Corona: Droht Deutschland der Lockdown? Diese Maßnahmen will Merkel beschließen

Nicht nur Corona: das waren die größten Epidemien der Menschheit
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Die Zahl der Corona-Infektionen steigt in Deutschland immer weiter. Am Mittwoch trifft sie sich mit den Länderchefs, um über weitere Maßnahmen zur Eindämmung von Corona zu diskutieren. Die Kanzlerin will wohl harte Maßnahmen durchsetzen.

Die Corona-Lage in Deutschland aktuell und übersichtlich in diesem News-Ticker.

Corona: Droht Deutschland wieder ein Lockdown?

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Mittwoch, 28. Oktober

07.00 Uhr: Droht der erneute Corona-Lockdown in Deutschland?

Wichtiger Tag! Heute trifft sich Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder, um über die Maßnahmen im Kampf gegen Corona zu beraten.

Wie die „Bild“ berichtet, will die Kanzlerin das öffentliche Leben in Deutschland ab dem 4. November weitestgehend herunterschrauben, die Maßnahmen sollen bis Ende des Monats anhalten.

Diese Maßnahmen stehen dem Bericht zufolge in der Beschlussvorlage:

  • Kontaktbeschränkungen: Treffen in der Öffentlichkeit nur mit dem eigenen oder einem weiteren Haushalt erlaubt.
  • Schulen und Kitas sollen geöffnet bleiben
  • Tourismus: nur „notwendige und ausdrücklich nicht touristische“ Übernachtungen sollen erlaubt sein
  • Gastronomie: Restaurants und Kneipen schließen, nur Lieferung und Take Away sollen erlaubt werden
  • Freizeit und Kultur: Theater, Opern und Konzerthäuser sowie Spielhallen, Kinos und Freizeitparks schließen. Ebenso itnessstudios, Sportanlagen, Schwimmbäder und Bordelle. Unterhaltungsveranstaltungen sollen untersagt werden
  • Einzelhandel: Darf unter strengen Hygieneregeln geöffnet bleiben

Ab 13 Uhr diskutiert die Kanzlerin mit den Länderchefs über diese Punkte.

Dienstag, 27. Oktober

14.50 Uhr: Bundesländer erwägen stufenweisen Lockdown

Wie der „Spiegel“ berichtet, erwägen die von der SPD geführten Bundesländer und Thüringen einen stufenweisen Lockdown, sollten andere Maßnahmen nicht zur Genüge greifen. In einem Entwurf für einen Beschlussvorschlag, der dem „Spiegel“ vorliegt, ist die Rede von einem „schrittweisen Herunterfahren des öffentlichen und wirtschaftlichen Lebens“.

Schulen und Kitas sollen aber weiter offen bleiben. Folgende Maßnahmen sollten die Länder in ihre Corona-Verordnungen demnach aufnehmen:

  • bis zum 30. November sollen in „Privatwohnungen nur Personen aus zwei Haushalten zusammenkommen dürfen oder Personen aus einem Haushalt und maximal zwei Haushalts-ferne Personen“
  • Kinder bis 12 Jahre sollen davon ausgenommen werden.
  • bei familiären Anlässen wie Beerdigungen, Hochzeiten, Taufen und ähnlichem sollen maximal 15 Teilnehmer zugelassen sein.

13.06 Uhr: Markus Söder mit dramatischen Worten

Markus Söder äußert sich zur aktuellen Corona-Lage und findet dramatische Worte: „Wir haben nicht mehr viele Möglichkeiten.“ Er fordert bundesweite, strikte Maßnahmen. Vor allem sollen Kontakte reduziert werden, so der CSU-Chef.

Er stellt aber auch klar: „Wir wollen keinen zweiten kompletten Lockdown.“ Schulen und Kitas sollen im Freistaat dabei als letztes geschlossen und als erstes wieder geöffnet werden, so der bayerische Ministerpräsident.

Dennoch sei es sowohl wirtschaftlich als auch psychologisch am sinnvollsten, das Virus „schnell und konsequent, als verzögert und verlängert“ zu bekämpfen. Der November sei entscheidend im Kampf gegen Corona. so Söder.

12.52 Uhr: Pressekonferenz mit Markus Söder

Markus Söder hat sich am Vormittag mit dem bayerischen Kabinett beraten - und will um 13 Uhr vor die Presse treten. Wird der Ministerpräsident verschärfte Maßnahmen für Bayern verkünden?

