Coronavirus: Polizist tritt bei Corona-Demo auf – jetzt gibt es Konsequenzen

Nach einem Auftritt auf einer Demo von Corona-Verschwörungstheoretikern muss ein Polizist ernste Konsequenzen befürchten. (Symbolbild)
Nach einem Auftritt auf einer Demo von Corona-Verschwörungstheoretikern muss ein Polizist ernste Konsequenzen befürchten. (Symbolbild)
Foto: imago images / Müller-Stauffenberg

Rund 19,5 Millionen Menschen weltweit haben sich mit Corona infiziert, mehr als 723.000 sind an den Folgen gestorben. Allein in Deutschland haben sich über 216.000 infiziert, 9.259 Menschen starben in der Bundesrepublik an den Folgen von Covid-19.

Ende der Maskenpflicht: Deutsche sind gespalten
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Corona: Alle aktuellen Entwicklungen im Newsblog

In unserem Newsblog erhältst du alle Corona-News zu den Geschehnissen in Deutschland, Europa und weltweit.

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Alles, was du zum Coronavirus wissen solltest:

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Die Coronavirus-Karte mit aktuellen Fallzahlen aus Deutschland:

Aktuelle Corona-News in unserem Blog

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Montag, 10. August

18.46 Uhr: Sein Auftritt auf einer Corona-Leugner-Demo sorgt für heftige Kritik

Nach der Rede eines Polizisten auf einer Corona-Demonstration in Augsburg wird ein dienstrechtliches Fehlverhalten des Beamten geprüft. Die Polizei habe Videoaufnahmen der Demonstration sichergestellt, die nun gesichtet und bewertet werden, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelfranken am Montag. Während der Prüfung werde der Beamte nicht mehr als Führungskraft oder im Dienst mit Bürgerkontakt eingesetzt. Der Bayerische Rundfunk (BR) berichtete über den Fall. In dem Bericht heißt es, dass der Beamte intern versetzt wurde. Der Polizeisprecher bestätigte dies auf Nachfrage nicht. Zunächst müsse die Bewertung des Auftritts, an der auch Juristen beteiligt sind, abgeschlossen sein, bevor Maßnahmen ergriffen würden.

Der Polizist nahm am Samstag am „Fest für Freiheit und Frieden“ in Augsburg (Bayern) teil, auf dem Menschen gegen staatliche Maßnahmen zum Eindämmen des Corona-Virus protestierten. Ein Youtube-Video zeigt, wie der Beamte die Rede mit „Achtung, Achtung - hier spricht die Polizei!“ beginnt und sich der applaudierenden Menge als Dienstgruppenleiter einer Polizeiinspektion vorstellt. In der Rede wirft der Beamte der Politik und den „Leitmedien“ unter anderem vor, Angst und Schrecken zu verbreiten. Deutschland habe sich in einen „Denunzianten-Staat“ verwandelt, was ihn sehr bedrücke. Die Presse unterdrücke wesentliche Informationen - er bezeichnete sie daher als „Lückenpresse“. Der Beamte forderte seine Kollegen auf, sich dem Protest anzuschließen.

17.30 Uhr: Kuriose Szenen in der Kirche

Ein Priesterin der Kirche von England benutzt in der Corona-Krise lange Essstäbchen, um Gläubigen bei der heiligen Kommunion das Brot zu reichen. Viele ihrer Gemeindemitglieder hätten zuvor Angst vor einer Ansteckung mit dem Virus gehabt, sagte die Geistliche Eileen Harrop am Montag im ostenglischen Winston.

„Da dachte ich: Warum kann ich nicht einfach lange Essstäbchen verwenden und richtiges Brot statt Oblaten und das dann in die Hände der Kommunikanten (Teilnehmer am Abendmahl) fallen lassen?“, so Harrop. Auf die Idee kam sie schnell: Sie ist chinesischer Herkunft, lebte lange in Singapur und hat ein Faible für die asiatische Küche. Auf das Trinken von Wein müssen die Gläubigen in der Anglikanischen Kirche von England aber verzichten. Die gemeinsame Nutzung eines Gefäßes ist wegen der Ansteckungsgefahr untersagt.

