Corona: Ministerpräsidenten verständigen sich auf Verlängerung des Teil-Lockdowns ++ Öffnung der Gaststätten an Weihnachten? Dehoga mit deutlichen Worten

Coronavirus: Diese Symptome sprechen für COVID-19

Zahlreiche Menschen auf der Welt haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) sind Frauen und Männer von einer SARS-CoV-2-Infektion etwa gleich häufig betroffen. Männer erkranken jedoch häufiger schwer als Frauen. Es gibt einige Symptome, die auf eine mögliche Infektion hinweisen können.

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Die Corona-Fallzahlen in Deutschland bewegen sich trotz des Lockdown light auf einem kritischen Niveau. Am Donnerstag und Freitag gab es sogar wieder einen leichten Anstieg, am Sonntag weniger Infektionen als in der Vorwoche.

Die Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen steigen weiter an und auch bei den Coronavirus-Fallzahlen gibt es keine Trendwende.

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Coronavirus in Deutschland: Aktuelle Zahlen zum Infektionsgeschenen (Stand 23. November 2020)

  • Neue Corona-Infektionen: 10.864 (Montag der Vorwoche: 10.824)
  • Sieben-Tage-R: 1,03 (Vortag: 1,07)
  • Neue Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19: 90 (Insgesamt: 14.112)

(Quellen: Corona-Dashboard des RKI, DIVI-Intensivregister)

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News-Ticker: Coronavirus aktuell in Deutschland und Europa

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23. November 2020

22.45 Uhr: Länder verständigen sich auf Verlängerung des Teil-Lockdowns

Angesichts anhaltend hoher Corona-Infektionszahlen wollen die Länder den Teil-Lockdown bis zum 20. Dezember verlängern. Darauf verständigten sich die Ministerpräsidenten am Montagabend in einer Schaltkonferenz, wie die Deutsche Presse-Agentur von Teilnehmern erfuhr. Eine endgültige Entscheidung soll es bei den Beratungen von Bund und Ländern am Mittwoch geben.

21.20 Uhr: Gaststättenverband gegen Öffnungen an Weihnachten trotz Corona

Werden über die Feiertage Gaststätten geöffnet werden? Diese Frage steht noch immer im Raum. NUn hat sich der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) zu den Überlegungen geäußert - und lehnt diese ab. „Unsere Unternehmen sind keine Garagen, die man nach Belieben auf- und zusperren kann“, so Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges zum RND.

Der Aufwand sei zu groß, da die Restaurants und Hotels aufwändig gereinigt und dekoriert werden müssten. Sie plädiert in diesem Fall auf eine Öffnung bis mindestens Mitte Januar.

17.57 Uhr: Zentralrat der Juden: Corona-Leugner auf Demos relativieren Holocaust

Aus Sicht des Zentralrats der Juden ist es bei „Querdenken“-Demonstrationen mehrfach zu einer Relativierung des Holocausts gekommen. Seit Monaten müsse man mitansehen, wie bei den „Demonstrationen der Corona-Leugner die Schoa relativiert und deren Opfer sowie Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus hemmungslos instrumentalisiert werden“, sagte Präsident Josef Schuster am Montag der Zeitung „Main-Post“. Sie haben keinen Respekt vor den Opfern des NS, sagte er weiter.

Am Samstag hatte sich eine Rednerin einer „Querdenken“-Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in Hannover mit der Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus, Sophie Scholl, verglichen. In Karlsruhe hatte sich eine Elfjährige mit Anne Frank verglichen.

16.25 Uhr: Nirgendwo mehr Infektionen als HIER

Der thüringische Landkreis Hildburghausen weist derzeit deutschlandweit die höchste Sieben-Tage-Inzidenz auf. Aus den Zahlen des Robert-Koch-Instituts geht hervor, dass sich in den vergangen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner 396 Menschen mit dem Coronavirus infiziert haben.

Eine Trendumkehr ist nicht in Sicht: „Wir werden jetzt Richtung 500 marschieren“, sagt CDU-Landrat Thomas Müller. Er befürwortet deshalb weitere Verschärfungen der Anti-Corona-Maßnahmen. Müller will auch Kitas und Schulen für eine gewisse Zeit schließen, auch weitere Kontaktbeschränkungen seien nötig.

Auf Hildburghausen folgen der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (Inzidenzwert 387), Passau (373) und Berlin Friedrichshain-Kreuzberg (350).

15.45 Uhr: Corona wird Schrecken verlieren, sagt der Kanzleramtschef

Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) rechnet vom Frühjahr an mit einer deutlichen Verbesserung der Corona-Lage in Deutschland. „Ich gehe davon aus, dass diese Corona-Krise uns auch noch in den nächsten vier, fünf Monaten ganz massiv beschäftigten wird“, sagte Braun in einer Videobotschaft zum Tag der Wohnungswirtschaft am Montag.

Aber alle könnten die Hoffnung haben, dass die Pandemie im nächsten Jahr schrittweise ihren Schrecken verliere. Der Frühling und die neuen Impfstoffe werden aus Brauns Sicht helfen, die Zahl der Infektionen leichter zu beherrschen als im Winter.

Braun verteidigte die geltenden Beschränkungen für die Wirtschaft. Damit solle die Zahl der Infizierten deutlich gesenkt werden. So könne die wirtschaftliche Entwicklung gefördert werden. „Die Beschränkung der Wirtschaft, davon bin ich tief überzeugt, führt aber nicht dazu, dass unsere Wirtschaft zusätzlichen Schaden nimmt“, sagte Braun. Die Maßnahmen seien maßvoll und gezielt.

12.45 Uhr: Streit übers Böllerverbot

Heute wollen sich die Bundesländer auf eine gemeinsame Linie für die Bund-Länder-Gespräche am Mittwoch einigen. In einem Punkt zeichnet sich dabei ein Streit ab: Die Unions-geführten Länder sprechen sich gegen ein Verbot von Feuerwerk an Silvester aus. Stattdessen setzten sie auf „Empfehlung und Appell“, wie es in einem Papier heißt, das NTV vorliegt.

