Corona: Angela Merkel plant „Winter-Knigge“ für alle Bürger

Coronavirus: Diese Symptome sprechen für COVID-19

Zahlreiche Menschen auf der Welt haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) sind Frauen und Männer von einer SARS-CoV-2-Infektion etwa gleich häufig betroffen. Männer erkranken jedoch häufiger schwer als Frauen. Es gibt einige Symptome, die auf eine mögliche Infektion hinweisen können.

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Die Corona-Zahlen sind immer noch hoch. Die Lage spitzt sich in Deutschland und der Welt weiter zu. Zwar gibt es neue Hoffnung auf einen Impfstoff gegen Covid-19, er ist aber noch nicht verfügbar. Eine Trendwende bei den Corona-Neuinfektionen ist trotz des Lockdowns light noch nicht erreicht.

Alle Infos zur aktuellen Corona-Entwicklung in Deutschland, Europa und weltweit findest du in unserem Blog.

+++ Corona: Merkel will "Winter-Knigge"! Er hätte enorme Auswirkungen auf Schulen, Freizeit und Arbeit +++

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Coronavirus-Situation in Deutschland (Stand 14. November)

  • Corona-Neuinfektionen: 22.461
  • Neue Todesfälle in Verbindung mit Covid-19: 218
  • Covid-19-Todesfälle insgesamt: 12.378
  • 7-Tage-R: 0,99

(Quellen: Covid-19-Dashboard des RKI, DIVI-Intensivregister)

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News-Blog zum Coronavirus in Deutschland

Zum neuen Corona-Newsblog ab dem 16. November HIER klicken.

15. November 2020

19:20 Uhr: Söder: Einheitliche Corona-Schul-Regeln

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat vor der Runde von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Länderregierungschefs an diesem Montag schärfere und einheitliche Regeln für die Schulen verlangt. „Ich werbe dafür, dass wir die Maskenpflicht überall einführen“, sagte Söder am Sonntag im Format „Die richtigen Fragen“ auf „Bild live“. Wer Schule offen halten wolle, müsse auf Masken setzen, auch in der Grundschule.

17:20 Uhr: Merkel will „Winter-Knigge“

Angela Merkel plant einen „Winter-Knigge“, eine Art Empfehlungskatalog für alle Deutschen. Das berichtet die Bild am Sonntag. Demnach will sich die Bundeskanzlerin am Montag mit den Ministerpräsidenten beraten, um die Corona-Infektionszahlen runter zu bekommen.

10.05 Uhr: Altmaier prognostiziert harte Monate

Diese Aussagen von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sind ein Schock für all jene, die dachten, dass die Einschränkungen nach dem Teil-Lockdown im November wieder erheblich gelockert werden könnten.

In der „Bild am Sonntag“ prognostiziert Altmaier, dass wir „zumindest in den nächsten vier bis fünf Monaten mit erheblichen Vorsichtsmaßnahmen und Einschränkungen leben müssen.“

Was das im Einzelnen bedeute, müssten aber Bund und Länder gemeinsam entscheiden. Damit schrumpft die Hoffnung, dass Restaurants oder Hotels im Dezember wieder öffnen dürfen. „Wenn wir nicht Tage mit 50 000 Neuinfektionen, wie zum Beispiel vor einigen Wochen in Frankreich, haben wollen, müssen wir durchhalten und nicht ständig darüber spekulieren, welche Maßnahmen man wieder lockern kann. Alle Länder, die ihre Beschränkungen zu früh aufgehoben haben, haben dafür bislang einen hohen Preis im Hinblick auf Menschenleben bezahlt“, so Altmaier.

14. November 2020

20:41 Uhr: Brand auf Intensivstation: Covid-19-Patienten sterben in Flammen

Drama in einer Klinik in Rumänien. Am Samstagabend sind zehn schwerkranke Covid-19-Patienten sind am Samstagabend in einem Krankenhaus der nordostrumänischen Stadt Piatra Neamt an schweren Verbrennungen gestorben. Das Feuer war in der Intensivstation ausgebrochen, wo insgesamt 16 Patienten künstlich beatmet wurden.

Sieben weitere Menschen erlitten schwere Verbrennungen, darunter auch der für die Intensivstation verantwortliche Arzt. Nach Angaben der Behörden dürfte ein Kurzschluss den Brand ausgelöst haben. Medien kommentierten, dass der Sauerstoff in den Beatmungsvorrichtungen das Feuer wohl noch verstärkt habe. Gesundheitsminister Nelu Tataru reiste umgehend zum Unglücksort. Es wurde erwartet, dass die Staatsanwaltschaft zu den Ursachen ermitteln werde.

