Brandenburg: Frau verliert Ehering – nach 80 Jahren taucht er ausgerechnet HIER wieder auf

In Brandenburg ist ein Ehering nach 80 Jahren wieder aufgetaucht. (Symbolbild)
In Brandenburg ist ein Ehering nach 80 Jahren wieder aufgetaucht. (Symbolbild)
Foto: imago images / Shotshop

Es ist eine Geschichte, die SO wohl nur einmal passiert...

Die Eltern von Sonja Güldner aus Beelitz (Brandenburg) waren noch nicht lange verheiratet, als ihrer Mutter wohl nach dem Händewaschen der Ehering vom Finger rutschte. So weit, so gut. Doch der Ring fiel ausgerechnet in die Toilette – und war weg! Sonja Güldner erzählt in der „Märkischen Allgemeinen“: „Das hat sie mir damals erzählt. Sie war untröstlich, hat den Verlust sogar gemeldet.“

Brandenburg: Frau verliert Ehering, Tochter bekommt ihn wieder

Damals, das war wohl Ende der 1940er, im Nachkriegs-Deutschland. Die Familie hatte schon in Beelitz gelebt, Sonja Güldner (1940 als Sonja Herzog geboren) war noch ein Kind. Fast 80 Jahre später ist der Ring von ihrer Mutter Margarete wieder da. Stadtsprecher Thomas Lähns: „Wie sich herausgestellt hat, war er nie weit weg.“

Und weiter: „Hobby-Archäologen, die mit dem Metalldetektor kürzlich auf dem für die Landesgartenschau freigelegten Gelände der alten Wassermühle und in der unmittelbaren Umgebung unterwegs waren, haben allerlei Dinge zutage gefördert, unter anderem einen golden schimmernden Ring, auf dem die Initialen H.H. und das Datum 30.3.1940 eingraviert sind.“

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Tochter völlig überrascht: „Damit habe ich nicht gerechnet“

Der Ring wurde mit den anderen Fundstücken zum Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege nach Wünsdorf geschickt. Dort wurde er katalogisiert, untersucht und zurück nach Beelitz geschickt. Dann landete er im Rathaus.

Stadtsprecher Lähns im Gespräch mit der Zeitung: „Anhand der wenigen Angaben konnte ermittelt werden, dass Hans Herzog und Margarete Fechner das einzige Paar waren, das sich an jenem Tage, der auf dem Schmuckstück eingraviert worden ist, hat trauen lassen.“

Und weiter: „Anhand des Melderegisters wurde dann auch klar, dass die beiden Töchter nach wie vor in der Spargelstadt Beelitz leben.“ Jetzt hat Sonja Güldner den Ring ihrer Mutter wiederbekommen: „Damit hätte ich niemals gerechnet.“ Ihre Mutter ist 1996 im Alter von 87 Jahren gestorben, ihr Vater 1987.

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Ring lag auf einer Obstwiese

Und wo genau hatte sich der Ring befunden? Auf einer Streuobstwiese direkt neben einer Wassermühle. Wie er dort hinkam? Sonja Güldners Ehemann Siegfried erklärt in der „Märkischen Allgemeinen“, dass das Abwasser damals zu einer Pumpenstation geleitet wurde. Heute steht dort eine öffentliche Toilette.

Der Klärschlamm wurde von hier aus ausgefahren und auf den Äckern der Umgebung verteilt – und so ist der Ring von Margarete Herzog dort gelandet, wo er nach Jahrzehnten gefunden wurde. (mg)

 
 

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