Mitte „um ein diffuses Geschehen, getragen von jungen, international Reisenden und Feiernden, die sich unterwegs, beziehungsweise auch auf Partys anstecken und diese Infektionen dann in ihren Haushalten und Familien verbreiten.“

Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci sagte bereits am Freitag: „Wir steuern die rote Linie an“. Man habe in der Stadt „eine sehr ernste Lage“. Deshalb werden Party-Beschränkungen und verstärkte Kontrolle in Bars und Restaurants geplant.

8.15 Uhr: Wie kommt Angela Merkel auf 19.200 Covid-19-Infektionen täglich?

Angela Merkel warnte im CDU-Präsidium am Montag vor 19.200 täglichen Covid-19-Neuinfektionen am Tag in Deutschland bis Weihnachten. Wie kommt die Bundeskanzlerin darauf? Die Welt hat die Hochrechnung der Kanzlerin nun nachgerechnet,

Die Welt rechnet vor: „Wenn man auf diese Zahl kommen will, ergibt sich, dass der 7-Tage-Schnitt 85 Tage lang täglich um 2,786 Prozent steigen muss, damit am 21. Dezember 19.200 erreicht sind. Auf Wochen umgerechnet, ergibt sich ein wöchentliches Plus von konstant 21,2 Prozent.“

Allerdings ist diese Zuwachsrate fraglich. In der Zeit, als im Sommer Reiserückkehrer das Virus wieder nah Deutschland brachten, lag der 7-Tage-Schnitt zwischenzeitlich über 20 Prozent. Mittlerweile aber wieder unter zehn.

Gegenüber der Bild-Zeitung sagt Katharina Schüller, Vorstandsmitglied der Deutschen Statistischen Gesellschaft, allerdings: „Ich halte die prognostizierte Entwicklung für denkbar, insbesondere wenn die Zahl der durchgeführten Tests nicht weiter verändert wird.“ Sie rechnet etwas anders als die Welt: „Der R-Wert über vier Tage lag im Durchschnitt der letzten Woche bei etwa 1,13. Das ergibt bei 20 Zyklen bis zum 24. Dezember eine Zahl von 19.187 Neuinfektionen!“

8 Uhr: Virologe Streeck bemängelt zu viel Corona-Angst in Deutschland

Deutschland hat es aus Sicht des Virologen Hendrik Streeck im Sommer verpasst, pragmatische Lösungen für Zeiten mit steigenden Corona-Infektionszahlen zu finden. „Ich glaube, im Gesundheitssystem sind wir sehr gut vorbereitet“, sagte Streeck mit Blick auf den Herbst und Winter der Deutschen Presse-Agentur. „Mental sind wir dagegen in Deutschland weniger gut vorbereitet, so empfinde ich es zumindest.“
Es sei zu viel Angst vorhanden, sagte der Virologe. „Und wir haben es über den Sommer hinweg nicht geschafft, pragmatische Lösungen zu finden, wie man in bestimmten Bereichen weitermachen kann, wenn die Infektionszahlen deutlich steigen. Da wurden Chancen ausgelassen.“ Seine Sorge sei nun, dass im Herbst wenig über Lösungen diskutiert werde - und „zu viel darüber, wie wir das Leben wieder zurückfahren“.
Streeck erklärte, dass es in der aktuellen Situation vor der kalten Jahreszeit nicht darum gehen könne, das Virus komplett einzudämmen. Es sei bereits Teil unseres Alltags. „Wir würden es nur mit den allerhärtesten Maßnahmen schaffen, es einzudämmen. Dann aber errichten wir eine Art künstlichen Staudamm, während es in anderen Ländern weiterläuft“, sagte der Direktor des Instituts für Virologie am Uniklinikum Bonn. Irgendwann würde es auch in Deutschland wieder losgehen. Der Virologe plädierte dafür, das Geschehen „mit Augenmaß und intelligenten Systemen“ zu kontrollieren. Als Beispiel nannte er Schnelltests am Eingang von Pflegeheimen.

