Corona: Große Sorge vor Bund-Länder-Gipfel ++ Lauterbach warnt eindringlich

Vektor, Totimpfung, mRNA? Diese Impfstoff-Arten gibt es

Diese Impfstoff-Arten gibt es und so funktionieren sie.

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Corona hat Deutschland nun bereits seit mehr als einem Jahr im Griff. Der Lockdown geht noch bis mindestens zum 7. März. Intensivmediziner fürchten sich vor einer dritten Welle mit den Coronavirus-Mutationen. Auch ein Experte für Corona-Prognosen warnt jetzt.

Aktuell wird trotzdem über mögliche Lockerungen und Öffnungen diskutiert – und über einen EU-Impfpass für Urlauber.

In unserem News-Blog halten wir dich über alle Entwicklungen zum Thema Corona auf dem Laufenden.

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Corona-Zahlen in Deutschland am Samstag:

  • Corona-Neuinfektionen: 9.762 (insgesamt 2.434.446)
  • Todesfälle: 369 (insgesamt (69.888)
  • Bundesweiter Inzidenzwert: 63,8

Samstag, 27. Februar

18.19 Uhr: Lauterbach warnt vor großer Corona-Gefahr

Karl Lauterbach gilt als DIE mahnende Stimme der Pandemie. Jetzt hat der SPD-Politiker erneut eindringlich vor der dritten Welle gewarnt. Dabei zog der Epidemiologe einen Vergleich, den auch jeder Laie versteht. Mehr dazu liest du hier >>>

8.40 Uhr: Corona-Experte rechnet mit starkem Anstieg

Die dritte Welle der Corona-Pandemie wird nach Berechnungen des Saarbrücker Pharmazie-Professors Thorsten Lehr ähnlich stark ausfallen wie die zweite. „Ich gehe schon davon aus, dass wir wieder so Zustände wie vor Weihnachten bekommen werden“, sagte der Experte für Corona-Prognosen der Deutschen Presse-Agentur in Saarbrücken. Er rechnete damit, dass in der erste Aprilhälfte wieder Sieben-Tage-Inzidenzen um 200 erreicht werden könnten.

Zwei Entwicklungen seien für den erneuten Anstieg der Corona-Zahlen verantwortlich. Zum einen sei die britische Mutante, die wohl um die 35 Prozent ansteckender sei, in Deutschland weiter auf dem Vormarsch. „Sie wird auch hier die Oberhand gewinnen und weiter ansteigen bis in den 90-plus-Bereich“, sagte Lehr nach Analyse der jüngsten Zahlen des „Covid-Simulators“ an der Universität des Saarlandes.

Zum anderen sehe er seit Mitte Februar wieder mehr Kontakte, die zu höheren Zahlen geführt hätten. „Ich befürchte, das hat ein bisschen was mit einer Lockdown-Müdigkeit zu tun. Und auch vielleicht mit einem Wiederanlaufen des normalen Lebens in gewissen Bereichen.“

Den Anstieg der Zahlen ausbremsen könnte man möglicherweise über mehr Tests. „Über gezielte Schnelltests, die großflächig eingesetzt werden, um infektiöse Mitbürger aus dem Verkehr zu ziehen“, sagte Lehr.

Freitag, 26. Februar

19.50: Intensivmediziner fordern Lockdown bis April – sonst bis zu 25.000 Patienten?

Professor Gernot Marx, der Präsident der deutschen Intensivmediziner, warnt vor einer dritten Welle. Er fordert im Namen der Intensivmediziner, dass der Lockdown mindestens bis zum 1. April verlängert werden soll. Aktuell gelten die Corona-Beschränkungen bis zum 7. März.

Marx fürchtet die möglichen Konsequenzen von Lockerungen ab Anfang März: „Sonst wird die dritte Welle nur schwer oder überhaupt nicht beherrschbar sein.“

Laut dem Mediziner könnte die Zahl der Intensivpatienten im schlimmsten Fall bis Mitte Mai deutschlandweit auf mehr als 25.000 ansteigen. Würde bei gleichbleibendem Impftempo wie derzeit aber erst ab April wieder geöffnet, würde die Maximalbelegung auf den Intensivstationen nur bei etwa 6.000 liegen.

Marx stützt sich dabei auf ein Rechenmodell des Biomediziners und Mathematikers Andreas Schuppert. Dieser hatte in seine Prognose auch die ansteckenderen Mutationen einberechnet.

