Corona: Junge (7) erhält Post von der Bundesregierung – ist sein Vorname der Grund?

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Diese Impfstoff-Arten gibt es und so funktionieren sie.

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Derzeit erhalten Senioren Post, um über den Start der Corona-Impfung informiert zu werden. Zudem bekommen sie Gutscheine, um FFP2-Masken in den Apotheken vergünstigt kaufen zu können. Jetzt hat allerdings auch ein 7-jähriger Junge Post von der Bundesregierung bekommen - sein Vater ist verwirrt.

Der 7-Jährige ist aber längst nicht das einzige Kind, das Corona-Post erhalten hat.

Corona: 7-Jähriger erhält Post von der Bundesregierung

Die Bundesregierung verschickt die Post an Menschen über 60 Jahre sowie an Risikopatienten, um diese besonders vor einer Corona-Infektion zu schützen. Aber warum hat auch der 7-Jährige einen Gutschein für FFP2-Masken erhalten?

+++ Corona: So ist die aktuelle Lage +++

Es handelt sich dabei um den Sohn des Welt-Redakteurs, Olaf Gersemann, der den Vorfall schließlich auf Twitter publik machte. Dort schreibt er: „Mit Bundesadler und allem Schnickeschnack: Heute hat mein Sohn Post von der Bundesregierung erhalten. Darin: Gutscheine für FFP2-Masken, wie sie Risikogruppen bekommen.“ Und weiter: „Der Bengel ist sieben Jahre alt und (abgesehen von vorpubertären Allüren) frei von Gebrechen. Läuft.“ Daraufhin meldete sich auch andere Eltern zu Wort, deren Kinder den gleichen Brief von der Bundesregierung erhalten hätten. Sie schreiben zum Beispiel:

  • „Haben wir auch grundlos erhalten vorgestern. Die kostenfreien Masken dürfen wir bis zum 6. Januar abholen.“
  • „Unser Kurzer hat die Post auch bekommen. Unsere Vermutung war, dass es an seiner Hinterbliebenen-Rente liegt...“
  • „Hier hat es meine Gattin, Mitte 40, kerngesund, von der Krankenversicherung bekommen. Vermutlich läuft ihre leichte Schilddrüsengeschichte unter 'Risiko', aber wenn wir so anfangen...“
  • „Wahrscheinlich liegt’s am Vornamen, dass er den über 80-Jährigen zugeordnet wurde.“

Und tatsächlich stellen mehrere Twitter-Nutzer die Vermutung an, dass die Ämter anhand der Vornamen der Menschen in Deutschland das Alter schätzen und auf dieser Grundlage die Gutscheine für FFP2-Masken verschicken.

Mangelhafte Meldedaten

Auch das Nachrichtenportal „t-online“ berichtet von derartigen Vorfällen und schreibt, dass die Bundesdruckerei mit der Lieferung der fälschungssicheren Gutscheine nicht hinterherkomme. Weiter berichtet es von Spekulationen von Eltern, wonach auch die Krankengeschichte ihrer Kinder der Grund für den Erhalt der Post sein könnte. Aber auch technische Ursachen sei eine Vermutung von Eltern.

Das „Manager Magazin“ berichtet indes darüber, dass viele niedersächsische Meldeämter es nicht schaffen, anhand der Meldeämter die impfberechtigten Personen zu ermitteln.

Also sei die Deutsche Post damit beauftragt worden, wobei diese nur über unvollständige Adressliste verfüge. Bei Menschen, bei denen die Post zwar die Anschrift, aber nicht das Alter kennt, wird anhand des Vornamens geschätzt, wie alt derjenige sein könnte, wird ein Postsprecher zitiert. Dieses Vorgehen hätte das Sozialministerium schließlich bestätigt.

Damit nun tatsächlich die impfberechtigten Personen über den Impfstart informiert werden, sollen auch die Städte und Gemeinden dabei helfen, wie das „Manager Magazin“ schreibt.

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Niedersachsen verschickt Corona-Briefe an Tote

Bei dem Schreiben zum Impfstart hatte es erst in den vergangenen Tagen eine peinlichen Panne gegeben: Niedersachsen schickte Impfbriefe an bereits verstorbene Menschen.

Die Sozialministerin des Landes, Carola Reimann (SPD) entschuldigte sich daraufhin für die Panne. „Ich bitte die Angehörigen, die sich da verletzt fühlen, um Entschuldigung“, sagte Reimann am Freitag im Landtag in Hannover. Bei rund 210.000 verschickten Schreiben, für die die Post eigene unvollständige Adressenlisten nutzte, hätten sich einzelne Fehler nicht vermeiden lassen.

Auch Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) bat um Nachsicht. Beim Versuch, eine große Zahl von Menschen mit Informationen über eine Impfung persönlich und schnell zu erreichen, könne es auch zu Fehlern und Pannen kommen. (mit dpa)

 
 

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