Corona: 150 Euro Bußgeld für Maskenverweigerer? Im Vergleich zu den Strafen in DIESEN Ländern wirkt das lächerlich

Corona: Die 150 Euro Bußgeld, die Maskenverweigerer in Teilen Deutschlands zahlen müssen, wirken im Vergleich zu diesen Strafen fast lächerlich.
Corona: Die 150 Euro Bußgeld, die Maskenverweigerer in Teilen Deutschlands zahlen müssen, wirken im Vergleich zu diesen Strafen fast lächerlich.
Foto: imago images / Christian Ohde

Seit einigen Wochen gelten in Deutschland wegen steigender Corona-Zahlen wieder schärfere Regeln. In öffentlichen Verkehrsmitteln in NRW werden beispielsweise direkt 150 Euro fällig, wenn man keine Maske trägt.

Der dreistellige Betrag soll abschrecken und die Menschen dazu bewegen, eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Im Vergleich zu anderen Ländern, die gegen Corona kämpfen, wirkt diese Summe allerdings nichtig. In einem Staat müsstest du beispielsweise fast das 60-fache bezahlen!

Corona: In diesen Ländern gibt es die krassesten Corona-Strafen

Indien gilt als besonders betroffen von der Pandemie – auf 100.000 Einwohner kommen laut Johns-Hopkins-Universität rund 51 Infizierte. Schon zu Beginn der Coronakrise gingen die Polizisten besonders hart gegen Regelverstöße vor. So wurden gegen maskenlose Passanten, Straßenverkäufer und Rikscha-Fahrer Schlagstöcke eingesetzt.

Andere Regelbrecher mussten Kniebeugen machen oder wurden von Beamten mit Helmen in Form des Coronavirus erschreckt. Touristen mussten wegen eines Spaziergangs 500 Mal schreiben: „Ich habe mich nicht an die Ausgangssperre gehalten, und das tut mir sehr leid.“

In Indonesien könnte man die Strafen für Corona-Regelverstöße dagegen schon fast als skurril bezeichnen. Denn die Maßnahmen haben meist nur ein Ziel: den Schuldigen öffentlich zu demütigen. Regelbrecher müssen beispielsweise:

  • öffentlich unter Polizeiaufsicht Turnübungen wie Liegestütze durchführen
  • öffentlich die Nationalhymne singen
  • an Beerdigungen von Corona-Toten teilnehmen
  • öffentliche Räume reinigen und währenddessen eine Warnweste mit der Aufschrift „Verletzer des Gesundheitsprotokolls“ tragen

Harte Strafen in Südostasien

Aus Südostasien sind vermehrt Berichte über heftige Corona-Strafen zu lesen. Auf der thailändischen Insel Koh Chang sind ein Schweizer (42) und seine einheimische Ehefrau zu zwei Monaten Haft verurteilt worden, weil sie im April vor ihrem Haus Suppe gegessen und darüber die Zeit vergessen hatten – 20 Minuten nach Beginn der damals geltenden Ausgangssperre. Die beiden sind aktuell auf Kaution auf freiem Fuß und gingen in Berufung - aber die mögliche Zeit im Gefängnis hängt wie ein Damoklesschwert über ihnen.

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In Malaysia muss ein Restaurantbesitzer sogar fünf Monate hinter Gitter, weil er sich trotz Corona-Symptomen nicht in Quarantäne begeben hatte, sondern weiter sein Lokal betrieb. Mindestens 40 Infektionsfälle wurden in Zusammenhang mit dem Verstoß bestätigt.

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In Singapur musste ein 40-Jähriger für vier Monate ins Gefängnis, weil er im Netz Falschinformationen verbreitete. Für 15 Minuten war ein Facebook-Post von ihm online, in dem es hieß, dass wegen des Lockdowns Läden schließen und Supermärkte nur noch zwei Tage die Woche öffnen würden. Damit soll er Leute zu unbegründeten Panikkäufen motiviert haben.

Hier ist das Bußgeld fast 60-mal höher als in Deutschland

Finanziell unangenehm werden Corona-Verstöße beispielsweise in Ghana. Die Bürger des afrikanischen Landes müssen umgerechnet bis zu 8.800 Euro Strafe zahlen, wenn sie ohne Mund-Nase-Bedeckung erwischt werden. Das ist rund fast das 60-fache des „mickrigen“ 150-Euro-Bußgelds hierzulande.

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Sogar eine vier- bis zehnjährige Gefängnisstrafe könnte auf die Bürger Ghanas zukommen, sollten sie gegen die Maskenpflicht verstoßen.

Wie sind die Strafen in Europa?

Zwar kommen die Behörden in Europa ohne schräge Strafaktionen oder öffentliches Bloßstellen aus, aber die Forderungen nach härterem Durchgreifen werden lauter. So hat die britische Regierung kürzlich die Bußgelder für Corona-Verstöße erhöht: Wer wiederholt gegen die Pflicht zum Tragen einer Gesichtsbedeckung in Läden oder anderen geschlossenen Räumen verstößt, muss nun umgerechnet bis zu 3.500 Euro blechen – doppelt so viel wie bisher. Veranstalter illegaler Partys müssen gar mit Bußgeldern von bis zu 11.000 Euro rechnen.

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In Österreich stehen bereits bis zu drei Jahre Haft auf die fahrlässige Gefährdung von Menschen durch übertragbare Krankheiten. Sechs Monate Bewährung und 800 Euro Strafe gab es deshalb schon für eine infizierte 49-Jährige aus Klagenfurt, weil sie ihr Haus verließ. Die Frau sagte, sie habe die Quarantäne nur gebrochen, weil sie Geld für ihre kranke Enkelin in Bosnien überweisen musste.

Eine in Tirol lebende Deutsche muss 10.800 Euro zahlen, weil sie trotz Infekts und Quarantäne einkaufen ging und ein Taxi nahm. (at, mit dpa)

 
 

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