8.25 Uhr: Erschreckende Zahlen aus den USA! Fast 100 000 Kinder in zwei Wochen neuinfiziert

Schockierende Zahlen aus den USA. Alleine in den letzten beiden Juli-Wochen wurden 97.000 Kinder positiv auf das Coronavirus getestet.

Das geht aus einer Studie der American Academy of Pediatrics und der Children's Hospital Association hervor, über die „n-tv“ berichtet.

Somit seien mehr als ein Viertel aller Fälle bei Kindern in diesem Zeitraum festgestellt worden. Insgesamt gebe es knapp 339.000 Fälle bei US-Kindern, das sind 8,8 Prozent aller Fälle im Land.

Sonntag, 9. August

8.22 Uhr: R-Wert steigt deutlich - Bundesminister findet Corona-Entwicklung alarmierend

Obwohl am Wochenende viele Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut gar keine neuen Meldungen zu Coronavirus-Neuinfektionen schicken, sind die Zahlen weiter hoch im Vergleich zu den Wochen im Juni und bis Mitte Juli.

Am Samstag wurden aus den Landesgesundheits- und Sozialministerien 883 Neuinfektionen gemeldet. Dabei kamen aber aus Baden-Württemberg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Bremen noch gar keine neuen Zahlen!

Die Reproduktionszahl, der sogenannte R-Wert, stieg auf 1,32. Für Freitag schätzte ihn das RKI noch auf 1,16. Das bedeutet, ein Infizierter steckt im Durchschnitt 1,32 andere Menschen an.

Für Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier ist die neue Entwicklung von über 1000 Corona-Infizierten pro Tag in Deutschland „alarmierend“. Der CDU-Politiker sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe: „Wir müssen einen zweiten Lockdown mit aller Macht verhindern. Deshalb brauchen wir zielgenauere Maßnahmen und Korrekturen statt flächendeckender Rundumschläge.“

+++ ARD-Star tritt bei Corona-Demo auf: „Ich komme aus dem Mainstream-Fernsehen“ +++

Samstag, 8. August

15.22 Uhr: Regionen in Bulgarien und Rumänien Risikogebiete

Die Zahlen der Infektionen mit dem Coronavirus steigen - immer mehr Regionen werden zu Risikogebieten erklärt. Nun zählen auch Teile von Bulgarien und Rumänien zu den solchen. Die Bundesregierung warnt vor touristischen Reisen in einige Gebiete in den beiden EU-Ländern. Dazu zählt auch der Goldstrand, der „bulgarische Ballermann“. Neben Warna sind in Bulgarien außerdem blagoewgrad und Dobritsch betroffen.

In Rumänien gilt die Reisewarnung für Kreise Argeș, Bihor, Buzău, Neamt, Ialomita, Mehedinti und Timiş.

Auch für den australischen Bundesstaat Victoria gilt seit Freitagabend eine Reisewarnung der Bundesregierung. Die Stadt Melbourne befindet sich im Lockdown.

10.45 Uhr: Die Coronavirus-Zahlen in NRW steigen und steigen - und treiben damit die Kurve für ganz Deutschland immer bedenklicher nach oben. Was ist los in Nordrhein-Westfalen? Ganz klar: Die Urlaubsaison haben zu einem steilen Anstieg der Neuinfektionen geführt! Offenbar bringen viele Reiserückkehrer auch das Virus wieder ins Land.

Doch NRW wird zum Problem-Bundesland: Von den 1122 Corona-Neuinfektionen, die das Robert Koch-Institut für Freitag gemeldet hat, stammen satte 47 Prozent aus diesem Bundesland!

Pro 100.000 Einwohner infizierten sich in den vergangenen sieben Wochentagen etwa zwölf Bürger in NRW mit dem Coronavirus. In Deutschland waren es dagegen etwa die Hälfte.

Die Zahl der dem RKI gemeldeten Coronavirus-Infektionen lag damit am dritten Tag in Folge bei über 1000. Das gab es seit Anfang Mai nicht mehr!