13.45 Uhr: Zehntausende Verstöße gegen Corona-Maskenpflicht bei der Bahn

Gegen die Maskenpflicht in Zügen und auf Bahnhöfen gab es im vergangenen Jahr Zehntausende Verstöße. Von Mitte September bis zum Jahresende registrierte die Bundespolizei gut 236.000 Fälle, wie eine Anfrage der FDP im Bundestag ergab.

10.26 Uhr: Jens Spahn stellt Impfplan vor

Gesundheitsminister Jens Spahn hat in einer Pressekonferenz am Freitagmorgen seinen Impfplan vorgestellt. Bislang gehe die Impfstrategie zwei Monate nach dem Start auf, die meisten Altenheimbewohner seien hierzulande bereits geimpft.

Jetzt seien die Arztpraxen dran. Diese sollen zeitnah mit Impfstoff beliefert und auch vergütet werden. Wie Spahn erklärt, sollen Personen mit Vorerkrankungen zunächst bei ausgewählten Ärzten schon Impfungen bekommen. „Der nächste Schritt ist, Arztpraxen für alle mit einzubeziehen“, so der Gesundheitsminister. „Wir sind konzeptionell dazu schon im Gespräch mit den Ländern, Ärzten, Apotheken.“ Aber er betont auch: „Impfen ebnet den Weg, es wird aber kein Spaziergang. Die Mutation macht den Weg schwerer.“

06.51 Uhr: Fast 10.000 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz steigt weiter

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete am Freitagmorgen 9997 Neuinfektionen mit Corona. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter leicht und liegt nun bei 52,6

Donnerstag, 25. Februar:

20.15 Uhr: Bis zum Sommer kommt EU-weiter digitaler Impfnachweis für Reisende

Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte nach dem EU-Sondergipfel zur Corona-Pandemie, dass es in drei Monaten digitale Impfnachweise geben soll, die in allen Mitgliedsstaaten kompatibel sein sollen. Dann sei „Reisen mit mehr Informationen innerhalb der europäischen Union möglich“.

Zugleich erklärte Merkel nach dem Gipfel, dass es zunächst darum gehe, die technische Voraussetzung für solche digitalen EU-weiten Impfzertifikate zu schaffen. Die „politische Vorgabe“ sei, dass dies bis zum Sommer erreicht werde. Gleichzeitig wies sie darauf hin, dass es angesichts der geringen Impfquoten oder auch der Tatsache, dass momentan noch keine Kinder geimpft werden, nicht alleine darum gehen dürfe, ob Reisende geimpft seien. Auch Corona-Tests könnten eine Voraussetzung für Urlauber sein. Ob Reisen irgendwann nur noch mit einem Corona-Impfnachweis möglich sei, sei auf EU-Ebene noch nicht entschieden worden.

Merkel stellte auch klar, dass das baldige breite Angebot von Antigen-Schnelltests und Selbsttests nicht automatisch bedeuten wird, dass der angestrebte bundesweite Inzidenzwert von 35 obsolet wird. Man müsse zunächst Erfahrungen sammeln, ob man durch die neuen Test-Angebote einen „Puffer erarbeiten kann“. Da sei eine Voraussetzung, dass in Schulen, Kitas und Betrieben breit getestet wird und dass es Testzentren gibt. Dann erst kann kontrolliert werden, ob die Tests eine Wirksamkeit zeigen, so Merkel.

15.50 Uhr: Kommt ein EU-weiter Corona-Impfpass?

Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihre EU-Kollegen haben am Donnerstagnachmittag ihren Videogipfel für eine engere Zusammenarbeit in der Corona-Krise begonnen. Dies teilte ein Sprecher von EU-Ratspräsident Charles Michel auf Twitter mit. Vorrangig geht es darum, wie die Corona-Impfungen beschleunigt und die gefürchteten Virusvarianten bekämpft werden können.

Thema sind aber auch die verschärften Kontrollen an den deutschen Grenzen zu Tschechien und Österreich, die bei einigen EU-Nachbarn und der EU-Kommission auf Kritik stoßen. Sie befürchten, dass Pendler und wichtige Waren an den Grenzen aufgehalten werden und der Binnenmarkt leidet.

