Coronavirus: China-Rückkehrer mit Steinen und Eisenstangen angegriffen – erste europäische Todesopfer!

Das ist das Coronavirus

Das Coronavirus hält die Welt in Atem. Auch Deutschland ist eines der am stärksten von dem Virus betroffenen Länder.

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  • Das Coronavirus greift weltweit immer weiter um sich
  • Die Zahl der Todesopfer in China steigt dramatisch an
  • Auch in Europa ist schon ein Mensch am Coronavirus gestorben
  • Hier alle Entwicklungen zum Nachlesen

Das Coronavirus verbreitet sich rasch. Immer mehr Menschen erkranken derzeit weltweit am Coronavirus. In China steigt die Zahl der Infizierten und Verstorbenen täglich. In Deutschland sind aktuell 16 Menschen infiziert. Ein Mensch erlag in Europa der Krankheit.

Alle Infos zum Coronavirus in unserem News-Blog.

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Samstag, 22. Februar

18.05 Uhr: In Italien wächst die Angst vor dem Coronavirus! Das Land meldet die ersten europäischen Todesopfer durch das neuartige Coronavirus. Nachgewiesen wurde der Erreger demnach unter anderem bei der Frau und einer Tochter des Mannes, der mutmaßlich Italiens erstes gemeldetes Covid-19-Todesopfer ist. Insgesamt waren am Samstag mehr als 50 Nachweise im Land erfasst.

Der italienische Zivilschutz sprach von einem zweiten Opfer, dessen Tod wohl auf die von Sars-CoV-2 verursachte Lungenerkrankung Covid-19 zurückzuführen sei. Beim ersten gemeldeten Toten handelt es sich um einen 78-Jährigen in Venetien, beim zweiten um eine Frau in der Lombardei. Der Rentner starb am Freitag, bevor eine abschließende Bestätigung einer Coronavirus-Infektion vorlag, wie es hieß. Bei einer am Donnerstag verstorbenen 77-Jährigen aus der Lombardei wurde Sars-CoV-2 posthum nachgewiesen, sie werde nun als Covid-19-Todesopfer geführt, auch wenn unklar sei, woran genau sie starb, teilte der Gesundheitsbeauftragte der Lombardei, Giulio Gallera, mit.

Aus Sorge vor der Ausbreitung des Virus haben zehn norditalienische Städte Schulen, Behörden und öffentliche Gebäude geschlossen. Auch Supermärkte, Bars, Diskos und Sportzentren sollen geschlossen bleiben.

14.55 Uhr: Aus Sorge vor dem Coronavirus sind in der Ukraine sind mehr als 70 Reisende aus China in Quarantäne in ein Sanatorium in Nowi Sanschary knapp 300 Kilometer östlich der Hauptstadt Kiew gebracht worden. Auf dem Weg dorthin wurden sie von einem wütenden Mob attackiert. Die Menschen blockierten eine Verbindungsstraße, attackierten den Bus und warfen mit Steinen mehrere Scheiben ein. Einige der Demonstranten waren mit Eisenstangen bewaffnet. Mehrere Hundert Polizisten waren im Einsatz, um die Lage zu beruhigen.

Bei den Flugzeugcrew, 45 Ukrainer und 27 Reisende aus anderen Ländern sollen für zwei Wochen unter medizinischer Beobachtung bleiben. Damit soll eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus ausgeschlossen werden. Als Zeichen der Solidarität zog auch Gesundheitsministerin Sorjana Skalezkaja in die Quarantänestation. Die 39-Jährige habe ein Arbeitszimmer erhalten und werde per Telefon arbeiten, hieß es.

Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die gewaltsamen Ausschreitungen scharf verurteilt. „Wir sagen ständig, dass die Ukraine Europa sei. Doch gestern schien es, dass wir ein Europa des Mittelalters sind“, sagte der Staatschef am Freitag in Kiew.

Freitag, 21. Februar

15.44 Uhr: Aufruhr in einem Restaurant in Bayreuth in Bayern. In chinesischen Schriftzeichen soll dort gestanden haben: „Aktuell werden keine chinesischen Gäste bedient“, womit damit pauschal alle Chinesen unter den Verdacht der Ansteckung mit dem Coronovirus gestellt werden. Das berichtete „infranken.de“. >>> hier die ganze Geschichte

Mittwoch, 19. Februar

07.50 Uhr: Nachdem Passagiere auf dem Kreuzfahrtschiff „Diamond Princess“ festgesessen hatten, dürfen die ersten Reisenden nun in Japan an Land gehen. Die Ausschiffung der rund 3000 Menschen an Bord werde mindestens drei Tage dauern, teilte die Regierung in Tokio mit.

