Corona in Deutschland: RKI-Panne! Infektionszahlen noch deutlich höher? +++ Beherbergungsverbot in nächstem Bundesland gekippt

Nicht nur Corona: das waren die größten Epidemien der Menschheit
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Corona hat Deutschland und seine Nachbarn weiter fest im Griff. Immer mehr Kreise und Städte in Deutschland sind inzwischen zum Risikogebiet erklärt worden.

Die Sorge vor einem zweiten Lockdown wächst. Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder warnt davor und hat Forderungen im Kampf gegen Corona.

Corona hat Deutschland weiter fest im Griff

In unserem News-Ticker zum Coronavirus halten wir dich auf dem Laufenden.

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Freitag, 23. Oktober

17.52 Uhr: Gericht kippt Beherbergungsverbot in Schleswig-Holstein

Schleswig-Holsteins Oberverwaltungsgericht hat am Freitag das sogenannte Beherbergungsverbot von Touristen aus Corona-Hotspots gekippt. Das per Landesverordnung erlassene Beherbergungsverbot sei rechtswidrig und werde bis zu einer Entscheidung über den in der Hauptsache gestellten Normenkontrollantrag außer Vollzug gesetzt, teilte das OVG zu dem Beschluss mit. Das Gericht in Schleswig gab damit Eilanträgen von zwei Hotelbetrieben aus Rostock statt. Die Hotelbetreiber aus Rostock führen auch mehrere Häuser in Schleswig-Holstein.

16.10 Uhr: Datenpanne beim RKI! Infektionszahlen möglicherweise noch höher!

Datenpanne beim Robert-Koch-Insitut! Wegen einer technischen Panne sei es deswegen am Donnerstag zu einer Datenlücke bei der Übermittlungen der aktuellen Infektionszahlen gekommen. Konkret sei ein Webserver ausgefallen. Die Konsequenz: Über einen Zeitraum von etwa drei Stunden bis 17.30 Uhr war die Übermittlung der Infektionszahlen von den Gesundheitsämtern zu den Landesbehärden und weiter zum RKI gestört gewesen.

Anschließend habe der Server aber wieder funktioniert und es sei auch noch sehr viel übermittelt worden. „Es kann aber sein, wenn ein Gesundheitsamt es nicht nach 17.30 Uhr noch mal versucht hat, dass diese Daten dann heute fehlen”, teilte die Sprecherin weiter mit. Die fehlenden Daten würden am Freitag automatisch im Laufe des Tages mit übermittelt und erschienen dann morgen in der Publikation. „Wie groß die Datenlücke ist, kann sich erst dann zeigen”, ergänzte Glasmacher.

In Nordrhein-Westfalen lag die Zahl der nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen am Donnerstag offenbar deutlich höher als vom RKI gemeldet. Nach Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums gingen am Freitag bei elf Kreisen und kreisfreien Städten in NRW null Neuinfektionen in die RKI-Statistik ein. Betroffen waren auch Großstädte und Corona-Hotspots wie Dortmund, Duisburg und Wuppertal. Die Zahlen könnten erst am Samstag in die Statistik einfließen, sagte ein Ministeriumssprecher.

14.12 Uhr: Gesundheitsämter in mehreren Städten am Anschlag

Die Gesundheitsämter in mehreren deutschen Großstädten sind wegen der steigenden Zahlen überlastet. Sie könnten in einer ganzen Reihe von Städten nicht leisten, was anzustreben sei, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin. Sie könnten also nicht in jedem Fall die Kontakte der Betroffenen nachvollziehen. Auch in Teilen Berlins sei das zu erleben.

Seibert mahnte die Bevölkerung zu strenger Einhaltung des Infektionsschutzes: „Wir sind nicht machtlos, wir haben es in der Hand, diesen Trend zunächst einmal zu stoppen und umzukehren.“

Noch immer sind nicht alle Labore an die Corona-Warnapp angesclossen. Allerdings seien mittlerweile 148 von 165 Laboren angeschlossen und hätten millionenfach Testergebnisse übermittelt, teilte Seibert mit.

Belgien verschärft Maßnahmen

Wegen der steigenden Corona-Fallzahlen zieht Belgien die Zügel weiter an und führt weitere Maßnahmen ein. So müssen alle Freizeitparks zunächst für die kommenden vier Wochen schließen. An kulturellen, religiösen oder anderen Veranstaltungen im Inneren dürfen maximal 40 Personen teilnehmen, solange die Corona-Regeln eingehalten werden. Ist ein Abstand von mindestens eineinhalb Metern garantiert, dürfen es bis zu 200 Personen sein, die jedoch eine Maske tragen müssen.

An Universitäten dürfen die Räume maximal zu 20 Prozent ausgelastet werden; auch hier gilt eine Maskenpflicht. Im ersten Studienjahr gelten Ausnahmen. Bei Sportveranstaltungen sind Zuschauer wieder verboten. Wenn möglich, sollen die Menschen weiter von zu Hause aus arbeiten.

