Corona-Krise an Ostern: DAS ist dieses Jahr verboten – und DAS darfst du noch

Die Corona-Krise sorgt dafür, dass Ostern dieses Jahr anders abläuft als geplant.
Die Corona-Krise sorgt dafür, dass Ostern dieses Jahr anders abläuft als geplant.
Foto: imago images / DER WESTEN Montage

Ostereier suchen, Oster-Gottesdienst mit anschließendem Osterfeuer oder Spaziergänge mit der ganzen Familie – so kennen viele die Ostertage. Doch wegen der Corona-Krise ist dieses Jahr alles anders. Während einige Osterbräuche ausfallen müssen, sind andere Traditionen trotz Corona-Krise möglich. Was an Ostern verboten ist und was nicht, liest du hier.

Corona-Krise an Ostern: Ostereier-Suche erlaubt

Gerade für Kinder gehören Ostereier und die dazugehörige Suche zum Fest der Auferstehung einfach dazu. Doch ist das Suchen im eigenen Garten während der Corona-Krise an Ostern überhaupt erlaubt?

Laut der deutschlandweiten Corona-Verhaltensregeln steht dem Osterbrauch nichts im Weg. In den eigenen vier Wänden ist innerhalb der Familie sowieso erlaubt, was gefällt – und auch im Garten dürfen Eier gesucht werden.

Anders ist es dagegen, wenn die Suche an öffentlichen Orten (Parks, Spielplätzen) statt findet. So sind feierliche Aktivitäten in der Öffentlichkeit grundsätzlich verboten und auch der öffentliche Aufenthalt mit mehr als zwei Personen ist in den meisten Bundesländern nicht erlaubt.

Es gibt allerdings Kulanz-Regelungen. In Hessen wolle die Polizei nach Augenmaß agieren: „So ist zum Beispiel nichts gegen eine kurze 'Ostereiersuche' an einer kaum von Menschen frequentierten Stelle einzuwenden“, heißt es. Das gilt allerdings nur für zum Haushalt gehörende Mitglieder.

Wie groß darf die Oster-Feier sein?

Grundsätzlich gilt: Man soll nur mit so wenig Menschen wie unbedingt nötig in persönlichem Kontakt sein. Gerade zu den Großeltern sollte über Ostern weiterhin Abstand gehalten werden.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet appelliert wie viele andere Minister daran, die Ostereiersuche bei Oma und Opa ausfallen zu lassen: „Für weniger Lebensqualität retten wir mehr Leben.“

Trotzdem regelt jedes Bundesland das Kontaktverbot anders:

  • In Rheinland-Pfalz, Bremen, Hessen und NRW gibt es kein rechtliches Verbot für eine Feier in den eigenen vier Wänden mit engen Verwandten.
  • In Niedersachsen dürfen sogar Freunde empfangen werden.
  • In Schleswig-Holstein sind Familienfeiern mit bis zu zehn Personen erlaubt.
  • In Mecklenburg-Vorpommern ein Treffen der Kernfamilie (Eltern, Kinder, Großeeltern, Enkel).
  • In Baden-Württemberg dürfen bis zu fünf Personen gleichzeitig zusammen kommen – oder mehr, wenn sie die Kernfamilie bilden.
  • In Thüringen darf eine einzelne haushaltsfremde Person zu Besuch kommen.
  • In Brandenburg müssen Feiern auf die Mitglieder des eigenen Haushaltes beschränkt werden.
  • In Hamburg sind Feierlichkeiten in Wohnungen untersagt.

In den anderen Bundesländern, wie zum Beispiel Bayern und Sachsen, darf man die eigenen vier Wände nur aus einem triftigen Grund verlassen – private Besuche, selbst in der Familie, gehören nicht dazu.

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Welche Feiertags-Ausflüge sind möglich?

Auch über die Oster-Feiertage gilt weiterhin deutschlandweit, dass Reisen und Übernachtungen zu touristischen Zwecken nicht erlaubt sind. Mit Ausnahme von Mecklenburg-Vorpommern. Dort dürfen Einwohner zu Ostern nun doch Tagesausflüge zu den Ostseeinseln, zur Küste und in die Seenplatte machen. Generell gilt in Deutschland aber: Hotels und andere Übernachtungseinrichtungen dürfen keine Personen aufnehmen, die aus privatem Grund einchecken wollen.

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Einige Bundesländer verbieten sogar die innerdeutsche Einreise zu touristischen Zwecken, zum Beispiel Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein.

Von Tagesausflügen wird abgeraten, teilweise sind sie in Ländern mit Ausgangssperren sogar verboten. Außerdem haben Freizeit-Einrichtungen ohnehin geschlossen, und auch Kurztrips, zum Beispiel in die Niederlande, werden teilweise kontrolliert.

Obwohl es noch kein Einreiseverbot für Deutsche in die Niederlanden gibt, will die niederländische Grenzwacht Deutsche von der Einreise abhalten. „Wir sprechen mit den Menschen, fragen, warum sie kommen und bitten sie, umzukehren“, erklärte ein Sprecher.

Bereits am Donnerstag hat die deutsche Bundespolizei mit der verstärkten Grenzüberwachung in NRW begonnen – laut eines Sprechers sind dafür 200 zusätzliche Beamte im Einsatz. Sie kontrollieren, ob nach Deutschland Einreisende augenscheinlich krank sein könnten.

Trotzdem muss man über die Feiertage nicht nur in der Bude hocken: Spaziergänge sind, zumindest in den Ländern ohne strenge Ausgangssperre, immer erlaubt. Natürlich mit Einhaltung des vorgesehenen Mindestabstands zu anderen (1,5 Meter).

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Oster-Gottesdienste sind gestrichen

Eine besonders harte Konsequenz der Corona-Krise ist der komplette Ausfall von gemeinsamen Gottesdiensten am höchsten christlichen Feiertag. In ganz Deutschland sind öffentliche Veranstaltungen in Kirchen, Moscheen, Synagogen verboten.

In manchen Bundesländern halten Prediger die Gottesdienste ohne die Gemeinde ab, übertragen die Zeremonie im Fernsehen oder sogar im Internet.

Trotzdem müssen Gläubige nicht ganz auf ihren Besuch im Gotteshaus verzichten: Die Kirchen sind in aller Regel weiterhin überall geöffnet, ein persönliches Gebet ist daher erlaubt – solange der nötige Abstand zu anderen Gläubigen eingehalten wird. (dpa)

 
 

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