17:32 Uhr: Merkel stimmt Bürger auf harte Monate ein

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Menschen in Deutschland vor der am Montag geplanten Zwischenbilanz des Teil-Lockdowns auf schwierige Monate wegen der Corona-Krise eingestimmt. „Der vor uns liegende Winter wird uns allen noch viel abverlangen“, sagte Merkel in ihrem am Samstag veröffentlichten Video-Podcast. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) schloss weder eine Verlängerung des bis Ende des Monats befristeten Teil-Lockdowns noch eine weitere Verschärfung der Maßnahmen aus. Ähnlich äußerte sich Saar-Ministerpräsident Tobias Hans (CDU).

„Das Virus wird noch eine ganze Weile unser Leben bestimmen. Das bedeutet auch, dass wir uns nicht unbeschwert direkt begegnen können“, sagte Merkel.

17:20 Uhr: „Querdenken“-Demo: Ausschreitungen

Mit Wasserwerfern ist die Polizei bei einer „Querdenken“-Demonstration in Frankfurt gegen linke Gegendemonstranten vorgegangen. Zudem setzten Beamte am Samstagnachmittag vereinzelt Schlagstöcke ein, um den Weg für den Demonstrationszug der rund 600 „Querdenker“ im Bahnhofsviertel frei zu räumen. Hierzu erklärte die Polizei, Beamte seien angegriffen worden. Mindestens ein Demonstrant wurde bei der Veranstaltung leicht verletzt, laut Polizeiangaben war er gestürzt. Etwa 300 Menschen hatten an der Gegendemonstration teilgenommen.

13.05 Uhr: Ministerpräsident Günther mit dringender Forderung

Das Weihnachtsfest rückt immer näher und immer mehr Menschen stellen sich dementsprechend auch die Frage: Kann ich Weihnachten mit meinen Lieben verbringen oder droht ein Lockdown.

Im Interview mit dem „Spiegel“ nahm Schleswi-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther zu der Frage Stellung und formuliert gleichzeitig eine wichtige Forderung.

Günther: „Familientreffen an Weihnachten in kleinem Rahmen müssen möglich sein.“ Er rechne sogar damit, dass an Weihnachten Familienfeiern mit deutlich mehr als zehn Personen rechne, so Günther gegenüber dem „Spiegel“.

13. November 2020

17.50 Uhr: Österreich kurz vor hartem Corona-Lockdown

In Österreich ist die Corona-Situation noch weitaus dramatischer als in Deutschland. Wegen steigender Corona-Zahlen nach anderthalb Wochen Teil-Lockdown plant die Regierung von Kanzler Kurz eine Verschärfung der Maßnahmen. Details will die Regierung an diesem Samstag verkünden. Laut Berichten von Ö24 und der Zeitung „Der Standard“ sollen Schulen und Einzelhandel schließen.

Die Zahl der gemeldeten Ansteckungen erreichte am Freitag einen Höchstwert von 9586 binnen 24 Stunden, darunter aber auch Nachmeldungen aufgrund technischer Probleme. Österreich hat eine rund neunmal geringe Bevölkerungsgröße als Deutschland. Der Schnitt in den vergangenen sieben Tagen liegt österreichweit bei 554,2 Fällen pro 100 000 Einwohner, regional aber bei bis zu 850. Seit Donnerstag wurden 53 neue Todesfälle gezählt. 3922 Covid-19-Erkrankte lagen im Krankenhaus, 567 von ihnen auf Intensivstationen - ein zunehmend kritischer Wert für das österreichische Gesundheitssystem.

Tiroler Ärzte mit Corona-Appell

Ärzte und Pfleger aus verschiedenen Kliniken in Tirol wendeten sich mit einem Appell an die Bevölkerung. In einem YouTube-Video schildern sie die aktuelle Lage in den Kliniken und die stetige Belastung durch Corona-Fälle. Stephan Eschertzhuber, Primar für Anästhesie und Intensivmedizin am Landeskrankenhaus Hall, sagt in dem Video beispielweise: „Wir müssen bald anfangen zu entscheiden, wer kommt noch auf ein Intensivbett und wer nicht.“

Gina Oberthaler, eine leitende Pflegerin, warnt in dem Video vor einer Überlastung: „Wenn unsere Spitäler immer mehr mit Covid-Patienten belegt sind, wenn unsere Mitarbeiter immer noch mehr Patienten behandeln müssen und wenn für die steigende Zahl an Intensivpatienten nicht mehr genügend Personal zur Verfügung steht, dann wird die bestmögliche Behandlung, egal ob für einen Unfall, für Covid oder für einen Herzinfarkt, bald nur noch eine Notversorgung sein können.“