12.05 Uhr: RKI - Restaurants keine Treiber der Corona-Pandemie

Angela Merkel will Restaurants und Kneipen wohl schließen, um die Corona-Pandemie einzudämmen. Doch wie die „Bild“ erfahren haben will, soll das RKI in einer geheimen Schalte mit der Regierung die Einschätzung gegeben haben, dass Gaststätten keine Treiber der Pandemie seien. Die Einhaltung der Regeln würde in den meisten Fällen funktionieren. Auf Anfrage der „Bild“ wollte sich das RKI nicht dazu äußern.

11.04 Uhr: Corona-Schock an Weihnachten: Deshalb werden Weihnachtsbäume dieses Jahr richtig teuer

Dass das Weihnachtsfest in diesem Jahr anders sein wird als sonst, dürfte jedem bewusst sein. Corona verändert das Leben, wie wir es kennen. Doch nun warnen Experten davor, dass sogar die Weihnachtsbäume in diesem Jahr richtig teuer werden könnten. Hier mehr dazu>>>

10.04 Uhr: Ökonomen fordern „kurzen, scharfen“ Lockdown

Kommt ein zweiter Lockdown? Kanzlerin Merkel soll Medienberichten zufolge weiterer Beschränkungen planen. Die Sorgen in der Wirtschaft wachsen - dennoch würden auch Ökonomen einen zweiten Lockdown für gut befinden. Marcel Fratzscher vom Deutschen Institiut für Wirtschaftsforschung (DIW) erklärte dem „SWR“: „Aus der Perspektive der Wirtschaft wäre ein kurzer, scharfer Lockdown wahrscheinlich die beste Option.“ Ein zweiwöchiges Herunterfahren der Wirtschaft in Deutschland hält er für machbar und sinnvoller als wochen- oder monatelange Unsicherheit.

08.32 Uhr: 11.409 neue Fälle von Corona in Deutschland

Am Dienstagmorgen meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) 11.409 Neuinfektionen mit Corona in Deutschland. Vor einer Woche hatte die Zahl bei 6868 gelegen. Am Samstag war mit 14.714 neuen Fällen ein neuer Rekordwert seit Beginn der Pandemie im Frühjahr erreicht worden.

Montag, 26. Oktober

17.20 Uhr: Neue Maßnahmen! Angela Merkel plant laut Medienbericht „Lockdown Light“ – DAS steckt dahinter

Das öffentliche Leben in Deutschland kann schon in Kürze stark eingeschränkt werden. Laut einem Medienbericht der BILD plant Bundeskanzlerin Angela Merkel nun einen „Lockdown Light“.

Auf diesen könnte sich Merkel bereits am Mittwoch bei einer Konferenz mit den Ministerpräsidenten einigen. Sie tagen um 13 Uhr.

Dieser „Lockdown Light“ würde unter anderem bedeuten:

  • Schulen und Kitas sollen geöffnet bleiben, außer in Regionen mit drastischen hohen Infektionszahlen.
  • Auch Geschäfte dürften – mit Einschränkungen – geöffnet bleiben. Die Maßnahmen würden demnach vor allem Gastronomie und Veranstaltungen treffen. Laut BILD sollen Restaurants und Bars schließen, Veranstaltungen verboten werden.

14.22 Uhr: Corona-Schalte von Kanzlerin mit Ministerpräsidenten vorverlegt

Am Freitag sollte sich Kanzlerin Merkel mit den Ministerpräsidenten treffen - die Schalte ist nun auf Mittwoch vorverlegt worden, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in einer Pressekonferenz mit. Um 13 Uhr soll die Videokonferenz stattfinden.

12.05 Uhr: CDU verschiebt Parteitag wegen Corona

Wegen der Corona-Pandemie soll die CDU ihren für 4. Dezember geplanten Parteitag verschoben haben. Friedrich Merz wettert dagegen und hat sich bei Twitter dazu geäußert. Hier mehr dazu>>>

11.19 Uhr: Zu viele Corona-Infektionen! Teil-Lockdown in Rottal-Inn

Faktischer Lockdown im Landkreis Rottal-Inn in Bayern! Wie der „Bayerische Rundfunk“ berichtet, bestehen dort ab Mitternacht Ausgangsbeschränkungen. Schulen, Kitas, Freizeit- und Kultureinrichtungen sowie Restaurants müssen schließen. Bürger dürfen das Haus nur noch aus triftigen Gründen verlassen.

