Corona: Neue Studie beweist – HIER steckst du dich wirklich an!

Corona: Eine neue Studie zeigt, wo du dich wirklich ansteckst. (Symbolbild)
Corona: Eine neue Studie zeigt, wo du dich wirklich ansteckst. (Symbolbild)
Foto: imago images / Udo Gottschalk

Dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge, macht ein entscheidender Teil der Corona-Neuinfektionen in Deutschland Reiserückkehrer aus dem Ausland aus. Nun zeigt eine neue RKI-Studie, dass die meisten Neuinfektionen allerdings woanders erfolgen. Wo stecken sich die Menschen demnach am häufigsten mit Corona an?

Corona: Hier steckst du dich laut neuer Studie wirklich an

Mehr als 1700 Corona-Neuinfektionen an einem Tag - Am Donnerstagmorgen teilte das RKI den höchsten Wert seit Ende April mit. Zwar steigen die Infektionszahlen in Deutschland wieder, weil Urlauber sie aus Ländern wie Spanien, Kroatien oder der Türkei einschleppen, die meisten Ansteckungen erfolgen aber nach wie vor in Deutschland.

Laut einer neuen Studie erfolgen die meisten Ansteckungen nämlich auf Menschenansammlungen, wie die „Zeit“ berichtet.

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Ein ernstzunehmender Faktor ist dabei das private Umfeld. So soll es auf Feiern im Familien- und Freundeskreis, wie etwa auf einer Hochzeit oder bei einem Geburtstag zuletzt wieder vermehrt zu Ansteckungen kommen. Zahlen der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung ergeben, dass seit Beginn der Pandemie ungefähr die Hälfte aller Ausbrüche in Berlin auf das private Umfeld zurückzuführen sind.

Vor allem jüngere Menschen hätten sich in den vergangenen Wochen vermehrt angesteckt, erklärt das RKI. Es empfiehlt deshalb: „Menschenansammlungen – besonders in Innenräumen – sollten möglichst gemieden und Feiern auf den engsten Familien- und Freundeskreis beschränkt bleiben“, so der RKI-Lagebericht von Donnerstag.

Gesundheitsminister Jens Spahn warnte ebenfalls vor der Ansteckungsgefahr auf geselligen Partys und sagte, dass solche Events als Erstes in den Blick gerieten, wenn wieder über eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen nachgedacht werden müsste.

Ähnlich hoch sei das Ansteckungsrisiko bei Sonntagsmessen und Freitagsgebeten. Dort bestehe auch die Problematik, dass oftmals ältere Menschen anwesend seien, welche häufig schwerer an Covid-19 erkrankten.

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Arbeitsstellen können erhöhtes Risiko darstellen

Aber auch Arbeitsstellen können zu einer erhöhten Ansteckungsrate führen. Forscherinnen und Mediziner hätten herausgefunden, dass im Fall Tönnies besonders die niedrige Temperatur in der Halle, eine geringe Frischluftzufuhr sowie eine konstante Luftumwälzung durch die Klimaanlage am Arbeitsplatz zusammen mit der anstrengenden Arbeit der Angestellten zu dem großen Corona-Ausbruch in der Fleischfabrik geführt hätten.

Und daraus lässt sich zum Beispiel auch auf eine vergleichbare Gefahr in Großraumbüros schließen: Halten sich Mitarbeiter zu nah bei einander auf, ohne entsprechende Barrieren, gelangt zu wenig Frischluft in den Raum und verteilt die Klimaanalge viel Luft durcheinander, ohne dabei die Viruspartikel herauszufiltern? All das kann die Ansteckungsgefahr erhöhen.

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Das ist das Coronavirus:

  • ist SARS-CoV-2 (Abkürzung für englisch: severe acute respiratory syndrome coronavirus 2)
  • gehört zur Familie der Coronaviren, eine Infektion kann neue Atemwegserkrankung Covid-19 verursachen
  • erstmals 2019 in der chinesischen Stadt Wuhan entdeckt
  • wurde von der WHO am 30. Januar 2020 als „gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite“ und am 11. März 2020 als Pandemie eingestuft
  • Infektion erfolgt in der Regel über Tröpfcheninfektion und Aerosole

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Ein erhöhtes Ansteckungsrisiko bergen außerdem Unterkünfte, Pflegeheime und Krankenhäuser. Gemessen an der Gesamtzahl der Infektionen machen die Ansteckungen in solchen Einrichtungen mindestens 17 Prozent aus. Schließlich kann sich das Coronavirus dort rasant schnell unter Patienten oder Bewohnern wie auch unter Mitarbeitern verbreiten.

Ansteckungsrisiko mit Corona nicht überall klar

Weniger eindeutig ist dagegen bisher, ob Demonstrationen, etwa wie die Black-Lives-Matter-Demo oder jene gegen die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung zu einer Zunahme des Infektionsgeschehens beitragen. Das liege aber auch daran, dass die Teilnehmer der Demos teils aus ganz verschiedenen Städten anreisten und eine Rückverfolgung schwierig sei. Zudem treten Verzögerungen im Meldewesen auf. Wobei grundsätzlich gilt: „Jede größere Ansammlung von Menschen birgt ein Infektionsrisiko“, so eine Sprecherin der Berliner Senatsverwaltung.

In Schulen, im öffentlichen Verkehr und in Restaurants ist ebenfalls unklar, inwieweit dort ein erhöhtes Ansteckungsrisiko besteht. Doch klar ist: Überall dort, wo viele Menschen aufeinander treffen, herrscht ein größeres Ansteckungsrisiko - und das gerade in Innenräumen. (nk)

 
 

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