12.10 Uhr: Gericht weist Einantrag gegen Maskenpflicht im Unterricht ab

Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg (VGH) hat einen Eilantrag gegen die Maskenpflicht im Unterricht abgelehnt. Zwei Schüler aus dem Landkreis Ravensburg wollten das Verbot kippen.

Laut den Richtern sei die Maskenpflicht ein geeignetes Mittel im Kampf gegen die Pandemie. Es sei nicht zu beanstanden, diese Maskenpflicht an Schulen landesweit zu verhängen. Auch wenn im Landkreis Ravensburg derzeit weniger Menschen als im Landesdurchschnitt infiziert sind: Dies könne sich jederzeit schnell ändern.

11.09 Uhr: Bayern verschärft Corona-Maßnahmen

Die neue bayerische Testpflicht für Berufspendler aus ausländischen Risikogebieten und die schärferen Regeln für extreme Corona-Hotspots im Freistaat und treten ab Freitag in Kraft.

Wer „regelmäßig mindestens einmal wöchentlich nach Bayern einreist, um sich dort aus beruflichen oder geschäftlichen Gründen, zu Ausbildungszwecken oder zum Schul- oder Hochschulbesuch aufzuhalten“, muss den Behörden vor Ort nun unaufgefordert binnen sieben Tagen und anschließend regelmäßig einmal pro Woche einen negativen Corona-Test vorlegen.

Zudem gelten nun schärfere Regeln für bayerische Landkreise und kreisfreie Städte, in denen die Marke von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen überschritten wurde. Dort dürfen Veranstaltungen nur noch mit maximal 50 Teilnehmern stattfinden. Zudem gilt eine Sperrstunde ab 21.00 Uhr. Welche Regionen von der dunkelroten Warnstufe betroffen sind, will das Ministerium künftig täglich um 15.00 Uhr auf seiner Homepage veröffentlichen.

10.31 Uhr: Nach Jens Spahn weitere Mitarbeiter des Gesundheitsministeriums positiv getestet

Nachdem Gesundheitsminister Jens Spahn kürzlich positiv auf das Coronavirus getestet wurde, sind nun auch vier Mitarbeiter des Gesundheitsministeriums positiv getestet worden, berichtet die „Bild“. Die Fälle sollen nicht aus dem direkten Umfeld des Ministers kommen. Bei den Kontaktpersonen der positiv-getesteten Mitarbeiter seien alles Tests negativ ausgefallen.

10.09 Uhr: Corona-Ausbruch auf deutschem Kreuzfahrtschiff

Auf einem Kreuzfahrtschiff auf der Mosel gab es einen Corona-Ausbruch. Wie die „Bild“ berichtet, sind auf der MS Vista Serenity insgesamt 13 Corona-Fälle entdeckt worden. Betroffen ist davon die Crew. Teile der Besatzung sollen sich demnach bereits letzte Woche bei einem Passagier angesteckt haben.

Nachdem 145 neue Passagiere an Bord gingen, stoppte der Reiseveranstalter das Kreuzfahrtschiff in Piesport. Die Passagier seien anschließend mit Taxen nach Hause gebraucht worden. Dort mussten sie sich in Quarantäne begeben. Laut der „Bild“ musste die Crew für eine 14-tägige Quarantäne an Bord bleiben. Einige von ihnen hätten aber keinen gültigen Arbeitsvertrag mehr gehabt, was zu Unmut geführt habe.

09.30 Uhr: Jens Spahns Ehemann hat ebenfalls Corona

Der Ehemann des Bundesgesundheitsministers ist ebenfalls positiv auf das Coronavirus getestet worden, so ein Sprecher des Bundesgesunheitsministeriums.

Er war zusammen mit dem Minister am Mittwochnachmittag in häusliche Isolation gegangen und hatte am Donnerstagmorgen einen Corona-Test (PCR) machen lassen“, hieß es weiter. Spahn selbst zeige weiterhin Erkältungssymptome sagte der Sprecher. Sein Ehemann sei aktuell symptomfrei.

08.10 Uhr: RKI meldet 11.242 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Nach den Angaben des RKI meldeten die Gesundheitsämter am Freitagmorgen 11.242 neue Corona-Infektionen in Deutschland innerhalb eines Tages. Das sind fast so viele Infektionen wie am bisherigen Rekordtag, an welchem 11.287 neue Infizierte gemeldet wurden. Vor sieben Tagen waren noch 7.334 Neuinfektionen gemeldet worden.

Die jetzigen Werte liegen damit über denen vom Frühjahr, sind aber nur bedingt vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird – und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden. Experten zufolge sind die neu gemeldeten Infektionen wegen der Zeit zwischen Ansteckung, Test, Ergebnis und Meldung ein Hinweis darauf, wie stark das Virus vor etwa einer Woche in der Gesellschaft unterwegs war. Deshalb dauere es auch, bis sich politische Maßnahmen in den Meldezahlen niederschlagen könnten.

