Asteroid rast auf Erde zu: Nasa greift zu radikaler Maßnahme

Ein Asteroid reist auf die Erde zu. (Symbolbild)
Ein Asteroid reist auf die Erde zu. (Symbolbild)
Foto: imago images / Science Photo Library

Es ist ein Szenario, dass vielen Menschen aus Katastrophenfilmen vertraut ist. Ein Asteroid bedroht die Erde, droht, die Menschheit auszulöschen. Es ist ein Szenario, in dem die Menschheit trotz all ihrer technologischen Möglichkeiten vergleichsweise hilflos wirkt.

Erst Oktober hat die Europäische Weltraumorganisation ESA vor dem „2019 SU3“ gewarnt. Dieser Asteroid könnte im Jahr 2084 auf der Erde einschlagen. Die Folgen sind ungewiss.

Auf der Risikoliste der ESA schob sich der Asteroid vor wenigen Wochen bis auf Platz vier vor, weil die Einschlagwahrscheinlichkeit mit eins zu 152 ungewöhnlich hoch lag. Vor kurzem stufte die Weltraumorganisation den Asteroiden „2019 SU3“ dann allerdings ganz anders ein.

Asteroid rast auf Erde zu: Wie wird es ausgehen?

Die ESA gibt jetzt wieder Entwarnung für alle Erdenbürger. Denn mittlerweile werde der Planet gar nicht mehr auf der Risikoliste geführt. Die Gefahr bei einem möglichen Einschlag sei sehr gering, weil der Asteroid nur einen vergleichsweise kleinen Durchmesser von etwa circa 15 Metern habe.

Das bedeutet: Sollte er tatsächlich einschlagen, würde er wegen seiner Größe vermutlich beim Eintritt in die Erdatmosphäre verglühen, anstatt einzuschlagen.

„2019 SU3“ kreist um die Erde

Sogar das genaue Datum einer möglichen Kollision hatte die ESA zuvor bekannt gegeben. Am 16. September 2084 soll sich der Asteroid der Erde auf bis zu 120.000 Kilometer nähern.

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Bis dahin kreist „2019 SU3“ weitläufig um die Erde, stattet den Umlaufbahnen von Venus, Merkur und Mars einen Besuch ab.

Gravitation verändert Flugbahn

Die Gravitation dieser Planeten wird die Flugbahn des Asteroiden weiter beeinflussen. In welche Richtung er dabei gelenkt wird, ist bisher unklar. Laut der ESA nimmt er zumindest nicht mehr Kurs auf unseren Planeten.

Die Risikoliste der ESA kannst du >>> hier <<< einsehen.

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Das sind Asteroiden:

  • Asteroiden sind Gesteins- und Metallbrocken
  • Sie kreisen auf regelmäßigen Bahnen um die Sonne
  • Viele von ihnen findet man im „Asteroidengürtel“ zwischen der Mars- und der Jupiterbahn
  • Hin und wieder stoßen zwei Asteroiden zusammen, dabei entstehen Trümmer und Splitter
  • Manche Trümmer geraten in die Nähe der Erde

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Asteroid flog über Norddeutschland

Erst im September wurde ein Asteroid über Europa und auch Norddeutschland gesichtet. Rund 400 Menschen aus verschiedenen europäischen Ländern hatten einen „Feuerball“ gesehen und einen lauten Knall gehört, bestätigte die Europäische Weltraumorganisation (Esa) das Phänomen.

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Asteroidengefahr im Film:

  • Die Gefahr durch Asteroiden ist ein beliebtes Motiv in Katastrophenfilmen
  • Vor allem um die Jahrtausendwende hatten derlei Szenarien eine Art Hochkunjunktur in Hollywood-Filmen
  • In diese Zeit fallen Filme wie „Armageddon“ (1998) oder „Deep Impact“ (1998)
  • Aber auch schon deutlich früher waren solche Filme beliebt, bekannt ist etwa der Film „Meteor“ aus dem Jahr 1979

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Viele Sichtungen kamen demnach aus den Niederlanden, aber auch aus Norddeutschland. Laut der ESA handelte es sich um ein natürliches Objekt, das im Raum Oldenburg/Bremen in die Erdatmosphäre eintrat und dann auseinander platzte. „Wir sind uns ziemlich sicher, dass es ein kleiner Asteroid war“, sagte Esa-Experte Detlef Koschny am Freitag. Die Größe des Objektes schätze er auf ein bis zwei Meter Durchmesser.

Asteroiden: Wie lassen sie sich stoppen?

NASA und ESA denken schon länger darüber nach, wie man Asteroiden-Einschläge abwehren könnte. Wie der „Spiegel“ berichtet, gab es im Mai eine Art Planspiel, in der die Experten den Abschuss durchspielen.

„Wir nehmen die Bedrohung sehr ernst. Und ein Planspiel wie dieses hilft uns bei der Vorbereitung auf solche Ereignisse. Das ist wie bei einem Feueralarm, den muss man auch üben“, sagte ESA-Mathematiker Rüdiger Jehn dem Magazin.

Nuklearwaffen wären nicht praktisch

Die gangbarste Möglichkeit, einen Asteroiden zu stoppen, wäre demnach nicht etwa ein Abschuss, zum Beispiel mit Nuklearwaffen – wie man es aus Hollywood-Filmen wie „Armageddon“ kennt – sondern eine Attacke mit einer großen Sonde. Die könnte durch ihren Einschlag dann die Flugbahn des Asteroiden entscheidend verändern.

Die Nasa greift in diesem Zuge nun gemeinsam mit der europäischen Weltraumagentur einen drastischen Schritt und will erstmals die Flugbahn eines Asteroiden entscheidend verändern. Schon 2022 soll dafür eine Sonde einen Asteroiden mit hoher Geschwindigkeit rammen. Mehr dazu erfährst du hier --> (vh)

 
 

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