Der Landkreis in Niederbayern hat den bundesweit höchsten Wert bei der Sieben-Tage-Inzidenz, laut RKI liegt er bei 260,1. Die Maßnahmen sollen zunächst zehn Tage lang gelten.

11.00 Uhr: Merkel mit dramatischem Corona-Appell

Die Corona-Zahlen steigen weiter. Nun haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und Kanzleramtschef Helge Braun laut „Bild“ mit einem dramatischen Appell an die CDU-Spitzengremien gewandt. Merkel warnte vor einer bedrohlichen Lage und stellte klar: „Es zählt jeder Tag.“ Die Sorge vor einem zweiten Lockdown wächst - die Maßnahmen würden derzeit nicht ausreichen, so die Kanzlerin laut dem „Bild“-Bericht. Auch Braun fordert wie Merkel in ihrem Podcast vom Wochenende, dass die Kontakte weniger werden müssen. Die Corona-Angst in der Bevölkerung sei abgeflacht, es zeige sich eine andere Lage als im Sommer.

10.55 Uhr: Corona-Sondersendung von Anne Will endet im Chaos

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet war am Sonntagabend bei einer Sondersendung von Anne Will in der ARD zu Gast. Er appellierte an die Vernunft der Bevölkerung, um einen zweiten Corona-Lockdown in Deutschland zu verhindern. Doch kaum war die Sendung vorbei, folgten Szenen, die im Netz heftig diskutiert wurden. Hier mehr dazu>>>

08.15 Uhr: RKI meldet 8685 Neuinfektionen in Deutschland

Am Montagmorgen meldete das Robert-Koch-Institut 8685 neue Infektionen mit dem Coronavirus innerhalb der letzten 24 Stunden in Deutschland. Erfahrungsgemäß sind die Fallzahlen an Sonntagen und Montagen niedriger, auch weil an Wochenenden weniger getestet wird. Am Montag vor einer Woche hatte die Zahl der Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden bei 4325 gelegen.

Am Samstag war mit 14 714 Neuinfektionen ein neuer Höchstwert seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland erreicht worden. Die Zahl der Todesfälle übersteig am Wochenende die Marke von 10 000.

Insgesamt haben sich dem RKI zufolge seit Beginn der Pandemie bundesweit 437 866 Menschen mit dem Virus infiziert (Stand: 26.10., 00.00 Uhr).

Sonntag, 25. Oktober 2010

19.29 Uhr: Merkel warnt erneut die Bevölkerung

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am Sonntag in einer internen Schalte mit den CDU-Chefs erneut vor der aktuellen Corona-Situation gewarnt.

Nach Informationen der Bildzeitung warnte die Kanzlerin im Gespräch mit den CDU-Fraktionschefs der Bundesländer am Sonntagabend: „Es stehen uns sehr, sehr schwere Monate bevor!“

18.57 Uhr: Bürgermeister will Coronavirus die rote Karte zeigen

Mit einem dringlichen Appell hat der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) die Bevölkerung zur Einhaltung der jetzt auf weitere Stadtteile ausgedehnten Maskenpflicht aufgerufen. „Der Virus hasst Masken, er scheitert an diesem Stückchen Stoff“, sagte Feldmann am Sonntag vor der Paulskirche. „Ich bin mir sicher, dass wir in Frankfurt stärker sind als der Virus und dass wir ihm die rote Karte zeigen können.“

Nach einem sprunghaften Anstieg der Infektionszahlen in Frankfurt auf zuletzt 205 Fälle auf 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen nach Zahlen des Robert Koch-Instituts beschloss der Verwaltungsstab der Stadt in einer kurzfristig angesetzten Sondersitzung eine Verschärfung der bisherigen Corona-Maßnahmen. Das bislang auf bestimmte Plätze beschränkte Alkoholkonsumverbot wurde für die Zeit der Sperrstunde von 23.00 Uhr bis 6.00 Uhr auf das gesamte Stadtgebiet ausgeweitet. Innerhalb des Alleenrings und nördlich der Bahnlinie in Sachsenhausen muss im öffentlichen Raum ebenfalls Maske getragen werden. Dabei nannte Feldmann besonders bevölkerungsreiche Stadtteile.

„Wenn das nicht reicht, werden wir die Maskenpflicht auf das gesamte Stadtgebiet ausweiten“, sagte der OB. Im öffentlichen Raum dürfen sich jetzt maximal fünf statt bisher zehn Menschen oder alternativ die Angehörigen von zwei Hausständen treffen.