Donnerstag, 22. Oktober

20.10 Uhr: Coronazahlen schießen weltweit in die Höhe

Weltweit schießen die Zahlen der Corona-Neuinfizierten in die Höhe. Laut WHO waren es heute 423.819 neue Corona-Fälle. Der größte Anstieg an einem Tag seit Erfassung. 6.424 Menschen starben demnach an Corona.

In Frankreich explodierten die Zahlen auf 41.622 neue Fälle, die Sperrstunde wurde auf weite Teile des Landes ausgeweitet. Auch in Spanien stiegen die Zahlen auf ein Rekordhoch - fast 21.000 neue Fälle wurden hier verzeichnet. Italien, dass nach dem Pandemie-Höhepunkt im Frühjahr zuletzt scheinbar gut durch die Krise kam, vermeldet nun mit 16.000 neuen Fällen den höchsten Wert seit Mai.

20.00 Uhr: Karl Lauterbach reagiert nach Spahns Corona-Infektion

Die Meldung, dass ausgerechnet Gesundheitsminister Jens Spahn sich mit dem Coronavirus infiziert hat, platzte am Mittwoch ins politische Berlin wie eine Bombe. SPD-Mann Karl Lauterbach, wie Spahn ein Mahner beim Thema Corona, twitterte: „Ich weiß, wie vorsichtig er selbst immer war.“ Denn unklar ist, wo sich Spahn infiziert hat. Mehr dazu hier.

16.34 Uhr: Dänemark macht die Grenze dicht

Menschen aus Deutschland dürfen wegen der steigenden Corona-Neuinfektionszahlen ohne triftigen Einreisegrund nicht mehr nach Dänemark einreisen. Das teilte der dänische Außenminister Jeppe Kofod am Donnerstag mit.

Die Maßnahme bedeutet unter anderem, dass deutsche Touristen nicht mehr ins Land kommen dürfen. Für den Großteil der weiteren Staaten in Europa gelten diese Einreisebeschränkungen bereits seit Längerem. Für Einwohner Schleswig-Holsteins sollen Ausnahmen gelten.

14.30 Uhr: Spahn geht es nach Corona-Infektion „den Umständen entsprechend gut“

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geht es einen Tag nach seinem positiven Corona-Testergebnis „den Umständen entsprechend gut“. „Er hat weiterhin kein Fieber, zeigt aber Erkältungssymptome“, erklärte sein Sprecher Hanno Kautz am Donnerstag in Berlin. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Spahns engeren Umfeld seien inzwischen auf das Corona-Virus untersucht worden; sie seien aber negativ getestet worden.

„Als Vorsichtsmaßnahme arbeiten sie vorläufig aus dem Homeoffice“, erklärte Kautz weiter. Spahn hatte sich am Mittwoch in häusliche Isolation begeben, nachdem er sein positives Testergebnis erhalten hatte. Dem Vernehmen nach ist auch Spahn arbeitsfähig, inwieweit der Minister vom Homeoffice aus seine Tätigkeit wahrnehmen wird, ist aber noch unklar.

Anlass für den Test waren Erkältungssymptome bei dem Minister. Spahn ist das erste Mitglied der Bundesregierung, das positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Zuvor hatte Spahn am Mittwochmorgen noch an der Sitzung des Bundeskabinetts teilgenommen. Weil dabei aber offenbar strenge Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten wurden, musste bislang kein anderer Teilnehmer der Runde in Quarantäne.

10.35 Uhr: Wann ist Maske tragen sinnvoll?

„Maskentragen in Räumen, in den viele Menschen zusammekommen“, hält Wieler für sinnvoll. Ob eine Maskenpflicht im öffentlichen Raum nötig ist, dieser Frage weicht der RKI-Chef aus.

10.30 Uhr: Mehr Tests gleich mehr Positive?

Führen mehr Tests zu mehr positiven Corona-Tests? Vor elf Wochen war ein Prozent der Getesteten positiv, doch in der letzten Wochen steigen die Raten, obwohl die Anzahl der Tests gleich sind.

10.23 Uhr: Welche Corona-Maßnahmen sind sinnvoll?

Die Beschränkung von privaten Treffen, die Beschränkung von Festen sei der richtige Weg, bekennt RKI-Chef Wieler. Er äußert sich nicht dazu, inwieweit ein Beherberungsverbot sinnvoll ist. Er betont nochmals, dass vor allem im Privaten angepackt werden müsse. Hier müsse ein Übertragung des Virus vermieden werden.

10.21 Uhr: „Die Jungen sind aktuell die, die am meisten dem Virus ausgesetzt sind“

„Ein Eindriften“ in Institutionen wie Alters- und Pfelgeheime sei wieder zu erkennen. Umso mehr Menschen sich in ihren Familien infizieren, desto häufiger wird es in die Heime hineingetragen. „Die Jungen sind aktuell die, die am meisten dem Virus ausgesetzt sind.“

10.18 Uhr: Kontaktnachverfolgung nicht immer möglich

Viele Landkreise schaffen es schon längst nicht mehr, die Kontaktnachverfolgung aufrechtzuhalten. Wieler ist sich dessen bewusst: „Gesundheitsämter kommen an ihre Grenze.“ Dennoch müsse mit aller Macht versucht werden, die Kontaktnachverfolgung fortzusetzen, auch wenn sie nicht immer erfolgreich ist.

