Coronavirus: Todeszahl steigt auf 17 ++ Flughafen und Bahnhöfe dicht ++ erste Infektion außerhalb von China nachgewiesen

Der Coronavirus, von dem in China bereits über 400 Fälle bekannt sind, wurde nun auch in den USA nachgewiesen.
Der Coronavirus, von dem in China bereits über 400 Fälle bekannt sind, wurde nun auch in den USA nachgewiesen.
Foto: Emily Wang/AP/dpa

Wuhan. In China breitet sich derzeit eine rätselhafte Lungenkrankheit aus. An dem Coronavirus sind schon 62 Menschen im Alter zwischen 30 und 79 Jahren erkrankt. Behörden meldeten erst am Sonntag 17 neue Fälle.

Coronavirus: Unbekannte Lungenkrankheit breitet sich aus

Im Dezember trat die Lungenkrankheit erstmal in Wuhan auf. Seitdem breitet sich das neuartige Coronavirus in der zentralchinesischen Metropole weiter aus. 17 Menschen seien bereits an der Lungenkrankheit gestorben, berichtete die Regierung der Provinz Hubei am Mittwoch.

Mit mehr als 200 Nachweisen binnen eines Tages nahm auch die Zahl erfasster Virus-Infektionen stark zu. Es sei bislang bei 544 Menschen in China bekannt, dass sie an der Lungenkrankheit leiden, berichtete die chinesische Ausgabe der „Global Times“ im Kurznachrichtendienst Weibo am späten Mittwochabend (Ortszeit).

Die Einwohner der stark betroffenen Stadt Wuhan sollen diese nicht verlassen. Der Flughafen sowie Bahnhöfe werden geschlossen. Auch der Nahverkehr wird am Donnerstag eingestellt. Das berichtete die staatliche Zeitung „China Daily“ unter Berufung auf lokale Behörden am Mittwochabend.

Damit soll das Risiko minimiert werden, dass sich das Virus weiter ausbreitet. Die Bewohner von Wuhan seien aufgefordert, die Stadt nicht ohne triftigen Grund zu verlassen.

+++ Schockfund in Hessen: Spaziergänger finden Baby im Gebüsch +++

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vermutet, das Coronavirus stamme von infizierten Tieren auf einem Fisch- und Fleischmarkt in der chinesischen Stadt Wuhan. Der Markt wurde am 1. Januar geschlossen.

Trotz verschärften Kontrollen: Erster Fall in den USA

Vorsorglich haben mehrere Nachbarländer von China eine Fieberkontrolle an Flughäfen eingeführt. Weitere Airports in den amerikanischen Metropolen New York, San Francisco und Los Angeles kontrollieren Passagiere, die aus Wuhan einreisen, wie „Zeit Online“ berichtet.

Doch das Virus fand dennoch einen Weg. Wie der US-Nachrichtensender „CNN“ am Mittwoch mitteilte, konnte bei einem Patienten in den USA der Coronavirus nachgewiesen werden. Der Mann soll zwischen 30 und 40 Jahre alt sein und am 15. Januar am „Seattle-Tacoma Airport“ in den USA gelandet sein. Er wird aktuell im „Provedence Regional Medical Center“ in Everett (Washington) isoliert behandelt.

Die Menschen, mit denen der Patient zuletzt in Kontakt war, werden nun ebenfalls überprüft. Doch Washingtons Gesundheitsminister John Wiesman gibt sich optimistisch: „Wir glauben, das Risiko für die Öffentlichkeit ist gering.“

Wie breitet sich das Virus aus?

Man geht zunächst von einer Tier-zu-Mensch Übertragung aus. Ein Londoner Wissenschaftler namens Neil Ferguson schließt jedoch, gegenüber der „BBC“, eine Übertragung von Mensch-zu-Mensch nicht komplett aus. Es sei aber zu früh, um Alarm zu schlagen.

-----------

Weitere New-Themen:

----------

Wissenschaftler der WHO wissen noch nicht genug über das Virus. Deshalb will man sich derzeit nicht festgelegen, woher der Erreger stammt, wie er sich ausbreitet und welche klinischen Merkmale bei der Krankheit vorliegen.

Es ähnelt jedoch dem Sars-Virus. Daran sind in China fast 800 Menschen in den Jahren 2002 und 2003 gestorben. China plant umfangreiche Maßnahmen für das anstehende Neujahrsfest. Reisebeschränkungen gibt es in China bisher aber keine. (mia, at, js mit dpa)

 
 

EURE FAVORITEN