Coronavirus: Neue Strafe in NRW – wenn du ohne Mundschutz in Bus und Bahn unterwegs bist, musst du jetzt....

Foto: Ole Spata / dpa

Rund 19,5 Millionen Menschen weltweit haben sich mit Corona infiziert, mehr als 723.000 sind an den Folgen gestorben. Allein in Deutschland haben sich über 216.000 infiziert, 9.259 Menschen starben in der Bundesrepublik an den Folgen von Covid-19.

Ende der Maskenpflicht: Deutsche sind gespalten
Ende der Maskenpflicht: Deutsche sind gespalten

Corona: Alle aktuellen Entwicklungen im Newsblog

In unserem Newsblog erhältst du alle Corona-News zu den Geschehnissen in Deutschland, Europa und weltweit.

--------------------

Alles, was du zum Coronavirus wissen solltest:

--------------------

Die Coronavirus-Karte mit aktuellen Fallzahlen aus Deutschland:

Aktuelle Corona-News in unserem Blog

+++Corona-News-Blog aktualisieren+++

Mittwoch, 12. August

07.15 Uhr: Wenn du ohne Mundschutz in Bus und Bahn unterwegs bist, kommt jetzt DAS auf dich zu

Ab sofort verlangen die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern und NRW höhere Strafzahlungen bei Verstößen gegen die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen.

Wer am Mittwoch ohne Mundschutz unterwegs ist und erwischt wird, muss 150 Euro bezahlen. Des weiteren ist seine Fahrt beendet. Ausstieg, nächste Station.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es eine Bußgelderhöhung auf 150 Euro. Bislang lag diese bei 25 Euro.

Eine Mehrheit der Bundesbürger befürwortet die seit Mittwoch in NRW geltende Bußgeld-Regelung bei Verstößen gegen die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen. Dies geht aus einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur hervor. Dazu wurden zwischen dem 7. und 10. August insgesamt 2018 Menschen online befragt. Wer in Nordrhein-Westfalen in Bus und Bahn auf die Maske verzichtet, soll ab Mittwoch sofort mit 150 Euro Bußgeld zur Kasse gebeten werden. Dies sieht die am Dienstag veröffentlichte Neufassung der Coronaschutzverordnung vor.

Auf die Frage: „Wie stehen Sie zu diesem Bußgeld?“ stimmten 56 Prozent der Antwort „Ich finde das Bußgeld richtig“ zu. Bei den 436 Teilnehmern aus NRW waren es 60 Prozent. 27 Prozent der Bundesbürger wählten die Antwort: „Ich finde das Bußgeld richtig, aber man sollte erst einmal verwarnt und an die Maskenpflicht erinnert werden, bevor man zahlen muss.“ 13 Prozent entschieden sich für „Ich bin gegen ein Bußgeld bei Verstößen gegen die Maskenpflicht.“ Keine Angabe machten 4 Prozent.

„Das Tragen der Maske ist eine Frage der Solidarität mit den Schwächsten in unserer Gesellschaft“, hatte Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) am Dienstag laut einer Mitteilung gesagt. Die Masken-Pflicht im Nahverkehr sei „eine kleine Unannehmlichkeit - sie kann aber eine große Katastrophe verhindern“.

Wie die Neuregelung im Alltag angewandt wird, ist noch unklar. Von der dpa befragte Nahverkehrsunternehmen in Köln und Münster konnten am Dienstag noch keine Angaben dazu machen. „Wir warten ab, wie konkret die Ausgestaltung der Coronaschutzverordnung aussieht und stimmen uns dann mit der Stadt Köln über das weitere Vorgehen ab“, sagte Matthias Pesch, Sprecher der Kölner Verkehrsbetriebe (KVB). Er betonte, dass nur das Ordnungsamt Bußgelder verhängen könne. Bislang sei man eine deeskalierende Strategie gefahren. Die meisten hätten eine Maske aufgesetzt, nachdem sie angesprochen worden seien.