10.14 Uhr: „Es bleibt ein großer Graubereich“

Nicht immer könne die Infektionsquelle nachvollzogen werden. „Es bleibt ein großer Graubereich“, gesteht Wieler. Forscher versuchen durch Studien, die Lücken zu schließen. Nach wie vor gelte: Wenn viele Menschen aufeinandertreffen, steigt das Infektionsrisiko. Ein wichtiger Aspekt: Nur dann wenn Menschen miteinander kommunizieren, treten auch Aerosole auf. In der Bahn wird beispielsweise nicht viel gesprochen, daher sei die Ansteckungsgefahr dort vergleichsweise gering.

10.07 Uhr Uhr: AHA-Regeln auch im Privaten einhalten

Ein Blick auf eine Karte zeigt: Die Ansteckungen in Haushalten überwiegen weiterhin. „Ein Großteil der Menschen stecken sich im privaten Bereich an“, so Wieler. Dort seien die Menschen nah beinander. Zwei von drei Menschen in Deutschland wissen nach einer Studie um die Ansteckungsgefahr in geschlossenen Räumen.

„Wir können viel dazu beitragen, Ansteckungen zu verhindern“, verweist der RKI-Chef auf die AHA-Regeln.

10.00 Uhr: RKI zur aktuellen Pandemie-Lage

Der Leiter des RKI Lothar Wieler informiert über die aktuellen Infektionslage in Deutschland. „Das Geschehen steigert sich drastisch“, sagt er mit Blick auf die Zahlen. Vornehmlich Jüngere seien betroffen, doch auch mehr ältere Covid-Patienten erkranken und sterben. „Wir müssen davon ausgehen, dass die Fälle steigen und auch mehr Menschen sterben“, prognostiziert Wieler.

09.02 Uhr: Videos aus Österreichischen Skigebieten sorgen für Kopfschütteln

Österreich verzeichnet aktuell höhere Corona-Fallzahlen denn je. Im krassen Kontrast dazu stehen Bilder, die bei Twitter auftauchen. „Und für diese Leute soll ich in den Lockdown? Solidarität für unsolidarische Skifahrer, echt jetzt?“, beschwert sich eine Frau in den Kommentaren. >> Mehr dazu liest du hier!

08.52 Uhr: Bundesärzte-Präsident redet wie Corona-Gegner über Masken

Bei Markus Lanz zweifelt der Bundesärzte-Präsident Dr. Klaus Reinhardt an dem Sinn von Masken. Moderator Lanz ist darauf fassungslos und hält dagegen. Der Bundesärzte-Präsident vergleicht die Maksen sogar mit den Anti-Terror-Gesetzen aus den 1970ern. >> Mehr zur Sendung am Mittwochabend liest du hier.

08.34 Uhr: Wo infizieren sich die meisten Menschen in Deutschland?

Eine Lagebericht des Robert-Koch-Instituts zeigt, wo sich seit Ausbruch der Pandemie in Deutschland die meisten Menschen infiziert haben. Dabei sind nur Ausbruchsgeschehen von fünf oder mehr Fällen berücksichtigt worden. Sie machen etwa 16,25 Prozent alle gemeldeten Covid-19-Infektionen aus.

Anfangs waren vor allem Krankenhäuser, Pflegeheime und Flüchtlingsunterkünfte betroffen. Ab Kalenderwoche 25 galt der Arbeitsplatz als wahrscheinlichster Ansteckungsort, was auf die Ausbrüche in Schlachthöfen zurückzuführen ist.

Durchgehend führend bleibt aber der private Haushalt. Wo hingegen wenig Infektionen gemessen worden sind: Bei Freizeitaktivitäten und im öffentlichen Nahverkehr. Der Lagebericht bildet nur ein Teil der Infektionen ab, viele Ansteckungen konnten von den Gesundheitsämter nicht nachvollzogen werden.

06.25 Uhr: Zahlen sprunghaft gestiegen - RKI meldet über 11.000 Neuinfektionen

Erstmals hat die Zahl der Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden die 10.000-er Marke überschritten: Das RKI meldet am Donnerstagmorgen einen neuen Rekordwerk von 11.287 Neuinfektionen mit dem Coornavirus. Der bisherige Höchstwert seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland war am Samstag mit 7830 Neuinfektionen erreicht worden.

Am Donnerstag vergangener Woche waren mit 6638 Fällen erstmals mehr als im Frühjahr gemeldet worden. Die jetzigen Werte sind allerdings nur bedingt mit denen aus dem Frühling vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird - und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden.

Mittwoch, 21. Oktober

21:35 Uhr: Rekord-Anstieg in Deutschland

Es ist ein trauriger Rekord. .219 Neuinfektionen wurden am Mittwoch von den Gesundheitsämtern in Deutschland registriert.