+++ Armin Laschet mit absurder Aussage über Weihnachten während Corona – aber er hat etwas vergessen +++

Vorstellen können sie sich lediglich ein Verbot von Pyrotechnik auf belebten Plätzen. Zuvor hatten SPD-geführte Bundesländer in einer Beschlussvorlage ein Feuerwerksverbot ins Spiel gebracht. Verkauf, Kauf und das Zünden von Feuerwerk soll demnach verboten werden, um die Einsatz- und Hilfskräfte zu entlasten und die Kapazitäten des Gesundheitssystems freizuhalten.

Über weitere Punkte dagegen herrscht Einigkeit: Auch die unionsgeführten Bundesländer wollen den im November geltenden Teil-Lockdown in der Corona-Krise bis zum 20. Dezember verlängern. Über eine Fortsetzung der Schließungen solle am 15. Dezember beraten werden.

>> ALLE geplanten Maßnahmen auf einen Blick gibt es hier nachzulesen >>>

Demnach schlagen die Unionsländer zudem eine Lockerungsmöglichkeit für die Länder vor, die weniger als 50 Neuinfektionen pro Woche und 100.000 Einwohner haben. Im Papier Berlins ist von einem Sieben-Tage-Inzidenzwert von 35 die Rede.

12.05 Uhr: Tüv warnt vor Fehler beim Masketragen

Der Tüv weist auf Fehler beim Tragen einer Maske hin. FFP2-Masken würden nicht in standardisierten Größen verkauft, erklärt der Tüv Nord. Weil die meisten Hersteller individuell produzieren würden, könnten unterschiedliche Modelle auch unterschiedlich gut passen.

Verbraucher sollten deshalb darauf achten, ein Hersteller-Modell zu wählen, das auf dem eigenen Gesicht gleichmäßig anliegt und komfortabel sitzt. Nur dann ist auch ausreichender Schutz gewährleistet. Es ist daher ratsam, zunächst nur eine Packung Masken eines Herstellers zu kaufen und die Passform der FFP2-Maske zu prüfen.

Tüv Nord weist zudem darauf hin, dass FFP2-Masken nicht gewaschen werden dürfen. Das senkt das Schutzniveau. Den Angaben zufolge können sie einen Tag lang getragen werden, danach sollte man sie im Hausmüll entsorgen.

10.05 Uhr: Bartsch: Söder soll „sich um Bayern kümmern“

Der Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag, Dietmar Bartsch, hat die Pandemie-Politik des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder in kritisiert.

Konkret monierte er bei RTL/NTV Söders Ankündigung, „dass er sich Maskenpflicht für alle“ wünsche. Bartsch empfahl Söder, dass dieser „sich um Bayern kümmern“ solle und „nicht immer Hinweise geben an alle anderen Länder, was zu tun ist".

Mit Blick auf die bundesweite Virus-Lage sagte Bartsch: „Ich glaube, dass es kaum möglich sein wird, auf die Juli-Zahlen zu kommen. Das ist absurd. Wenn man sich die Länder anschaut, die an Deutschland grenzen, da sind die Zahlen überall viel höher.“

Bartsch fügte aber hinzu, dass eine Verlängerung des Teil-Lockdowns sinnvoll sei, wie in einer Beschlussvorlage der Bundesländer angekündigt. Dass Schulen und Kitas geöffnet bleiben sollen, sei dabei ein „ganz wichtiger Punkt“.

8.50 Uhr: Nächster Corona-Impfstoff da, aber mit geringerer Wirkung

Der vom britisch-schwedischen Pharmakonzern AstraZeneca und der britischen Universität Oxford entwickelte Corona-Impfstoffkandidat ist zu 70 Prozent wirksam. Dies gehe aus Zwischenergebnissen klinischer Studien in Großbritannien und Brasilien hervor, teilten das Unternehmen und die Hochschule am Montag mit. „Die Wirksamkeit und Sicherheit des Impfstoffs bestätigen, dass er hochwirksam gegen Covid-19 sein wird“, erklärte AstraZeneca-Chef Pascal Soriot.

Allerdings weist der Impfstoffkandidat damit bislang eine geringere Wirksamkeit auf als jene der Unternehmen Pfizer und Biontech sowie Moderna, die jeweils zu über 90 Prozent wirksam sind.

6.54 Uhr: Olaf Scholz: „Es wird eine Verlängerung geben“

Vize-Kanzler und Finanzminister Olaf Scholz hat am Sonntagabend in einem Interview erklärt, was zuletzt viele Spatzen schon von den Dächern pfiffen. Der Lockdown Light, der den gesamten November in Deutschland galt und gilt, wird bis in den Dezember verlängert.

Scholz stellte bei „Bild“-Live klar: „Es wird eine Verlängerung geben.“ Wie lange sei allerdings noch nicht klar, das werde sich erst am kommenden Mittwoch klären, so der SPD-Politiker.

Somit ist auch noch nicht klar, welche Einschränkungen für das Weihnachtsfest erwartet werden. Ist ein Feiern in der Familie möglich? Olaf Scholz zuversichtlich: „Wir wollen eine Lösung, die es ermöglicht, aber eine, die nicht zu groß ist.“

22. November 2020

22.08 Uhr: Teil-Lockdown bis 20. Dezember?

Der bislang bis Ende November datierte Teil-Lockdown soll nach einem Vorschlag der Bundesländer wegen der weiterhin hohen Corona-Zahlen bis kurz vor Weihnachten verlängert werden. Die Maßnahmen würden bundesweit bis zum 20. Dezember verlängert, heißt es in einem entsprechenden Beschlussentwurf.

Vorgeschlagen wird außerdem, ab dem 20. Dezember die Maßnahmen immer um jeweils 14 Tage zu verlängern, wenn die Zahlen nicht deutlich sinken. Als Zielmarke wird eine Anzahl von maximal 50 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen genannt.

Bundesländer, die diese Marke unterschreiten „und eine sinkende Tendenz der Inzidenz aufweisen“, hätten die Möglichkeit von der Verlängerung der Maßnahmen abzuweichen.

