Corona-Krise in der EU: Deutsche Nachbarländer preschen vor! Ausgangssperren, Feuerwerksverbot und Massentests

Coronavirus: Diese Symptome sprechen für COVID-19

Zahlreiche Menschen auf der Welt haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) sind Frauen und Männer von einer SARS-CoV-2-Infektion etwa gleich häufig betroffen. Männer erkranken jedoch häufiger schwer als Frauen. Es gibt einige Symptome, die auf eine mögliche Infektion hinweisen können.

Beschreibung anzeigen

Während es in Deutschland Proteste gegen und Unverständnis über die Schließung von Gaststätten gibt, sind die Corona-Maßnahmen im Herbst in vielen europäischen Nachbarländern weitaus strenger und die Infektionszahlen teilweise noch dramatischer.

Ein Überblick über die Coronavirus-Lage in einigen europäischen Ländern.

Corona-Krise in Österreich: Ausgangssperren und Massentests

In Österreich sind die Infektionszahlen gemessen an der Bevölkerungszahl viel höher als in Deutschland. Am Freitag wurden 9.586 Corona-Neuinfektionen in dem Land mit 8,8 Millionen Einwohnern gemeldet. Das wären umgerechnet auf Deutschland fast 90.000 Fälle an einem Tag!

+++ Corona-Newsblog für Deutschland +++

Am Wochenende sanken die registrierten Neuinfektionen, ähnlich wie in Deutschland. Am Montag wurden 4.657 Neuinfektionen gemeldet. Fast 612 Covid-19-Patienten befinden sich auf Intensivstationen, 58 Infizierte verstarben, am Vortag waren es sogar 85.

Die Regierung von Sebastian Kurz reagiert nun mit einem harten Lockdown. Bis einschließlich zum 6. Dezember gibt es Ausgangssperren. Der Einzelhandel muss abgesehen von Supermärkten und Drogerien schließen. Auch die Schulen sind dicht. Offen bleiben dürfen Apotheken, Banken und Postämter.

Danach soll es einen Massentest der Bevölkerung mittels Antigen-Schnelltests geben, kündigte Bundeskanzler Kurz an.

Corona-Lage in den Niederlanden: Kein Feuerwerk an Silvester

In den Niederlanden wurde ein vollständiges Feuerwerksverbot zu Silvester verkündet. Die Begründung: Das Gesundheitssystem sei an der Belastungsgrenze, so dass man an Silvester zusätzliche Patienten durch Böller-Verletzungen verhindern will. Im vergangenen Jahr mussten nach offiziellen Angaben mehr als 1.300 Menschen wegen Verletzungen durch Feuerwerkskörper behandelt werden. Das Bundesland NRW musste im Oktober schon Covid-19-Intensivpatienten aufnehmen.

+++ Merkel-Gipfel zu Corona: Herber Rückschlag für Kanzlerin +++

Seit Anfang Oktober befinden sich die Niederlanden in einem Teil-Lockdown. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen sank in den vergangenen Tagen deutlich, lag aber zuletzt immer noch bei über 5.000 Fällen.

Corona-Rückkehr in Italien: Neuer Rekord an Neuinfektionen

Die italienischen Behörden meldeten am Freitag mit knapp 41.000 einen neuen Tageshöchstwert an Corona-Infektionen. Die durchschnittliche Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche lag für den Zeitraum 2. bis 8. November bei 330. Zum Vergleich: Das Robert-Koch-Institut gab die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz für Deutschland am Freitag mit rund 140 Fällen pro 100.000 Einwohner an.

Der Großteil der Menschen in Italien ist von strengen Ausgangsbeschränkungen betroffen. Die italienische Regierung stuft alle Regionen in eine von drei Risikostufen ein. Sieben Regionen werden nun als Rote Zonen geführt, darunter Bozen-Südtirol, die Toskana und das südlich gelegene Kampanien mit der Stadt Neapel. Dort herrscht gewissermaßen ein Lockdown.

Neun Regionen liegen in der mittleren Zone (orange), wo die Ausgangssperre nur von 22 bis 5 Uhr gilt und freie Bewegung innerhalb der eigenen Kommune möglich ist. Zu der Zone mit den lockersten Regelungen (gelb) zählt etwa Latium und die Hauptstadt Rom. Hier haben Bars und Restaurants noch mit Einschränkungen geöffnet.

+++ Corona-Video: Ausland feiert Bundesregierung mit fieser Begründung ++ Zwei neue Clips im Netz +++

Corona-Lage in Dänemark: Maßnahmen nach Nerz-Mutation gelockert

Die Corona-Maßnahmen in der dänischen Nerzregion Nordjütland wurden teils wieder gelockert. Ab Montag dürfen die rund 280.000 Einwohner der sieben betroffenen Kommunen wieder über die kommunalen Grenzen fahren, nicht aber in andere Landesteile reisen. Ältere Kinder dürfen wieder zurück in die Schule, auch der öffentliche Nahverkehr fährt wieder zwischen den Kommunen.

Grund für die Beschränkungen war eine Virus-Mutation bei Nerzen - besagte Cluster-5-Variante. Sie ist bislang bei zwölf Menschen in Nordjütland nachgewiesen worden und könnte nach Angaben des dänischen Gesundheitsinstituts SSI Auswirkungen auf mögliche künftige Corona-Impfstoffe haben. Aus diesem Grund hat die Regierung die Tötung des gesamten Nerzbestandes im Land angeordnet - es geht um Millionen Tiere.

Belgien: EU-Parlament nicht mehr in Brüssel, weil Intensivstationen am Limit

Parlamentspräsident David Sassoli hatte Ende Oktober festgelegt, dass das EU-Parlament in Brüssel nur aus der Ferne tagen solle. Außer dem Vorsitzenden, dringend benötigtem Personal des Sekretariats und technischen Mitarbeitern soll demnach niemand vor Ort sein.

Sassoli hatte seine Entscheidung unter anderem mit dem alarmierenden Level von Einweisungen in Krankenhäuser und der Belegung von Intensivbetten in der Brüsseler Metropolregion begründet. Der Druck auf das belgische Gesundheitssystem solle minimiert sowie Mitglieder des Parlaments geschützt werden.

 
 

EURE FAVORITEN