Das ist ein Rekord und damit die höchste Anzahl an Neuinfektionen seit Beginn der Pandemie.

16:57 Uhr: Jens Spahn mit Coronavirus infiziert

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat Corona.

Das teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch in Berlin mit. Spahn habe sich umgehend in häusliche Quarantäne begeben. Angeblich hätten sich bei ihm nur Erkältungssymptome entwickelt, hieß es weiter.

16:22 Uhr: Drohmails im Landtag vorgelesen

Solch Worte hat wohl selbst der bayrische Landtag noch nicht gehört. In seiner Ansprache greift Markus Söder zu drastischen Maßnahmen, um zu verdeutlichen, wie hart er und seine Kollegen angegangen werden. Er zitiert aus Drohbriefen, die ihn erreichten.

Darin heißt es unter anderem: „Oh, wie ist das schön, Auschwitz und Dachau wiederzusehen. Zyklon B ist euer Freund. Alles in die Dusche rein. Als letztes ganz geschwind, hüpft in die Dusche rein, unser tapferes Söderlein“ und „Ihr seid gewählt und könnt nichts, gar nichts, außer Kinder zu schänden, das Volk, das euch Missgeburten gewählt hat, zu belügen, euren krankhaften perfiden Machterhaltungstrieb am Volk auszuüben. Ihr sollt die Schlinge fühlen um euern Hals, immer enger und enger werdend. Ihr seid der perverseste Abschaum, der je existiert hat“

13.14 Uhr Söder mit dringendem Appell

Markus Söder gibt gerade eine Pressekonferenz zur aktuellen Corona-Lage. Der Ministerpräsident von Bayern erklärt am Mittag: „Die zweite Welle rollt über ganz Europa hinweg. Um uns herum, um Deutschland nur Risikogebiete. Alle reagieren in Europa auf gleicher Weise. Fast überall gibt es Ausgangssperren, Lockdown und sogar einzelne Orte werden wieder abgesperrt“, erklärt der Ministerpräsident. „Es droht auch bei uns, außer Kontrolle zu geraten. Es ist 5 vor 12 Uhr. Wir sind einem Lockdown näher als alle glauben“, so Söder weiter.

„Mein dringender Appell: Vorsicht und Umsicht ist der Maßstab für die kommenden Wochen. Wir brauchen jetzt Ernsthaftigkeit für eine ernste Debatte. Wir müssen uns auf das wesentliche konzentrieren, das ist die Bekämpfung der Pandemie.“

12.44 Uhr: Steinmeier auch im zweiten Test negativ

Auch der zweite Corona-Test bei Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist negativ. Das gab eine Sprecherin des Bundespräsidialamts bekannt. Das zuständige Gesundheitsamt hätte festgelegt, dass das Staatsoberhaupt noch bis zum 29. Oktober in Quarantäne bleiben müsse, so die Sprecherin weiter.

Steinmeier hatte sich am Wochenende selbst in Quarantäne begeben, nachdem einer seiner Personenschützer positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Ein erster Test bei ihm fiel negativ aus.

10.39 Uhr: Fällt der Grenzwert 50? Söder überrascht mit neuer Zahl für Risikogebiete

Fällt in Deutschland in naher Zukunft der Grenzwert 50 auf 100 000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen?

Laut Achim Wendler, Leiter der Redaktion Landespolitik beim Bayrischen Rundfunk zieht der bayerische Ministerpräsident Marcus Söder in Betracht, den Grenzwert 100 einzuführen.

Das teilte Wendler auf Twitter mit Bezug auf die CSU-Frakion mit.

Bei diesem Wert müsse man beginnen, weitere Maßnahmen in Betracht zu ziehen, Richtlinien vorzugeben, sagte Söder nach Teilnehmerangaben. Davon berichtet die BILD.

Details zu seinem Knallhart-Plan sind derzeit nicht bekannt. Möglich wären aber schärfere Lockdown-Maßnahmen. Am Mittwochmittag soll eine Regierungserklärung folgen.

08.36 Uhr: Lauterbach und Bouffier rechnen mit lokalen Shutdowns

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach und der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier rechnen in der näheren Zukunft mit weiteren regionalen Beschränkungen wie im bayrischen Berchtesgaden.

„Dinge wie in Berchtesgaden werden wir jetzt häufiger sehen, sagt Lauterbach den Zeitungen der „Funke Mediengruppe. „Wir können nur reagieren durch lokale Shutdowns, insofern sind die auch angemessen.

Bouffier spricht sich daher gegen die Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder aus, mehr Zuständigkeiten bei der Pandemiebekämpfung von der Landes- auf die Bundesebene zu verlagern. „Gerade die föderale Struktur der Bundesrepublik macht es möglich, zielgerichtete Maßnahmen zu ergreifen und so deren Wirksamkeit zu erhöhen, sagt Bouffier der Funke Mediengruppe in einem separaten Interview.