Die Länder fordern außerdem eine Verschärfung der Maskenpflicht und weitere Kontaktbeschränkungen. Ab dem 1. Dezember sollen sich dem Vorschlag der Länder gemäß nur noch fünf Personen aus maximal zwei Haushalten treffen dürfen. Ausnahme Weihnachten: Hier sollen mehrere Haushalte zusammenkommen dürfen. Man solle aber „wo immer möglich, sich vor und nach den Feiertagen in eine möglichst mehrtägige häusliche Selbstquarantäne zu begeben“.

Zur Maskenpflicht heißt es: „Jede Person hat in geschlossenen Räumen, die öffentlich oder im Rahmen eines Besuchs- oder Kundenverkehrs zugänglich sind, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Darüber hinaus ist eine Mund-Nasen-Bedeckung auch an Örtlichkeiten in der Öffentlichkeit unter freiem Himmel, an denen sich Menschen entweder auf engem Raum oder nicht nur vorübergehend aufhalten, zu tragen.“ Die Beschlussvorlage dient als Grundlage für die Beratungen der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittwoch.

16.16 Uhr: USA rechnen mit Impf-Start Mitte Dezember

Die US-Behörden machen Hoffnung auf einen frühen Start des Corona-Impftsoffs. „Unser Plan ist es, die Impfstoffe binnen 24 Stunden nach der Zulassung an die Impfzentren liefern zu können“, sagte der Leiter der Impfstoff-Arbeitsgruppe der US-Regierung, Moncef Slaoui, am Sonntag gegenüber „CNN“.

Die US-Arzneimittelbehörde FDA soll nach übereinstimmenden Medienberichten zwischen dem 8. und 10. Dezember über die Zulassung von Corona-Impfstoffen entscheiden. Slaoui geht davon aus, „vielleicht am zweiten Tag nach der Zulassung, am 11. oder 12. Dezember“, mit den ersten Impfungen beginnen zu können.

Favorit auf die Zulassung dürften die Die Pharma-Unternehmen Pfizer und Moderna sein, deren Impfstoffe zu mindestens 95 Prozent wirksam sein sollen. Pfizer und Partner Biontech aus Mainz hatten am Freitag bei der FDA eine Notfallzulassung ihres Impfstoffs beantragt.

Es wäre die erste Zulassung eines Impftoffs in den USA. Für eine Zulassung in Europa braucht es noch mehr Testergebnisse.

11.50 Uhr: Klinikdirektor appelliert an „Querdenker“ – „Das sind keine Fake News“

In einem Interview mit der Leipziger Volkszeitung hat Sebastian Stehr, Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie am Uniklinikum Leipzig, klare Worte an Corona-Gegner gerichtet. Allein in seiner Station würden 16 Covid-19-Intensivpatienten behandelt, zehn davon werden künstlich beatmet.

An „Querdenken“-Demonstranten gerichtet sagte der Klinikdirektor: „Wir haben hier schwerstkranke, auch junge Patienten, die an Corona erkrankt sind. Das sind keine Fake News.“ Er bittet darum, dass sich die Bürger an die Empfehlungen der Fachleute zur Eindämmung der Pandemie halten. „Ich glaube ja auch einem Elektroingenieur, dass es unklug ist, eine Starkstromleitung anzufassen“, so Stehr.

9 Uhr: Corona-Neuinfektionen am Sonntag liegen unter dem Vorwochenstand

Erwartungsgemäß haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) mit 15.741 neuen Corona-Infektionen binnen 24 Stunden vergleichsweise wenig Fälle gemeldet. Im Vergleich zum Wert vor einer Woche sind das 1206 Infektionen weniger, wie aus RKI-Daten von Sonntagmorgen hervorgeht.

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Samstag jedoch bei 1,07 (Vortag: 1,05). Das bedeutet, dass das Infektionsgeschehen auf einem stabilen hohen Niveau bleibt.

21. November 2020

18.51 Uhr: Corona-Demo in Leipzig abgesagt

Bundesweit wurden für heute zahlreiche Corona-Demos angemeldet. Nach den Erfahrungen der eskalierten Demos in Berlin hat sich die Polizei mit einem massiven Aufgebot vorbereitet. Besonders bei der Leipzig in Demo fürchteten die Behörden Zusammenstöße gewaltbereiter Demonstranten aus dem rechten und linken Lager. Doch die „Querdenker“-Demo in Sachsen wurde kurzfristig abgesagt. Den kuriosen Grund dafür erfährst du hier >>>

13.55 Uhr: Top-Virologen und Mediziner fordern Lockdown-Verlängerung

Mehrere Top-Virologen und Mediziner haben sich in Interviews klar für eine Fortsetzung des Teil-Lockdown in Deutschland ausgesprochen. Hans-Georg Kräusslich, Chefvirologe der Universität Heidelberg, erklärte in einem Podcast-Interview mit der Rhein-Neckar-Zeitung: „Zielsetzung war es, einen deutlichen Rückgang der Neuinfektionen zu erreichen. Fast drei Wochen nach Beginn der Maßnahmen sehen wir aber keinen deutlichen Abfall, sondern eine Seitwärtsbewegung.“ Somit sei das Ziel nicht erreicht worden.

Virologe Alexander Kekulé verlangt nun, dass die Politik einen Schritt weitergeht: „Beim nächsten Bund-Länder-Treffen am Mittwoch braucht es unbedingt neue Anti-Corona-Beschlüsse. Dazu sollte gehören, dass an allen weiterführenden Schulen die Klassen sofort geteilt werden und auf Wechselunterricht umgestellt wird“, sagte der Experte der Neuen Osnabrücker Zeitung. Zudem forderte er, dass die Weihnachtsferien in allen Bundesländern vorgezogen werden und eine Woche vor Heiligabend beginnen sollen, also ab dem 17. Dezember.

Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer, würde eine Verlägerung des Lockdown lights ebenfalls begrüßen: „Das ist auch angesichts der Lage auf den Intensivstationen geboten“, sagte er der Passauer Neuen Presse.