Ein Sprecher der Stadtwerke Münster äußerte sich ähnlich: „Wir müssen schauen, wie der Wortlaut der neuen Verordnung ist“, sagte Florian Adler. Schon die bislang gültige Coronaschutzverordnung habe dazu verpflichtet, die Maskenpflicht zu kontrollieren. Die Ticketkontrolleure hätten dies auch von Anfang an gemacht. „Wenn jemand ohne Maske fährt, verstößt das gegen die allgemeinen Auflagen. Dann dürfen wir ihn aus dem Bus bitten.“ Das sei bislang allerdings so gut wie gar nicht vorgekommen.

Dienstag, 11. August:

21.50 Uhr: Reisewarnung für Regionen in Spanien

Das Auswärtige Amt warnt wegen der Corona-Pandemie nun auch vor Reisen in Spaniens Hauptstadt Madrid und ins spanische Baskenland. Das Ministerium begründete dies am Dienstagabend in Berlin mit „erneut hohen Infektionszahlen“. Bereits seit Ende Juli gilt eine Warnung vor Reisen in drei andere spanische Regionen, darunter Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona und die Strände der Costa Brava. Die beliebte Urlauberinsel Mallorca und auch die Kanaren sind weiterhin nicht betroffen.

Eine Reisewarnung ist kein Verbot, soll aber eine erhebliche abschreckende Wirkung haben. Allerdings hat sie auch eine positive Seite für Verbraucher: Sie ermöglicht es Reisenden, Buchungen kostenlos zu stornieren. Betroffen sind neben den Gebieten in Spanien auch Luxemburg, die belgische Provinz Antwerpen sowie Regionen in Bulgarien und Rumänien. Zur Neueinstufung von Madrid und dem spanischen Baskenland heißt es nun auf der Webseite des Auswärtigen Amts, Spanien sei von Covid-19 stark betroffen. Derzeit gebe es „neue regionale Infektionsherde in Aragón, Katalonien, Navarra, dem Baskenland sowie in der Hauptstadtregion Madrid“.

20.40 Uhr: Weltweit 20 Millionen Infizierte

Weltweit nahm die Zahl der bekannten Corona-Infektionen zuletzt weit drastischer zu als in Deutschland: Innerhalb von sechs Wochen verdoppelte sie sich seit Ende Juni von etwa zehn Millionen auf rund 20 Millionen, innerhalb der vergangenen drei Wochen stieg sie von gut 15 auf die jetzigen 20 Millionen, wie aus am Montag veröffentlichten Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervorgeht.

Etwa die Hälfte der bestätigten Infektionen entfielen demnach auf nur drei Länder: die USA mit mehr als fünf Millionen Infektionen, Brasilien mit über drei Millionen und gut zwei Millionen in Indien. Weltweit sind der Universität zufolge bislang mehr als 730 000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Die Zahl der Opfer stieg zuletzt unter anderem infolge besserer Behandlungsmöglichkeiten deutlich langsamer an als die Zahl der Neuinfektionen.

20.30 Uhr: Fast 1000 Neuinfektionen

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 966 neue Corona-Infektionen gemeldet. Damit nähert sich die Zahl wieder der Marke von 1000 Neuinfektionen. Der Wert hatte in der vergangenen Woche bereits am Donnerstag, Freitag und Samstag über der Schwelle von 1000 gelegen – erstmals seit Anfang Mai wieder. Global betrachtet entwickelte sich die Zahl bekannter Corona-Fälle unterdessen zuletzt weit drastischer. Der Erreger Sars-CoV-2 kann die Erkrankung Covid-19 auslösen, die lebensgefährlich sein kann.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 11.8., 0.00 Uhr, in Deutschland bei 0,97 (Vortag: 1,09). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

14.53 Uhr: Polizist spricht auf Anti-Corona-Demo - jetzt ist er suspendiert

Ein Polizist aus Hannover ist nach seiner Rede bei einer Demonstration gegen die staatlichen Corona-Schutzmaßnahmen in Dortmund vorerst vom Dienst entbunden worden. Das teilte die Pressestelle der Polizeidirektion Hannover am Dienstag mit. Der Mann hatte sich bei der Kundgebung „Querdenken“ am vergangenen Sonntag in Dortmund mit seinen vollen Namen als Kriminalhauptkommissar vorgestellt und die aktuellen Corona-Regeln hinterfragt.

