Corona: Urlaubs-Aus in Deutschland – Menschen aus dem Kreis Gütersloh sind HIER besonders betroffen

Nach dem Corona-Ausbruch im Fleischereibetrieb Tönnies sind Urlauber aus dem Kreis Gütersloh in einigen Teilen Deutschlands nicht mehr gern gesehen.
Nach dem Corona-Ausbruch im Fleischereibetrieb Tönnies sind Urlauber aus dem Kreis Gütersloh in einigen Teilen Deutschlands nicht mehr gern gesehen.
Foto: imago images / Noah Wedel

Der massive Corona-Ausbruch im Fleischbetrieb Tönnies in Rheda-Wiedenbrück (NRW) zieht nach wie vor weite Kreise.

Doch nicht nur die beiden betroffenen Landkreise Gütersloh und Warendorf reagieren mit ihren erneuten strengen Sicherheitsauflagen auf den Ausbruch. Auch andere Bundesländer blicken nun mit Sorge auf die Region – und haben nun erklärt, wie sie mit Urlaubern aus solchen Corona-Risikogebieten umgehen wollen.

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Corona: Mehrere Bundesländer lassen keine Urlauber aus Kreis Gütersloh rein

In Norddeutschland zeigen Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern klare Kante: Sie wollen Bürger aus Corona-Risikogebieten nur noch unter strengen Auflagen einreisen lassen. In Schleswig-Holstein sollen sie sich künftig nach der Einreise zwei Wochen in Quarantäne begeben. Auf der Insel Usedom waren Urlauber aus dem Kreis Gütersloh schon am Montag aufgefordert worden, Mecklenburg-Vorpommern wieder zu verlassen. In einer Telefonkonferenz wollen die Gesundheitsminister der Länder an diesem Mittwoch über eine einheitliche Linie im Umgang mit Reisenden beraten.

Am südlichen Ende Deutschlands, in Bayern, dürfen Beherbergungsbetriebe künftig keine Menschen mehr aufnehmen, die aus einem Landkreis einreisen, in dem die Zahl der Neuinfektionen in den zurückliegenden sieben Tagen bei mehr als 50 pro 100 000 Einwohner liegt. Ausnahmen soll es nur für jene geben, die einen aktuellen negativen Corona-Test vorweisen könnten. Im Kreis Gütersloh war die sogenannte 7-Tages-Inzidenz zuletzt auf einen Wert von weit über 200 gestiegen.

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Bayerns Regierungschef Markus Söder (CSU) verteidigte die Beschränkungen für Urlauber aus Corona-Risikogebieten als unbedingt notwendige Sicherheitsmaßnahme für alle Beteiligten. „Wir möchten nicht, dass der Urlaub in Bayern für viele Leute unsicher wird“, sagte er in der ARD und im Bayerischen Fernsehen.

Niedersachsen schickt Lehrer wieder nach Hause

Auch das an NRW grenzende Niedersachsen will den selben Weg einschlagen und ein Beherbergungsverbot für Touristen aus der Region erlassen. Das teilte Regierungssprecherin Anke Pörksen am Mittwoch in Hannover mit. Eine entsprechende Regelung werde gerade erarbeitet. Noch nicht entschieden ist, ob sie generell für Regionen in Deutschland mit einer erhöhten Zahl von Corona-Neufinfektionen gelten soll. „Wir sind wachsam und gucken, was in Nordrhein-Westfalen passiert.“

Außerdem wurden Lehrkräfte aus dem Raum Gütersloh und Warendorf, die an niedersächsischen Schulen unterrichten, aufgefordert, zunächst zu Hause zu bleiben. „Es geht uns nicht um Diskriminierung oder Ausgrenzung von Menschen aus Nordrhein-Westfalen“, betonte die Regierungssprecherin. Es gehe nicht darum, Menschen aus Nordrhein-Westfalen abzuweisen. „Wir versuchen angemessen zu reagieren auf die sich da abzeichnende Gefährdung.“ Es gehe darum, möglichst punktuell zu reagieren und den Wirtschaftsbetrieb in Niedersachsen zu schütze

Laschet fürchtet Stigmatisierung

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) warnte davor, Urlauber aus dem Kreis Gütersloh zu stigmatisieren.

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„Die Botschaft an alle, die jetzt auf Gütersloh schauen: Es sind außerhalb der Beschäftigten in der Fleischindustrie so gut wie keine Fälle bisher bekannt“, sagte er am Dienstagabend in der ARD. (at, mit dpa)

 
 

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