In Kambodscha müssen Passagiere weiter auf ihre Heimreise warten. Alle 781 Reisenden seien aber negativ auf das Coronavirus getestet worden.

Dienstag, 18. Februar

09.17 Uhr: Nun ist auch ein Krankenhaus-Direktor dem Coronavirus zum Opfer gefallen. Liu Zhiming, des Leiter des Wuchang-Hospitals in Wuhan, konnte nicht mehr gerettet werden, berichtet der staatliche Fernsehsender CCTV am Dienstag. Es ist der erste bekannte Fall eines Krankenhausdirektors, der an den Folgen der Ansteckung mit dem Virus starb.

In dem Krankenhaus sind nach offiziellen chinesischen Angaben mindestens sieben medizinische Mitarbeiter infiziert.

07.13 Uhr: Es hätte so schön sein können. Der Mainzer Markus König (53) und sein Partner wollten sich bei ihrer Hochzeitsreise einen Traum erfüllen und mit dem Kreuzfahrtschiff „Westerdam“ durch Asien reisen. Doch dann brach das Coronavirus aus. Und kaum ein Land lässt das Schiff mehr anlegen - aus Angst vor Einschleppen des Virus. Erst Kambodscha ließ die „Westerdam“ andocken. Mehr dazu liest du hier >>>

Noch immer sind rund ein Viertel der Passagiere an Bord. Dazu gehört auch das deutsche Paar in seinen Flitterwochen. Seitdem eine Reisende aus Malaysia positiv getestet wurden, heißt es Warten. „Sehr surreal“, beschreibt König die Sitaution an Deck. Seine Flitterwochen hat sich der in der Pharmabranche arbeitende Mann sicher anders vorgestellt. Aber: „Aber die Versorgung hier ist ausgezeichnet“, versichert der 53-Jährige. Alle könnten sich frei bewegen und: „Am Pooldeck ist es schön.“

Montag, 17. Februar:

17.48 Uhr: - In Bayern sind inzwischen sieben der insgesamt 14 Menschen, die sich seit Ende Januar mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert hatten, wieder zuhause. Unter ihnen ist eine Familie aus dem Landkreis Traunstein, wie die Leitung der Kliniken Südostbayern am Montag mitteilte.

Die Eltern mit ihren Kindern hätten das Krankenhaus in Trostberg schon am Freitag verlassen, alle seien geheilt und nicht mehr ansteckend. Vor allem für die Kinder war die Quarantäne demnach psychisch stark belastend. Zu den Voraussetzungen für eine Entlassung zählen mehrere negative Tests auf das Virus.

Alle 14 Coronavirus-Fälle im Freistaat standen in Zusammenhang mit dem Unternehmen Webasto. Eine chinesische Kollegin hatte den Erreger bei einer Dienstreise unwissentlich eingeschleppt.

Ist das Virus etwa so ausgebrochen?

8.22 Uhr: Ist jetzt klar, wie das Coronavirus ausgebrochen ist? Zwei chinesische Wissenschaftler wollen das Rätsel nun gelöst haben. Auf dem Forschungsportal ResearchGate sollen die beiden laut „t-online“ von ihrer Vermutung berichten. Demnach gibt es nahe des Fischmarktes in Wuhan, wo die ersten Fälle von Infizierten auftauchten, ein Labor, in dem an Viren in Fledermäusen geforscht wird. Das Coronavirus war zuvor in einer ähnlichen Form bereits in Fledermäusen gefunden worden - die hielten sich aber etwa 900 Kilometer von Wuhan entfernt auf. Mittlerweile ist der Text der Wissenschaftler wieder vom Portal verschwunden.

Coronavirus: China-Rückkehrer dürfen Kaserne verlassen

Sonntag, 16. Februar

8.45 Uhr: Die Quarantäne für die über 100 China-Rückkehrer endet am Sonntag. Die Ergebnisse weiterer Tests auf das Coronavirus Sars-CoV-2 seien negativ, sagte ein Sprecher der Luftwaffe am Sonntagmorgen der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Alle Bürgerinnen und Bürger würden daher am Sonntag aus der Kaserne entlassen.

122 deutsche Staatsbürger und Familienangehörige waren aus der vom Sars-CoV-2-Virus besonders betroffenen chinesischen Stadt Wuhan nach Frankfurt am Main geflogen und am 1. Februar in die Kaserne nach Germersheim gebracht worden. Die angedachte Quarantänezeit von 14 Tagen rührt daher, dass die maximale Inkubationszeit, also die Frist von der möglichen Ansteckung bis zum Krankheitsausbruch, wahrscheinlich meist so lange dauert.

