Coronavirus: Hunderte Schulen schließen ab Montag ++ Erstes Staatsoberhaupt in Quarantäne ++ Fast 2500 Infizierte

Das ist das Coronavirus

Das Coronavirus hält die Welt in Atem. Auch Deutschland ist eines der am stärksten von dem Virus betroffenen Länder.

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  • Sechs Todesfälle in Deutschland, über 2300 Fälle im Bundesgebiet erfasst
  • Erreger inzwischen in allen Bundesländern nachgewiesen
  • Alles, was du wissen musst, erfährst du in unserem Newsblog

Das Coronavirus breitet sich weltweit immer mehr aus. In Deutschland sind mittlerweile (Stand Donnerstagabend) sechs Menschen an den Folgen des Coronavirus verstorben.

Coronavirus in Deutschland: Über 2300 Fälle

Wir halten dich in unserem News-Blog über die Entwicklung und Ausbreitung des Coronavirus' weltweit auf dem Laufenden.

Du willst wissen, wie die aktuelle Situation in NRW ist? >> Dann hier entlang!

Wie ist die Lage in der Sport-Welt? >> Alle Infos dazu findest du hier!

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Freitag, 13. März

10.55 Uhr: Keine Veranstaltung ab 200 Menschen

Jens Spahn hatte dazu aufgerufen, Veranstaltungen über 1000 Besucher zu canceln. Die Stadt Duisburg geht noch einen Schritt weiter: Vor diesem Hintergrund werden auch Fremdveranstaltungen oberhalb von 200 Besuchern untersagt.


Oberbürgermeister Sören Link appelliert eindringlich an die Landesregierung, den Kommunen eindeutige rechtliche Vorgaben zu machen. Dies gilt insbesondere für die Kinderbetreuunggsangebote und Schulen. „Mich erreichen zahlreiche Fragen von besorgten Eltern. Den Menschen fehlen klare Entscheidungen. Nur, wenn wir diese haben, können wir alle damit beginnen, den Alltag neu zu organisieren“, so Link

10.36 Uhr: Szenario wie in Italien nicht auszuschließen

Ein Szenario wie in Italien ist nach eigenen Angaben des Robert-Koch-Instituts auch in Deutschland nicht auszuschließen. Er hoffe nicht, dass es dazu komme, sagt RKI-Chef Lothar Wieler. In Italien müssten einige Krankenhäuser aus Kapazitätsengpässen entscheiden, wer noch beatmet werde und wer nicht.

10.04 Uhr: Auch Kanadas Premier in Quarantäne

Das erste Staatsoberhaupt muss in Quarantäne: Justin Trudeau (48) begibt sich 14 Tage lang in Corona-Quarantäne. Grund: Seine Frau Sophie Gregoire (44) ist mit dem Virus infiziert!

Ihr gehe es gut, sie sei isoliert. Der Premier hat keine Symptome. Auch Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hat sich nach Angaben seines Sohnes auf den Coronavirus testen lassen. Ein Ergebnis wird am Freitag erwartet. Hintergrund: sein Kommunikationschef war positiv auf das Virus gestetet worden, nachdem er von einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump gekommen war.

10.01 Uhr: Lieferando stellt Essen vor die Tür

Wegen der Coronavirus-Pandemie will der Bringdienst Lieferando ab sofort Lieferungen anbieten, die ohne physischen Kontakt mit dem Kunden auskommen. Diese neue Maßnahme gelte für alle Restaurants auf der Plattform und solle in ganz Europa in Kraft treten, teilte die Lieferando-Mutter Takeaway am Freitag mitteilte. Die Lieferfahrer sind demnach angewiesen, beim jeweiligen Kunden zu klingeln und die Lieferung vor der Tür abzustellen.

9.55 Uhr: Besuchsverbot für Alten- und Pflegeheime

Der Freistaat Bayern Angehörigen hat wegen der Verbreitung des Coronavirus weitgehend den Besuch von Alten- und Pflegeheimen untersagt. Das sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Freitag in München.

9.30 Uhr: Berlin macht ebenfalls Schulen dicht

Jetzt macht auch Berlin als drittes deutsches Bundesland die Schulen ab Montag dicht.

07.55 Uhr: Bayern und Saarland machen Schulen dicht

Mit Bayern und dem Saarland haben in der Nacht zu Freitag die ersten beiden Bundesländer die Schließung aller Schulen und Kindertageseinrichtungen ab Montag beschlossen.