Abgesagt wurde der Weihnachtsmarkt. Ihm sei bewusst, dass dies keine gute Nachricht für Schausteller sei, sagte Feldmann. Aber „es ist das falsche Signal, jetzt den Weihnachtsmarkt durchzuführen.“

Es gebe die Chance, einen „Lockdown“ zu verhindern, sagte der OB. Weit über 90 Prozent der Einwohner hielten sich an die Regeln. Jetzt müsse aber für alle klar sein: „Der Virus ist mit voller Macht zurück.“

11.20 Uhr: Anschlag auf das RKI-Gebäude

Gegen die Fassade eines Gebäudes des Robert-Koch-Instituts wurden in der Nacht auf Sonntag Brandsätze geworfen. Gegen 2.40 Uhr bemerkte ein Sicherheitsmitarbeiter mehrere unbekannte Täter, die gegen die Fassade des Gebäudes in der General-Pape-Straße Flaschen warfen, wie die Berliner Polizei mitteilte.

Eine Fensterscheibe soll zu Bruch gegangen sein. Der RKI-Mitarbeiter konnte die Flammen löschen. Verletzt wurde niemand.

10.50 Uhr: Karl Lauterbach rechnet mit dem nächsten Corona-Lockdown

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat in Anbetracht der dramatisch steigenden Corona-Infektionen gefordert, in den Schulen den zeitgleichen Unterricht für alle Schüler zu beenden. „Wenn wir nicht wollen, dass die Schulen mit regelmäßigem Schulausfall auch noch zu Hotspots werden, sollten die Schulklassen jetzt aufgeteilt werden in Vormittags- und Nachmittagsunterricht“, sagte er der „Bild am Sonntag“.

Wenn es in den nächsten zwei bis drei Wochen nicht gelinge, die persönlichen Kontakte zu beschränken, werde es in wenigen Wochen harte Ausgangsbeschränkungen wie im Frühjahr geben, ist Lauterbach überzeugt. „Die Einschränkungen, die jetzt beschlossen wurden, reichen leider nicht aus, um überfüllte Intensivstationen und einen deutlichen Anstieg der Todeszahlen im Dezember zu verhindern.“

7.45 Uhr: RKI meldet erstmal mehr als 100.000 aktive Corona-Fälle in Deutschland

Normalerweile gehen die Coronavirus-Zahlen, die das RKI am Sonntag und Montag vermeldet, deutlich zurück, weil am Wochenende weniger getestet wird, die Labore nicht voll besetzt sind und manche Gesundheitsämter auch gar nichts melden. Dennoch registrierte das Robert-Koch-Institut am Samstag erneut eine hohe Zahl an Neuinfektionen. Insgesamt wurden 11.176 Neuinfektionen registriert. Die Todesfall erhöhte sich um 29 Personen auf 10.032.

Bedenklich ist auch die Reproduktionszahl, der R-Wert. Dieser liegt aktuell bei 1,36, was in der Modellrechnung bedeutet, dass 10 Infizierte 13 bis 14 weitere Menschen anstecken. Somit ist mit weiter deutlich steigenden Corona-Zahlen auch in der kommenden Woche zu rechnen. Die Verdopplungszeit der aktiven Corona-Fälle ist auf nur noch acht Tage gesunken.

Zudem wurde eine weitere Schallmauer durchbrochen: Aktuell geht man von 102.049 aktiven Fällen in Deutschland aus. So viele registrierte Infizierte wie bisher noch nie in Deutschland. Anfang November wären es mit dem aktuellen R-Wert rund 200.000, wenn sich das Tempo der Ausbreitung nicht verlangsamt.

Zwar gibt es in den deutschen Kliniken weiterhin überhaupt keine Engpässe bei der Versorgung, jedoch nimmt auch die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen rapide zu. Momentan sind es bereits über 1200. Das sind 65 Prozent mehr als am vergangenen Samstag.

24. Oktober 2010

14.46 Uhr: Corona-Zahlen in München steigen! Jetzt droht der bayrischen Landeshauptstadt DAS

Neuer Höchstwert bei den Coronainfektionen in der Stadt München. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) lag die 7-Tage-Inzidenz bei 98,3 (Stand 24. Oktober, Null Uhr).

Mit diesem Wert liegt die bayrische Landeshauptstadt nun ganz knapp unter der 100er-Grenze. Wenn diese überschritten wird, treten neue Einschränkungen für die Menschen in Kraft.

