Berlin: Sprayer hinterlassen DAS auf Zug – und kriegen kräftig Beifall! „Danke dafür“

Sprayer haben eine U-Bahn in Berlin besprüht – und ein Riesen-Lob bekommen. (Symbolfoto)
Sprayer haben eine U-Bahn in Berlin besprüht – und ein Riesen-Lob bekommen. (Symbolfoto)
Foto: imago images / Eibner

Berlin. Was für eine überragende Gänsehaut-Aktion in Berlin!

Es war DAS Thema in Deutschland, so schrecklich brutal waren die Morde von Hanau: Am 19. Februar wurden in Hanau durch einen rechtsextremen Anschlag neun Personen mit Migrationshintergrund erschossen. In Deutschland wurde darüber diskutiert, wie dem Rechtsextremismus Paroli geboten werden kann. Doch dann kam das Coronavirus nach Deutschland, und es hat seitdem kein anderes großes Thema mehr gegeben.

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Berlin: Sprayer-Gruppe mit Gänsehaut-Aktion

Dass dadurch andere wichtige Themen, allen voran der Anschlag von Hanau, in den Hintergrund gerückt werden, ist dabei leider nicht überraschend. Doch nicht in Berlin, denn: Die Sprayer-Gruppe „1UP-Crew“ hat mit einer spektakulären Aktion dieses Thema wieder in Erinnerung gerufen, und zwar mitten im Alltag der Menschen in der Hauptstadt, Coronavirus hin oder her.

Das Kollektiv hat die Namen von Opfern rechtsextremer Gewalt auf eine U-Bahn der BVG (Berliner Verkehrsbetriebe) gesprayt. Entsprechende Bilder hat „1UP-Crew“ auf ihrem Instagram-Account geteilt.

Erinnerung an Opfer rechtsextremer Gewalt

Dazu steht im entsprechenden Posting: „In Erinnerung an die Opfer rechten Terrors, rollt durch Berlin gerade diese U-Bahn mit den Namen der Getöteten.
Ihr seid nicht vergessen! Genauso wenig wie die Taten und Täter*innen, die teilweise bis heute nicht aufgeklärt oder zur Rechenschaft gezogen wurden.“

Und weiter: „Es wird immer noch von Einzeltäter*innen gesprochen und die Gefahr durch Neonazis kleingeredet, obwohl seit Jahrzehnten gemordet wird, Anschläge auf Menschen verübt werden und bewaffnete Neonazi-Strukturen bis hin zu Polizei und Bundeswehr längst bekannt sind. Wir gedenken den Getöteten und wünschen ihren Familien und Freunden viel Kraft. Ihr seid nicht allein.“

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Netz begeistert

Über 23.600 Likes hat der Beitrag verbuchen können, die Kommentare sind voll des Lobes über die Aktion. Hier eine Auswahl:

  • „Richtig, richtig gut! Danke für sowas!“
  • „Stark!“
  • „Most heavyweighted you've ever done!“
  • „Schöne Aktion!“

In Deutschland hat es laut Bundesregierung bis März 2020 94 Todesopfer rechtsextremer Gewalt gegeben. Die Amadeu-Antonio-Stiftung dagegen hat seit 1990 gleich 208 Todesopfer gezählt. Eines ist sicher. Mit dieser Aktion bleibt das Thema definitiv im Gedächtnis der Hauptstadt.

 
 

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