6.35 Uhr: Die Zahl der Infizierten steigt immer weiter

Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in Deutschland steigt immer weiter. Gestern Abend (Stand: 19.30 Uhr) lag die Zahl der Infizierten in Deutschland bei 2369, wie das Robert-Koch-Institut mitteilte.

Derzeit gibt es sechs Todesfälle in Deutschland.

Donnerstag, 12. März

22.57 Uhr: Skigebiete machen reihenweise dicht

Tirol und Salzburg schließen wegen der Corona-Epidemie vorzeitig alle Seilbahnen und beenden die Wintersaison vorzeitig. Das teilten die Landesregierungen der beiden österreichischen Bundesländer mit. Grund seien die Versuche des Alpenlandes, die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen. Die Seilbahnen seien nur noch bis einschließlich Sonntag geöffnet, die Hotels und andere Beherbungsbetriebe bis einschließlich Montag. Der Montag sei gewählt worden, damit eine „geordnete Rückreise der Gäste“ aus den Skigebieten erfolgen könne, hieß es aus Innsbruck und fast wortgleich aus Salzburg.

„Diese Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, aber wir übernehmen Verantwortung für alle Tirolerinnen und für alle, die sich in Tirol aufhalten“, gab Landeshauptmann und Tourismusreferent Günther Platter in einer Mitteilung bekannt. „Für uns steht die Gesundheit unserer Gäste, Mitarbeiterinnen und der Tiroler Bevölkerung an erster Stelle.“

In der vorigen Saison 2018/2019 hatte Tirol 6,2 Millionen Gäste, die rund zwei Milliarden Dollar für die Unterbringung ausgaben. Salzburg zählte im selben Zeitraum knapp 4 Millionen Gäste. Österreich hatte bereits beschlossen, demnächst die Schulen zu schließen. Es hat bislang über 300 Corona-Infizierte.

21.50 Uhr: Merkel: Situation außergewöhnlicher als Bankenkrise

Die aktuelle Situation durch die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus ist nach Aussage von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) außergewöhnlicher als die Finanzkrise von 2008/2009. „Wir sind in einer Situation, die außergewöhnlich ist in jeder Beziehung, und zwar, ich würde sagen außergewöhnlicher als zu der Zeit der Bankenkrise“, sagte Merkel am Donnerstag nach einem Treffen mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer.

Man habe es hier mit einer gesundheitlichen Herausforderung zu tun, auf die Wissenschaft und Medizin noch keine Antwort hätten. Aufgabe sei es jetzt Menschenleben zu retten, „so gut wir das können“, und die Wirtschaft am Laufen zu halten, sagte Merkel. „Beide Aufgaben sind anspruchsvoll und dem wollen wir gerecht werden.“ Die Bundeskanzlerin sprach von einem „Einschnitt, der uns sehr viel abverlangt.“

21.29 Uhr: Söder: Nächste fünf Wochen sind entscheidend im Kampf gegen Corona

Im Kampf gegen die rasante Ausbreitung des Coronavirus sind nach den Worten von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) die nächsten vier bis fünf Wochen entscheidend. Alle Maßnahmen würden erstmal bis zum 20. April terminiert, danach werde man eine Bestandsaufnahme machen, sagte der CSU-Chef nach einem Treffen mit den Ministerpräsidenten der Länder am Donnerstagabend in Berlin. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte, dieser Zeitraum sei „sehr, sehr entscheidend“ dafür, wie es danach weitergehe.

21.21 Uhr: Vorerst keine deutschlandweiten Schulschließungen

Bundesweite Schulschließungen sind in Deutschland vorerst weiterhin nicht geplant. Bund und Länder hätten sich auf die Möglichkeit verständigt, regional, je nach Ausbruchsgeschehen des Coronavirus mit Schließungen von Kitas, Schulen oder Hochschulen zu reagieren. Das sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Donnerstag nach Gesprächen mit den Ministerpräsidenten der Länder in Berlin.

Die Situation in Deutschland sei unterschiedlich. Merkel sprach von einem „dynamischem Ausbruchsgeschehen“. Nach „Maßgabe der Dinge“ würden es nach und nach mehr Regionen sein. Man müsse damit rechnen, dass das Infektionsgeschehen vor keiner Region haltmache. Möglich sei etwa ein Vorziehen der Osterferien. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kündigte an, in Bayern werde man am Freitag endgültig entscheiden, wann vor Ostern die Schulen geschlossen würden. Viele Bundesländer überlegten gleiches.

