Coronavirus: Forscher untersuchen Blut auf Antikörper – und kommen zu einer krassen Erkenntnis

Forscher aus Hamburg haben Blutproben auf Antikörper gegen das Coronavirus untersucht. (Symbolfoto)
Forscher aus Hamburg haben Blutproben auf Antikörper gegen das Coronavirus untersucht. (Symbolfoto)
Foto: imago images / ITAR-TASS

Wie verbreitet ist das Coronavirus wirklich? Wie viele Menschen tragen die neuartigen Viren in sich, ohne es zu wissen?

Das wollten Forscher des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) herausfinden. Sie testeten mehr als 900 anonymisierte Blutproben auf Antikörper gegen das Coronavirus.

Coronavirus: Wie verbreitet ist es wirklich?

Wie der Hamburger Senat am Dienstag mitteilte, konnten bei weniger als einem Prozent der bisher untersuchten Blutproben Antikörper gegen das Coronavirus nachgewiesen werden. Weitere Tests laufen.

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Gesundheitssenatorin erklärt Vorgehen

Die Hamburger Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks erklärt das Vorgehen der Forscher: „Während die PCR-Tests zur Feststellung einer Infektion nur eine Momentaufnahme darstellen, kann mit Antikörpertests nachgewiesen werden, ob ein Mensch Immunität gegen das SARS-CoV-2 entwickelt hat.“

Für die Breite der Bevölkerung könne so festgestellt werden, ob genügend Immunität bestehe, um die Ausbreitungsmöglichkeiten des Coronavirus zu beenden. „Die ersten Ergebnisse der Studie zeigen uns, dass dies offenbar nicht der Fall ist, wenngleich noch weitere Testungen laufen“, so Prüfer-Storcks.

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Weiterhin Vorsicht geboten

Deswegen mahnt die Hamburger Gesundheitssenatorin weiter zur Vorsicht. „Solange es keine Anhaltspunkte für eine bereits vorhandene Immunität unter der Bevölkerung oder einen zugelassenen Impfstoff gibt, ist es weiterhin wichtig, sich an Hygiene- und Abstandsgebote zu halten“, erklärt Cornelia Prüfer-Storcks. Nur so könne eine weitere Ausbreitung des Coronavirus eingegrenzt werden.

 
 

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