Auch die Pläne für einen gemeinsamen EU-Impfpass und mögliche Vorteile für Geimpfte stehen zur Debatte. Neuen Schwung bekam die Impfpass-Debatte diese Woche durch eine unveröffentlichte Studie aus Israel, wonach der Impfstoff von Biontech/Pfizer zu fast 90 Prozent die Virusübertragung auf andere verhindert. Dennoch erklärte der portugiesische EU-Vorsitz nach Beratungen der Mitgliedstaaten am Dienstag, es werde „noch einige Zeit dauern“, bis über die Nutzung von Impfnachweisen für Urlaubsreisen entschieden werden könne.

Mehrere EU-Länder bekräftigten vor dem Gipfel, sie hielten eine solche Regelung für „verfrüht“. Sie verwiesen darauf, dass erst geringe Teile der Bevölkerung geimpft seien und damit „Privilegien“ für Geimpfte entstehen könnten. Arbeiten an dem EU-Impfpass beziehen sich bisher nur auf den Einsatz zu medizinischen Zwecken.

10.55 Uhr: Büro von CSU-Politiker Nüßlein durchsucht unsauberer Maskendeal?

Nach Informationen von „ntv“ werden das Büro, die Wohnung in Berlin und das Wahlkreisbüro des CSU-Abgeordneten Gerog Nüßlein durchsucht. Zuvor sei seine Immunität offiziell durch den Ausschuss für Wahlprüfung Immunität und Geschäftsordnung einstimmig aufgehoben worden. Laut „ntv“ soll der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion einen Maskenhersteller an die Bundesregierung und an die bayerische Landesregierung vermittelt haben. Dafür soll der Politiker eine sechsstellige Provision erhalten und die Einnahmen nicht versteuert haben.

06.23 Uhr: Österreichs Kanzler Kurz: „Der Lockdown hat seine Wirkung verloren“

Österreich hat die Corona-Maßnahmen bereits Anfang Februar gelockert. Bundeskanzler Sebastian Kurt (ÖVP) erklärt der „Bild“ den Grund: „Der Lockdown hat nach sechs Wochen seine Wirkung verloren.“ Die Bürger hätten sich immer weniger an die Beschränkungen gehalten und es habe immer mehr Verlagerungen in den privaten Bereich gegeben. „Ein Lockdown, bei dem keiner mitmacht, hat wenig Sinn“, so der Politiker.

Mittwoch, 24. Februar

21.25 Uhr: Österreichs Kanzler Kurz: „Wir arbeiten an einem europäischen Impfpass“

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) fordert einen europäischen Impfpass: „Wir werden morgen beim Europäischen Rat einen entsprechenden Vorschlag machen“, sagte Kurz in der ARD-Talksendung „maischberger. die woche“. „Wir arbeiten gerade mit den Griechen und vielen anderen europäischen Kollegen daran, dass es zeitnah eine digitale Lösung für einen grünen Impfpass ähnlich dem in Israel gibt.“

Der Impfpass solle als App auf dem Mobiltelefon installiert werden. „Die App zeigt dann an, dass man entweder geimpft, genesen oder getestet ist“, erklärte Kurz. Die Impfung sei das Wesentliche. „Aber für alle, die gerade Corona hatten und dadurch immun sind, soll es genau dieselben Freiheiten geben. Und wer noch keinen Zugang zu einer Impfung hatte, der soll die Möglichkeit haben, einen Test zu machen und sich frei zu bewegen“, sagte der österreichische Bundeskanzler bei „maischberger. die woche“.

Der digitale Impfpass sei ein gutes europäisches Modell, damit die Menschen sich in Europa frei bewegen können. „Damit wir auch spätestens im Sommer die Möglichkeit haben, überall wieder an Kulturveranstaltungen, Sportevents, der Gastronomie und anderswo teilzunehmen. Das ist unser erklärtes Ziel.“

18:55 Uhr: Merkel für mehr Schnelltests

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) pocht für mögliche Lockerungen von Corona-Beschränkungen auf deutlich mehr Tests. „Eine intelligente Öffnungsstrategie ist mit umfassenden Schnelltests, gleichsam als Freitesten, untrennbar verbunden“, sagte sie der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Donnerstag). Dafür müssten noch offene Fragen geklärt und das ganze Vorgehen am 3. März mit den Regierungschefs der Bundesländer beraten werden. „Wie lange es dann dauert, bis ein solches System installiert ist, kann ich auf den Tag genau noch nicht sagen. Es wird aber im März sein.“

16:50 Uhr: US-Mutation macht Forschern Sorge

US-Wissenschaftler haben sich besorgt über eine Coronavirus-Variante in Kalifornien gezeigt. Die im Dezember erstmals entdeckte Variante, die Forscher „B.1.427/B.1.429“ genannt haben, sei ersten Erkenntnissen zufolge wahrscheinlich ansteckender als das Ausgangsvirus, berichteten mehrere US-Medien am Mittwoch unter Berufung auf Wissenschaftler. Die Variante sei auch schon in anderen US-Bundesstaaten und Ländern weltweit entdeckt worden, habe sich aber nach bisherigen Erkenntnissen bislang vor allem in Kalifornien ausgebreitet.