Dabei forderte er seine Kollegen auf, sich in der aktuellen Corona-Situation mehr ihrem Gewissen als dem Gehorsam verpflichtet zu fühlen. Der Polizist zog dabei auch Parallelen zur Nazizeit, wie in einem auf Youtube veröffentlichen Mitschnitt der Rede zu hören ist. „Im dunkelsten Kapitel unserer deutschen Geschichte haben Regierende ihre Sicherheitskräfte schon einmal bedingungslosem Gehorsam unterworfen und sie für die abscheulichsten Verbrechen missbraucht, die anderen Menschen je angetan wurden.“ Er habe Angst, denn „mein Bauch sagt mir, dass sich gerade alles wieder in dieselbe Richtung entwickelt“, sagte der Polizist. Die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ berichtete am Dienstag, der Kriminalhauptkommissar sei seit Jahren bei der Zentralstelle technische Prävention der Polizei Hannover tätig.

Der Sprecher des niedersächsischen Innenministeriums, Philipp Wedelich, sagte, Beamte, die nicht auf dem Boden der freiheitlich demokratischen Grundordnung stünden, hätten keinen Platz in der niedersächsischen Polizei. Dem Innenministerium sei aktuell kein vergleichbarer Fall eines Polizeibeamten aus der jüngsten Zeit bekannt.

Die Sprecherin der Polizeidirektion Hannover erläuterte, es werde nun geprüft, ob der Mann gegen die gebotene Neutralität und die sogenannte Wohlverhaltenspflicht verstoßen habe. Bis dies geklärt sei, sei es dem Beamten verboten, seine Dienstgeschäfte auszuüben. „Das Verbot erlischt, wenn nach drei Monaten kein Disziplinarverfahren eingeleitet wird“, teilte die Sprecherin mit.

14.19 Uhr: Fast zwei Drittel der Gastronomen in NRW kämpfen ums Überleben

Die Coronakrise hat die Gastronomie-Branche und die Hoteliers hart getroffen. Fast zwei Drittel (66 Prozent) kämpfen nach eigener Aussage ums Überleben in NRW. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA. 7200 Unternehmen haben abgestimmt. 826 davon stammen aus NRW.

Durchschnittlich musste das Gewerbe 62 Prozent Umsatzeinbußen hinnehmen. Trotz der Lockerungen sind es immerhin nun nur die Hälfte der üblichen Einnahmen. „Das Bedrohungsszenario für unsere Betriebe ist real: Der Geschäftsreiseverkehr kommt nicht in die Gänge, Großveranstaltungen wie Messen, Sportveranstaltungen oder Konzerte finden weiterhin nicht oder nur sehr eingeschränkt statt, Clubs und Diskotheken bleiben geschlossen, die Corona-Regelungen führen zu vermindertem Platzangebot und erhöhten Kosten, viele Gäste sind immer noch verunsichert“, resümiert Bernd Niemeier, Präsident des DEHOGA Nordrhein-Westfalen.

Was der Verband als positiv bewertet: „Nur“ 34 der Gastronomien und Hotels mussten Mitarbeiter entlassen. Mit Sorge blicken die Verantwortlichen aber in die Zukunft. Es bleibt ungewiss, ob im Winter weiterhin mehrere Menschen kommen werden, wenn sie nicht mehr draußen im Biergarten sitzen können. Auch der Ausfall von Messen und anderen Veranstaltungen bereitet den Betreibern Sorge.

11.59 Uhr: Durchbruch in der Corona-Forschung? Wissenschaftler aus dem Ruhrgebiet untersuchen Mundspülungen

Wissenschaftler aus dem Ruhrgebiet haben nun Mundspülungen genauer unter die Lupe genommen und sind zu einem interessanten Ergebnis gekommen. Wie die Ruhr-Universität Bochum in einer Mitteilung verkündet, könnten Mundspülungen dabei helfen, das Ansteckungsrisiko mit Coronaviren zu senken. Das haben Labortest von Zellkulturen in Zusammenarbeit von den Universitäten in Jena, Duisburg-Essen, Bremen, Nürnberg und Ulm gezeigt.

