Corona: Lockdown in Deutschland – diese Regeln gelten und das musst du wissen

Coronavirus: Diese Symptome sprechen für COVID-19

Zahlreiche Menschen auf der Welt haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) sind Frauen und Männer von einer SARS-CoV-2-Infektion etwa gleich häufig betroffen. Männer erkranken jedoch häufiger schwer als Frauen. Es gibt einige Symptome, die auf eine mögliche Infektion hinweisen können.

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Seit zwei Wochen gilt in Deutschland der zweite Corona-Lockdown in diesem Jahr. Weil die Maßnahmen nicht so streng sind wie damals im Frühjahr, wird er auch als „Lockdown light“ bezeichnet.

Aber reichen die Einschränkungen aus? Da die Infektionszahlen zwar etwas, aber bislang keineswegs deutlich zurückgegangenen sind, trafen sich Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten an diesem Montag zum virtuellen Corona-Gipfel.

Per Videoschalte berieten sie über mögliche Veränderungen gegenüber den bis dahin geltenden Regeln. Aber sie wurden sich nicht einig. Das bedeutet: Was zuletzt galt, gilt auch weiter.

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Auf einen Blick: Diese Regeln gelten und das musst du wissen:

Corona-Lockdown 2.0: Das musst du jetzt wissen

Strenge Kontaktbeschränkungen und geschlossene Einrichtungen. Das öffentliche Leben steht seit Anfang November in Deutschland für mindestens vier Wochen wieder still.

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In der Öffentlichkeit sind Treffen nur noch mit Angehörigen des eigenen Hausstands plus eines weiteren Hausstands erlaubt (maximal 10 Personen). Bei Nichteinhaltung drohen Strafen.

Beim Gipfel am Montag riefen Merkel und die Länderchefs die Menschen sogar auf, ihre privaten Kontakte noch einmal deutlich zu reduzieren. Sie sollten gänzlich auf private Feiern verzichten, private Zusammenkünfte mit Freunden und Bekannten sollten auf einen festen weiteren Hausstand beschränkt werden. Das schließe auch Kinder und Jugendliche in den Familien mit ein. Aber das ist bislang nur ein Appell, keine Regel.

Weiter gilt: Auch das Reisen ist erschwert. So sind touristische Übernachtungen in Hotels tabu. Untergebracht werden Gäste nur noch bei „unbedingt notwendigen“ Übernachtungen.

Diese Einrichtungen bleiben im November geschlossen

Außerdem müssen erneut zahlreiche Institutionen dicht machen. Dazu zählen:

  • Massagepraxen
  • Kosmetik- und Tattoostudios
  • Gastronomiebetriebe (To-Go-Verzehr und Lieferungen bleiben erlaubt)
  • Theater, Opern, Konzerthäuser, Kinos
  • Sportstätten, Fitness-Studios, Schwimmbäder

Diese Institutionen bleiben geöffnet

Im Gegensatz zum Frühjahr dürften vor allem Eltern aufatmen. Denn Schulen und Kindergärten bleiben dieses Mal vorerst geöffnet. Auch der Groß- und Einzelhandel bleibt verschont. Allerdings darf sich nicht mehr als ein Kunde auf zehn Quadratmetern aufhalten.

Auch der Profisport wird fortgesetzt, allerdings vor Geisterkulissen. Der Amateur- und Freizeitsport muss hingegen wieder eine Pause einlegen. Nur Individualsport wie etwa Joggen bleibt erlaubt.

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Weiterhin gelten die Abstandsregeln. Die Pflicht zum Tragen einer Mund-und-Nasenbedeckung wurde in einigen Bundesländern erweitert. In NRW gilt sie jetzt auch auf Spielplätzen. Davon ausgenommen sind Kinder bis zum Schuleintritt.

Empfohlen wird die Nutzung der Corona-Warn-App. Mit der App können Menschen anonym und schnell darüber informiert werden, wenn sie sich in der Nähe eines Infizierten aufgehalten haben. Je mehr Menschen die App nutzen, desto schneller sollen Infektionsketten durchbrochen werden können (mehr dazu hier >>).

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Das ist das Coronavirus:

  • ist SARS-CoV-2 (Abkürzung für englisch: severe acute respiratory syndrome coronavirus 2)
  • gehört zur Familie der Coronaviren, eine Infektion kann neue Atemwegserkrankung Covid-19 verursachen
  • erstmals 2019 in der chinesischen Stadt Wuhan entdeckt
  • wurde von der WHO am 30. Januar 2020 als „gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite“ und am 11. März 2020 als Pandemie eingestuft
  • Infektion erfolgt in der Regel über Tröpfcheninfektion und Aerosole

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Bund und Länder hoffen, dass die Zahl der Neuinfektionen durch diese Maßnahme gesenkt werden.

Am 25. November wird es den nächsten Gipfel geben. Dann soll es nicht nur darum gehen, wie es unmittelbar danach weitergeht, sondern den gesamten Winter über. „Wir wollen ein Stück weit Planbarkeit geben“, sagte Merkel beim Gipfel.

+++ Corona in NRW: Alle News HIER +++

Schon der Teil-Lockdown in seiner bisherigen Form wird heftig kritisiert. Besonders in der Veranstaltungs- und Kulturbranche sowie Gastronomie herrscht großer Unmut. Die Politik will gegen die drohenden Pleiten mit einem weiteren Hilfspaket für Betriebe und Selbstständige von bis zu zehn Milliarden Euro Umfang gegensteuern.

Krankenhäuser schlagen Alarm

Das Personal in den Krankenhäusern dürfte das anders sehen und jede Maßnahme begrüßen, die die Verbreitung des Virus eindämmt. „In zwei bis drei Wochen werden wir die Höchstzahl der Intensivpatienten aus dem April übertreffen – und das können wir gar nicht mehr verhindern“, sagte der Chef der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, schon der „Bild“. „Wer bei uns in drei Wochen ins Krankenhaus eingeliefert wird, ist heute schon infiziert.“ (jds)

 
 

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