Coronavirus: Junge Frau bricht wegen Maskenpflicht in Tränen aus – „Verstehe niemanden“

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Experten gehen von einer Zunahme der Häuslichen Gewalt während der Coronakrise aus. Durch Kontakt- oder Ausgangssperren sind Menschen gezwungenermaßen mehr mit ihrem Lebensgefährten zuhause. Wenn dieser gewalttätig ist, kann die Situation schnell eskalieren.

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Kommenden Montag ist es so weit: Zum Schutz vor dem Coronavirus wird das Tragen einer Maske in ganz Deutschland zur Pflicht. Für eine junge Frau bedeutet das allerdings der Albtraum.

Sie bricht in Tränen aus, sagt: „Ich verstehe niemanden“.

Coronavirus: Junge Frau bricht wegen Maskenpflicht in Tränen aus

Cindy K. ist wegen der beschlossenen Maskenpflicht zur Eindämmung des Coronavirus total frustriert. Die 22-Jährige hat große Angst vor der bevorstehenden Zeit, weil sie dann niemanden mehr verstehen werde, wie sie in einem Video sagt. Darüber berichtet der „Stern“.

Die junge Frau ist nämlich fast taub und auf das Mundbild, das Lippenlesen also, ihrer Mitmenschen angewiesen. „Selbst in der Gebärdensprache ist das Mundbild ein sehr wichtiger Bestandteil“, erklärt sie. Die hörgeschädigte Frau hat befürchtet deshalb: „Kommunikation ist dann bei mir nicht mehr vorhanden.“

Und so wolle sie nicht leben. Das Tragen eines Mundschutzes würde schließlich auch dazu führen, dass sie nicht mal mehr zum Arzt gehen könne, selbst wenn sie Schmerzen habe.

Frau macht auf ernsthafte Probleme aufmerksam

Die 22-Jährige hat dafür aber auch gleich eine Lösung. Denkbar seien demnach durchsichtige Masken, bei denen das Mundbild sichtbar ist. Problematisch sei aber, dass wegen der Ansteckungsgefahr nur ganz wenige Dolmetscher bereit seien, vor Ort zu übersetzen.

„Natürlich gibt es die Möglichkeit alles online zu machen, aber dafür braucht man Internet. Es gibt viele Gehörlose, die wahrscheinlich gar kein Internet haben. Aber das Problem ist auch: Nicht überall ist das Internet so gut“, sagt sie.

Cindy macht in diesem Zusammenhang darauf aufmerksam: „In dieser Situation würde es helfen, wenn vor allem Schlüsselpersonen, wie Ärzte, Polizisten, Rettungssanitäter, also systemrelevante Dienstleister, eine Alternative zu den Schutzmasken finden würden.“

„Inklusion immer nur eine Theorie“

Sie fordert: „Immer wieder wird von Inklusion gesprochen, immer wieder wird Inklusion ein großes Thema. Aber Inklusion bleibt irgendwie immer nur eine Theorie und wird nie in die Praxis umgesetzt. Wenn, dann nur in kleinen Schritten. Vor allem jetzt in der Krise, wo es um Lebensgefahr geht, wo es um Sterben und Tote geht. Wir Gehörlosen, wir beeinträchtigten Menschen haben auch ein Anrecht darauf, Leute zu verstehen.“

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Es gibt dennoch eine gute Nachricht: Denn viele Leute hätten umgedacht und wollten sich jetzt darum kümmern, eine durchsichtige Maske zu tragen. Das berichtet der Stern. (nk)

 
 

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