In den USA flogen Jugendliche in der Corona-Krise von der Schule, weil sie ein Beweisfoto posteten. Auf einem Urlaubsfoto leistete sich zudem Bundespräsident Steinmeier einen bösen "Corona-Patzer".

Freitag, 7. August

18.04 Uhr: Unverheiratete Paare können sich wieder sehen

Paare ohne Trauschein, die in verschiedenen Ländern leben, können sich trotz strenger Corona-Regeln bald wieder sehen. Deutschland hebt die umstrittenen Reisebeschränkungen für die Betroffenen zur kommenden Woche auf. Wie das Bundesinnenministerium am Freitag in Berlin mitteilte, können unverheiratete Partner aus Nicht-EU-Staaten von Montag an wieder nach Deutschland einreisen. Innenminister Horst Seehofer (CSU) war zuletzt zunehmend unter Druck geraten, weil binationale Paare bereits wochenlang eine Lösung angemahnt hatten.

17.19: Jetzt meldet sich die Stadt Düsseldorf

Die Stadt Düsseldorf reagiert mit Unverständnis auf Kritik des Staatssekretär im Ministerium für Arbeit, Dr. Edmund Heller. Der hatte in einem Schreiben an das Düsseldorfer Gesundheitsamt die rechtliche Grundlage für das geplante Konzert in Zweifel gezogen.

Oberbürgermeister Thomas Geisel erklärte dazu: „Selbstverständlich wurde im Vorfeld der Planung des Konzerts ausführlich untersucht, ob und in welcher Form dieses Konzert mit den Regelungen der Corona-Schutzverordnung vereinbar ist. Diese Prüfung kam zu dem Ergebnis, dass es in der vorgesehenen Form mit Blick auf die Corona-Schutzverordnung eindeutig zulässig ist. Ich wundere mich ein wenig darüber, dass der Gesundheitsminister hier rechtliche Bedenken äußert. Aus meiner Sicht gibt es keine Veranlassung, dieses Konzert zu untersagen."


Dr. Klaus Göbels, Leiter des Düsseldorfer Gesundheitsamtes, ergänzt: „Die Hygienmaßnahmen wurden durch das Konzept vollumfänglich erfüllt, sogar übererfüllt. Die aktuelle Entwicklung der Coronazahlen wird kontinuierlich beobachtet, vom Veranstaler wurden vertraglich alle Vorkehrungen getroffen, um die Veranstaltung auch kurzfrist absagen zu können, wenn es aus Infektionsschutzgründen notwendig sein sollte."

Fortsetzung dürfte folgen.

16.15 Uhr: Heftige Wendung zu Mega-Event: Jetzt kommt raus, dass ...

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) zweifelt an der rechtlichen Grundlage eines in Düsseldorf geplanten Konzerts mit 13 000 Zuschauern. „Konzept und Genehmigung sind jedenfalls nicht mit dem Land abgestimmt und ich habe begründete Zweifel an der rechtlichen Grundlage“, teilte er am Freitag der Deutschen Presse-Agentur mit.

Bei einer Großveranstaltung dieser Art hätte er in diesen Zeiten eine Abstimmung mit den Landesbehörden erwartet. Sein Ministerium habe das Düsseldorfer Gesundheitsamt angewiesen, „unverzüglich die Rechtsgrundlage für diese Genehmigungsentscheidung darzustellen und das Hygienekonzept für die Veranstaltung selbst zur Prüfung durch die Fachaufsicht vorzulegen.“

13.50 Uhr: Mega-Event in Düsseldorf geplant

Das ist eine riesige Überraschung. In der Merkur-Arena in Düsseldorf soll bereits am 4. September ein riesiges Stadion-Konzert mit Stars wie Bryan Adams, Sarah Connor oder Michael Mittermeier stattfinden.

13.000 Menschen werden zu dem „Give life a chance“-Konzert erwartet. „Die Fans verpflichten sich ausnahmslos zum Tragen von Schutzmasken. Außerdem wird bei dieser spezifischen Sitzplatzkonfiguration die erforderliche soziale Distanz von 1,50m gewährleistet“, so der Veranstalter „Life Nation“.