Demnach verringern die acht getesteten Mundspülungen, die es in Drogerien oder Apotheken zu kaufen gibt, die Anzahl der Sars-Cov-2-Viren. „Dies könnte beispielsweise vor zahnärztlichen Behandlungen nützlich sein“, so die Forscher. Sie warnen aber auch: „Mundspülungen eignen sich jedoch nicht, um eine Covid-19-Infektion zu behandeln oder um sich selbst vor einer Ansteckung mit dem Virus zu schützen.“

Die Studie ist gerade neu erschienen. Unklar ist deshalb noch, ob die Mundspülungen den Test auch in der Praxis bestehen würden oder ob sie den Viren im Mundraum doch nichts anhaben können.

11.03 Uhr: Russland lässt Impfstoff gegen das Coronavirus zu

Der russische Präsident Wladimir Putin hat am Dienstag die weltweit erste staatliche Zulassung eines Impfstoffs gegen das Corona-Virus bekanntgegeben. „Das russische Vakzin gegen das Coronavirus ist effektiv und bildet eine beständige Immunität“, sagte er der Agentur Interfax zufolge. Die Registrierung sei am Dienstagmorgen erfolgt, hieß es. Eine seiner beiden Töchter habe sich schon impfen lassen, sagte Putin.

Der Impfstoff wurde vom staatlichen Gamaleja-Institut für Epidemiologie und Mikrobiologie in Moskau entwickelt. Erst wenige Menschen haben ihn im Rahmen einer Studie erhalten. Eine Zulassung vor dem Vorliegen der Ergebnisse großer klinischer Studien widerspricht dem international üblichen Vorgehen. So stellte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Vorfeld klar: „Jeder Impfstoff muss natürlich alle Versuchsreihen und Tests durchlaufen, bevor er genehmigt und ausgeliefert wird.“ Es gebe klare Richtlinien für die Entwicklung von Impfstoffen.

Eine reguläre Zulassung ohne die umfangreichen Daten aus einer Phase-III-Prüfung mit mindestens mehreren Tausend Probanden erscheine riskant, erklärte auch Klaus Cichutek, Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts. In der Etappe könnten unter anderem mögliche seltene Nebenwirkungen detektiert werden. Die Zahl der Probanden betrage in der Regel mehrere Tausend bis Zehntausende. In Deutschland gibt es eine Zulassung erst nach Abschluss der letzten Phase.

Russlands Gesundheitsminister Michael Muraschko erklärte, das Gamaleja-Institut und die Firma Winnopharm sollten das Medikament produzieren. Zuerst sollen Lehrer und Ärzte geimpft werden. Nach Behördenangaben beginnt die Impfung noch im August oder im September. Der Stoff solle auch ins Ausland exportiert werden. Unabhängig von der Zulassung läuft in Russland eine dritte Testphase.

9.51 Uhr: Armin Laschet spricht über neue Corona-Regeln

Armin Laschet verkündet bei einem Pressetermin Neuigkeiten zu den Coronaregeln. Abstand, Hygieneregeln und die Maskenpflicht bleiben demnach bestehen.

In der neuen Coronaschutz-Verordnung des Landes Nordrhein-Westfalen, die am Dienstag vorgelegt werden soll, wird es laut Ministerpräsident Armin Laschet „keine weiteren Öffnungen geben“.

Der CDU-Politiker appellierte an alle Reiserückkehrer, sich „zeitnah“ testen zu lassen, besonders, wenn man in einem Risikogebiet war. Die neue Verordnung soll laut Landesregierung zunächst bis zum 31. August gelten.

7.34 Uhr: Zalando macht deutlich mehr Gewinn in Coronakrise

Der Modehändler Zalando hat im zweiten Quartal deutlich mehr verdient als im Vorjahr. Der Nettogewinn stieg von 45,5 Millionen auf 122,6 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Dienstag in Berlin mitteilte. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) wurde mit 211,9 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Zalando profitierte im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie von deutlich mehr Bestellungen der Kunden über das Internet. Der Umsatz stieg daher um 27,4 Prozent auf gut 2 Milliarden Euro. Die Prognose für 2020 bekräftigte das Unternehmen.

