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Coronavirus: Neue Erkrankung entdeckt! „Das Besondere an diesem Fall ist...“

Corona oder Allergie: So erkennen Sie den Unterschied!

Das Coronavirus weitet sich weiter aus – gleichzeitig hat aber auch die Allergiesaison wieder begonnen. Sehen Sie im Video, wie Sie den Unterschied erkennen können.

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Essen. Viele Symptome, die das Coronavirus verursacht, sind mittlerweile bekannt: Schnupfen, Husten, Fieber, Atembeschwerden.

Doch auch der Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn, Kopfschmerzen und Übelkeit können durch das Coronavirus verursacht werden. Der Grund dafür: Eine Meningitis, besser bekannt als Hinrhautentzündung.

Ein Fall aus Japan liefert nun den Beweis, wie die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) mitteilt.

Coronavirus greift das Gehirn an, deshalb verlieren Patienten Geschmackssinn

Bereits seit einigen Tagen hielt sich die Vermutung, dass das Coronavirus auch das Hirn angreifen könnte. Im Hirnwasser des jungen Japaners konnte nun SARS-CoV-2-RNA nachgewiesen werden. Das Erstaunliche: Der Nasen-Rachen-Abstrich war zuvor negativ.

Schon die Vorgänger des aktuellen Coronavirus', SARS und MERS, konnten in das zentrale Nervensystem und somit in das Hirn vordringen. Dies könnte erklären, warum neben Symptomen wie Schnupfen und Husten auch der Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Übelkeit, Erbrechen und Bewusstseinsstörungen auftreten.

„Wie nach den Erfahrungen bei SARS und MERS zu erwarten war, zeigt diese Kasuistik eindrucksvoll, dass das Nervensystem bei COVID-19-Erkrankungen befallen sein kann, und zwar auch bei sehr jungen Patienten“, erklärt Professor Peter Berlit aus Essen, Generalsekretär der DGN.

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Corona-Test negativ, dennoch ist der Patient infiziert

Der junge Japaner, gerade einmal 24 Jahre alt, hatten in den ersten acht Tagen seiner Erkrankung wegen Müdigkeit, Kopfschmerz, Übelkeit und Fieber zweimal einen Arzt aufgesucht. Der Mediziner vermutete eine Grippe und verschrieb ein Influenzamedikament (Laninamivir) und fiebersenkende Medikamente. Eine Lungenröntgenuntersuchung war unauffällig gewesen.

Am neunten Tag die Wende: Der Mann wird bewusstlos von seiner Familie aufgefunden. Während des Krankentransports kam es zu mehreren epileptischen Anfällen, so dass er intubiert und beatmet werden musste. In der Klinik wurde eine ausgeprägte Nackensteifigkeit diagnostiziert, ein Hauptsymptom der Hirnhautentzündung (Meningitis).

Erst im MRT zeigte sich: Der Mann leidet unter einer Meningoenzephalitis (Hirnhaut- und Hirnentzündung). „Das Besondere an diesem Fall ist, dass der Virusnachweis im Nervenwasser positiv war, aber nicht im Nasenrachenabstrich. Das weist darauf hin, dass das neuartige Coronavirus sich hier offensichtlich über den neuralen Infektionsweg ausgebreit hat“, so Experte Peter Berlit.

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Auch bei neurologischen Symptomen testen lassen

Auch eine italienische Neurologin aus Mailand, eines der Epizentrum der Pandemie in Europa, berichtete, dass einige Covid-19-Patienten in erster Linie neurologische Symptome aufwiesen. Sie empfiehlt daher, jeden Patienten, der sich mit neurologischer Symptomatik vorstellt, routinemäßig auf SARS-CoV2 zu testen.

„Durch die neue Datenlage verdichten sich die Hinweise, dass Covid-19 kein rein pneumologisches, Krankheitsbild ist“, so Berlit. „Auch bei neurologischen Leitsymptomen muss an den neuartigen Erreger gedacht werden.“ (mb)

 
 

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