Corona-Lockdown: Was jetzt noch erlaubt ist – und was nicht

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich im Ringen um schärfere Corona-Maßnahmen gegen die Ministerpräsidenten durchgesetzt.
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich im Ringen um schärfere Corona-Maßnahmen gegen die Ministerpräsidenten durchgesetzt.
Foto: Kay Nietfeld/dpa-Pool/dpa

Endlich ist die Katze aus dem Sack!

Nach tagelangen Spekulationen und Mutmaßungen, welche Corona-Maßnahmen Bund und Länder nach ihrer gemeinsamen Video-Sitzung beschließen, ist klar: Deutschland steht ein Teil-Lockdown bevor.

Corona-Lockdown: Was jetzt noch erlaubt ist – und was nicht

Ab dem 2. November sollen bis einschließlich 30. November strengere Corona-Regeln dafür sorgen, dass sich die Zahl der Corona-Infizierten verringert und das exponentielle Wachstum gestoppt wird. Wenn das gelingen sollte, werde es laut NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) „entspanntere Weihnachten“ geben, an denen man „seine Liebsten in den Arm nehmen“ und auf das „schwierige Jahr 2020 letztlich stolz“ zurückblicken könne.

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Das ist das Coronavirus:

  • ist SARS-CoV-2 (Abkürzung für englisch: severe acute respiratory syndrome coronavirus 2)
  • gehört zur Familie der Coronaviren, eine Infektion kann neue Atemwegserkrankung Covid-19 verursachen
  • erstmals 2019 in der chinesischen Stadt Wuhan entdeckt
  • wurde von der WHO am 30. Januar 2020 als „gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite“ und am 11. März 2020 als Pandemie eingestuft
  • Infektion erfolgt in der Regel über Tröpfcheninfektion und Aerosole

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Doch was ist denn jetzt erlaubt – und was nicht? DER WESTEN hat alle relevanten Regeln zusammengetragen!

DAS IST GEÖFFNET/ERLAUBT

  • Schulen und Kindergärten
  • in der Öffentlichkeit darf man sich nur noch mit seinem eigenen Hausstand und einem weiteren Hausstand mit maximal zehn Personen treffen
  • Groß- und Einzelhandel bleiben geöffnet, allerdings darf sich nicht mehr als ein Kunde auf zehn Quadratmetern aufhalten
  • Profisport ohne Zuschauer (auch die Bundesliga)
  • Individualsport (z.B. im Freien joggen)
  • Reisen, wird durch das Übernachtungsverbot erschwert. Nur noch „unbedingt notwendige“ Übernachtungen sind gestattet

DAS IST GESCHLOSSEN/VERBOTEN

  • Kosmetik- und Tattoostudios sowie Massagepraxen
  • touristische Übernachtungen in Hotels
  • Gastronomiebetriebe, allerdings dürfen sie außer Haus verkaufen und liefern
  • Theater, Opern, Konzerthäuser, Sportstätten, Fitness-Studios, Schwimmbäder und Kinos
  • Freizeit- und Amateursport

Merkel sprach nach den Beratungen von einer „nationalen Kraftanstrengung“. Diese sei nötig, um eine „Gesundheitsnotlage“ abzuwenden und die Kurve der Neuinfektionen wieder abzuflachen, deren Zahl sich derzeit etwa im Wochenabstand verdopple. Die Kanzlerin verwies auch auf die Verdoppelung der Zahl der Intensivpatienten in zehn Tagen und der Beatmungspatienten in neun Tagen.

Die Kanzlerin kündigte auch ein zusätzliches Hilfsprogramm für von den neuen Einschränkungen betroffene Betriebe im Volumen von bis zu zehn Milliarden Euro an. Neben der Gastronomie soll dies auch für die Kultur- und Veranstaltungswirtschaft gelten. Einzelheiten sollen Finanzminister Olaf Scholz (SPD) und Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) erarbeiten.

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Beschluss gilt bundesweit – Nächste Beratung in zwei Wochen

Der Beschluss soll bundesweit gelten und wird von allen Landesregierungen mitgetragen. In zwei Wochen wollen Bund und Länder erneut darüber beraten und wenn nötig Anpassungen vornehmen.

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Thüringen hielt in einer Protokollerklärung fest, dass der Bundestag dazu eine „nationale Gesundheitsnotlage“ feststellen müsse. Auch der thüringische Landtag soll mit den geplanten Maßnahmen befasst werden. Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) stellte aber klar, dies sei keine inhaltliche Kritik an den Beschlüssen. (mg/dpa)

 
 

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