13.40 Uhr: Corona aktuell wohl dritthäufigste Todesursache in Deutschland

Welt-Redakteur Olaf Gersemann hat anhand der aktuellen Corana-Todeszahlen in Deutschland berechnet, dass Covid-19 vermutlich aktuell die dritthäufigste Todesursache in Deutschland ist. In den vergangenen sieben Tagen starben durchschnittlich 215 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Diese Zahl setzte Gersemann in Verhältnis zu den bisher bekannten Todesursachen der Jahre 2016-2018. Demnach starben pro Tag 941 Menschen an Krankheiten des Kreislaufsystems, also etwa einem Herzinfarkt, und 652 Menschen täglich an Krebs. Nach dieser Berechnung würde derzeit Corona mit 215 Verstorbenen pro Tag folgen.

Gersemann erklärt in einem weiteren Tweet, dass das deutlich mehr Menschen seien als tägliche Lungenkrebs-Tote in den Jahre 2016-2018, das waren nämlich 124. In dem selben Zeitraum starben zudem täglich 36 Menschen an Schlaganfällen.

8.04 Uhr: Spahn behauptet, dass Wellenbrecher-Strategie funktioniert – Lindner widerspricht

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat den seit Anfang November geltenden Teil-Lockdown als Erfolg im Kampf gegen die Corona-Krise bewertet. „Der Wellenbrecher funktioniert doch“, sagte der CDU-Politiker der Zeitung „Welt“. Spahn: „Das exponentielle Wachstum ist gebrochen. Wir sind uns einig, dass das nicht reicht. Aber es ist gelungen - einmal mehr.“

Spahn rechtfertigte die hohe Bedeutung, die die Bundesregierung den Infektionszahlen beimisst. „Wir sind das Land mit einer der ältesten Bevölkerungen weltweit“, sagte der Minister. Mit wachsenden Infektionszahlen steige früher oder später auch der Behandlungsbedarf auf den Intensivstationen. „Ich will, dass wir die Welle brechen, bevor unnötig viel Leid in den Krankenhäusern entsteht“, betonte Spahn.

FDP-Vorsitzende Christian Lindner widersprach in dem „Welt“-Streitgespräch dem Minister und warf der Regierung Strategielosigkeit vor. „Meine Befürchtung ist: Wir finden aus dem aktuellen November-Lockdown in diesem Jahr nicht wieder raus“, sagte Lindner. „Und falls wir ihn beenden, dann ist wenige Wochen später der nächste da. Das wäre eine Stop-and-Go-Politik, die enormen sozialen und wirtschaftlichen Schaden verursacht.“

Die Wellenbrecher-Strategie der Regierung funktioniere nicht, sie sei nicht dauerhaft durchhaltbar, konstatierte Lindner.

7.35 Uhr: Erneut mehr Corona-Infektionen als in der Vorwochen

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 22.964 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Im Vergleich zum Wert vor einer Woche wurden gut 500 Fälle mehr gemeldet. Es ist der vierthöchste bisher gemessene Tageswert.

Nachdem die Zahl der täglichen Neuinfektionen im Oktober und Anfang November stark gestiegen war, war der Wert zuletzt vergleichsweise stabil. Einen deutlichen Rückgang der Neuinfektionen gibt es aber bislang nicht, obwohl seit Anfang November ein Teil-Lockdown in Deutschland gilt.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Samstag um 254 auf insgesamt 13.884.

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Freitag bei 1,05 (Vortag: 0,99). Das bedeutet, dass rechnerisch 100 Infizierte weitere 105 Menschen anstecken.

20. November 2020

23.00 Uhr: Polizei rüstet sich für Querdenker-Demos

Am Wochenende wollen in vielen Städten Deutschlands wieder Menschen gegen die Corona-Regeln auf die Straße gehen. Besonders brenzlig könnte die Situation in Leipzig werden. Die Polizei rüstet sich. Hier die Hintergründe.

22.22 Uhr: Impfstoff-Boss spricht von „historischem Tag“

„Das ist ein historischer Tag, ein historischer Tag für die Wissenschaft und für uns alle“, sagt Albert Bourla, Chef des Pharmakonzerns Pfizer. Der US-Riese hat mit dem Mainzer Unternehmen Biontech am Impfstoff gegen Covid-19 gearbeitet - und nun in den USA eine Notfallzulassung bei der US-Arzneimittelbehörde FDA für ihren Corona-Impfstoff beantragt. Die Arbeit am Impfstoff habe nur 248 Tage gedauert, so Bourla.

„Wir können innerhalb von Stunden liefern, wenn wir eine Genehmigung erhalten sollten“, sagte eine Sprecherin von Biontech in Mainz. Falls der Wirkstoff zugelassen werde, könnten besonders gefährdete Menschen in den USA Mitte bis Ende Dezember mit dem Impfstoff versorgt werden.

20.45 Uhr: Corona-Wunder in Großbritannien

Unglaublicher Fall in Großbritannien, eine Mutter lag dort wochenlang wegen einer schweren Corona-Erkrankung im Koma. Währenddessen brachte sie Zwillinge zur Welt. Hier die ganze Geschichte.

19.55 Uhr: Neuer Höchsstand an Corona-Infektionen

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat einen neuen Höchststand erreicht. Am Freitag meldeten die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 23 648 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden. Im Vergleich zum Vortag stieg die Zahl der neu gemeldeten Fälle damit um gut 1000. Der bisherige Spitzenwert war mit 23 542 verzeichneten Fällen am Freitag vor einer Woche registriert worden.

17.45 Uhr: 50.000 Zuschauer bei Rugby-Match in Australien

Es sind Bilder, die anmuten wie aus längst vergangenen Tagen. Fast 50.000 Menschen haben am Mittwochabend ein Rugby-Spiel in der Hafenstadt Brisbane besucht. Beim entscheidenden Spiel der Finalserie „State of Origin“ siegte Queensland gegen New South Wales mit 20:14. Nach Angaben der Veranstalter war es das weltweit größte Sportevent seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie.

Im australischen Bundesstaat Queensland ist die Corona-Lage derzeit entspannt. Am Tag des Spiels meldete der Bundesstaat lediglich einen neuen Fall. Kommt es jedoch zu lokalen Ausbrüchen, werden in Australien strikte Lockdowns verhängt.