„Ich wünschte, ich hätte bessere Nachrichten - dass diese Variante komplett unbedeutend ist“, zitierte die „New York Times“ den Virologen Charles Chiu von der University of California in San Francisco. „Aber leider müssen wir einfach den Ergebnissen der Wissenschaft folgen.“ Mindestens zwei wissenschaftliche Studien zur kalifornischen Variante sind bereits abgeschlossen und sollen demnächst veröffentlicht werden.

15:50 Uhr: Impf-Vordränglern droht Mega-Strafe

Wer sich nicht an die Impf-Reihenfolge hält und sich vordrängelt, für den kann es bald richtig teuer werden. Wie das "Redaktionsnetzwerk Deutschland" berichtet, gebe es einen Änderungsantrag der Koalitionsfraktionen für das “Gesetz zur Fortgeltung der die epidemische Lage von nationaler Tragweite betreffenden Regelungen”. Dieser sehe vor, Verstöße gegen die Impfverordnung als Ordnungswidrigkeit einzustufen.

Im schlimmsten Fall drohen dann bis zu 25.000 Euro Bußgeld!

15.20 Uhr: Jetzt also doch?! Merkel spricht über Vorteile für Geimpfte

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) lehnt eine Bevorzugung von Menschen mit Corona-Impfung gegenüber Nichtgeimpften derzeit noch ab. Allerdings könnte in dieser Frage eine Neubewertung nötig werden, wenn die Impfkampagne weiter vorangeschritten ist, sagte sie der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Donnerstagsausgabe).

„Wenn wir genügend Menschen ein Impfangebot gemacht haben werden und sich einige partout nicht impfen lassen wollen, wird man überlegen müssen, ob es in bestimmten Bereichen Öffnungen und Zugänge nur für Geimpfte geben soll“, sagte Merkel. „Aber da sind wir noch nicht.“ Zudem müsse erst „eindeutig“ geklärt sein, dass Geimpfte nicht mehr ansteckend seien.

Derzeit sei eine Bevorzugung von Geimpften noch nicht zu rechtfertigen, sagte die Kanzlerin: „Solange die Zahl der Geimpften noch so viel kleiner ist als die derjenigen, die auf die Impfung warten, sollte der Staat beide Gruppen nicht unterschiedlich behandeln.“ Wo es allerdings um private Vertragsverhältnisse gehe, „können wir uns von staatlicher Seite wenig einmischen“, ergänzte sie.

Merkel selbst will sich erst impfen lassen, wenn sie nach der von der Ständigen Impfkommission empfohlenen Priorisierung an der Reihe ist. „Ich halte es für richtig, neben den besonders vulnerablen und den älteren Menschen erst einmal Bevölkerungsgruppen zum Impfen einzuladen, die in ihrem Beruf keinen Abstand halten können“, sagte sie.

14.03 Uhr: Jens Spahn mit deutlichen Worten – „Dieses Virus gibt nicht auf“

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat der Bevölkerung im Corona-Lockdown wieder mehr Freiheit durch eine Ausweitung der Tests in Aussicht gestellt. Schell- und Selbsttests würden Schritt für Schritt helfen, „ein Stück mehr Freiheit wieder zu haben“, sagte Spahn am Mittwoch im Bundestag in Berlin. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hatte die ersten drei Sonderzulassungen für Corona-Selbsttests erteilt, die man auch ohne Schulung zu Hause machen kann. Schnelltests, die geschultes Personal durchführen muss, sollen voraussichtlich in rund zwei Wochen etwa in Apotheken kostenlos gemacht werden können.

Laien-Selbsttests seien geeignet, wenn jemand für sich Sicherheit haben wolle. Sie könnten perspektivisch aber auch dazu dienen, wieder Besuche von Theatern oder anderen Veranstaltungen zu ermöglichen. „Das ist die Perspektive.“ Nach der erfolgten Zulassung der ersten drei Selbsttests seien diese sofort überall verfügbar. Er sei aber sehr zuversichtlich, dass Woche für Woche deutlich mehr Tests auf den Markt kommen. Die Schnelltests wiederum seien überall dort die erste Wahl, wo ein durch Dritte dokumentiertes Ergebnis nötig sei - etwa bei Reisen.