15.55 Uhr: Erste Regierungschefin mit Hammer-Forderung für Sommerurlaub 2021

Finnland wünscht sich ein einheitliches Vorgehen Europas bei der Bekämpfung des Coronavirus. Die EU benötige eine gemeinsame Strategie beim Testen und der Nachverfolgung der Infektionen, bei Quarantänebestimmungen und anderen Bereichen, schrieb die finnische Ministerpräsidentin Sanna Marin in einem am Donnerstag veröffentlichten Meinungsbeitrag auf dem Internetportal „Politico Europe“. Sie meint damit gemeinsame Corona-Apps, aber vor allem auch einen digitalen Nachweis, ob ein Einreisender bereits an Corona erkrankt ist oder zukünftig „möglicherweise ein Impfpass“.

Die Ausbreitung des Coronavirus schnell unter Kontrolle zu bekommen, sei nicht nur aus gesundheitlicher, sondern auch aus wirtschaftlicher Sicht unerlässlich,so Marin. „Der einzige Weg, um unsere Wirtschaft zu retten, besteht darin, das Virus zu besiegen.“

+++ Finnland: Freizügiges Foto von Regierungschefin aufgetaucht – viele finden, sie geht hier zu weit +++

Kommt somit eine Impfpflicht für alle Sommerurlauber 2021 in Europa? Europaparlamentarier Peter Liese (CDU) hat Verständnis für Marins Vorstoß: „Finnland und andere EU-Länder haben jedes Recht zu kontrollieren, wer als Urlauber ins Land kommt, um die eigene Bevölkerung, die eigene Wirtschaft zu schützen“, sagte er der Bild. Seine EVP-Fraktion hatte bereits während der ersten Corona-Welle einen digitalen Immunitätsnachweis gefordert, wenn ein Impfstoff in ausreichendem Maße zur Verfügung steht.

13.50 Uhr: Neue Corona-App? DIE soll das können

Die Bundesregierung plant laut einem Bericht des Tagesspiegels Nebenwirkungen eines möglichen Impfstoffs gegen Covid-19 mithilfe einer App zu erfassen.

Es soll sich dabei um eine Anwendung handeln, mit deren Hilfe bereits geimpfte Personen in Echtzeit mögliche Symptome an die Behörden übermitteln können.

13.19 Uhr: Corona: Verhandlungen über harten Lockdown! Nachbarland drohnt nun DAS

Am Wochenende soll im deutschen Nachbarland Österreich über einen „harten Lockdown“ verhandelt werden. Das berichten mehrere Medien vor Ort.

Für die Einwohner vor Ort könnte das auch wieder eine teilweise Schließung für den Handel und Ausgangsbeschränkungen auch tagsüber bedeuten.

Die Auswirkungen der bisher getroffenen Maßnahmen würde sich noch nicht in den Infektionszahlen niederschlagen. Niki Popper, der Mitglied des Prognoseteams des Gesundheitsministeriums ist, gegenüber oe24.at: „Aktuell ist die Auswirkung sehr, sehr niedrig einzuschätzen. Wir haben gehofft, dass die Maßnahmen stärker wirken“.

Ob Österreich einen stärkeren Lockdown verhängt, soll auf Grundlage der heutigen Daten getroffen werden.

13.13 Uhr: Traum-Kreuzfahrt endet im Coronavirus-Desaster

Es hätte die erste Karibik-Reise aus den USA seit dem Shutdown im März sein sollen. Doch die Traumreise endete in einem Desaster. Der Sea Dream Yacht Club hat eine Kreuzfahrt in der Karibik gestoppt, nachdem mehrere Passagiere positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Das teilte das Unternehmen mit.

Die Luxusjacht sei bereits in den Hafen von Barbados zurückgekehrt. Die Passagiere können allerdings noch nicht von Board gehen. Alle Gäste und nicht notwendiges Personal seien angewiesen, in ihren Kabinen zu bleiben.

„Das medizinische Personal des Schiffes hat alle Besatzungsmitglieder getestet und alle Ergebnisse waren negativ, Sea Dream testet derzeit alle Gäste erneut“, heißt es in der Erklärung.

10.32 Uhr: Mediziner mit Schock-Prognose für Intensivstationen

Die Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen in Krankenhäusern wird laut Professor Gernot Marx, Intensivmediziner am Uniklinikum Aachen, zunehmen.