14.05 Uhr: BioNTech und Pfizer drücken auf die Tube

Der Mainzer Impfstoffentwickler Biontech und sein US-Partner Pfizer wollen noch am Freitag eine Notfallzulassung ihres Corona-Impfstoffs in den USA beantragen. Der Antrag auf Notfallzulassung werde am Freitag bei der US-Zulassungsbehörde FDA eingereicht, teilten die beiden Unternehmen in einer Erklärung mit. Eine Zulassung würde demnach bereits Mitte bis Ende Dezember eine Impfstoffversorgung von Hochrisiko-Patienten in den USA ermöglichen.

„Die Beantragung einer Notfallzulassung in den USA ist ein entscheidender Schritt, um unseren Impfstoffkandidaten so schnell wie möglich der Weltbevölkerung zur Verfügung zu stellen“, erklärte Biontech-Mitgründer Ugur Sahin.

13.55 Uhr: Deutsche freuen sich darauf, Corona-Masken loszuwerden

Nach dem Ende der Corona-Pandemie wollen die Deutschen zuallererst die Maske loswerden. In einer von der Deutschen Bank am Freitag in Frankfurt am Main veröffentlichten Umfrage gaben 58 Prozent an, dass sie dann endlich ihren Mund-Nasen-Schutz wegpacken wollen. Rund jeder Zweite (54 Prozent) freut sich darauf, wieder unbesorgt reisen zu können, und 44 Prozent wollen Freunde und Verwandte zur Begrüßung wieder umarmen.

Jeder Dritte (33 Prozent) freut sich darauf, wieder Konzerte zu besuchen oder ins Theater zu gehen. Ein Viertel (25 Prozent) ist nach der Pandemie vor allem begierig auf Feiern und Partys. Fast ebenso viele werden dann erleichtert sein, die Angst als ständigen Begleiter loszuwerden (24 Prozent). 23 Prozent wollen es nach Corona genießen, Hobbys wieder unbeschränkt ausüben zu können, und 16 Prozent freuen sich auf den Besuch großer Sportveranstaltungen.

Insgesamt zeigen sich die Deutschen nach eigener Einschätzung bei der Bewältigung der Coronakrise als robust. Rund drei Viertel der Befragten (76 Prozent) geben an, die Pandemie bislang einigermaßen gut gemeistert zu haben.

Die Kehrseite der Medaille ist das knappe Viertel der Befragten (24 Prozent), die deutliche Einbußen beim Haushaltsnettoeinkommen verkraften müssen – im Schnitt hat dieser Teil der Bevölkerung 400 Euro weniger im Portemonnaie als vor der Pandemie. Die Rückgänge treffen jene Bürger besonders stark, die ohnehin über geringere Einkommen verfügen. Bei den Geringverdienenden sieht sich rund die Hälfte (51 Prozent) am finanziellen Existenzminimum.

13.45 Uhr: WHO rät von „Trump-Wundermittel“ Remdesivir ab

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rät vom Einsatz des antiviralen Medikaments zur Behandlung von Covid-19-Patienten ab. Das Medikament habe „keinen entscheidenden Einfluss“ auf die Überlebenswahrscheinlichkeit, teilte die WHO am Freitag mit. Damit spricht sie sich gegen eines der wenigen bisher genutzten Medikamente für schwer erkrankte Coronavirus-Patienten aus.

US-Präsident Donald Trump wurde unter anderem mit Remdesivir behandelt, als er im Oktober an Covid-19 erkrankte. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte im vergangenen Monat das Medikament zur Behandlung von Covid-19-Patienten offiziell zugelassen. Auch die EU und andere Staaten hatten bedingte Marktzulassungen erteilt.

8.10 Uhr: Berufsverband bittet um Spenden für Sexarbeiter wegen Corona-Krise

Der "Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen" (BesD) bittet um Spenden und staatliche Hilfen für Sexarbeiter. „Der erneute Lockdown trifft gerade die am härtesten, die auch zuvor schon täglich um ihre Existenz gebangt haben“, heißt es in einer Pressemitteilung. Zwar könnten Sexarbeitende, die eine Steuernummer haben und in Deutschland gemeldet sind, als Soloselbstständige Corona-Hilfen beantragen. Das sei aber bei vielen Kolleginnen und Kollegen nicht der Fall.

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„Viele der nicht in Deutschland ansässigen Sexarbeiterinnen haben in Bordellen übernachtet - seit deren Schließung sitzen sie von einem Tag auf den anderen auf der Straße“, heißt es vom BesD. „Sie können aktuell auch nicht in ihre Heimatländer zurück, es bestehen Einreisestopps und in den meisten Fällen fehlt ohnehin das Geld für eine ungeplante Reise.“ Auch der Sozialdienst katholischer Frauen hatte vor kurzem darauf hingewiesen, dass viele Prostituierte „plötzlich vor dem Nichts“ stünden und etwa auf Lebensmittelpakete angewiesen seien.

Bund und Länder hatten sich Ende Oktober geeinigt, dass Bordelle im November geschlossen bleiben müssen, ähnlich wie bereits im Frühjahr. Der in der Corona-Zeit eingerichtete Nothilfe-Fonds des Verbandes in Höhe von 150 000 Euro sei bereits ausgeschöpft, meldet der Berufsverband.

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7.45 Uhr: Geheimpläne über Corona-Lockdown nach November

Nicht nur in Bayern (siehe Update vom 19.November, 18.04 Uhr), sondern auch in anderen Landesregierungen und im Bundeskanzleramt gibt es Geheimpläne, wie es mit dem Lockdown light in Deutschland im Dezember weitergehen wird. Angesichts der weiter hohen Neuinfektionszahlen ist nicht mit einem Ende der Maßnahmen zu rechnen. Am Mittwoch treffen sich Angela Merkel und die Länderchefs erneut zu einer Beratung. Die Kanzlerin wünsche sich, dass dann eine Strategie für den ganzen Winter erarbeitet werde, berichtet die Bild.

Aus einer SPD-geführten Landesregierung will die Bild zudem erfahren haben, dass man von einer Verlängerung des Lockdown light bis Ende Dezember oder Anfang Januar ausgehe. Auch eine Ausweitung der Maskenpflicht oder eine Verlängerung der Winterferien sei möglich. In NRW werde über Kontaktverbote wie im Frühjahr nachgedacht.