Unteranderem:

  • Es gilt eine Sperrstunde ab 21 Uhr
  • Veranstaltungen dürfen nur noch mit maximal 50 Teilnehmern stattfinden.

12 Uhr: Kanzlerin Merkel wendet sich an die Bevölkerung

Angesichts der Zuspitzung der Corona-Lage hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) alle Bürgerinnen und Bürger zum Kontaktverzicht aufgerufen. „Das Gebot der Stunde heißt für uns alle: Kontakte reduzieren, viel weniger Menschen treffen“, sagte Merkel am Samstag in ihrem wöchentlichen Video-Podcast. „Der vergleichsweise entspannte Sommer ist vorbei, jetzt stehen uns schwierige Monate bevor.“

Merkel rief dazu auf, alles zu tun, „damit das Virus sich nicht unkontrolliert ausbreitet“. Alle Bürgerinnen und Bürger müssten sich an die Abstands- und Hygieneregeln halten. Wichtig sei darüber hinaus aber auch, dass „jeder von uns seine Begegnungen außerhalb der eigenen Familie jetzt eine Zeitlang deutlich verringert“.

Corona: Kanzlerin Merkel sagt, was Deutsche jetzt machen sollen ++ RKI meldet fast 15.000 Neuinfektionen!

Daher sei ihr Appell: „Treffen Sie sich mit deutlich weniger Menschen, ob außerhalb oder zu Hause“. Es müsse jetzt darum gehen, „die Ansteckungsketten zu unterbrechen“. „Wir sind nicht machtlos gegen das Virus, unser Verhalten entscheidet, wie stark und wie schnell es sich ausbreitet.“

7.40 Uhr: RKI meldet neue Rekordzahlen – jetzt über 10.000 Corona-Tote in Deutschland

Die Zahl der Todesopfer der Corona-Pandemie in Deutschland hat die symbolische Marke von 10.000 Fällen überschritten. Wie das Robert-Koch-Institut am Samstagmorgen mitteilte, wurden mittlerweile insgesamt 10.003 Todesfälle verzeichnet. Hinzu kommen 49 neue registrierte Todesfälle seit dem Vortag.

Einen neuen Rekordwert gab es am Freitag zudem bei den Coronavirus-Neuinfektionen. Das RKI gibt sie mit 14.714 an. Allerdings wurden auf Grund einer technischen Panne auch noch Infektionen vom Donnerstag hinzugefügt. Ohne die Technikpanne hätte das Institut am Freitag einen noch höheren Wert ermittelt - dafür wäre aber die am Samstag veröffentlichte Zahl niedriger gewesen.

Die Verdopplungszahl bei der Zahl der aktiven Corona-Fälle in Deutschland sinkt auf neun Tage. Aktuell sind 93.902 aktive Fälle registeriert.

Mittlerweile werden wieder deutlich mehr Covid-19-Patienten in deutschen Kliniken behandelt. Im Vergleich zum 1. September gibt es einen Anstieg um über 375 Prozent! Derzeit müssen 482 Covid-19-Patienten beatmet werden, 1113 befinden sich auf Intensivstationen. Aktuell sind jedoch noch 7.825 Intensivbetten frei, es gibt zudem eine Notfallreserve von 12.730 Betten.

7 Uhr: Trotz Corona-Rekorde will FDP-Vize Kubicki Rückkehr zur Normalität

FDP-Vize Wolfgang Kubicki fordert im Gespräch mit dem Nachrichtenportal Watson eine schrittweise Rückkehr zur Normalität: „Ich halte es für unerlässlich, dass die Politik den jungen Menschen vernünftige Perspektiven aufzeigt, wie es zu einer Rückkehr zum 'normalen' Leben kommen kann. Jede Ausnahmesituation ist besser zu bewältigen, wenn klar wird, wann diese Ausnahme zu Ende ist“, sagte Kubicki dem Nachrichtenportal watson.

Da das Virus wahrscheinlich nicht besiegt werden könne, müsse man damit zu leben lernen: „Die Rückkehr zu einem Leben ohne Kontaktverbote kann gelingen, wenn ausreichend viele Schnelltests zur Verfügung stehen, die problemlos bei jeder Veranstaltung ausgegeben werden können, und die innerhalb weniger Minuten feststellen, ob man infektiös ist oder nicht – sei es vorm Club-Besuch, im Fußballstadion oder bei der Abi-Party. Sobald dies möglich ist, können wir dort auch auf die Beschränkungen verzichten.“

(DER WESTEN mit dpa)

 
 

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