Er vermutet, dass mindestens 5000 Patienten vielleicht sogar bis zu 6000 Patienten intensiv behandelt werden müssten, sagte er am Freitag im Radiosender WDR5.

Diese Patienten würden auch sehr lange - zwei bis vier Wochen - in den Kliniken liegen müssen. „Das heißt, wir werden in der Intensivmedizin noch weit über den Dezember damit zu tun haben.“

Marx ist Direktor der Klinik für Operative Intensivmedizin des Aachener Universitätsklinikums.

Man wisse, dass etwa zwei Prozent der Neuinfizierten in zehn bis zwölf Tagen auf Intensivstationen behandelt werden müssen. Mit Blick auf die vom Robert Koch-Institut (RKI) am Freitag gemeldete Zahl von 23 542 neuen Corona-Infektionen binnen 24 Stunden bundesweit sagte Marx: „Wir wissen jetzt schon, dass wir in zehn, zwölf Tagen wieder über 400 Patienten mehr haben werden“. Es sei eine „wesentlich umfangreichere und bedrohlichere Situation als im Frühjahr“.

Trotz neuer Höchstwerte gebe es aber kein exponentielles Wachstum bei den Infektionen mehr. Die Kurve flache ab, sagte Marx. Die Maßnahmen schienen zu wirken. Er hoffe, dass das „in den nächsten Tagen“ auch deutlicher zu sehen sein werde.

08.24 Uhr: Dramatisch! Teil-Lockdown noch wenig Wirkung - damit ist nun zu rechnen

Verschiedene Ministerpräsidenten haben Erwartungen an neue Beschlüsse gedämpft. Am kommenden Montag tagen wieder Vertreter von Bund und Länder. Die Runde der Regierungschefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte den seit dem 2. November geltenden Teil-Lockdown beschlossen, der am Montag zwei Wochen anhält und zunächst bis Ende November in Kraft bleiben soll. Lokale und andere Freizeiteinrichtungen sind derzeit geschlossen, Hotels dürfen keine Touristen beherbergen. Und die Corona-Lage bleibt ernst - für Hoffnungen auf Lockerungen scheint es derzeit keinen Anlass zu geben.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer dämpfte die Erwartung, dass es am Montag neue Beschlüsse geben wird. Es seien seit der vergangenen Runde erst zwei Wochen vergangen, wahrscheinlich müsse man noch etwas warten, sagte der CDU-Politiker am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung „Maybrit Illner“. „Wir sehen eine leichte Verbesserung, allerdings weniger, als wir erhofft haben“, sagte Kretschmer. Wenn man die momentanen Zahlen fortschreibe, sei man erst Weihnachten dort, wo man hinwolle.

Die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer, sagte in der gleichen Sendung, wenn man am Montag zu dem Ergebnis komme, dass man noch nichts Aussichtsvolles sagen könne, dann treffe man sich ein paar Tage später wieder. Ähnlich äußerte sich Kretschmer.

In der Talk-Runde von Maybrit Illner kam es am Ende zu einem witzigen Versprecher der Moderatorin. Sie machte ausgerechnet IHN zum Moderator der Sendung Markus Lanz. Hier liest du die ganze Geschichte.

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther sagte der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Freitag), man werde am Montag eine „erste Bewertung vornehmen, wie die aktuellen Maßnahmen gewirkt haben“. Es sei noch zu früh, um darüber zu reden, wie es Ende November weitergehe.

06.27 Uhr: Hollywood-Star feiert Coronaparty in Deutschland – besonders pikant ist DIESE Aktion

Große Aufregung um eine angebliche Coronaparty eines absoluten Hollywood-Stars in den Filmstudios in Babelsberg.

Laut einem Bericht der Bild feierte Filmstar Keanu Reaves gemeinsam mit dem Cast des vierten Teils der Matrix-Reihe den Abschluss der Dreharbeiten. Laut Zeugen sollen um die 200 Personen am Donnerstagabend ab 18 Uhr an den Feierlichkeiten teilgenommen haben.

Wie eine Teilnehmerin gegenüber Bild erzählte, musste jeder einen Corona-Schnelltest zu Beginn der Party machen. Jeder musste mit Maske kommen, aber viele hätten diese nach einer gewissen Zeit abgesetzt.

Teil der Party unteranderem: Ein DJ, eine Tänzerin sowie eine Tattoo-Station für ein Erinnerungs-Tattoo.