Der Münchner Merkur hatte am Donnerstag berichtet, dass in Söders bayerischer Staatsregierung mehrere Varianten für eine Verlängerung des Lockdown light beraten werden. Sie reichen bis zum 15. Dezember bis zum 15. Januar 2021.

7.10 Uhr: Corona-Leugner unterrichtet an Berufsschule – Skandal in Berlin

Der RBB enthüllte nun einen Skandal an einer Berliner Berufsschule. Dort hatte sich ein Lehrer zu einem Corona-Leugner entwickelt, der sogar die Existenz des Virus abstritt und aktiv auf Telegram seine Weltsicht verbreitete. Er bezeichnete Masken laut RBB als „moderne Hakenkreuze“ und forderte seine Schüler dazu auf, keinen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Beschwerden der Schüler bei anderen Lehrern und der Schulleitung blieben ohne Folgen, so dass sie sich letztlich an den Sender RBB wandten. Ein Lehrerkollege räumte nun ein: „Wir haben die Schüler eigentlich schon in gewisser Weise in die Notsituation gebracht, dass sie sich sozusagen nach außen wenden mussten, um Gehör zu finden.“

Der Fall ist nun auch Thema in der Berliner Landespolitik. Aus Sicht von Regina Kittler, bildungspolitische Sprecherin der Linken, ist der Lehrer eine Gefahr für die Gesundheit seiner Schüler und Lehrerkollegen: „Das Herunterspielen einer Krankheit, die nachweisbar vielen Menschen das Leben gekostet hat, und das als Lehrkraft gegenüber Schutzbefohlenen das ist schon eine harte Nummer.“

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft spricht von einem „Versäumnis der Schulaufsicht“. Nun hat die Senatsschulverwaltung eine dienstrechtliche Prüfung eingeleitet.

6.50 Uhr: RKI meldet einen neuen Rekord-Höchststand an Corona-Neuinfektionen

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert-Koch-Institut 23.648 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Es ist somit ein neuer Tagesrekord. Der bisherige Höchststand an Neuinfektionen an einem Tag lag bei 23.542 in der vergangenen Woche. Trotz Lockdown light seit dem 2. November gibt es somit keine Rückwärtsbewegung der Neuinfektionen.

Zudem meldet das RKI 260 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Corona. Es ist der neunte Wochentag in Folge mit mehr als 150 Toten.

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut dem Lagebericht des Instituts vom Donnerstagabend bei 0,99 (Vortag: 0,95). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 99 weitere Menschen anstecken. Auch hier ist damit keine Trendumkehr absehbar.

19. November 2020

22.43 Uhr: Wird es für Weihnachten Kontakt-Sonderregeln geben?

Alle fiebern darauf hin, dass an Weihnachten die Kontaktbeschränkungen im Teil-Lockdown gelockert werden, sodass mit den Liebsten die Feiertage verbracht werden können. Wird es für Weihnachten Kontakt-Sonderregeln geben? Hier mehr lesen >>>

21.58 Uhr: Angela Merkel mit hoffnungsvollen Worten

Bundeskanzlerin Angela Merkel rechnet schon im Dezember oder „sehr schnell nach der Jahreswende“ mit der Zulassung eines Corona-Impfstoffes in Europa. „Und dann wird das Impfen natürlich beginnen“, sagte die CDU-Politikerin am Donnerstagabend nach dem EU-Videogipfel. „Man muss ja sagen, dass die Nachrichten der letzten Tage bezüglich der Entwicklung eines Impfstoffes sehr zuversichtlich stimmen.“

21.16 Uhr: Virologin schwärmt von irischen „Level-System“

In Irland gibt es striktere Corona-Maßnahmen als in Deutschland. Die Grüne Insel hat ein „Level-System“ eingeführt, dass das Pandemie-Geschehen und die Maßnahmen streng verknüpft. Virologin Sandra Ciesek spricht im NDR-Podcast von dem gelungenen Weg das Virus etwas einzudämmen. Hier mehr lesen >>>

20.30 Uhr: Erschreckende Polizei-Bilanz nach Corona-Demo: „Potenzial und Brutalität der Gewalt waren immens“

Bei der Demonstration gegen die Corona-Politik am Mittwoch in Berlin sind nach Angaben der Polizei Einsatzkräfte massiv angegriffen worden. Es habe 77 verletzte Polizisten und 365 Festnahmen gegeben, berichtete die Polizei am Donnerstagabend in einer vorläufigen Bilanz zu den Protesten in Berlin-Mitte.

„Das Potenzial und die Brutalität der Gewalt am Mittwoch waren immens. Einzelne Stimmen haben mir gesagt, sowas haben wir in Berlin seit Jahrzehnten nicht erlebt“, sagte Polizeipräsidentin Barbara Slowik dem „Tagesspiegel“.

Da die Demonstranten gegen die Hygiene-Auflagen angesichts der Corona-Pandemie verstießen, verfügte die Polizei die Auflösung der Versammlung. Schließlich kamen mehrfach Wasserwerfer zum Einsatz, weil die Teilnehmer laut Polizei nicht abziehen wollten.

19.12 Uhr: Experten haben ein neues Corona-Symptom entdeckt

Mediziner haben jetzt ein neues Corona-Symptom entdeckt. Wenn Männer Hodenschmerzen verspüren, sollten sie einen Arzt aufsuchen. Es könnte auch auf die Ansteckung mit dem Coronavirus hindeuten. Hier mehr >>>

18.04 Uhr: Lockdown-Ende bald in Sicht? Geheimes Papier aufgetaucht

Schon vor dem nächsten Corona-Gipfel-Treffen am Mittwoch soll dem Münchner Merkur ein Positionspapier aus der bayerischen Staatskanzlei vorliegen. Demnach könne auf dem Treffen eventuell entschieden werden, dass in Bayern die Kontaktbeschränkung weniger scharf ausfalle als geplant. In dem Papier hieße es: „Die Bürger sind aufgerufen, die Personengruppe des anderen Hausstandes möglichst konstant zu halten.“ Appelle, aber kein Verbot, den Kontakt nur noch auf eine Person zu beschränken.