Insgesamt sei es gelungen, die Dynamik der Pandemie ein ganzes Stück zu brechen. „Wir wähnten uns auf einem guten Weg, aber dieses Virus gibt nicht einfach auf.“ Doch nun sei es zur Ausbreitung der ansteckenderen Virusvarianten gekommen. Die Mutation sei vor allem deswegen ansteckender, weil ein Infizierter dann länger ansteckender sei. Die Infiziertenzahlen sänken derzeit nicht mehr. „Das strengt an.“ Manche Debatten hätten sich mit der Zeit verhärtet. Doch alle Beteiligten bemühten sich, die Lage in den Griff zu bekommen - „mit Umsicht, mit Impfen, mit Testen“.

11.57 Uhr: Brautpaare in England – Schlupfloch ermöglicht Hochzeit während Lockdown

In England ist es derzeit noch untersagt, Hochzeiten mit mehr als 30 Gästen stattfinden zu lassen. Die Regierung hat am Dienstag einen neuen Fahrplan für Großbritannien vorgestellt, der besagt, dass Hochzeitspaare erst am 21. Juni wieder uneingeschränkt feiern können. Kritiker sehen darin ein großes Problem für aktuelle Hochzeitsplanungen, die vor diesem Datum liegen.

Denn bei Veranstaltungen oder anderen Indoor-Events sind dagegen ab dem 17. Mai bis zu 1.000 Personen erlaubt. So kommentiert laut „Dailymail“ jemand an den britischen Premier Boris Johnson gewandt: „Also Boris Johnson, wenn ich Tickets für meine Hochzeit am 20. Juni verkaufe, kann ich sie als „Veranstaltung“ klassifizieren und mehr als 30 Gäste haben?“

Für einige Hochzeitspaare könnte dies nun ein Schlupfloch sein.

08.37 Uhr: Jens Spahn mit Mega-Ankündigung - Corona-Selbsttest ab Mittwoch

Heute sollen noch drei Corona-Selbsttests zugelassen werden. Das soll Bundesgesundheitsminister Jens Spahn im ZDF-Morgenmagazin gesagt haben, wie RND berichtet.

Diese sollen dann in Drogerien und Discountern verkauft werden und könnten ohne geschultes Personal ganz einfach selbst durchgeführt werden.

07.13 Uhr: Vorbild Österreich: FDP fordert sofort eine Schnelltest-Regelung

Mit einer Regelung für Schnelltests nach dem Vorbild Österreichs will die FDP den Weg für stufenweise Lockerungen in der Corona-Pandemie freimachen. Ein entsprechender Antrag soll noch diese Woche in den Bundestag eingebracht werden. Ziel sei, dass Hersteller über eine „einfache und unbürokratische Selbstverpflichtung bestätigen, dass bei Eigenanwendung ein entsprechendes Sicherheits- und Leistungsniveau erreicht wird und dass die Funktionstauglichkeit und die Einsatztauglichkeit für den geplanten Zweck gewährleistet ist“. Anschließend soll aber ein Zulassungsverfahren durchlaufen werden.

„Beim Testen müssen wir auf die Tube drücken, nicht auf die Bremse“, sagte der FDP-Abgeordnete Andrew Ullmann dazu der Deutschen Presse-Agentur. „Die FDP-Fraktion fordert ein schnelles und vereinfachtes Zulassen der Selbsttests. In Österreich hat sich dieses Verfahren bereits bewährt. Dort sind Selbsttests schon Teil des Alltags und Teil der Öffnungsstrategie.“ Ullmann ist Professor in Würzburg und leitet dort das Institut für Infektiologie. Er ist FDP-Obmann im Gesundheitsausschuss.

„Die Bundesregierung möchte die Zulassung von Selbsttests über das herkömmliche Verfahren durchführen. Das benötigt jedoch vier bis acht Wochen“, kritisierte Ullmann. Angesichts der pandemiebedingten Ausnahmesituation dürfe nicht so lange gewartet werden. „Wenn wir nicht bald einen Marktzugang für Selbsttests ermöglichen, ist der Markt leergefegt. Dann stehen wir, wie beim Impfen, wieder an letzter Stelle.“

 
 

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