Corona: Lehrerin packt aus – SO schlimm ist der Unterricht unter Corona-Bedingungen

Coronavirus: Diese Symptome sprechen für COVID-19

Zahlreiche Menschen auf der Welt haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) sind Frauen und Männer von einer SARS-CoV-2-Infektion etwa gleich häufig betroffen. Männer erkranken jedoch häufiger schwer als Frauen. Es gibt einige Symptome, die auf eine mögliche Infektion hinweisen können.

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Es ist ein anhaltendes Streitthema während der Corona-Pandemie: der Schulunterricht unter Coronavirus-Schutzmaßnahmen. Wie regelmäßig muss gelüftet werden und sind Masken im Unterricht notwendig?

Wie belastend der Unterricht unter Corona-Bedingungen wirklich in der Praxis ist, hat eine Lehrerin jetzt in einem speziellen Tagebuch offen gelegt.

Corona: Lehrerin beschreibt schonungslos den Unterricht mit Schutz-Maßnahmen

Während es noch immer kein bundesweites Corona-Konzept für den Unterricht in Schulen gibt, erleben Schüler und Lehrer das Lernen und Lehren unter Corona-Bedingungen hautnah.

Für die „Süddeutsche Zeitung“ hat Katharina Fleer, Lehrerin an einer Realschule in Trier, ein Tagebuch über den Unterricht während der Corona-Krise geführt, beginnend Ende Oktober, als dort die Maskenpflicht an weiterführenden Schulen eingeführt wurde.

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Das ist die Corona-Pandemie:

  • bezeichnet den weltweiten Ausbruch der Atemwegserkrankung Covid-19
  • der erste Ausbruch wurde am 31. Dezember 2019 in Wuhan/China bestätigt
  • am 11. März 2020 erklärte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Epidemie zur weltweiten Pandemie
  • bisher sind über 200 Länder betroffen, es gibt weltweit über 51 Millionen bestätigte Fälle
  • rund 1,27 Millionen Menschen sind weltweit an dem Coronavirus gestorben

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Beim Lesen der rund 13 Schultage wird klar, was die größten Probleme für Lehrer und Schüler in der aktuellen Zeit sind.

Bereits am ersten Tag beschreibt die Lehrerin, dass rund 27 Personen im Klassenzimmer sind: „Abstand zueinander: maximal 50 Zentimeter.“ Und: „Die Seife ist leer“ – ein Umstand, der sich durch das gesamte Tagebuch ziehen wird.

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Corona: „Meine Finger sind taub vor Kälte“

Doch fehlende Seife ist nicht das einzige Problem: „Heute ist es ziemlich windig. Beim Lüften sitzen die Schüler am Fenster im Regen, ich stehe voll im Zug“, steht im Corona-Tagebuch.

Am Ende des Schultages ist ebenfalls schwierig, die Schutz-Maßnahmen umzusetzen: „Ich desinfiziere die Tische jetzt mit den Schülern am Ende jedes Schultages. Als alles einsprüht ist, stellen wir fest, dass auch keine Tücher mehr da sind.“ Stattdessen werden Taschentücher gesammelt.

Nach knapp einer Woche ohne Seife und Desinfektionsmittelspender in der Klasse, entscheidet sich Lehrerin Fleer dazu, neben ihren Unterrichtsmaterial auch Jacke, Mütze, Schal, Handschuhe, Seife, Desinfektionsmittel und Küchenrolle mit zur Schule zu bringen.

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Aber selbst die Winterausrüstung scheint nicht auszureichen für ein Klassenzimmer mit offenen Fenstern: „Trotz Decken und warmer Kleidung frieren wir. Meine Finger sind taub vor Kälte. Schreiben schwierig“, notiert die 39-Jährige für die „Süddeutsche Zeitung“.

Ob die Corona-Realität in den deutschen Klassenzimmern in der Politik Gehör finden? Die Meinungen zu Schulunterricht unter Corona-Bedingungen gehen jedenfalls weit auseinander, wie du in unserem Corona News-Ticker lesen kannst >>>. (kv)

 
 

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