Australien: Vater will das Grab seines Sohnes besuchen – als er den Friedhof betritt, ist er zutiefst geschockt

Eine Familie aus Australien kann nicht fassen, was mit dem Grab ihres Sohnes gemacht wurde. (Symbolbild)
Eine Familie aus Australien kann nicht fassen, was mit dem Grab ihres Sohnes gemacht wurde. (Symbolbild)
Foto: imago images / Cavan Images

Adelaide. Das eigene Kind zu verlieren, ist wahrscheinlich der größte Albtraum, den Eltern sich vorstellen können. Das Ehepaar Bridge aus Adelaide (Australien) musste diese Tragödie erleben: Ihr Sohn Peter starb im Alter von 33 Jahren, nachdem er bereits sein ganzes Leben mit der Stoffwechselkrankheit Mukoviszidose gekämpft hatte.

Auf dem Enfield Memorial Park wurde Peter Bridge beerdigt. Doch rund sieben Monate später folgte das nächste Drama für die Angehörigen, wie das Portal „9news.com.au“ berichtet.

Australien: Eltern geschockt – Friedhof entfernt Grabstein vom Grab ihres Sohnes

„Ein Freund von uns war auf dem Friedhof unterwegs“, erzählte Arthur Bridge, der Vater des Verstorbenen. „Und er entdeckte den Grabstein meines Jungen auf einer Platte in der Werkstatt.“ Schockiert machte sich Arthur auf, um den Grund dafür zu erfahren. „Sie sagten, das Foto darauf sei zu anstößig gewesen.“

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Der Grabstein erinnert auf bewegende Art und Weise an den verstorbenen Peter Bridge. „Ein Engel mehr im Himmel“, steht dort, ebenso: „Geliebter Sohn, Bruder, Onkel, Freund, Neffe und Cousin“. Doch in der oberen linken Ecke ist ein Foto von Peter zu sehen, wie er dem Betrachter seinen rechten Mittelfinger zeigt. Mit diesem, zugegebenermaßen recht ungewöhnlichen Grabstein-Foto wollte seine Familie seinen „bösen Sinn für Humor“ feiern. „Pete hätte es geliebt, denn so war er einfach“, erklärt Vater Arthur. „Er war ein liebenswerter Charakter. Wenn du mit ihm nicht auskommen konntest, dann konntest du mit niemandem auskommen.“

Foto auf dem Grabstein war „zu anstößig“

„Warum so ernst?“, soll eines der Lieblingszitate des Verstorbenen gewesen sein. Nun: Der Friedhof nahm die Angelegenheit so ernst, dass der Grabstein rund sieben Monate nachdem seiner Anbringung wieder entfernt wurde.

„Anscheinend hatte sich jemand beschwert“, erzählt Arthur Bridge. „Aber das Foto ist so klein, dass du direkt darüber stehen musstest, um es zu erkennen.“ Vor allem die fehlende Kommunikation mit den Verantwortlichen regt den Vater des Verstorbenen auf: „Ich wurde nicht informiert. Die hatten die E-Mail-Adressen von mir und meiner Partnerin. Die wissen, wo ich wohne, nur fünf Minuten die Straße hoch. Die hätten einfach einen Brief in meinen Briefkasten schmeißen können.“

Operation kurz vor Peters Tod: „Alles falsch gelaufen“

Ein heftiger Schlag für die noch immer trauernde Familie. „Mein anderer Sohn ist am Boden zerstört, meine Partnerin auch“, so Arthur Bridge. „Das ist moralisch falsch, daran ist überhaupt nichts richtig. So etwas tut man nicht.“

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Im Januar 2019 hatte Peter Bridge die Chance auf eine Lungentransplantation erhalten, die ihm ein normales Leben ermöglicht hätte. Doch bei der Operation erlitt er eine Infektion, die ihn einen Monat später das Leben kostete. „Es war seine Chance, wieder zu leben“, erzählt sein Vater. „Er hat 33 Jahre darauf gewartet und es ist alles falsch gelaufen.“

Friedhof bietet der Familie Kompromisse an

Eine Online-Petition von Arthur Bridge, den Grabstein seines Sohnes wieder unverändert anzubringen, erhielt bereits über 600 Unterschriften.

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Michael Robertson, ein Verantwortlicher der Friedhofsverwaltung, erklärte gegenüber „9news.com.au“, dass der Familie bereits verschiedene Kompromisse angeboten wurden. Derselbe Grabstein mit einem neuen Foto oder eine aufklappbare Abdeckung des Fotos in der Art eines Buchdeckels – doch beide Vorschläge wurden abgelehnt. „Wir würden liebend gerne eine Lösung für die Familie finden, dass ihre Erwartungen und die der allgemeinen Öffentlichkeit erfüllt“, so Robertson. (at)

 
 

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