Besonders pikant: Die Organisatoren sollen die Veranstaltung gegenüber dem Filmstudio und den Behörden als Dreh deklariert haben, berichtet der BILD. Die Gäste kamen als Komparsen. Dem gegenüber äußerte sich eine Sprecherin des Filmstudios: „Es handelte sich nach Angaben der Produktion um den letzten Drehtag. Es war eine Feier-Szene, die bereits im Sommer gedreht worden ist und nun der Anschluss. Dabei seien Hygiene-Auflagen eingehalten worden.“

06.19 Uhr: Erster Forscher fordert Lockdown bis Weihnachten – "Praktisch unumgänglich"

Am 16. November wird sich Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten treffen, um über eine mögliche Verlängerung des „Lockdown light“ zu beraten. Der Epidemiologe Markus Scholz von der Universität Leipzig hält eine Verlängerung der aktuellen Maßnahmen bis Weihnachten oder gar Silvester für „praktisch unumgänglich“. Das sagt er im Interview mit dem Nachrichtenportal watson.

Scholz hatte bereits zu einem früheren Zeitpunkt Merkels Einschätzung geteilt, dass Deutschland bis Weihnachten 20.000 Corona-Neuinfektionen pro Tag erfahren könnte. „Über mehrere Wochen fand ein über-exponentieller Anstieg statt, das heißt, die Verdopplungszeit nahm immer weiter ab – ein Verhalten, dass wir in der ersten Welle so nicht beobachtet hatten“, sagt er nun gegenüber watson. „In diesem Sinne hat uns die Dynamik schon überrascht, und unsere Modelle, wie auch die anderer Arbeitsgruppen, hatten diesen Trend in der Tat unterschätzt.“ Eine längerfristige Vorhersage sei allerdings nach wie vor sehr schwierig und „mit großer Unsicherheit behaftet“.

Dass Schulen während des Lockdowns geöffnet bleiben, schätzt Scholz angesichts des Infektionsgeschehens besonders kritisch ein. „Es kann angenommen werden, dass zumindest ältere Kinder die Infektion genauso übertragen wie Erwachsene“, sagt er. Sie seien jedoch häufiger asymptomatisch. „Inzwischen gibt es mehrere hundert Berichte von Corona-Fällen an Schulen. Schulen im Präsenzbetrieb sind im Prinzip tägliche Großveranstaltungen mit mehreren hundert Teilnehmern in sehr beengten Räumlichkeiten.“

12. November 2020

21.30 Uhr: Corona-Alarm in Süditalien! Schock-Video aus Krankenhaus in Neapel

Ein Schock-Video aus einem Krankenhaus in Neapel und der Sprung über die Marke von einer Million Corona-Fällen sorgen in Italien für neue Alarmstufe. In der süditalienischen Hafenstadt Neapel war ein Patient in dem Hospital tot im Bad gefunden worden. Weitere Patienten liegen in offensichtlich ernsten Zuständen daneben auf Betten. Der Videoclip der nach Medienberichten den Vorfall in der Notaufnahme zeigt, sorgte am Donnerstag landesweit für heftige Reaktionen. Außerdem war darin ein mit Krankenbetten überfüllter Flur zu sehen. Außerdem müssen Menschen im Auto behandelt werden.

„Die Bilder des Patienten, der im Cardarelli-Krankenhaus in Neapel tot gefunden wurde, sind schockierend“, schrieb Außenminister Luigi Di Maio am Mittwochabend auf Facebook. „In Neapel und in vielen Teilen Kampaniens ist die Situation außer Kontrolle.“

18.55 Uhr: Umfrage zur Corona-Impfbereitschaft der Bürger irritiert

Laut dem neuen ARD-Deutschlandtrend hat sie Corona-Impfbereitschaft der Deutschen etwas abgenommen, ausgerechnet jetzt, wo die deutsche Firma BioNTech einen bevorstehenden Durchbruch vermeldet. Im Vergleich zum August sank die Prozentzahl derer, die sich „auf jeden Fall“ impfen lassen wollen um sieben Prozentpunkte auf nun 37 Prozent. Weitere 34 Prozent gaben an, sich „wahrscheinlich“ impfen lassen zu wollen. Zusammen ist das die eindeutige Mehrheit. Nur 15 Prozent wollen sich „auf keinen Fall“ impfen lassen.