Dienstag, 20. Oktober:

16.10 Uhr: Gericht kippt Beherbergungsverbot in Mecklenburg-Vorpommern

Auch in Mecklenburg-Vorpommern sind die Beherbergungsbeschränkungen für Urlaubsgäste aus Corona-Risikogebieten gerichtlich gekippt worden. Das Oberverwaltungsgericht in Greifswald gab am Dienstag den Eilanträgen von zwei Hotelbetrieben statt, die gegen die geforderten Corona-Negativtests geklagt hatten. Die Landesregierung habe keinen sachlichen Grund darlegen können, weshalb Urlaubsgäste aus Risikogebieten anders zu behandeln seien als etwa Schüler, Studenten oder Berufspendler, teilte das Gericht zur Begründung mit.

15.45 Uhr: Kanzleramtschef kritisiert Corona-Verstöße: „Kein Kavaliersdelikt“

Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) hat die Missachtung von Corona-Regeln scharf verurteilt. „Das ist kein Kavaliersdelikt, sondern gesellschaftsschädigendes Verhalten“, sagte Braun im „Stern“. Und weiter: „Es ist ein schwerer Verstoß gegen den Gemeinsinn in unserem Land.“ Es gehe nun darum, über den bevorstehenden Winter zu kommen: „Da ist eine gesellschaftliche Rücksichtnahme der Jüngeren gegenüber den Älteren etwas, was man erwarten darf.“

12.06 Uhr: Europäische Todesopfer überschreiten Monster-Marke

Die Zahl der bislang registrierten Corona-Todesopfer in Europa hat die Marke von 250.000 überschritten. Insgesamt sind 250.039 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Das berichtet ntv.de. Die Plattform stützt sich dabei auf nationale Behördenangaben sowie Daten des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC).

Demnach verzeichnet Großbritannien mit 43.726 Verstorbenen die mit Abstand meisten Todesopfer in Europa – vor Italien, Spanien und Frankreich mit jeweils mehr als 30.000 Toten. Die Gesamtzahl der bisher registrierten Ansteckungen in Europa beläuft sich den Berechnungen zufolge auf mindestens 7.493.256.

08.09 Uhr: Nach Herbstferien! Lehrer fordern Rückkehr zu DIESEM Unterrichtsmodell

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, hat Ländern und Kommunen einen widersprüchlichen Umgang mit den Corona-Regeln für Schulen vorgeworfen. Der Regelbetrieb laufe vielerorts weiter, obwohl in Städten und Regionen immer häufiger der kritische Wert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche überschritten werde, sagte Meidinger der „Rhein-Neckar-Zeitung“. „Bei diesem Wert müsste es eigentlich eine Rückkehr zum Wechselbetrieb mit halbierten Klassen geben.“ Er kenne aber kaum eine Kommune, die entsprechend handele.

„Es sorgt uns, dass diese Richtwerte für verschärfte Hygieneschutzmaßnahmen an Schulen komplett ignoriert werden, um Schulen auf Teufel komm raus offen zu halten.“

Ende vergangener Woche hatte die Kultusministerkonferenz trotz deutlich steigender Corona-Infektionszahlen nochmal bekräftigt, dass Schulen und Kitas möglichst lange offen bleiben sollen. Bei höheren Infektionszahlen könne es sinnvoll sein, die Maskenpflicht auch im Unterricht anzuordnen, hieß es.

Montag, 19. Oktober:

17.30 Uhr: Hessen verschärft Corona-Regeln

Angesichts steigender Infektionszahlen verschärft Hessen seine Regeln. Damit würden Beschlüsse zwischen Bund und Ländern umgesetzt, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Montag in Wiesbaden.

16.15 Uhr: Deutsche Corona-App funktioniert jetzt auch in Italien und Irland

Die deutsche Corona-Warn-App funktioniert jetzt auch in Italien und Irland. Laut EU-Kommission seien ab Montag die deutsche, die italienischen und die irische Corona-Warn-App miteinander verbunden worden. Weitere Länder sollen bald folgen.

15.30 Uhr: Südafrika stuft Deutschland als Hochrisikoland ein

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen in Deutschland hat Südafrika am Montag auch die Bundesrepublik auf die Liste der Hochrisikoländer gesetzt. Die Regierung in Pretoria hat mitgeteilt, dass Touristen nicht nach Deutschland fliegen dürfen. Ausnahmen gibt es für Geschäftsreisende, Investoren oder Experten nach Antrag sowie für Deutsche mit Immobilien in der Bundesrepublik. Südafrika hatte den regulären internationalen Flugverkehr erst Anfang des Monats nach rund sechsmonatiger Sperre wieder für den Reiseverkehr aus dem Ausland geöffnet.

14.21 Uhr: Wales geht zwei Wochen in den Lockdown

Ab dem 23. Oktober werden die Menschen in Wales erneut in den Lockdown gehen müssen. Zweieinhalb Wochen sollen die strengen Maßnahmen andauern und vorerst bis zum 9. November gelten. Das teilte der walisische Regierungschef Mark Drakeford am Montag mit. Handle seine Regierung nicht sofort, werde der Gesundheitsdienst mit den Auswirkungen nicht mehr zurechtkommen, warnte er und begründete so die Entscheidung. Ohne „Brandsperre“ breche Gesundheitssystem zusammen. Pubs, Restaurants und nicht lebensnotwendige Geschäfte werden geschlossen, Menschen müssen zuhause bleiben.

