Corona: Krankenpfleger (20†) ist nach überstandener Covid-Erkrankung plötzlich tot – Familie: „Darf es nicht noch einmal geben“

Corona: Pascal Porstner starb nach einer eigentlich überstandenen Corona-Erkrankung. (Symbolbild)
Corona: Pascal Porstner starb nach einer eigentlich überstandenen Corona-Erkrankung. (Symbolbild)
Foto: Privat

Krankenpfleger Pascal Porstner (20†) erkrankte an Corona. Eigentlich galt er schon wieder als geheilt – bis die schreckliche Wendung kam.

Die Corona-Krankheit verlief mild, wenige Tage nach dem positiven Testergebnis fühlte sich der junge Mann wieder gesund. Dann kam alles anders. 100 Tage später fand ihn sein Bruder leblos in seinem Bett.

Corona: Krankenpfleger infiziert sich und wird wieder gesund – 100 Tage später folgt die Tragödie

Die Ärzte haben laut „Focus“ jetzt eine schlimme Vermutung: Sein Tod könnte mit der vorangegangenen Corona-Infektion in Zusammenhang stehen. Als einer der ersten 10.000 Infizierten in Deutschland hatte sich der junge Mann bei einem Patienten im Krankenhaus angesteckt. Der Lehrling war gerade auf die Corona-Station gewechselt, als er das positive Testergebnis erhalten hatte.

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Das ist das Coronavirus:

  • ist SARS-CoV-2 (Abkürzung für englisch: severe acute respiratory syndrome coronavirus 2)
  • gehört zur Familie der Coronaviren, eine Infektion kann neue Atemwegserkrankung Covid-19 verursachen
  • erstmals 2019 in der chinesischen Stadt Wuhan entdeckt
  • wurde von der WHO am 30. Januar 2020 als „gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite“ und am 11. März 2020 als Pandemie eingestuft

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Nach der Diagnose fühlte sich der Krankenpfleger schwach, konnte kaum schmecken und riechen. Nach wenigen Tagen war der eigentlich kerngesunde und sportliche junge Mann schon wieder fit. Pascal blieb zwei Wochen in Quarantäne, ehe er wieder als Krankenpfleger arbeitete.

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Wenige Wochen danach stieg der 20-Jährige zunächst ins Fitnesstraining ein, später fand dann die erste Einheit seiner Fußballmannschaft statt – das erste Training seit Monaten, es war heiß und anstrengend.

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Als Pascal nach Hause kam, habe er sich dementsprechend schlapp gefühlt, klagte über Herzstechen, berichtet seine Mutter dem „Focus“.

Corona: Krankenpfleger stirbt völlig überraschend

Den nächsten Morgen erlebt der angehende Krankenpfleger nicht mehr. Sein Handywecker klingelte, doch der 20-Jährige schaltete ihn nicht aus. Als sein jüngerer Bruder nach ihm sah, lag er reglos in seinem Bett.

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Der Notarzt konnte nur noch den Tod des jungen Mannes feststellen.

Wieso er genau gestorben ist, konnten Obduktion und Gewebeuntersuchung nicht vollständig klären. Auffällig sei jedoch das Herz gewesen, das Hinweise auf eine zurückliegende Herzmuskelentzündung zeigte. Diese erhöhe die „Versagensbereitschaft“ bei körperlicher Anstrengung.

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Zwar sei bekannt, dass Viruserkrankungen das Herz angreifen und etwa für Narbenbildung sorgen können. Doch Covid-19 scheint dies auf besonders aggressive Weise zu tun.

Bei leichten Coronaverläufen zähle eine Herzmuskelentzündung häufig zu den Spätfolgen, für den angehenden Pfleger hat diese möglicherweise tödliche Folgen gehabt.

So erklärt es Christoph Bode, ärztlicher Direktor der Kardiologie und Angiologie sowie der internistischen Intensivmedizin am Uniklinikum in Freiburg. „Die Herzmuskelentzündung erscheint mir die wahrscheinlichste Todesursache für einen jungen Mann, der nach einer Viruserkrankung Sport macht“, sagte er dem „Focus“.

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Die Herzmuskelentzündung habe eventuell zu Nabenbildung im Gewebe geführt, was wiederrum den Herzrhythmus stören könne. Wäre diese Corona-Spätfolge und die damit verbundenen Gefahren in den Köpfen der Menschen präsenter, hätte der Tod des Krankenpflegers unter Umständen verhindert werden können.

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Der Mediziner hat daher einen wichtigen Hinweis: „Ich rate zu einer dreimonatigen Trainingspause nach einer Covid- Infektion. Und dann ein MRT.“ Dadurch können eventuelle Narben erkannt und Schlimmeres verhindert werden.

„So etwas, wie es wir und Pascal erfahren mussten, darf es nicht noch einmal geben“

Pascals Vater wendet sich nach Erscheinen des Textes an diese Redaktion. Er kann den Tod seines Sohnes nicht begreifen. „Wir wollen dem sinnlosen Covid Tod von Pascal einen Sinn geben: zu warnen und anzuregen“, sagt er.

Zu wenig sei über Langzeitfolgen bekannt. „Wir wollen keine Panik oder Ängste schüren. Aber man sollte eine Erkrankung auch nicht auf die leichte Schulter nehmen. Gerade bei den jungen Menschen ist die drohende Gefahr vielleicht noch nicht so ins Unterbewusstsein gedrungen, wie es aber sollte. Deshalb wollen wir aufrütteln, Alarm schlagen.“

„So etwas, wie es wir und Pascal erfahren mussten, darf es nicht noch einmal geben. Es ist eine Katastrophe für alle, die Pascal nahestanden.“ (vh)

 
 

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