28. September 2020: Coronavirus im News-Ticker

21.58 Uhr: Bund schlägt Corona-Beschränkung auf 25 Personen bei privaten Festen vor

Der Bund schlägt angesichts anhaltend hoher Infektionszahlen mit dem Coronavirus für Feiern in privaten Räumen eine Beschränkung auf maximal 25 Teilnehmer vor. In öffentlichen Räumen solle die Beschränkung bei maximal 50 Teilnehmern liegen, heißt es in einem der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegenden Entwurf für die Beschlussvorlage des Bundes zu den Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit der Ministerpräsidentenkonferenz an diesem Dienstag.

Offen ist, ob dies nur bei Überschreiten bestimmter Grenzwerte bei den Neuinfektionen gelten soll. Zuerst hatte die „Bild“-Zeitung über die Zahlen berichtet.

16.49 Uhr: Kanzlerin Merkel warnt vor Coronavirus-Zahlen wie in Frankreich

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat vor einem deutlichen Anstieg der Ansteckungszahlen in Deutschland gewarnt. Wenn diese sich wöchentlich so weiterentwickeln würden wie bisher, werde es zu Weihnachten 19 200 Neuinfektionen am Tag geben, sagte Merkel am Montag nach Angaben aus Teilnehmerkreisen in einer Videokonferenz des CDU-Präsidiums. Die Kanzlerin habe das hochrechnen lassen, wenn es einen exponentiellen Verlauf geben würde, hieß es.

Bei der Videokonferenz zwischen Merkel und den Länderchefs soll es um geeignete Maßnahmen gegen die steigenden Infektionszahlen gehen, vor allem mit Blick auf die anstehende kalte Jahreszeit. Priorität hätten Schulen, die Kindertagesstätten und die Wirtschaft, sagte Merkel. Man müsse lokale Infektionsherde sehr deutlich angehen, sonst habe man an Weihnachten Zahlen wie in Frankreich. Unser Nachbarland hat am vergangenen Donnerstag einen neuen Höchstwert erreicht: mehr als 16 000 Fälle.

Markus Söder und Armin Laschet sprechen sich für eine Art Corona-Warnampel aus. Notwendig sei ein einheitliches, verbindliches, verhältnismäßiges und verlässliches Regelwerk, das dann in ganz Deutschland gelte, sagte Söder am Montag in München.

Bei Überschreiten bestimmter Infektionszahlen würde diese auf Gelb oder Rot springen und entsprechende Maßnahmen würden in Kraft treten, wie Tests für Risikogruppen, weniger Zuschauer bei Sportveranstaltungen, weniger Teilnehmer bei privaten Veranstaltungen oder eine verschärfte Maskenpflicht etwa auf öffentlichen Plätzen.

13.30 Uhr: Positive Corona-Tests auf Kreuzfahrtschiff

Auf dem Kreuzfahrtschiff „Mein Schiff 6“ der Reederei Tui Cruises sind zwölf Besatzungsmitglieder positiv auf das Coronavirus getestet worden. „Am Montagfrüh haben wir von einem externen Labor positive Testergebnisse von zwölf Crew-Mitgliedern der "Mein Schiff 6" erhalten“, teilte TUI Cruises in Hamburg mit. Die gesamte Besatzung sei in den letzten 14 Tagen nicht auffällig geworden, keines der zwölf Crew-Mitglieder habe Symptome. Die Betroffenen seien an Bord isoliert worden und würden nun an Bord erneut getestet. Erste Befunde seien negativ.

Griechische Medien berichteten, das Schiff sei am Sonntagabend von der kretischen Hafenstadt Heraklion ausgelaufen. Nach Bekanntwerden der Testergebnisse habe der Kapitän die Reise unterbrochen und vor der kleinen griechischen Insel Milos auf weitere Instruktionen gewartet. Das Schiff soll nun in den Hafen von Piräus fahren.