Eine breite Akzeptanz gibt es auch für die aktuellen Corona-Maßnahmen, die seit Anfang November durch den Lockdown nochmal erheblich strenger wurden. Mehr als die Hälfte der Bürger (54 Prozent) finden die Maßnahmen angemessen. Weiteren 18 Prozent gehen die Auflagen sogar nicht weit genug. Ein gutes Viertel (26 Prozent) meint dagegen, die Einschränkungen gehen zu weit. Das ist ein Zuwachs von zwei Prozentpunkten. Nur Anhänger der AfD (56 Prozent) und FDP (51) halten die derzeitigen Maßnahmen für übertrieben.

Laut ARD-Deutschlandtrend haben 44 Prozent der Deutschen sehr große oder große Sorgen, dass sie sich selbst oder ein Familienmitglied mit dem Coronavirus anstecken könnten. Andererseits sehen das 55 Prozent gelassen.

17 Uhr: Verpufft der Lockdown light? Alarmierende Corona-Zahlen aus Berlin

Die Wirkung des Lockdown light scheint zu verpuffen, zumindest in der Bundeshauptstadt Berlin. Seit dem 2. November gelten die neuen strengeren Corona-Maßnahmen, doch eine Trendumkehr zeichnet sich einfach nicht ab. Regelrecht schwindelerregend sind die neuen Zahlen aus Berlin.

Am Donnerstag meldeten die Bezirke zusammen 1960 neue Corona-Fälle. Allein der Bezirk Neukölln meldete schon 403, Mitte 390. Es ist der mit Abstand höchste Tageswert bislang. Zwar kamen noch Nachmeldungen aus Neukölln und Steglitz hinzu, doch auch ohne diese Nachmeldungen vom Vortag wäre es ein sehr hoher Wert gewesen – und das am 11. Tag nachdem der Lockdown light in Kraft trat.

14 Uhr: Hoffnung für Fitnessstudios? Gericht kippt Schließung

Gibt es Hoffnung für Fitnessstudios in ganz Deutschland? Der bayerische Verwaltungsgerichtshof hat die vollständige Schließung von Fitnessstudios im Zuge des teilweisen Lockdowns gekippt. Die vollständige Schließung verstoße gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz, entschied das Gericht in einem am Donnerstag in München veröffentlichten Beschluss. Die entsprechende Regelung in der bayerischen Landesverordnung sei außer Vollzug gesetzt. Rechtsmittel sind nicht möglich.

Mit der Entscheidung gaben die Richter dem Eilantrag eines Betreibers eines Fitnessstudios zum Teil statt. Der Senat geht davon aus, dass Inhaber von Fitnessstudios mit der vollständigen Schließung benachteiligt werden, ohne dass dies sachlich gerechtfertigt sei. Die vollständige Schließung sei nicht verhältnismäßig, weil Individualsport nach der Verordnung zulässig bleiben solle. Dies müsse auch für Fitnessstudios gelten.

Durch das Urteil in Bayern könnte neue Hoffnung bei Betreibern aufkommen, die ebenfalls gegen die komplette Schließung in anderen Bundesländern geklagt haben.

13.54 Uhr: Lockdown! Merkel trifft schockierende Aussage

Schockierende Aussage von Kanzlerin Angela Merkel. Sie will keine Zusage geben, dass die Gastronomie am 1. Dezember wieder öffnen kann. Laut der Bundeskanzlerin sei entscheidend, dass die Zahl der Neuinfektionen wieder auf 50 Infektionen pro 100.000 in sieben Tage sinke, sagte Merkel in einem virtuellen Bürgerdialog auf eine entsprechende Frage.

„Wir tun alles, um im Dezember wieder ein bisschen voranzukommen. Aber wir müssen durch einen schweren Winter.“ Man müsse vernünftig sein, auch wenn man eine erste Abflachung der Kurve der Neuinfektionen sehe.

Sie wisse, dass die Gastronomie besonders betroffen sei, sagte Merkel. Deshalb habe man als Bundesregierung entsprechende Maßnahmen beschlossen.

11.07 Uhr: Spahn mahnt: „Keine Feiern mit mehr als zehn Personen in diesem Winter“

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Menschen in Deutschland darauf eingestimmt, dass sie wegen der Corona-Pandemie noch lange mit persönlichen Einschränkungen rechnen müssen.

Spahn sagte am Donnerstag im Inforadio vom rbb, der November sei ein besonders schwerer Monat, in dem alle auf vieles verzichten müssten, vor allem im privaten Bereich. Im Bereich der Kunst und Kultur gehe es außerdem für viele Menschen um die wirtschaftliche Existenz.