8.25 Uhr: Neuer starker Anstieg der Coronavirus-Infektionen in Deutschland

Der Trend ist eindeutig: In der Urlaubszeit steigen die Coronavirus-Fallzahlen in Deutschland erneut stark an. Das Robert Koch-Institut meldete für Donnerstag 1147 Neuinfektionen. Das ist der höchste Werte seit dem 9. Mai.

Besonders das Bundesland NRW treibt die Zahlen nach oben! Allein 444 der Neuinfektionen wurden an Rhein und Ruhr gemeldet - das sind 39 Prozent der gesamtdeutschen Infektionen. Zum Vergleich: In Bayern waren es lediglich 158.

Donnerstag, 6. August

15.11 Uhr: Bei Corona-Verdacht: Gesundheitsamt will Eltern zur Not Kinder wegnehmen

Bei Corona-Verdacht in einer Familie sollen Kinder in häuslicher Quarantäne in einem Raum isoliert und auch Mahlzeiten getrennt einnehmen. Davon berichtet die „Neue Westfälische“ und beruft sich auf Anordnungen der Gesundheitsämter der Landkreise Offenbach (Hessen) und Karlsruhe (Baden-Württemberg). Darin heißt es: „Ihr Kind muss im Haushalt Kontakte zu anderen Haushaltsmitgliedern vermeiden, indem Sie für zeitliche und räumliche Trennung sorgen. Keine gemeinsamen Mahlzeiten. Ihr Kind sollte sich möglichst allein in einem Raum getrennt von anderen Haushaltsmitgliedern aufhalten.“

Ansonsten gilt Maskenpflicht in den eigenen vier Wänden. Kommt die Familie dem nicht nach, steht sogar für die Dauer der Quarantäne eine Unterbringung in einer geschlossenen Einrichtung zur Disposition.

11.08 Uhr: Gesundheitsminister Jens Spahn: Testpflicht kommt

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich zu den aktuellen Entwicklungen in der Coronavirus-Pandemie geäußert. Bei einer Pressekonferenz verkündete er, dass es ab Samstag, 8. August, eine Testpflicht für Einreisende aus Risikogebieten geben wird.

Die Tests werden kostenlos sein, versichterte Spahn. Er stellt aber auch klar: „Von der Debatte, jeder, der sich einen Urlaub leisten kann, soll selbst bezahlen, halte ich nichts.“

Wer kein negatives Testergebnis vorzeigen kann - weil der Test verweigert wird oder positiv ausfällt - muss zwei Wochen in Quarantäne, so Spahn.

Mittwoch, 5. August:

Es sollte ihre große Party werden. Doch jetzt kommt das böse Erwachen.

Deutsche Abiturienten haben sich auf ihrer Abifahrt mit dem Coronavirus angesteckt. Bisher gebe es laut „Schwäbischer Zeitung“ neun positive Ergebnisse von den Abiturienten aus dem Kreis Göppingen in Baden-Württemberg.

Erste Symptome sollen bereits auf der Heimreise aufgetreten sein. Insgesamt waren 18 junge Leute gemeinsam in Kroatien. 50 Kontaktpersonen stehen nun für zwei Wochen unter Quarantäne.

Bisher ist nicht bekannt, wo genau die Truppe ihren Urlaub verbracht hat.

19.32 Uhr: Drosten: Bei zweiter Welle auf Infektionsgruppen konzentrieren

Der Charité-Virologe Christian Drosten schlägt vor, sich nicht mehr auf einzelne Corona-Fälle, sondern auf Infektionsgruppen zu konzentrieren, sollte es in Deutschland zu einer zweiten Welle kommen. „Waren bisher die meisten Infektionsketten nachvollziehbar, können neue Fälle bald überall gleichzeitig auftreten“, schreibt Drosten in einem Beitrag für die Wochenzeitung „Zeit“. Dies könnte alle Landkreise und Altersgruppen betreffen. „Dann sind die personell schlecht ausgestatteten Gesundheitsämter endgültig damit überfordert, die Quarantäne jeder einzelnen Kontaktperson zu regeln“, so der Wissenschaftler.