Montag, 10. August

21.15 Uhr: NRW trifft wegweisende Entscheidung vor Schulstart für die Oberstufe

Das nordrhein-westfälische Schulministerium lockert wegen des heißen Sommerwetters die Hitzefrei-Regelung an Schulen. „Die derzeitigen Hitzefrei-Regelungen werden angesichts der hohen Außentemperaturen und der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung auf die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II vorerst ausgeweitet“, sagte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ und der „Rheinischen Post“ (Dienstag).

Dem „Stadt-Anzeiger“ zufolge gilt die neue Regelung ab Schulstart am Mittwoch. Dann könne auch für Oberstufenschüler der Unterricht von der Schulleitung abgesagt werden, wenn die Temperaturen in den Räumen auf mehr als 27 Grad steigen. Zuvor hatten etwa der Städtetag NRW und die Landesschülervertretung eine Lockerung gefordert. „Wir schaffen damit für die Schulleitungen, die über Hitzefrei entscheiden, in Corona-Zeiten Handlungsspielräume und zusätzliche Flexibilität“, sagte Gebauer der „Rheinischen Post“. Ebenfalls ab Mittwoch gilt in NRW eine Maskenpflicht in allen Schulgebäuden und auf dem Gelände - in weiterführenden und berufsbildenden Schulen sogar im Unterricht.

18.46 Uhr: Sein Auftritt auf einer Corona-Leugner-Demo sorgt für heftige Kritik

Nach der Rede eines Polizisten auf einer Corona-Demonstration in Augsburg wird ein dienstrechtliches Fehlverhalten des Beamten geprüft. Die Polizei habe Videoaufnahmen der Demonstration sichergestellt, die nun gesichtet und bewertet werden, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelfranken am Montag. Während der Prüfung werde der Beamte nicht mehr als Führungskraft oder im Dienst mit Bürgerkontakt eingesetzt. Der Bayerische Rundfunk (BR) berichtete über den Fall. In dem Bericht heißt es, dass der Beamte intern versetzt wurde. Der Polizeisprecher bestätigte dies auf Nachfrage nicht. Zunächst müsse die Bewertung des Auftritts, an der auch Juristen beteiligt sind, abgeschlossen sein, bevor Maßnahmen ergriffen würden.

Der Polizist nahm am Samstag am „Fest für Freiheit und Frieden“ in Augsburg (Bayern) teil, auf dem Menschen gegen staatliche Maßnahmen zum Eindämmen des Corona-Virus protestierten. Ein Youtube-Video zeigt, wie der Beamte die Rede mit „Achtung, Achtung - hier spricht die Polizei!“ beginnt und sich der applaudierenden Menge als Dienstgruppenleiter einer Polizeiinspektion vorstellt. In der Rede wirft der Beamte der Politik und den „Leitmedien“ unter anderem vor, Angst und Schrecken zu verbreiten. Deutschland habe sich in einen „Denunzianten-Staat“ verwandelt, was ihn sehr bedrücke. Die Presse unterdrücke wesentliche Informationen - er bezeichnete sie daher als „Lückenpresse“. Der Beamte forderte seine Kollegen auf, sich dem Protest anzuschließen.

17.30 Uhr: Kuriose Szenen in der Kirche

Ein Priesterin der Kirche von England benutzt in der Corona-Krise lange Essstäbchen, um Gläubigen bei der heiligen Kommunion das Brot zu reichen. Viele ihrer Gemeindemitglieder hätten zuvor Angst vor einer Ansteckung mit dem Virus gehabt, sagte die Geistliche Eileen Harrop am Montag im ostenglischen Winston.

„Da dachte ich: Warum kann ich nicht einfach lange Essstäbchen verwenden und richtiges Brot statt Oblaten und das dann in die Hände der Kommunikanten (Teilnehmer am Abendmahl) fallen lassen?“, so Harrop. Auf die Idee kam sie schnell: Sie ist chinesischer Herkunft, lebte lange in Singapur und hat ein Faible für die asiatische Küche. Auf das Trinken von Wein müssen die Gläubigen in der Anglikanischen Kirche von England aber verzichten. Die gemeinsame Nutzung eines Gefäßes ist wegen der Ansteckungsgefahr untersagt.