„Aber wenn wir da durch sein sollten und die Zahlen runterbrächten, heißt das ja nicht: Ab Dezember oder Januar kann es dann wieder richtig überall losgehen und wieder Hochzeitsfeiern oder Weihnachtsfeiern geben, als wäre nichts gewesen. Das wird nicht funktionieren“, erklärte Spahn. „Wir müssen es ja miteinander schaffen, durch diesen Winter insgesamt zu kommen, mit Zahlen auf einem niedrigeren Niveau. Deswegen finde ich schon jetzt die Botschaft wichtig: Veranstaltungen mit mehr als zehn, fünfzehn Personen [...] sehe ich in diesem Winter nicht mehr.“

09.25 Uhr: Lufthansa startet Probelauf für Corona-Schnelltests

Die Lufthansa hat auf der Fluglinie München-Hamburg mit dem angekündigten Probelauf mit Corona-Schnelltests für alle Passagiere begonnen. Vor dem Start der ersten Maschine des Tages vom Münchner Flughafen nach Hamburg am Donnerstagmorgen um 9.10 sollten sämtliche Passagiere getestet werden. Ersatzweise konnten die Fluggäste einen höchstens 48 Stunden alten negativen PCR-Test vorlegen oder sich kostenfrei auf einen anderen Flug umbuchen lassen.

Die Antigen-Schnelltests weisen nicht den Covid-19-Erreger als solchen nach, sondern mit diesem verbundene Proteine. Die Funktionsweise ähnelt einem Schwangerschaftstest, die Ergebnisse sollen nach 30 bis 60 Minuten vorliegen. Allerdings sind die Tests ungenauer als die üblichen PCR-Tests.

Die unter hohen Verlusten leidende Fluggesellschaft hofft, wieder mehr Flugverbindungen insbesondere nach Übersee anbieten zu können. Ein großes Hemmnis für die Wiederbelebung des Luftverkehrs sind bisher die Quarantäneregeln, die in den meisten Ländern für internationale Fluggäste gelten. In der Lufthansa-Gruppe wurden die Schnelltests bereits bei Flügen der Tochter Austrian zwischen Berlin und Wien erprobt.

06.13 Uhr: Schock-Zahlen! Über 50 Millionen Menschen haben sich mittlerweile infiziert

Die Corona-Infizierten übersteigen weltweit einen neuen Hammer-Wert! Inzwischen haben sich weltweit mehr als 51,81 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

Das berichtet die BILD mit Bezug auf eine Zählung der Nachrichtenangetur Reuters.

Über 1,278 Millionen Menschen sind dem zur Folge nach einer Infektion gestorben. Die USA bleiben mit mehr als 10,2 Millionen bestätigten Fällen und fast 240 000 Toten das am stärksten von der Pandemie betroffene Land gefolgt von Indien und Brasilien.

11. November 2020

22.13 Uhr: 600 Menschen sind innerhalb eines Tages gestorben in Großbritannien

In Großbritannien sind innerhalb eines Tages knapp 600 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben. Insgesamt überstieg die Zahl der Infektionen am Mittwoch die Schwelle von 1,25 Millionen seit Beginn der Pandemie, wie aus den aktuellsten Angaben der Regierung hervorgeht. Diese zählen seit Mittwoch auch mehr als 50 000 Todesfälle.

18.36 Uhr: Sind weitere Einschränkungen in der Corona-Pandemie notwendig?

Hat Deutschland die zweite Corona-Welle im Griff, oder sind weitere Einschränkungen notwendig? Darüber wollen Bund und Länder am Montag beraten. Doch schon jetzt werden erste Vorschläge laut. Die Kanzlerin rechnet damit, dass die zweite Welle das Land noch lange beschäftigt.

Wenige Tage vor neuen Bund-Länder-Gesprächen zu den Corona-Maßnahmen in Deutschland gibt die Bundesregierung noch keine Entwarnung. Angesichts von bundesweit fast 18.500 Neuinfektionen binnen 24 Stunden sei es zu früh, von einer Trendwende zu sprechen, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Montag den Fernsehsendern RTL und ntv. Die Dynamik des Infektionsgeschehens habe sich aber in den vergangenen Tagen deutlich reduziert. „Es steigt noch, aber es steigt weniger stark.“ Auch Vize-Regierungssprecherin Ulrike Demmer sprach von einer positiven Tendenz. „Aber ob das jetzt der Wellenbrecher war, wird sich noch zeigen müssen.“ Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer sagte im ARD-„Morgenmagazin“: „Die Zahlen, die wir jetzt haben, reichen bei weitem nicht aus. Wir haben maximal eine leichte Seitwärtsbewegung erreicht.“

Die seit Anfang vergangener Woche geltenden Einschränkungen wie das Verbot von Restaurantbesuchen und touristischen Übernachtungen hat aus Sicht der Regierung damit noch nicht zum erwünschten Rückgang der Infektionszahlen geführt. Über die Frage, ob weitere Maßnahmen notwendig sein könnten, wollen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder am kommenden Montag beraten und ein Zwischenfazit des Teil-Lockdowns ziehen.