Die Behörden sollten sich dann auf Gruppen konzentrieren, in denen sich viele Menschen mit dem Virus infiziert haben. Wenn sich ein Mitglied eines dieser sogenannten Cluster infiziert habe, könne auch eine Isolation von fünf Tagen ausreichen. Nötig sei eine entscheidende Strategieänderung: „eine Testung auf Infektiosität statt auf Infektion“. Eine niedrige Viruslast bedeute, dass ein Patient nicht mehr ansteckend sei.

15.40 Uhr: Lehrerverband malt düsteres Bild für Schulstart

Der Berliner Philologenverband rechnet damit, dass es in vielen Schulen nach den Ferien Corona-Infektionsfälle geben wird. Er gehe davon aus, dass der für den Beginn des neuen Schuljahrs angekündigte Regelbetrieb nach wenigen Wochen wieder zurückgefahren werde, sagte Frank Rudolph, Sprecher des Philologenverbandes Berlin/Brandenburg am Mittwoch. „Weil mit Sicherheit Corona-Fälle in den Schulen auftreten werden. Ich glaube, dass so viele Schulen betroffen sein werden, dass es am Ende auf eine fast komplette Schließung wieder hinauslaufen wird.“

Auch Familienfeiern oder Gottesdienste seien bereits zu Ansteckungsherden geworden. „Was ist denn anders, wenn ich 30 Leute in einen Unterrichtsraum setze? Die Ansteckungsgefahr ist riesig“, sagte Rudolph. „Und wir haben jetzt die warme Jahreszeit, wenn die kalte Jahreszeit kommt, in der ich nicht Durchzug lüften kann, dann passiert das einfach.“ Er sei sehr pessimistisch, was das neue Schuljahr angehe und seine Kollegen auch.

12.20 Uhr: Christian Drosten meldet sich mit Warnung zurück

Zwischenzeitlich war es still um den vielleicht wichtigsten Virologen in der Corona-Zeit. Christian Drosten befindet sich mit dem NDR-Podcast in der Sommerpause. Entsprechend müssen Hörer sich ihre Informationen gerade auf andere Art und Weise beschaffen. Doch nun hat sich Christian Drosten zurückgemeldet. Nicht per Podcast, sondern in der "Zeit". Dort wurde am Mittwoch ein Gastbeitrag von ihm veröffentlicht. Drosten warnt darin davor, das Corona-Virus zu unterschäften.

So habe man die erste Welle bereits gut überstanden, doch jetzt „laufen wir Gefahr, unseren Erfolg zu verspielen.“ Im Herbst und im Winter könnte es zu weiteren Wellen kommen, die mitunter eine andere Dynamik aufweisen würden. Infektionen könnten flächendeckender auftreten, Infektionsketten schwerer nachvollziehbar sein. Darauf müsse man sich vorbereiten. Als einen Lösungsvorschlag nannte Drosten in der "Zeit" Kontakt-Tagebücher.

09.38 Uhr: Mann kauft mit Corona-Hilfen Lamborghini

Unfassbarer Coronahilfen-Betrug! Ein 29-Jähriger aus Texas, USA, hat staatliche Corona-Hilfen erhalten. Von dem Geld kaufte er sich unter anderem einen 200.000 Euro teuren Lamborghini. Am Dienstag wurde der Mann festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft, so das US-Justizministerium.

Er gab an, mit dem Geld seine Angestellten bezahlen zu müssen - gab die umgerechnet rund 1,35 Millionen Euro aber für sich selbst aus. Neben dem Luxusauto kaufte der Mann außerdem ein Haus und eine Rolex-Uhr. Tausende Dollar soll er zudem in Strip-Clubs verprasst haben.

Dienstag, 4. August:

22.00 Uhr: Beunruhigender Anstieg von Infektionen in der Türkei

In der Türkei ist die Zahl der Neu-Infektionen erstmals seit 3 Wochen wieder über die Marke von 1000 gestiegen. Das berichtet der Focus. Es handele sich um einen „schwerwiegenden Anstieg“ erklärte Gesundheitsminister Fahrettin Koca. Die türkische Regierung hatte 1000 zuvor als Schwelle ausgerufen, ab der man über verschärfte Corona-Maßnahmen nachdenken müsse. In der Türkei haben sich bisher knapp 235.000 Menschen mit dem Virus infiziert, 5765 starben daran.