8.25 Uhr: Erschreckende Zahlen aus den USA! Fast 100 000 Kinder in zwei Wochen neuinfiziert

Schockierende Zahlen aus den USA. Alleine in den letzten beiden Juli-Wochen wurden 97.000 Kinder positiv auf das Coronavirus getestet.

Das geht aus einer Studie der American Academy of Pediatrics und der Children's Hospital Association hervor, über die „n-tv“ berichtet.

Somit seien mehr als ein Viertel aller Fälle bei Kindern in diesem Zeitraum festgestellt worden. Insgesamt gebe es knapp 339.000 Fälle bei US-Kindern, das sind 8,8 Prozent aller Fälle im Land.

Sonntag, 9. August

8.22 Uhr: R-Wert steigt deutlich - Bundesminister findet Corona-Entwicklung alarmierend

Obwohl am Wochenende viele Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut gar keine neuen Meldungen zu Coronavirus-Neuinfektionen schicken, sind die Zahlen weiter hoch im Vergleich zu den Wochen im Juni und bis Mitte Juli.

Am Samstag wurden aus den Landesgesundheits- und Sozialministerien 883 Neuinfektionen gemeldet. Dabei kamen aber aus Baden-Württemberg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Bremen noch gar keine neuen Zahlen!

Die Reproduktionszahl, der sogenannte R-Wert, stieg auf 1,32. Für Freitag schätzte ihn das RKI noch auf 1,16. Das bedeutet, ein Infizierter steckt im Durchschnitt 1,32 andere Menschen an.

Für Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier ist die neue Entwicklung von über 1000 Corona-Infizierten pro Tag in Deutschland „alarmierend“. Der CDU-Politiker sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe: „Wir müssen einen zweiten Lockdown mit aller Macht verhindern. Deshalb brauchen wir zielgenauere Maßnahmen und Korrekturen statt flächendeckender Rundumschläge.“

+++ ARD-Star tritt bei Corona-Demo auf: „Ich komme aus dem Mainstream-Fernsehen“ +++

Samstag, 8. August

15.22 Uhr: Regionen in Bulgarien und Rumänien Risikogebiete

Die Zahlen der Infektionen mit dem Coronavirus steigen - immer mehr Regionen werden zu Risikogebieten erklärt. Nun zählen auch Teile von Bulgarien und Rumänien zu den solchen. Die Bundesregierung warnt vor touristischen Reisen in einige Gebiete in den beiden EU-Ländern. Dazu zählt auch der Goldstrand, der „bulgarische Ballermann“. Neben Warna sind in Bulgarien außerdem blagoewgrad und Dobritsch betroffen.

In Rumänien gilt die Reisewarnung für Kreise Argeș, Bihor, Buzău, Neamt, Ialomita, Mehedinti und Timiş.

Auch für den australischen Bundesstaat Victoria gilt seit Freitagabend eine Reisewarnung der Bundesregierung. Die Stadt Melbourne befindet sich im Lockdown.

10.45 Uhr: Die Coronavirus-Zahlen in NRW steigen und steigen - und treiben damit die Kurve für ganz Deutschland immer bedenklicher nach oben. Was ist los in Nordrhein-Westfalen? Ganz klar: Die Urlaubsaison haben zu einem steilen Anstieg der Neuinfektionen geführt! Offenbar bringen viele Reiserückkehrer auch das Virus wieder ins Land.

Doch NRW wird zum Problem-Bundesland: Von den 1122 Corona-Neuinfektionen, die das Robert Koch-Institut für Freitag gemeldet hat, stammen satte 47 Prozent aus diesem Bundesland!

Pro 100.000 Einwohner infizierten sich in den vergangenen sieben Wochentagen etwa zwölf Bürger in NRW mit dem Coronavirus. In Deutschland waren es dagegen etwa die Hälfte.

Die Zahl der dem RKI gemeldeten Coronavirus-Infektionen lag damit am dritten Tag in Folge bei über 1000. Das gab es seit Anfang Mai nicht mehr!

In den USA flogen Jugendliche in der Corona-Krise von der Schule, weil sie ein Beweisfoto posteten. Auf einem Urlaubsfoto leistete sich zudem Bundespräsident Steinmeier einen bösen "Corona-Patzer".

 
 

EURE FAVORITEN