20.42 Uhr: Vierter Todesfall in Nordrhein-Westfalen

In NRW ist eine Patientin in Folge einer Corona-Erkrankung verstorben. Damit steigt die Zahl der Todesopfer in Deutschland auf sechs. >> Mehr dazu liest du hier!

20.02 Uhr: Norwegisches Königspaar in Quarantäne

Norwegens König Harald V. (83) und seine Frau, Königin Sonja (82), befinden sich wegen neuer Regelungen zum Umgang mit dem Coronavirus zu Hause in Quarantäne. Beide seien symptomfrei, teilte das norwegische Königshaus am Donnerstagabend mit, nachdem die Regierung festgelegt hatte, dass sich alle Bürger, die nach dem 27. Februar außerhalb Skandinaviens gewesen sind, nach ihrer Rückkehr für 14 Tage in Heimquarantäne begeben müssen. Harald und Sonja waren Anfang März zu Besuch in Jordanien. Wie der norwegische Rundfunksender NRK berichtete, sind von der Maßnahme auch mehrere Minister betroffen, darunter Außenministerin Ine Eriksen Søreide.

Das skandinavische Land vermeldete am Donnerstagabend zudem seinen ersten mit dem neuartigen Coronavirus zusammenhängenden Todesfall. Es handele sich um eine ältere Person, sagte Ministerpräsidentin Erna Solberg dem NRK.

18.26 Uhr: RTL trifft harte Entscheidung

Auch das TV-Abendprogramm bleibt nicht unverschont. RTL hat am bekanntgegeben, dass gleich zwei Sendungen vom Coronavirus unmittelbar betroffen sind. >> Alle Einzelheiten dazu erfährst du hier.

18.05 Uhr: Trotz Einreiseverbot - Lufthansa fliegt USA weiterhin an

Der Lufthansa-Konzern bietet trotz des überraschend verkündeten Einreisestopps für Europäer weiterhin Flüge aus Europa in die USA an - allerdings wird das Angebot ausgedünnt. Einige Verbindungen aus Frankfurt, Wien, Zürich und Brüssel in die USA würden beibehalten, teilte die Lufthansa am Donnerstag mit. Erreichbar seien so die Ziele Chicago, New York und Washington.

Flüge mit anderem Ziel in den USA werden bis auf Weiteres gestrichen. Das gelte auch für alle Abflüge mit Ziel USA von München, Düsseldorf und Genf aus. Wie lange die Einschränkungen im Flugplan gelten, sei im Moment nicht absehbar, sagte ein Lufthansa-Sprecher in Frankfurt. Planmäßig bieten die Airlines der Lufthansa Group im noch gültigen Winterflugplan, der bis zum 28. März gilt, 313 Verbindungen zu 21 Destinationen von Europa in den USA an.

Der Weltluftfahrtverband IATA hat den US-Einreisestopp für Europäer aus der Schengenregion kritisiert. „Reisen in so großem Umfang zu unterbinden, wird negative Konsequenzen für die Wirtschaft haben“, sagte Generalsekretär Alexandre de Juniac am Donnerstag nach Mitteilung der IATA an ihrem Sitz in Genf. Im Fall der Märkte USA und EU sei die Dimension enorm.

17.12 Uhr: EM vor dem Aus?

Am Nachmittag hat die Uefa bekanntgeben, am Dienstag mitzuteilen, wie mit den anstehenden Fußball-Wettbewerben weitergehen soll. Doch nun sind erste Informationen durchgesickert. >> Mehr dazu erfährst du hier!

16.42 Uhr: Donald Trump verschärft das Chaos

US-Präsident Donald Trump kündigte unterdessen drastische Maßnahmen für Reisende an. „Wir werden alle Reisen von Europa in die USA für die nächsten 30 Tage aussetzen“, sage er am Mittwochabend (Ortszeit). Ausgenommen seien Reisende aus Großbritannien. „Die EU hat es versäumt, die gleichen Vorsichtsmaßnahmen (wie die USA) zu treffen und Reisen aus China und anderen Krisenherden einzuschränken.“ Das habe zu einer Ausbreitung des Virus auch in den USA geführt. Trump sagte: „Wir haben in den USA dramatisch weniger Fälle des Virus gesehen als jetzt in Europa.“ Der Präsident lässt dabei unerwähnt, dass die USA bislang nur verhältnismäßig wenige Verdachtsfälle auf das Virus getestet haben.

