Coronavirus: Ärztin schreibt Brief an Familie – er rührt zu Tränen

Eine Ärztin hat im Kampf gegen des Coronavirus eine rührende Beichte gemacht. (Symbolbild)
Eine Ärztin hat im Kampf gegen des Coronavirus eine rührende Beichte gemacht. (Symbolbild)
Foto: dpa

Nach einem Wochenende mit Bereitschaftsdienst in einem Krankenhaus hat eine Ärztin ihre Gefühle und Gedanken zum Coronavirus in einer Nachricht für ihre Kinder veröffentlicht.

Dabei vermittelt sie eine ungefilterte und ehrliche Sichtweise darauf, wie es ist, im Gesundheitswesen – an vorderster Front – gegen das Coronavirus zu kämpfen.

Coronavirus: „Sollen wissen, dass Mama sich sehr bemüht hat“

„Meine Babys sind noch zu jung, um das jetzt zu lesen“, schreibt Cornelia Griggs auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. „Und sie würden mich in meiner Ausrüstung kaum erkennen. Aber wenn sie mich an COVID verlieren, sollen sie wissen, dass Mami sich sehr bemüht hat, ihre Arbeit zu tun.“

Cornelia Griggs ist Kinderchirurgin am Columbia University Medical Center in New York. Mit CNN sprach sie über ihre Arbeit und die Anstrengungen, die sie und ihre Kollegen täglich auf sich nehmen.

Ärztin gesteht: „Ich habe jeden Tag Angst“

Der Tweet der Ärztin erregte viel Aufmerksamkeit bei den Nutzern – darunter Rapperin Missy Elliott. Sie reagierte auf die Nachricht von Griggs und sprach ihr ihren Dank aus. Doch trotz der vielen Zusprüche und Unterstützungsbotschaften fühlt sich die junge Mutter alles andere als mutig.

„Wenn man aufwacht und ins Krankenhaus geht, kann es sich anfühlen, als würde man ins Feuer gehen“, sagt Griggs. „Ich habe jeden Tag Angst, aber ich bin immer noch sehr entschlossen, jeden Tag zur Arbeit zu gehen und die Arbeit zu tun, die getan werden muss, weil ich meine Arbeit immer noch liebe.“

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Um für alle Eventualitäten vorzusorgen, haben Griggs und ihr Ehemann, welcher ebenfalls im Gesundheitswesen tätig ist, kürzlich ihr Testament verfasst.

„Einige unserer Kollegen sind Patienten im Krankenhaus“

Griggs betont gegenüber CNN, das Ehepaar habe diesen Schritt nicht aus Panik gemacht. Man wolle lediglich vorbereitet sein.

„Ich glaube, es war das verantwortungsbewusste Handeln, das wir als Eltern in diesem Moment tun sollten“, erklärt die Chirurgin. „Weil wir beide Freunde haben, die sich mit Covid-19 infiziert haben. Einige haben sich erholt, einige sind immer noch sehr krank, und einige unserer Kollegen sind Patienten im Krankenhaus.“

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Außerdem appelliert die New Yorkerin an ihre Mitmenschen, dass jeder etwas tun könne, auch wenn es zunächst nicht so aussehe.

„Ein Teil dieser Rolle besteht darin, zu Hause zu bleiben, sich zu schützen, die Kurve abzuflachen, uns Zeit zu verschaffen“, sagt Griggs. Jeder, der zuhause bleibe, rette damit ein Leben. (mk)

 
 

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