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Chronik: Das Coronavirus

  • 31. Dezember 2019: Die chinesischen Behörden informieren die Weltgesundheitsorganisation über eine mysteriöse Lungenkrankheit in der chinesischen Stadt Wuhan (Provinz Hubei).
  • Am 7. Januar 2020 wurde das Coronavirus in Wuhan als Erreger identifiziert.
  • 11. Januar 2020: Erster Todesfall (61) vermeldet. Kunde des Fischmarkts in Wuhan stirbt
  • 13. Januar 2020: Die WHO bestätigt einen ersten Fall außerhalb Chinas: eine Patientin in Thailand, die aus Wuhan kam.
  • 16. Januar 2020: Erster Krankheitsfall in Japan bestätigt: ein ebenfalls aus Wuhan eingereister Mann. In den folgenden Tagen melden Japan, Südkorea, Taiwan, Nepal, Australien, Malaysia, Singapur, Vietnam und schließlich auch die USA, Kanada und Frankreich erste Krankheitsfälle.
  • 20. Januar: Ein chinesischer Experte bestätigt die Übertragung von Mensch-zu-Mensch
  • 23.Januar: Wuhan wird unter Quarantäne gestellt
  • 25. Januar: Zentralregierung Peking untersagt alle Gruppenreisen ins In- und Ausland
  • 27. Januar: Erster Krankheitsfall in Deutschland
  • 29. Januar: WHO-Notfallkomitee beraumt eine Krisensitzung ein
  • 1. Februar: Sieben Menschen sind in Bayern infiziert
  • 2. Februar: Acht Menschen in Deutschland (Bayern) erkrankt
  • 2. Februar: Erster Mensch außerhalb Chinas gestorben (Philippinen)
  • 3. Februar: Elf Menschen sind bereits in Deutschland infiziert
  • 4. Februar: Zahl der Todesfälle in China angestiegen: 20.438 Erkrankungen, Zahl der Todesopfer klettert auf 425, zwölfter Patient in Deutschland
  • 5. Februar: 490 Tote in China, 24.324 Infizierte, 13 Deutsche infiziert
  • 6. Februar: 28.000 Infizierte in China, mehr als 560 Menschen gestorben, außerhalb Chinas sind 200 Fälle bekannt sowie ein Todesfall
  • 7. Februar: Chinesischer Arzt Li Wenliang warnte als einer der Ersten vor der Krankheit. Nun ist er selbst am Coronavirus verstorben
  • 7. Februar: Weiterer Corona-Fall in Bayern, nun 14 Erkrankte
  • 9. Februar: Weltweit sind 37.500 Menschen krank, 37.198 davon in China, 811 Menschen sind dort gestorben, In Hong Kong gibt es es 29 bestätigte Infektionen und einen Todesfall.
  • 10. Februar: WHO ruft zum zweitägigen Expertengipfel auf
  • 11. Februar: Über 1000 Menschen starben an der Virus-Erkrankung
  • 11. Februar: Chef der Gesundheitsorganisation ordnet ein: „Notlage für China, aber auch eine ernsthafte Bedrohung für den Rest der Welt“.
  • 11. Februar: Zahl der Coronafälle in Bayern steigt auf 16
  • 13. Februar: Erster infizierter Patient in Deutschland aus Klinik entlassen, acht Weitere sind weiteerhin isoliert
  • 13. Februar: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn befürchtet Arzneimittelengpässe in Europa
  • 14. Februar: Ägypten meldet den ersten Coronavirus-Fall in Afrika
  • 14. Februar: die WHO schließt nicht aus, dass sich zwei Drittel der Weltbevölkerung anstecken könnten
  • 14. Februar: Die Gesamtzahl der Opfer durch den Coronavirus auf dem chinesischen Festland liegt inzwischen bei mehr als 1100. Bei mehr als 44.000 Menschen wurde eine Infektion bestätigt. Weltweit sind außerhalb des chinesischen Festlands mittlerweile mehr als 500 Infektionen bestätigt, davon 16 in Deutschland.
  • 15. Februar: Der erste Corona-Infizierte stirbt in Europa. Ein chinesischer Tourist verstarb in Paris
  • Alle ausführlichen vorherigen Entwicklungen zum Coronavirus liest du hier >>>

    (js,ak mit dpa)

     
     

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