Wales ist ein Landesteil des Vereinigten Königreichs. Großbritannien gehört zu den am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern Europas. Mit fast 47.000 Corona-Toten weist es die höchste Opferzahl des Kontinents auf.

12.16 Uhr: Söder zeigt sich in großer Sorge

Markus Söder zeigt sich in der Pressekonferenz am Mittag nach der Coronasitzung der CSU besorgt.

Zudem kündigte er für den Landkreis Berchtesgaden in Oberbayern ein umfassendes Maßnahmenpaket an, das einem Lockdown entspricht. Die Zahlen dort seien „einfach zu hoch“. Nach einer Party gibt es in Berchtesgaden einen Inuidenzwert von 250.

Es gehe nicht darum, dem Staat zu folgen, sondern „ausschließlich um Solidarität“, sagte der bayerische Ministerpräsident weiter. „Wir brauchen Solidarität unter den Generationen und Solidarität in der Gesellschaft. Es geht darum, die besonders Schwachen und die besonders Gefährdeten zu schützen.“

11.51 Uhr: Experte mit düsterer Prognose

Ein Viren-Forscher von der Universität von Minnesota schockiert mit einer düsteren Prognose. Das Schlimmste komme noch, sagte er. Hier mehr dazu>>>

11.51 Uhr: Österreich verschärft Corona-Maßnahmen

Österreich verschärft die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus. Dazu gehörten Obergrenzen von sechs Personen bei privaten Zusammenkünften in Gebäuden und von zwölf Menschen im Freien, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Montag in Wien. Betroffen seien davon auch Yoga- und Tanzkurse, Geburtstagsfeiern, Hochzeiten und Vereinstreffen.

Außerdem sei künftig bei Kultur- und Sportveranstaltungen wie Bundesliga-Spielen und Opern ständig ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Bei behördlich genehmigten Veranstaltungen betrage das Besucherlimit 1000 in Gebäuden und 1500 im Freien, sagte Kurz.

Der Regierungschef appellierte an die Österreicher, sich an die Maßnahmen, die ab Freitag gelten, zu halten. „Die nächsten Monate, die werden ein rot-weiß-roter Kraftakt werden“, sagte Kurz. Es gelte, einen zweiten Lockdown zu verhindern.

In Österreich steigt die Anzahl der Neuinfektionen wie praktisch überall in Europa. Wenn es nicht gelinge, den Trend zu stoppen, seien im Dezember 6000 neue Fälle pro Tag zu befürchten, sagte Kurz. Bezogen auf die Einwohnerzahl entspräche das in Deutschland einem Wert vom rund 55 000.

10.44 Uhr: Bundestagsvize Kubicki läuft nach Video-Appell von Kanzlerin Sturm

Kanzlerin Angela Merkel hat die Bürger in Deutschland in einem Video-Appell dazu aufgerufen, freiwillig zu Hause zu bleiben. Nun schießt Bundestagsvize Wolfgang Kubicki gegen die Kanzlerin. Er findet den Appell übertrieben. Hier mehr dazu>>>

10.07 Uhr: Söder warnt vor erneutem Lockdown

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat sich vor einer Corona-Sitzung der CSU am Montagvormittag an die Presse gewandt. Dabei warnte er vor einem erneuten Lockdown in Deutschland. Er sagte, keiner wolle einen zweiten Lockdown. „Doch ich sage Ihnen ganz offen: Wir nähern uns dieser Situation mit großen Schritten in ganz Deutschland.“ Im Gegensatz zur ersten Welle sei dieses Mal nicht nur vor allem Bayern, sondern die ganze Bundesrepublik betroffen. „Die zweite Welle wird wesentlich schwieriger zu lösen als die erste Welle“, so Söder weiter. Zwar wisse man, was man tun könne, doch die Bevölkerung müsse „besser und stärker“ mitgenommen werden.

Der Ministerpräsident fordert mehr Einheitlichkeit in Deutschland und klare, eindeutige Regelungen. „Das Wichtigste wäre - und das fordern wir für das ganze Land - eine allgemeine Maskenpflicht einzuführen.“ Die Maske sei ein kleines Mittel mit großer Wirkung. „Die Maske ist DAS Präventionsmittel schlechthin.“ Nur durch eine allgemeine Maskenpflicht könne mehr Normalität ermöglicht werden.

Nach der CSU-Coronasitzung will Markus Söder am Montagmittag erneut vor die Presse treten.

08.00 Uhr: 4325 neue Fälle

Am Montagmorgen meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) 4325 neue Infektionen mit dem Coronavirus in Deutschland. Der Wert ist vergleichsweise niedrig, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten übermitteln. Gemessen an den 2467 gemeldeten Infektionen vom Montag vergangener Woche ist der aktuelle Wert aber deutlich erhöht. Die Zahl der Neuinfektionen hatte am Samstag mit 7830 zum dritten Mal in Folge einen Höchstwert erreicht.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 366 299 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 19.10., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9789. Das waren zwölf mehr als am Vortag. Nach Schätzungen des RKI gibt es etwa 294 800 Genesene.