Wie erwartet, wird wohl auch der Teil-Lockdown verlängert werden. Der genaue Termine sei zum jetzigen Zeitpunkt noch offen. Es stünden mehrere Varianten zur Auswahl: Verlängerung bis zum 15. Dezember 2020 oder aber die längste Verlängerung bis zum 15. Januar 2021

Alternativ gibt es auch die Überlegung, bis kurz vor Weihnachten den Lockdown zu verlängern (20.Dezember) oder aber bis kurz nach Silvester (2. Januar).

Der Einzelhandel soll in Bayern geöffnet bleiben. Gastronomie und Kultureinrichtungen bleiben jedoch zu. Schulen und Kitas sollen auch geöffnet bleiben. Jedoch sollen nur bis zur 7.Klasse und in den Abschlussklassen weiterhin Präsenzunterricht stattfinden. Bei Infektionshotspots könne entschieden werden, auf ein Wechselmodell zwischen Präsenz- und Distanzunterreicht umzusteigen.

16.28 Uhr: Impfstoff-Hersteller AstraZeneca verkündet gute Neuigkeiten

Nach dem US-Pharmakonzern Pfizer und seinem Mainzer Partner Biontech sowie dem US-Hersteller Moderna hat nun auch der britisch-schwedische Konzern AstraZeneca vielversprechende Ergebnisse für seinen Corona-Impfstoffkandidaten gemeldet. Laut einem am Donnerstag im Fachmagazin „The Lancet“ veröffentlichten Abschlussbericht zur klinischen Phase 2 hat der gemeinsam mit der Universität von Oxford entwickelte Wirkstoff auch bei älteren Probanden eine starke Immunantwort hervorgerufen.

Die Impfung habe bei Probanden aller Altersklassen eine ähnlich starke Immunantwort hervorgerufen, auch bei der Gruppe der über 56-Jährigen, heißt es in dem Bericht. Laut „The Lancet“ ist das Ergebnis wichtig, da insbesondere Menschen ab 56 Jahren zur Corona-Risikogruppe gehören. Hauptautor Andrew Pollard von der Oxford-Universität wies darauf hin, dass die Immunantwort nach Impfungen bei älteren Menschen oftmals schwächer ausfällt, da ihr Immunsystem über die Jahre insgesamt nachlässt.

Allerdings räumen die Forscher auch eine Schwäche ihrer klinischen Studie ein. Demnach waren die Teilnehmer in der Gruppe der Älteren im Durchschnitt 73 bis 74 Jahre alt und hatten nur selten gesundheitliche Probleme. Deshalb sollten in der dritten und letzten Phase der klinischen Studien auch ältere Menschen mit gesundheitlichen Problemen stärker berücksichtigt werden.

16.07 Uhr: Einkaufen ohne Maske? Edeka-Markt testet eine neue Erfindung

Bald wieder ohne Maske im Supermarkt einkaufen gehen? Das hört sich sehr verlockend an. Ein Edeka-Markt in Hamburg testet derzeit eine neue Methode, wie Aerosole undschädlich gemacht werden können. Eine Erfindung soll die Viren abtöten können. Hier mehr erfahren >>>

15.33 Uhr: Drogeriemarkt dm hortet Klopapier

Kein Klopapier im Drogeriemarkt? Denkste! Eine Filiale in Berlin übertreibt es mit dem Einkauf des Toilettenpapiers. Hier siehst du das Foto als Beweis >>>

15.25 Uhr: Mehr als zwei Millionen Menschen in Russland an Corona erkrankt

In Russland hat die Zahl der registrierten Corona-Infektionen die Schwelle von zwei Millionen überschritten. Bis Donnerstag wurden nach Regierungsangaben insgesamt 2,02 Millionen Infektionsfälle und 34.850 Todesfälle gemeldet. Mit 23.610 Neuinfektionen und 463 Corona-Tote binnen 24 Stunden erreichte das Land zudem erneute Höchstwerte.

Russland ist weltweit das am fünftstärkste von der Pandemie betroffene Land. Kreml-Sprecher Dmitry Peskow sprach von einer „sehr beunruhigenden“ Situation. Die Eindämmung der Epidemie habe für Präsident Wladimir Putin „oberste Priorität“. Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern in Europa lehnt Russland strikte Beschränkungen im Kampf gegen die zweite Welle aber weiterhin ab.

Experten werfen den russischen Behörden vor, das Ausmaß der Corona-Pandemie in ihrem Land herunterzuspielen. Eine von März bis September registrierte Übersterblichkeit von mehr als 117.000 Todesfällen legt nahe, dass deutlich mehr Menschen in Russland an Covid-19 starben als angegeben. Zudem registrieren die Behörden nur die tatsächlich an Covid-19 gestorbenen Patienten, während andere Länder alle Todesopfer auflisten, die positiv getestet waren.

Putin hatte die steigende Sterberate am Mittwoch als „alarmierend“ bezeichnet. Er räumte ein, dass es in einigen Regionen im Land an Medikamenten mangele und Erkrankte lange auf einen Krankenwagen warten müssten.

13.30 Uhr: Intensivmediziner aus Hamburg fürchtet schon die dritte Corona-Welle

Der Direktor der Intensivmedizin am Hamburger Universitätskrankenhaus Eppendorf (UKE), Stefan Kluge, warnt schon jetzt vor einer dritten Corona-Welle. „Wir werden einen Jojo-Effekt sehen, wenn die Zahlen jetzt runtergehen und es nach und nach Lockerungen gibt. Ich befürchte, dass die Menschen dann wieder leichtsinniger werden“, sagte der Mediziner im .

Im Sommer habe es lange gedauert, bis die Zahlen wieder angestiegen seien. „Aber im Winter halten sich die Menschen angesichts der Temperaturen viel mehr drinnen auf. Ich habe die Sorge, dass dann die dritte Welle kommt - davon müssen wir eigentlich ausgehen.“ Es sei deshalb nun wichtig, dass sich alle über Monate disziplinieren, auch wenn es schwer falle.

