Corona in Österreich: Post kauft jede Menge dreilagiges Klopapier – irre, was dann damit passiert

Nicht nur Corona: das waren die größten Epidemien der Menschheit
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Wer in den vergangenen Tagen durch die umliegenden Supermärkte geschlendert ist, hat schnell bemerkt: das Hamster-Fieber geht wieder los. Einige Supermärkte und Discounter beschränken bei steigenden Corona-Zahlen bereits wieder die Anzahl der ausgegebenen Klapapier-, Nudel- oder Mehlpackungen.

Und in Österreich? Bei unseren südlichen Nachbarn ist die Post nun groß in den Klopapier-Einkauf eingestiegen und hat rund 300.000 Blatt bestellt. Mitten in der Corona-Pandemie hat der Zustelldienst eine wirklich kuriose Idee für die Papierblätter.

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Corona in Österreich: Post mit irrer Klopapier-Idee

Will die Post in Österreich gar ein Klopapier-Monopol errichten? Einen eigenen Versandhandel, der die Rollen gleich mit der Post gemeinsam bringt? Das wäre sicher teilweise praktisch – doch der Großankauf von dreilagigem Toilettenpapier hat einen ganz anderen Grund.

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Und dabei geht es nicht darum, sich den Hintern abzuputzen. Zumindest wäre das vergleichsweise teuer. Denn ein Blatt verkauft die Österreichische Post AG nun für 5,50 Euro weiter. Das Stück Klopapier wurde nämlich von der Post als Sonderbriefmarke umfunktioniert! In einer Pressemitteilung erklärt das Unternehmen den kuriosen Schritt.

„Briefmarken sind als kleine Kunstwerke ein Spiegel der Zeit“, heißt es darin. Im Jahr 2020 geht da an Covid-19 natürlich kein Weg vorbei. Weiter schreibt das Unternehmen: „Die Briefmarke wurde aus Klopapier hergestellt, einem Material, das im Frühjahr weltweit in großen Mengen gehortet wurde und aufgrund der stark gestiegenen Nachfrage sogar für leere Supermarktregale gesorgt hat.“

Klopapier-Briefmarke mit Babyelefant

Die Briefmarke hat dabei einen Wert von 2,75 Euro. Darauf kommt jedoch der gleiche Betrag als Zuschlag für verschiedene Hilfsprojekte. „Mit der Corona-Briefmarke wollen wir nicht nur einen originellen Markenblock herausgeben, der uns dieses Jahr in Erinnerung halten soll, sondern auch die unterstützen, die diese Krise besonders getroffen hat“, sagte Post-Generaldirektor Georg Pölzl.

Auf der Briefmarke können Käufer einen kleinen Babyelefanten entdecken. Der sei mit einem Meter genausolang wie zehn Blätter Klopapier und damit auch der in Österreich empfohlene Mindestabstand. „Distanz, die uns verbindet“, steht dazu auf der Klopapier-Marke.

Wer eine der Marken ergattert, muss sie glücklicherweise auch nicht ablecken, um sie zu verkleben. Die Vorstellung, an Klopapier zu lecken ist schließlich nicht gerade verlockend. Da unter dem Papier jedoch eine Selbstklebefolie angebracht ist, braucht es lediglich ein bisschen behutsame Knibbel-Arbeit. Aber eigentlich sind die Briefmarken ja eh viel zu lustig, um sie einfach zu verschicken.

Leere Regale verzögerten Klopapier-Marke

Kurios: Eigentlich wollte die Post bereits im Frühjahr eine entsprechende Marke herausbringen, „allerdings stellte die Materialbeschaffung eine besondere Herausforderung dar“. Tja, nicht nur die Bürger und Bürgerinnen standen also zum Teil vor leeren Regalen…

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Wenn du selbst eine Marke kaufen möchtest, kannst du es aus Deutschland über den Online-Shop der Österreichischen Post versuchen. Dann kommen allerdings noch Versandkosten von rund fünf Euro dazu. Ab 30. Oktober beginnt der Versand der Marken. Dann sind sie auch in den österreichischen Filialen zu erwerben. (dav)

 
 

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