Bayern: Ski-Geheimtipp entpuppt sich als lebensgefährliche Tour – 29-Jähriger schlittert 150 Meter in die Tiefe

Die Bergwacht im bayrischen Mittenwald musste nun schon mehrmals ausrücken. (Symbolbild)
Die Bergwacht im bayrischen Mittenwald musste nun schon mehrmals ausrücken. (Symbolbild)
Foto: picture alliance / Jan Eifert

Mittenwald. Ein Pistenspaß in Bayern endete für einen 29-Jährigen lebensbedrohlich!

Instagram wird als eine Art Reiseführer immer beliebter. Auf ihren Profilen posten Leute atemberaubende Reiseziele und Geheimtipps. Doch nicht immer endet das gut. In Bayern entpuppt sich eine Tour sogar als lebensgefährlich.

Bayern: Eine unbekannte Route wird zum Hotspot

Lange war die rote Rinne nahezu unbekannt. Wie der „Merkur“ berichtet, kannten nur wenige Einheimische den Hang zwischen Dammkar-Skiroute und Tiefkarspitze. Das hat sich nun geändert. Ein Influencer machte die Route auf Instagram bekannt und sorgte für einen Ansturm.

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Doch dies führte mittlerweile zu lebensgefährlichen Situationen. Bereits zweimal musste die Bergwacht Mittenwald in den vergangenen sechs Wochen in die rote Rinne ausrücken.

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Das ist der Freistaat Bayern:

  • Mit 70.500 Quadratkilometern das flächenmäßig größte Bundesland Deutschlands
  • Landeshauptstadt: München
  • 13,1 Millionen Einwohner (Stand 2019)
  • Regierende Parteien: CSU und Freie Wähler, Ministerpräsident: Markus Söder (CSU)

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Ein Unfall am Gründonnerstag war besonders dramatisch. Ein 29-Jähriger kam in dem schwierigen Gelände zu Fall und schlitterte 150 m weit nach unten. Unter Einsatz von zwei Bergrettern, einer Notärztin und einem Flugretter musste er ins Krankenhaus gebracht werden. Ein anderer Skifahrer verunglückte ebenfalls vor Kurzem und erlitt Rückenverletzungen.

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Einsatzleiter Luis Ostler berichtet gegenüber dem „Merkur“: „Beide hatten gleich mehrere Schutzengel.“ Das nur 50 Meter breite und etwa 50 Grad steile Gelände ist extrem schwierig. Obwohl es sich bei beiden Verunglückten um erfahrene Alpinisten handelt, konnten sie ihre Abfahrt nicht bewältigen.

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An den Osterfeiertagen erwarten die Bergretter noch mehr Einsätze in der roten Rinne. Am Karfreitag wurde wieder eine Gruppe von 15 Leuten beim Aufstieg am Hang beobachtet. Luis Ostler sieht dies mit großer Sorge: „Wenn da nur einer stürzt, ist es wie auf einer Kegelbahn. Der obere reißt die unteren mit in die Tiefe.“

Auf Instagram können schwierige Routen schnell einfacher aussehen als sie sind. So kommt es, dass sich Alpin-Freunde selbst überschätzen und die Kontrolle im Gelände verlieren. (cm)