Bei Aldi, Rewe und Co. werden Nudeln und Co. knapp – während das Getreide in der Ukraine vergammelt

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Seit Beginn des Ukraine-Kriegs ging bei Aldi, Rewe und Co das Hamstern wieder los – und schnell waren Regale wieder leer.

Aber während es bei Aldi, Rewe und Co an Nudeln oder Mehl mangelt, liegt das dafür benötigte Getreide in der Ukraine – und droht dort zu verderben.

Aldi, Rewe und Co: Nicht genutzte Lebensmittel lagern in der Ukraine

Millionen Tonnen dringend benötigter Lebensmittel in der Ukraine können derzeit nicht genutzt werden. „Derzeit sitzen knapp 4,5 Millionen Tonnen Getreide in ukrainischen Häfen und auf Schiffen fest und können nicht genutzt werden“, sagte der Direktor des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen (WFP) in Deutschland, Martin Frick, der Deutschen Presse-Agentur. Probleme bei der Ausfuhr der Lebensmittel gibt es derzeit unter anderem, weil Häfen und Seewege im Zuge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine blockiert sind.

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Das ist Aldi:

  • Aldi Nord und Aldi Süd sind zwei separate Unternehmensgruppen in Essen und Mülheim
  • Aldi steht für Albrecht-Discount: 1913 machte sich Karl Albrecht in Essen als Brothändler selbstständig
  • 1962 wurde der Familienbetrieb zu einem reinen Discounter umfunktioniert und hat den heutigen Namen „Aldi“ gekriegt
  • Die Trennung in Nord und Süd erfolgte 1961
  • Mittlerweile zählt Aldi zu den zehn größten Einzelhandelsgruppen weltweit
  • Alle weltweiten Filialen sind den beiden Unternehmen mit Sitz in den Ruhrgebietsstädten zugeordnet

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Aldi, Rewe und Co: Weizen werden in anderen Ländern gebraucht

Die Ukraine war bis Kriegsbeginn einer der weltweit wichtigsten Erzeuger von Weizen sowie ein großer Mais-Produzent. UN-Angaben zufolge wurden 2020 beispielsweise gut 30 Millionen Tonnen Mais und knapp 25 Millionen Tonnen Weizen in dem Land geerntet.

Viele Länder, etwa in Nordafrika, sind abhängig von günstigem Weizen aus der Ukraine. Auch für weltweite Ernährungshilfe ist das Getreide entscheidend. „Die Nahrungsmittel der Ukraine werden in der Welt dringend benötigt“, so Frick.

Wie das WFP weiter mitteilte, hat die Organisation seit Kriegsbeginn rund 2,5 Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer mit Ernährungshilfe versorgt – davon die meisten in der Ukraine selbst und ein paar Hunderttausend in Moldau.

Es gebe eine doppelte Herausforderung: „Nahrungsmittel müssen zu den eingeschlossenen und notleidenden Menschen in der Ukraine gelangen, aber genauso auch aus der Region hinaus in die Welt, um eine globale Ernährungskrise zu entschärfen“, sagte Frick.

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Aldi, Rewe und Co: Lieferprobleme und Hamstern sorgen für leere Regale

Das WFP brauche humanitären Zugang, sowohl zu den Menschen als auch zu den Häfen, damit Exporte von Nahrungsmitteln wieder anlaufen können. „Hunger darf keine Waffe sein, das gilt sowohl militärisch als auch wirtschaftlich.“

Aber: Nicht nur die Lieferprobleme verhindern aufgefüllte Regale.

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Vor allem das Hamstern von Lebensmitteln sorgt derzeit für eine Mehl-, Sonnenblumenöl- und Nudelkrise. (dpa)