Berlin: Brutaler Mord auf offener Straße – Ermittler sicher: Killer wurde von DIESEM Land geschickt

Berlin: Der Mord an einem Georgier steht vor der Aufklärung. Die Bundesanwaltschaft hat Anklage erhoben.
Berlin: Der Mord an einem Georgier steht vor der Aufklärung. Die Bundesanwaltschaft hat Anklage erhoben.
Foto: dpa

Berlin. Der brutale Mord im Tiergarten von Berlin steht vor einer brisanten Aufklärung. Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen Vadim K. wegen Mordes erhoben. Er soll den Georgier Tornike K. am 23. August vergangenen Jahres brutal erschossen haben.

Dahinter steckt ein Agentenkrimi. Denn Vadim K., davon ist die Bundesanwaltschaft inzwischen überzeugt, erhielt den Tötungsauftrag von staatlichen Stellen der Zentralregierung Russlands.

Berlin: Anklage sicher! Russland steckt hinter brutalem Tiergarten-Mord

Der Georgier tschetschenischer Abstammung war 2016 als Asylbewerber nach Deutschland gekommen und lebte in Berlin. Er soll laut Anklage in Gegnerschaft zum russischen Staat, aber auch den Regierungen seiner Autonomen Teilrepubliken Tschetschenien und Inguschetien und der pro-russischen Regierung Georgiens gestanden haben.

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Die Ermittler fanden heraus, dass er im zweiten Tschetschenienkrieg in den Jahren 2000 bis 2004 als Anführer einer tschetschenischen Miliz gegen die Russische Föderation gekämpft hatte. Anschließend hatte er im Jahre 2008 im Auftrag der georgischen Regierung eine Einheit von Freiwilligen zur Verteidigung Südossetiens zusammengestellt, die allerdings aufgrund der Friedensverhandlungen im georgisch-russischen Krieg nicht mehr zum Einsatz gekommen war. Russland stufte Tornike K. deshalb als Terroristen ein. Deshalb sollte Tornike K. liquidiert werden.

Zwei Schüsse in den Kopf seines Opfers

Warum Vadim K. den staatlichen Tötungsauftrag annahm, ist nicht 100 Prozent sicher. Die Ermittler gehen davon aus, dass er aus finanziellen oder idealistischen Motiven handelte.

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Vadim K. erhielt einen falschen Reisepass und nutzte für die Einreise nach Europa den Namen Vadim S. Über Paris und Warschau kam er am Mittag des 23. August 2019 nach Berlin.

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Das steckt hinter dem russisch-tschetschenischen Konflikt:

  • Der Ursprung geht ins 18. Jahrhundert zurück
  • Nach dem Zerfall der Sowjetunion erklärte sich Tschetschenien 1991 unabhängig
  • 1994 erobert Russland die Hauptstadt Grosny, zieht sich später wieder zurück
  • 1999 kommt es erneut zum Krieg: als Reaktion auf eine Invasion Tschetscheniens nach Dagestan marschiert Russland ein. Der Konflikt hält bis heute an
  • Radikale Muslime sind für eine Reihe brutaler Terroranschläge in Russland verantwortlich

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Hier näherte sich der Killer in der Parkanlage „Kleiner Tiergarten“ seinem Opfer auf einem Fahrrad, feuerte mit einer „Glock 26“, die mit einem Schalldämpfer versehen war, auf den Mann. Der wurde am Oberkörper getroffen und stürzte zu Boden. Der Killer schoss zweimal in den Kopf seines Opfers. Tornike K. verstarb noch am Tatort an den beiden Kopfschüssen.

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Killer wird nahe des Tatorts verhaftet

Doch der russische Killer kam nicht weit. Er wurde noch in der Nähe des Tatorts vorläufig festgenommen und sitzt seit 24. August 2019 in U-Haft. Wann ihm der Prozess gemacht wird, ist noch unklar.