11.30 Uhr: Maskenpflicht in NRW – Schulverweis bei groben Verstößen

In NRW herrscht nach den Sommerferien Maskenpflicht an den Schulen. Wenn Schüler dauerhaft gegen die neue Anweisung verstoßen, können sie auch von der Schule verwiesen werden. Darauf hat die nordrhein-westfälische Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) in einem WDR2-Interview hingewiesen. Gebauer sagte dem Sender: „Wenn sich Schülerinnen und Schüler konstant nicht - weder im Unterricht noch auf den anderen Flächen - daran halten, kann das auch mit einem Verweis von der Schule beziehungsweise einem vorübergehenden einhergehen.“

Am Montag hatte Gebauer eine weitgehende Maskenpflicht zunächst bis zum 31. August angekündigt. An allen weiterführenden und berufsbildenden Schulen soll sie sowohl im Gebäude als auch im Unterricht gelten. Damit gibt das Bundesland in diesem Bereich nun die strengsten Regeln vor.

Montag, 3. August:

22.30 Uhr: Feriencamp wird zum Desaster

Wie die amerikanische Seuchenbehörde "CDC" (Centers for Disease Control and Prevention) mitteilte, ist ein Feriencamp in Georgia zu einem Superspreader-Event geworden. Auf der Webseite teilte die Behörde mit, dass bei einem Camp zwischen dem 17. und 27. Juni sich 260 Kinder und Betreuer mit Covid-19 infiziert hatten. Darunter:

  • 51 Kinder im Alter von maximal 10 Jahren
  • 180 Kinder zwischen 10 und 18 Jahren
  • 29 Personen älter als 18 Jahre

Insgesamt waren rund 600 Personen bei dem Camp in Georgia vor Ort. Zu 344 von ihnen lag ein Testergebnis vor. Die CDC sieht in den Ergebnissen ein Indiz dafür, dass sich Corona schnell auf Menschen aller Altersgruppen übertrage, obwohl die Leitung des Camps verschiedene Maßnahmen zur Eindämmung ergriffen hatte. Vor allem Singen und gemeinsame Aktivitäten in geschlossenen Räumen hätten das Infektionsrisiko erhöht.

17.10 Uhr: NRW-Maskenpflicht sorgt bundesweit für heftige Diskussionen

Die geplante Maskenpflicht im Unterricht in Nordrhein-Westfalen bringt nach Ansicht des Verbandes Bildung und Erziehung einige Schwierigkeiten mit sich. Aus pädagogischer Sicht sei das eine Herausforderung, sagte der Verbandsvorsitzende Udo Beckmann am Montag. „Es ist fraglich, ob den Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern zuzumuten ist, die Masken während des ganzen Unterrichtstages zu tragen.“ Das Sprechen damit sei aber auch eine Frage der Gewöhnung und es sei in jedem Fall besser, zusammen in der Schule zu lernen als dies nicht tun zu können, sagte Beckmann.

Kritik kam auch von der Bundesschülerkonferenz. Die angekündigte Maskenpflicht während des Unterrichts sei angesichts der aktuellen Temperaturen eine Zumutung für die Schülerinnen und Schüler, teilten die Schülervertreter am Montag mit. Ein erhebliches Risiko seien zudem vielerorts fehlende oder mangelhafte Klimasysteme.

13.10 Uhr: Maskenpflicht in Schulen in NRW eingeführt

In allen weiterführenden und berufsbildendenden Schulen führt NRW eine Maskenpflicht für Lehrer und Schüler inklusive des Unterrichts ein.

In Grundschulen müssen alle Schüler auf dem Gelände und in den Gebäuden einen Mund-Nasen-Schutz tragen, das gab Schulministerin Yvonne Gebauer am Montag in einer Pressekonferenz bekannt.

