Coronavirus-Kontaktverbot – was darf ich noch und was ist ab jetzt verboten?

Corona Deutschland (13.3.)
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Die Bundesregierung greift bei der Bekämpfung des Coronavirus knallhart durch! Ab sofort gilt ein Kontaktverbot, wie NRW-Ministerpräsident Armin Laschet am Sonntag verkündete.

Diese Maßnahme wurde bei einer Telefonschalte mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und zwölf Ministerpräsidenten beschlossen.

Doch was bedeutet die neue Regelung für dich? Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Coronavirus: Was bedeutet das neue Kontaktverbot?

Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, erklärte die Beschlüsse der Konferenz in einem Presse-Statement. Ein Kontaktverbot sei „das geeignete Mittel“ und „im Vergleich zu einer Ausgangssperre verhältnismäßiger, zielgerichteter und besser zu vollziehen.“

Für welche Fälle gilt das Verbot?

Das Kontaktverbot gilt für alle Zusammentreffen von mehr als zwei Personen. Ausgenommen sind jedoch Familien, Lebenspartner und in einem Haushalt zusammenlebende Personen.

In Hessen sind die Auflagen noch strenger: Hier dürfen Personen nur alleine vor die Tür gehen. Es sei denn, sie sind auf Hilfe durch andere angewiesen. Auch in Bayern ist die Regel härter: Nur Familienmitglieder dürfen zusammen raus, Freunde beispielsweise nicht.

Und auch in Sachsen gilt etwas anderes: Von Montag an gilt für den gesamten Freistaat eine Ausgangsbeschränkung. Danach ist das Verlassen von Wohnung oder Haus ohne triftigen Grund untersagt. Wege zur Arbeit und zum Einkaufen bleiben demnach erlaubt.

Wie lange gilt das Verbot?

Das Kontaktverbot gilt zunächst bis zum 19. April, also bis zum Ende der Osterferien.

Was ist, wenn zwei Leute mich in meiner privaten Wohnung besuchen?

Das ist nicht erlaubt. Lediglich die Kernfamilie, Lebenspartner oder Mitbewohner dürfen sich mit mehr als zwei Personen zusammenfinden.

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Müssen jetzt auch Friseure schließen?

Ja! Alle Dienstleistungs-Betriebe, bei denen enger menschlicher Kontakt unvermeidbar ist, sollen geschlossen werden. Dazu gehören auch Friseur-Salons.

Heißt das, dass alle Betriebe dicht machen müssen?

Nein, nicht alle Betriebe müssen schließen. Neu verordnet wurden aber die Schließungen von Restaurants und Gaststätten sowie allen Dienstleistungsbetrieben, bei denen enger menschlicher Kontakt unvermeidbar ist (z.B. Friseure, Massagesalons, Tattoo-Studios, Kosmetik-Studios, etc.).

Welche Strafen drohen bei Verstößen?

Die Einhaltung des neuen Verbots wird vom Ordnungsamt und der Polizei überwacht. Bei Verstößen drohen hohe Geldstrafen bis zu 25.000 Euro. (the)

 
 

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