Merkel rechnet damit, dass die zweite Welle das Land noch länger beschäftigt. Man müsse davon ausgehen, dass die zweite Welle härter sei als die erste, sagte Merkel am Mittwoch bei einer Veranstaltung der „Wirtschaftsweisen“. Die zweite Welle falle in eine schlechtere Jahreszeit, nämlich in die Wintermonate. „Das heißt, sie wird uns noch den ganzen Winter beschäftigen“, sagte Merkel - auch wenn es positive Botschaften bezüglich der Entwicklung von Impfstoffen gebe.

16.09 Uhr: Impfstoff fehlt! Millionen Menschen in Afrika in Gefahr

Aufgrund der Corona-Pandemie könnte Millionen Menschen in den ärmsten Regionen der Welt eine Impfung gegen Polio und Masern verwehrt bleiben. Insbesondere in Nigeria, dem bevölkerungsreichsten Land Afrikas, liefen vor allem zahlreiche Kinder wegen fehlender Impfungen Gefahr, an Masern oder Kinderlähmung zu erkranken, warnten die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das UN-Kinderhilfswerk Unicef am Mittwoch. Demnach sank die Masern-Durchimpfungsrate in der Gesamtbevölkerung im Jahr 2020 durch die Corona-Pandemie weiter.

Zwar sei eine Auseinandersetzung mit dem Coronavirus „unerlässlich“, es gebe aber noch weitere Krankheiten, die das Leben von Kindern bedrohten, betonten die Organisationen. In den vergangenen Jahren habe es unter anderem ein „globales Wiederaufleben“ der Masern gegeben, das sich zu einer Epidemie entwickeln könnte. Die WHO und die Unicef forderten deshalb „dringende Maßnahmen“ von politischen Entscheidungsträgern und Geldgebern.

Afrika war erst im August als frei vom Poliovirus erklärt worden, dennoch bleibe das Land „weiterhin von Ausbrüchen von Polio und Masern bedroht“, warnten die Organisationen. Erst am Montag hatten die nigerianischen Behörden einen plötzlichen Anstieg der Fälle und Todesfälle in Zusammenhang mit Gelbfieber im Süden des Landes registriert. Auch dabei handelt es sich um eine Krankheit, gegen die ein Impfstoff vorliegt.

Nigeria ist bisher von der Corona-Pandemie weitestgehend verschont geblieben. Die Behörden registrierten 64.000 Infektionen und 1154 Todesfälle. Die niedrige Zahl kann jedoch auch auf die geringe Anzahl von Corona-Tests in dem Land zurückgeführt werden.

11.55 Uhr: Düstere Corona-Simulation für deutsche Intensivstationen – Prognose für Weihnachten

Bereits jetzt befinden sich mehr Covid-19-Patienten auf deutschen Intensivstationen als bei der ersten Welle im Frühjahr. Aktuell sind es laut dem Intensivregister (DIVI) 3131 Menschen, davon müssen 57 Prozent beatmet werden. Der Höchststand am 18. April waren 2933 Patienten.

Es wird auf jeden Fall noch heftiger, prognostiziert Thorsten Lehr, Professor für Klinische Pharmazie an der Universität des Saarlandes. Er entwickelte zusammen mit Kollegen Simulationen. „Mit unseren Simulationen mussten wir leider feststellen, dass unabhängig davon, wie stark wir die weitere Ausbreitung von Sars-CoV-2 stoppen, Ende November etwa doppelt so viele Intensivbetten belegt sein werden wie zu Spitzenzeiten der ersten Welle“, analysiert Lehr laut Focus Online.

Das wären somit rund 6.000 Covid-Patienten bis Ende November laut dieser Berechnung. Ein weiterer Anstieg im Dezember lasse sich nur verhindern, wenn es gelingt, die Reproduktionszahl zu senken.

Mit Blick auf Weihnachten brauche es eine Reproduktionszahl von 0,6, damit man in den meisten Landkreisen wieder auf eine Inzidenzzahl von unter 50 Fälle pro 100.000 Einwohner komme, sie also keine Hotspots mehr wären.

 
 

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