Nur auf den festen Sitzplätzen im Unterrichtsraum darf die Maske abgelegt werden. Lehrkräfte müssen während des Unterrichts keine Maske tragen, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann.

Bei medizinischen oder besonderen Gründen könne die Maskenpflicht "aus pädagogischer Verantwortung" aufgeweicht werden. Zum Beispiel wenn einem Schüler das "th" im Englischen beigebracht werden soll. Diese Entscheidung liege im Ermessen des Lehrers.

Das Land stelle laut Gebauer eine Millionen Masken zur Verfügung. Sollte es zu einem Corona-Ausbruch an einer Schule kommen, sollen dort alle Schüler und Lehrer getestet werden. Auch Distanz-Unterricht könne in einem solchen Fall sofort wieder eingeführt werden.

Einschulungsfeiern sollen möglich sein, solange die Corona-Schutzverordnung eingehalten werden könne.

Auch gab die Ministerin bekannt, dass es in den Herbstferien weitere Angebote für Schüler geben soll, um weiter Unterrichtsstoff aufholen zu können.

Vorerst sollen diese Entscheidungen bis zu den Herbstferien gelten. Dann will das Schulministerium über mögliche Lockerungen entscheiden.

Wenn Schüler über Schnupfen-Symptome klagen, sollen sie künftig 24 Stunden zuhause bleiben. Wenn keine weiteren Corona-Symptome auftreten, können sie wieder am Unterricht teilnehmen.

Alle Klassenfahrten bis zu den Herbstferein ins Ausland sind untersagt. Im Inland dürfen die Fahrten stattfinden. Für Klassenfahrten nach den Herbstferien sollen Schulen bei der Buchung darauf achten, dass die Stornokosten niedrig gehalten werden.

10.50 Uhr: „Hohe Trefferquote“ bei Corona-Rückkehrertests an Flughäfen

Bei Corona-Tests von Reiserückkehrern aus Risikogebieten an den nordrhein-westfälischen Flughäfen werden rund 2,5 Prozent der Urlauber Corona-positiv getestet. Dies sei eine „relativ hohe“ Trefferquote, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Montag im Deutschlandfunk. 40 bis 50 Prozent der Rückkehrer machten von dem kostenlosen Angebot Gebrauch. Rückkehrer aus diesen Gebieten müssen nach der Corona-Einreiseverordnung seit Mitte Juli einen negativen Test vorweisen, der nicht älter als 48 Stunden ist oder sich für 14 Tage in Quarantäne begeben.

Diese Auflagen nannte Laumann „absolut richtig“. „Wer in einem Risikogebiet Urlaub macht, der muss ja wenigstens, finde ich, so viel Solidarität gegenüber den Menschen hier haben, dass er ausschließt, wenn er wiederkommt, dass er andere Menschen ansteckt.“ Wenn Reisende einen Test verweigerten, sollten ihre Personalien an das örtliche Gesundheitsamt weitergegeben werden, sagte Laumann.

In NRW hatten kostenlose Testangebote für Reisende aus Risikoländern an den Flughäfen Düsseldorf, Köln/Bonn, Dortmund und Münster/Osnabrück vor gut einer Woche begonnen. An den vier Flughäfen landeten vergangene Woche etwa 160 Flugzeuge mit um die 15 000 Passagieren aus Gebieten, die derzeit vom Robert Koch-Institut als Risikogebiet ausgewiesen sind - etwa die Türkei, Ägypten, Marokko und Israel.

Auf die Frage, ob der Start der Tests in den laufenden Schulferien nicht zu spät komme, sagte Laumann: „Wir sind selbst in einem Bundesland wie Nordrhein-Westfalen, wo wir jetzt ja im letzten Drittel der Ferien sind, noch so gerade früh genug, weil natürlich jetzt die große Rückreisewelle in der letzten Woche und in dieser Woche war.“ Bei Rückkehrern mit dem Auto seien lückenlose Kontrollen nicht möglich. Er appelliere aber an das Verantwortungsbewusstsein und das Gewissen der betroffenen Menschen, sich testen zu lassen oder 14 Tage in Quarantäne zu gehen, wenn sie sich angesteckt haben könnten, sagte Laumann.