Bislang sind mindestens 38 Menschen in den Vereinigten Staaten an einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Nach einer Statistik der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore sind inzwischen mehr als 1300 Menschen in den USA mit Sars-CoV-2 infiziert. Die Dunkelziffer dürfte deutlich höher liegen.

Die EU-Spitzen, Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratspräsident Charles Michel, erklärten: „Das Coronavirus ist eine globale Krise, die nicht auf einen Kontinent begrenzt ist und Zusammenarbeit statt einseitiger Aktionen nötig macht.“ Die US-Entscheidung sei einseitig und ohne Rücksprache getroffen worden.

16.19 Uhr: Fünfter Toter in Deutschland

Nach drei Menschen in Bayern und einem Mann aus Baden-Württemberg ist nun auch in Bayern ein Mann an dem Coronavirus gestorben. Das teilte das bayerische Gesundheitsministerium am Donnerstagnachmittag mit. Der Verstorbene sei 80 Jahre alt und stamme aus Würzburg.

Es ist der fünfte Todesfall in Deutschland.

15.32 Uhr: Bayern will über generelle Schulschließungen entscheiden

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus will Bayern bis Freitagvormittag über mögliche landesweite Schulschließungen entscheiden. Das kündigte Regierungschef Markus Söder (CSU) am Donnerstag nach einer Ministerpräsidentenkonferenz in Berlin an. „Ich schließe nicht aus, dass wir Schulschließungen haben werden“, sagte er und fügte an, „dass wir auch eine Lösung für die Kitas finden werden“. Dies bedeute aber, dass Einrichtungen nicht nur einfach geschlossen würden. Söder kündigte an, Bund und Länder wollten noch am Donnerstag über die Lage beraten.

Er kritisierte es als „überraschend“, dass sich Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) gegen generelle Schulschließungen gewandt hatte. Karliczek hatte gesagt: „Derzeit sind flächendeckende Schulschließungen noch nicht angezeigt.“ Allerdings müsse die Lage jeden Tag neu bewertet werden. Karliczek betonte: „Wir versuchen, einen Normalbetrieb so lange wie möglich aufrecht zu erhalten.“ Schulschließungen könnten Probleme fürs Gesundheitswesen oder Pflegeheime nach sich ziehen, wenn Eltern zuhause wegen ihrer Kinder bleiben müssten.

Auch Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) warnte vor möglichen negativen Folgen drastischer Maßnahmen. Zwar müsse alles getan werden, was die Ausbreitung des Virus verhindere. Aber die medizinische Versorgung müsse aufrecht erhalten bleiben. Eine einzelne, auf den ersten Blick sinnvolle Maßnahme könne nachteilige Folgewirkungen haben.

15.14 Uhr: Tschechien geht drastischen Schritt

Nachdem Tschechiens Innenminister am Morgen bereits bekannt gegeben hatte, dass die Einreise aus Deutschland und Österreich nur noch an den elf ausgezeichneten Übergängen erlaubt sei, hat das Land nun weitere Maßnahmen gezogen. Für alle Deutschen, die keinen festen Wohnsitz in dem EU-Mitgliedstaat haben, ist ein Übertritt nicht mehr möglich. Die Maßnahme gelte auch für Ausländer aus Italien, Spanien, Österreich, der Schweiz, Schweden, Norwegen, den Niederlanden, Belgien, Großbritannien, Dänemark und Frankreich, erklärte Ministerpräsident Andrej Babis nach einer Krisensitzung am Donnerstag. Er stufte diese Staaten als Risikogebiete für eine Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus ein. In Tschechien gibt es bisher 96 bestätigte Fälle einer Infektion mit dem Virus.

13.35 Uhr: DFB denkt über Saison-Abbruch nach

Wird die Bundesliga wegen des Coronavirus abgebrochen? Möglich ist das, wie DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius im Kicker schreibt. „Aktuell kann noch niemand die Folgen des Coronavirus für den Fußball in ihrem gesamten Ausmaß absehen. Wir müssen uns mit allen Szenarien beschäftigen, um vorbereitet zu sein, wenn der Fall eintreten sollte, dass der Spielbetrieb unterbrochen oder die Saison sogar vorzeitig beendet werden müsste“, so Curtius.

Ziel sei es aber, die Saison zu Ende zu spielen.

12.42 Uhr: Irland schließt alle Schulen und Kitas

Nachdem Irland den ersten Todesfall verzeichnet hatte, schließt das Land nun alle Einrichtungen. Die Maßnahmen gelten bis zum 29. März. Das berichtet die „Daily Mail“.

 
 

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