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Bei der Entwicklung der aktuellen Zahlen sehe er „kleine positive Signale“. Entscheidend seien nun die Infektionszahlen der kommenden zehn Tage. Noch habe das UKE intensivmedizinische Reserven. Es gebe ausreichend Betten, Beatmungsgeräte und Monitore. „Aber wir brauchen für jedes Intensivbett auch Ärzte und Pflegekräfte. Der Zeitarbeitsmarkt ist leer.“ Deshalb würden Mitarbeiter in Rente wieder aktiviert und Teilzeit-Kollegen bekämen mehr Arbeitszeit angeboten. Zudem würden weniger zeitkritische Operationen verschoben, um Personal von anderen Stationen auch für die Covid-19-Patienten mit einsetzen zu können. „Wichtig ist: Meiner Einschätzung nach wird in Deutschland niemand sterben wegen eines fehlenden Intensivbetts.“

10.20 Uhr: RKI-Chef hält Corona-Zahlen in Deutschland für „viel zu hoch"

Bei einer Pressekonferenz des Robert-Koch-Instituts am Donnerstagvormittag sagte RKI-Präsident Lothar Wieler, dass sich das Infektionsgeschehen in Deutschland auf einem hohen Niveau zu stabilisieren scheine. Aber die Fallzahlen seien insgesamt weiter „viel zu hoch“, daher sei die Lage „weiterhin ernst, sehr ernst“. Einige Kliniken könnten dadurch an die Grenzen kommen. Deshalb müssten die Zahlen der Neuinfektionen wieder sinken.

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Wieler räumte ein, dass es aufgrund der geänderten Teststrategie sein könne, dass einige Fälle nicht mehr gemeldet werden. Das RKI gehe anhand von Hotspot-Studien von einer Dunkelziffer aus, wonach rund 4-5-mal so viele Menschen infiziert sind als über Corona-Tests registriert werden, weil viele keine Symptome zeigen.

Ob der Lockdown light weiter fortgeführt werden muss, wollte Wieler auf der PK „nicht prognostizieren“. Da sich die Zahlen derzeit stabilisiert hätten, deutet es jedoch darauf hin, dass die Maßnahmen des Lockdown light wirken. Wieler sei als Rheinländer immer optimistisch und glaube daher, dass die Zahlen der Neuinfektionen in der kommenden Woche sinken werden. „Wir dämmen das Coronavirus gemeinsam ein. Wir sind der Damm - und diesem Monat ein sehr hoher“; so Wieler.

Dr. Ute Rexroth erläuterte auf der RKI-Pressekonferenz, dass ähnlich wie in der ersten Corona-Welle im Frühjahr die Inzidenzwerte in der älteren Bevölkerungsgruppe sehr hoch sind. In der Altersgruppe der 80-89-Jährigen liegt der Inzidenzwert bei 132. Bei Menschen zwischen 90 und 99 Jahren sogar bei 273. „Das bedeutet eben auch, dass immer mehr Menschen ins Krankenhaus kommen und intensivmedizinisch behandelt werden müssen", so Rexroth.

Die erste Corona-Welle habe aber auch gezeigt, dass rund ein Drittel der Covid-19-Patienten in den Krankenhäusern keine Vorerkrankungen, wie Herz-Kreislauf-Probleme, Krebs oder Diabetes gehabt haben. Es gebe auch „immer wieder jüngere Patienten, die intensivmedizinisch betreut werden müssen.“

6.35 Uhr: Karl Lauterbach spricht von einem „unverzeihlichen Politikversagen" in der Schweiz

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hat die Schweiz heftig kritisiert. Auf Twitter teilte er einen Artikel über die Corona-Lage im Nachbarland. Dort sind mittlerweile 60 Prozent aller Intensivbetten mit Corona-Patienten belegt, Operationen müssen abgesagt werden. Anfang November waren noch 46 Prozent der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt. Dies sei eine „menschliche Katastrophe“ und ein „unverzeihliches Politikversagen“, so Lauiterbach. ´

Am Dienstag teilte die Schweizerische Gesellschaft für Intensivmedizin die vollständige Auslastung aller 876 zertifizierter Intensivbetten mit. Nun wurden nach Angaben des Bundesrates 240 weitere Intensivbetten geschaffen.

6.15 Uhr: Trotz weniger Corona-Test - Fallzahlen laut RKI gestiegen

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut 22 609 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Ein Anstieg um rund 3,3 Prozent im Vergleich zum Donnerstag vergangener Woche (21.866 Fälle).

Dabei gibt es mittlerweile eine geänderte Teststrategie. Wie das RKI mitteilt, ging die Zahl der PCR-Tests bereits in der vergangenen Woche um 13 Prozent zurück. Die Positivrate der Tests stieg auf 9 Prozent. Es ist somit damit zu rechnen, dass es weitaus mehr unentdeckte Corona-Fälle in Deutschland gibt, die Dunkelziffer also höher ist als noch Anfang November.

Immerhin: Durch die Änderung der Testzahlen und der -kriterien konnte die Überlastung der Labore verringert werden. Somit sank der Rückstand der Corona-Testproben deutlich. Die Infizierten erfahren somit schneller, dass sie positiv getestet wurden und können sich rascher in Quarantäne begeben.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Corona stieg auf 13.370 (+251). Das Sieben-Tage-R schätzte das RKI am Mittwochabend bei 0,95. Rechnerisch würden damit 100 Infizierte 95 weitere Menschen anstecken.

6 Uhr: Polizeigewerkschaft fordert wegen Corona-Krise Verbot von Silvester-Feuerwerk

Wegen der Corona-Pandemie fordert nun auch der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, ein Silvesterfeuerwerk-Verbot. Der Bild-Zeitung sagte er, dass sich zu der Böllerei schnell Alkohol, größere Personengruppen und Partystimmung gesellen. Dies sei angesichts der Ausbreitung des Coronavirus jedoch nicht angesagt. In den Niederlanden wurde wegen der angespannten Situation in den Kliniken bereits ein Böller-Verbot erlassen.

 
 

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