Arzt soll etliche Kinder mit HIV infiziert haben – durch diesen schlimmen Fehler

Ein Arzt soll für die HIV-Erkrankung etlicher Kinder verantwortlich sein. (Symbolbild)
Ein Arzt soll für die HIV-Erkrankung etlicher Kinder verantwortlich sein. (Symbolbild)
Foto: imago images/Panthermedia

Wie ein Flächenbrand breitete sich in einer Stadt in Pakistan eine schreckliche Krankheit aus: Nach und nach wurden Anfang des Jahres immer mehr Kinder krank. Erst Dutzende, dann Hunderte, inzwischen sind es 900 Kinder.

Sie hatten Fieber und wurden bettlägerig, Eltern wurden panisch. Die schreckliche Diagnose: HIV. 1100 Menschen sind inzwischen erkrankt, die meisten sind Kinder. Jeder 200. Mensch ist betroffen und die Zahl könnte noch steigen, wie die „New York Times“ berichtet.

Der Verdacht, wie sich die Immunschwäche-Krankheit ausbreiten konnte, ist entsetzlich: Ein pakistanischer Kinderarzt soll Patienten mit einer infizierten Nadel behandelt haben. Nun wurde er angeklagt.

Der Vorwurf: Fahrlässigkeit und Totschlag.

Arzt unter Verdacht: Hat er hunderte Kinder mit HIV infiziert?

Beamte kamen in die 200.000-Seelen-Stadt, um den Ursprung der Krankheit zu ermittelt. Sie fanden heraus, dass viele der Kinder beim selben Kinderarzt in Behandlung waren.

Er galt als einer der billigsten Mediziner der Stadt, viele der Ärmsten der Armen kamen zu ihm. Eine Mutter kam mit all ihren sechs Kindern zu dem Arzt. Vier von ihnen infizierten sich mit HIV, die beiden Jüngsten (3/14 Monate) starben.

Ein Mann erzählt der „New York Times“, er sei stutzig geworden, als der Arzt im Müll nach einer Spritze gekramt hätte. Damit habe er versucht, seinem Sohn eine Injektion zu verpassen. Doch der Vater ging dazwischen.

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Der Kinderarzt habe zu dem Mann gesagt, er benutze eine alte Spritze, weil der Vater zu arm sei, um eine neue zu bezahlen.

„Er sagte: 'Wenn Sie meine Behandlung nicht wollen, gehen Sie zu einem anderen Arzt", erzählt der Vater der Zeitung.

Arzt arbeitet weiter in einer Klinik

Der Mediziner wurde festgenommen und angeklagt, ein Urteil ist bis heute nicht gefallen. Der Mann behauptet, er sei unschuldig. Der „New York Times“ erzählt er sogar noch im Interview, er habe Spritzen nie wiederverwendet.

Er darf sogar als Arzt weiterarbeiten und behandelt Menschen in einem Krankenhaus in der gleichen Stadt.

Gesundheitsbeamte sagen aber auch, dass es unwahrscheinlich ist, dass Herr Ghanghro die einzige Ursache für den Ausbruch ist. Beim Besuch der Experten wurden viele Fälle von Ärzten beobachtet, die Spritzen und Nadeln wieder verwenden.

Und: Barbiere, die Kunden mit dem gleichen Rasiermesser behandeln, und Zahnärzte am Straßenrand, die mit nicht sterilisierten Werkzeugen auf Gehwegen auf die Zähne der Patienten einschlagen. (jg)

 
 

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