10.53 Uhr: Flughäfen Leipzig und Dresden testen Rückkehrer auf Coronavirus

Auch an den Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden werden nun Urlaubsrückkehrer auf das Coronavirus getestet. Auf beiden Airports wurden am Montag die Corona-Testcenter offiziell in Betrieb genommen. Schon am Wochenende hatten sich Reisende dort kostenfrei auf eine Infektion testen lassen können. In Leipzig taten das rund 600 Reisende, in Dresden waren es etwa 500. In Leipzig war das Testergebnis für drei Mitglieder einer Familie positiv. Die ersten Flughäfen, darunter München und Düsseldorf, hatten am 25. Juli mit kostenfreien Corona-Untersuchungen begonnen.

Sachsen erwägt weitere Testmöglichkeiten für Urlaubsrückkehrer. Man denke dabei an Grenzübergänge zu Tschechien und Polen sowie an Bahnhöfe, sagtee Gesundheitsstaatssekretär Uwe Gaul am Montag auf dem Dresdner Flughafen.

Sonntag, 2. August:

19.21 Uhr: Männer wollen keine Maske tragen - dann eskaliert die Situation

Unfassbare Szenen im Flugzeug! Zwei Männer weigerten sich auf dem Flug von Amsterdam nach Ibiza, eine Schutzmaske zu tragen. Zudem sollen die beiden Passagiere Mitreisende verbal und körperlich angegriffen haben, wie ein Sprecher der Airline „KML“ der „Bild“ bestätigte.

Kurze Zeit später eskalierte die Lage, es kam zu einer Prügelei im Flugzeug. Auf Ibiza angekommen, sollen die beiden Maskenverweigerer festgenommen worden sein.

Ein Twitter-Video zeigt die Szenen:

12.15 Uhr: Aida Cruises verschiebt Kreuzfahrt-Neustart

Diese Nachricht ist ein Schock für die Kreuzfahrt-Fans. Aida-Cruises hat die geplanten Mini-Kreuzfahrten auf der Ostsee verschoben. Die Fahrten, die eigentlich in der ersten Augusthälfte starten sollten, wurden Sonntag abgesagt.

9.15 Uhr: Markus Söder mit Schreckensnachricht

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder ist besorgt. Gegenüber der „Bild am Sonntag“ sorgt Söder mit Aussagen für große Sorgen bei denen, die gehofft hatten, dass das Coronavirus so gut wie besiegt sei.

„Wir müssen damit rechnen, dass Corona mit voller Wucht wieder auf uns zukommt. Mir machen die steigenden Fallzahlen in Deutschland große Sorgen. Ebenso die Urlaubs- und Familienheimkehrer, die aus den verschiedenen Teilen Europas zurückkommen. Wenn wir nicht aufpassen, kann bei uns wieder eine Situation wie im März entstehen“, sagte der Ministerpräsident der 'BamS'.

Daher rät Söder zur „absoluten Wachsamkeit“. „deshalb ist jetzt nicht die Zeit für neue Lockerungen oder naive Unvorsichtigkeit. Das Virus bleibt eine Daueraufgabe, die uns permanent unter Stress setzt“, so Söder.

Für ihn sei Deutschland schon mitten in der zweiten Welle. „Die zweite Welle ist praktisch doch schon da. Sie schleicht durch Deutschland. Es gilt daher, noch aufmerksamer zu sein und rasch und konsequent zu reagieren. Je schneller wir handeln, desto geringer sind die Folgen.“

Eine Konsequenz aus dem Geschehenen sei, dass die Bundesliga wohl nicht mit Zuschauern starte. „Daher bin ich auch als Fußballfan sehr skeptisch zum Start der Bundesliga. Geisterspiele ja, aber Stadien mit 25.000 Zuschauern halte ich für sehr schwer vorstellbar. Das wäre das falsche Signal und auch der Bevölkerung schwer zu vermitteln, wenn man dafür Unmengen von Testkapazitäten aufbrauchen würde“, so Söder.

 
 

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