Banksy: Rettungsboot sendet SOS – Todesfall auf See

Das Rettungsschiff „MV LouiseMichel“ ist vom Streetart-Künstler Banksy bemalt. Banksy unterstützt das Schiff zur Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer.
Das Rettungsschiff „MV LouiseMichel“ ist vom Streetart-Künstler Banksy bemalt. Banksy unterstützt das Schiff zur Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer.
Foto: Louise Michel/dpa

Trauriger Vorfall auf dem Mittelmeer!

Das private Rettungsschiff „Louise Michel“ hatte mehr als 200 Migranten an Bord, hat die Überfahrt nach Europa versucht. Einen Tag, nachdem die ersten Hilferufe ausgesendet worden sind, hat die italienischen Küstenwache endlich reagiert und 49 Migranten vor Lampedusa aufgenommen.

Das Schiff fährt unter deutscher Flagge, konnte wegen Überfüllung nicht weiterfahren. Eine Person ist an Bord gestorben. Streetart-Künstler Banksy hatte das Schiff unterstützt und sich auf Instagram gemeldet.

Banksy: Rettungsschiff konnte nicht mehr weiterfahren

Zuvor habe die Besatzung laut eigener Darstellung vergeblich die italienische Küstenwache, das maltesische Militär und die Seenotleitung Bremen um Hilfe gebeten. Dass Banksy das Rettungsschiff unterstützt, ist erst vor kurzem bekannt geworden. Eine Sprecherin der Organisation zur Deutschen Presse-Agentur: „Er hat das Schiff finanziert und bemalt.“

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Das ist Banksy:

  • vermutlich 1974 in Bristol (England) geboren
  • Pseudonym eines Streetart-Künstlers
  • seine Schablonengraffiti anfangs in Bristol und London bekannt, heute weltweit bekannt
  • bemüht sich, seinen Namen und seine wahre Identität geheimzuhalten

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Wer der Besitzer des Schiffes ist, wollte die Sprecherin nicht sagen. Auf dem rosa bemalten Schiff ist auf einer Schiffswand ein Kunstwerk Banksys zu sehen, das ein Mädchen mit Schwimmweste und einen herzförmigen Rettungsring zeigt.

Banksy-Video kritisiert EU-Umgang mit Flüchtlingen

Derweil hat sich der Künstler mit einem Video gemeldet. Mit ironischem Unterton in den Untertiteln ist zu lesen: „Wie die meisten Menschen, die es zu etwas in der Kunstwelt gebracht haben, habe ich eine Yacht gekauft, um auf dem Mittelmeer herumzukreuzen.“

Der Zusammenschnitt zeigt Fotos und Sequenzen, die die „Louise Michel“ und schwarze Migranten im Wasser zeigen. Das Video endet in Anlehnung an die Bewegung „Black Lives Matter“ mit der Aufschrift: „All Black Lives Matter“ („Alle schwarzen Leben zählen“).

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Auch das Rettungsschiff „Sea Watch 4“ hat inzwischen Migranten von der „Louise Michel“ aufgenommen. Wie Sea Watch am Samstagabend getwittert hat, seien rund 150 Menschen auf das Schiff der Organisation gewechselt. Auf der „Sea Watch 4“ seien rund 350 Personen, „die so schnell wie möglich in einem sicheren Hafen an Land gelassen werden müssen“, schrieb die Organisation. (mg mit dpa)

 
 

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