Sonntag, 18. Oktober:

22.43 Uhr: Krankschreibung per Telefon ab Montag wieder möglich

Wegen der verschärften Corona-Lage sind von Montag an wieder bundesweit telefonische Krankschreibungen bei Erkältungsbeschwerden möglich. Die Regelung gilt vorerst bis zum Jahresende - das hatte der Gemeinsame Bundesausschuss im Gesundheitswesen am Donnerstag beschlossen. Patienten mit leichten Atemwegserkrankungen müssen somit nicht in eine Praxis gehen, nur um eine Krankschreibung zu bekommen. Stattdessen können Ärzte die Arbeitsunfähigkeit per telefonischer Befragung feststellen. So sollen volle Wartezimmer und Ansteckungsrisiken vermieden werden.

Die entsprechenden Krankschreibungen gibt es jeweils für sieben Tage. Eine einmalige Verlängerung der Krankschreibung kann telefonisch für weitere sieben Kalendertage ausgestellt werden.

18.54 Uhr: Julia Klöckner meldet sich zu Wort: „Wer hortet, handelt nicht nur unlogisch, sondern auch unsolidarisch“

Es wird wieder gehamstert - Klopapier ist in vielen Supermärkten bereits Mangelware. Jetzt meldet sich die Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner zu Wort: „Für Hamsterkäufe gibt es keinen Grund“, sagte sie der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. „Die Lieferketten funktionieren – das gilt nach wie vor.“ Die Lebensmittelversorgung sei zu keiner Zeit der Pandemie gefährdet gewesen. „Wer hortet, handelt nicht nur unlogisch, sondern auch unsolidarisch. Und am Ende landet vieles in der Tonne.“

13.39 Uhr: Polizei München löst Partys auf

Die Münchner Polizei hat am Wochenende wegen Verstößen gegen die neuen Corona-Regeln mehrere Partys aufgelöst. Darunter waren größere Feiern mit um die 50 Teilnehmern, aber auch eine Party mit acht Teilnehmern, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. In allen Fällen mussten die Partygäste die Feiern verlassen, außerdem erhielten sie Anzeigen wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz.

13.24 Uhr: Ausgangssperre für 20 Millionen Franzosen

Geschlossene Bars und Restaurants, menschenleere Straßen und ein neuer Höchststand von über 32.000 Corona-Neuinfektionen: Angesichts der alarmierenden Corona-Zahlen gilt seit Samstag in Paris und vielen weiteren französischen Großstädten ab 21.00 Uhr eine nächtliche Ausgangssperre - an die sich die Einwohner am ersten Abend auch penibel hielten. In den Stunden davor aber waren die Bars und Restaurants vollbesetzt.

Die Ausgangssperre in der Nacht gilt für 20 Millionen Menschen in Frankreich.

10.32 Uhr: Umfrage zeigt: Das ist die Meinung der Deutschen zur Corona-Politik

Eine große Mehrheit der Bundesbürger ist laut einer Umfrage weiterhin mit dem Corona-Management der Bundesregierung zufrieden. 68 Prozent bewerten das Agieren als eher gut, nur 27 Prozent als eher schlecht, wie eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar für die „Bild am Sonntag“ ergab. Vier Prozent gaben an, keine Meinung zu haben.

Damit blieben die Werte im Vergleich zum Lockdown im März nahezu unverändert - auch damals nannten 68 Prozent das Corona-Management eher gut, 26 Prozent fanden es eher schlecht.

Eine sehr deutliche Zustimmung findet die auf stark besuchte öffentliche Orte in Risikogebieten ausgeweitete Maskenpflicht. Dies halten 89 Prozent für richtig. Die Beschränkung für private Feiern auf zehn Teilnehmer aus maximal zwei unterschiedlichen Haushalten finden 74 Prozent richtig und 22 Prozent falsch. Eine Sperrstunde in der Gastronomie und ein generelles Ausgabeverbot von Alkohol ab 23 Uhr in Risikogebieten befürworteten 70 Prozent für Corona-Hotspots.

Kantar befragte am Donnerstag insgesamt 500 Menschen für die Umfrage.

07.40 Uhr: 5587 Neuinfektionen am Sonntagmorgen in Deutschland

Erwartungsgemäß haben die Gesundheitsämter in Deutschland vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert am frühen Sonntagmorgen mit 5587 an. An Sonntagen wie auch an Montagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI übermitteln. Im Vergleich zu den 3483 Infektionen am Sonntag vergangener Woche ist der aktuelle Wert aber deutlich erhöht.

Die Zahl der Neuinfektionen hatte am Samstag mit 7830 zum dritten Mal in Folge einen Höchstwert erreicht.

(DER WESTEN mit dpa und AFP)

 
 

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