10.45 Uhr: Hammer-Warnung vor Corona-Infektionen von Bundeskanzlerin Angela Merkel

Wie die Bild berichtet, hat Angela Merkel vor einer explosionsartigen Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland gewarnt. In einer Videokonferenz des CDU-Präsidiums habe die Bundeskanzlerin gesagt: „Wenn es so weitergeht, mit dem Trend, haben wir 19 200 Infektionen am Tag. Das ist wie in den anderen Ländern.“

Zum bisherigen Höhepunkt der Corona-Krise in Deutschland gab es rund 6000 Neuinfektionen am Tag. Die Kanzlerin verlangte, dass Deutschland das Infektionsgeschehen wieder schnell eindämme. „Wir müssen Prioritäten setzen: Die Wirtschaft am Laufen halten, Schulen und Kitas offen halten. Fußball ist dabei erst einmal sekundär", sagte sie weiter laut Bild.

10.30 Uhr: Neue Zahlen des RKI zeigen vier besorgniserregende Trends

Das Robert Koch-Institut hat auch für den Sonntag neue Corona-Zahlen herausgegeben, Aus diesen und weiteren Statistiken lassen sich drei besorgniserregende Trends ableiten:

Die Corona-Karte mit aktuellen Fallzahlen aus Deutschland:

1. Trend: Corona-Inzidenz steigt besonders in Berlin stark an

Bei der Rate der Covid-19-Fälle pro 100.000 Einwohner zeigt sich, dass sie zuletzt vor allem in den Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg stark ansteigt. Die sogenannte 7-Tage-Inzidenz ist in den vergangenen zehn Tagen insbesondere in Berlin nach oben geschossen.

In den Top-15-Kreisen in Deutschland mit der höchsten Corona-Inzidenz sind laut RKI mittlerweile vier Berliner Bezirke. In Berlin-Mitte liegt sie bereits bei 52,2.

2. Trend: RKI meldete höchsten Samstagswert seit April

Das Robert Koch-Institut hat am Sonntag erwartungsgemäß eine vergleichsweise niedrige Zahl an neuen Corona-Infektionen gemeldet. Die Gesundheitsämter hatten binnen eines Tages 1411 Fälle übermittelt, wie das RKI bekanntgab. Am Montagmorgen meldete das RKI 1192 neue Fälle.

Aber: An Sonntagen wie auch an Montagen sind die erfassten Fallzahlen erfahrungsgemäß niedriger, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI melden. Und am Samstag war mit 2507 neuen Corona-Infektionen der höchste Wert seit April erreicht worden!

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Aktuelle Coronavirus-Zahlen weltweit:

  • Über 33 Millionen Covid-19-Fälle wurden weltweit registriert.
  • Die Todeszahlen werden in Kürze die 1-Million-Marke überschreiten.
  • Die meisten bestätigten Fälle gibt es in den USA (7,1 Mio), Indien (6 Mio), Brasilien (4,7 Mio) und Russland (1,1 Mio).

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3. Trend: In Europa ist die zweite Corona-Welle viel mächtiger als die erste im Frühjahr

In Deutschland mag die Lage noch unter Kontrolle sein, in vielen Teilen Europas aber ist die zweite Corona-Welle bereits weitaus mächtiger als im März und April. Laut WHO erreichte die Zahl der aktiven Covid-19-Fälle mit über 70.000 nun einen Rekord. Besonders in Frankreich, Großbritannien und Russland gibt es extrem viele Neuinfektionen.

4. Trend: Die Zahl der Corona-Toten weltweit überschreitet die Millionengrenze

In Deutschland sind aktuell 9534 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 registriert. Weltweit sieht die Lage weitaus schlimmer aus. Die Millionengrenze der Corona-Toten wird nach Angaben der Johns Hopkins Universität in diesen Tagen überschritten. Ein Ende ist nicht in Sicht, die Todeszahl-Kurve steigt weiter konstant an.

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