Antarktis: Sensationsfund! Forscher bohren in der Erde und stoßen auf Gigantisches

Forscher machten in der Antarktis eine unglaubliche Entdeckung. Hier auf dem Bild ihr Boot, die FS Polarstern.
Forscher machten in der Antarktis eine unglaubliche Entdeckung. Hier auf dem Bild ihr Boot, die FS Polarstern.
Foto: J.P. Klages, Alfred-Wegener-Institut

Was für ein verrückter Fund! Schon früh haben Forscher die Bedeutung der Eisschichten an den Polen erkannt. Sie sind so etwas wie die Geschichtsbücher unseres Planeten und geben Auskunft über Wetterphasen, Klima und teils auch Vegetation.

Bei der Forschung in der Antarktis haben Wissenschaftler nun aber auch unter den Eisflächen einen unglaublichen Fund gemacht. Mit einem neuen Bohrkern hoben sie mehrere Meter tief die Erde unter dem Meeresboden vor einem westantarktischen Gletscher an die Oberfläche – und kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Das „Alfred-Wegener-Institut“ hat auf seiner Webseite den krassen Fund dokumentiert.

Forschung: Antarktis nicht immer von Eis umschlossen

Die zum Zweck der Forschung gehobene Bodenprobe zeigt nämlich ganz deutlich: In der mittleren Kreidezeit muss hier einmal ein sumpfiger Waldboden mit vielen Pflanzen, Pollen und Insekten gewesen sein. Genau dort, wo heute meterdicke Eisplatten aus dem Wasser ragen.

Seitdem sind allerdings auch rund 90 Millionen Jahre vergangen. Die mittlere Kreidezeit, die etwa in die Zeit vor 115 bis 80 Millionen Jahren fällt, gilt als eines der wärmsten Zeitalter der zurückliegenden 140 Millionen Jahre. Damals betrug die Meeresoberflächentemperatur in manchen Gebieten etwa 35 Grad – etwa so warm wie das Wasser in einer Badewanne. Der Meeresspiegel lag rund 170 Meter höher, als es heute der Fall ist.

Die Bohrproben lassen laut Wissenschaftlern jedoch keinen Zweifel aufkommen: In der Antarktis muss es vor Millionen von Jahren ein ausgeprägtes Wurzelgeflecht gegeben haben. Sie fanden sogar Pollen und Sporen verschiedener Gefäßpflanzen.

Regenwald unter der Antarktis

„Die vielen pflanzlichen Überreste deuten darauf hin, dass der Küstenbereich der Westantarktis vor 93 bis 83 Millionen Jahren eine Sumpf- und Moorlandschaft bildete, in der ein gemäßigter Regenwald mit vielen Nadelhölzern und Baumfarnen wuchs – so, wie man ihn heutzutage zum Beispiel noch auf der Südinsel Neuseelands findet“, so ein Mitglied des Forschungsteams, Professor Ulrich Salzmann, Paläoökologe an der Northumbria University im englischen Newcastle upon Tyne.

Die Temperatur in der Antarktis soll damals im Jahresdurchschnitt 12 Grad betragen haben – etwa zwei Grad mehr, als es heute in Deutschland der Fall ist.

Wichtige Implikation für Klimawandel

Neben Erkenntnissen über die Flora vor 90 Millionen Jahren würde die Studie laut „Alfred-Wegener-Institut“ auch wichtige Implikationen für die aktuelle Klima-Diskussion bieten. So zeigten die Ergebnisse, welch enorme Wirkungskraft das Treibhausgas Kohlendioxid besitzt und wie wichtig die Kühleigenschaft der heutigen Eisschilde an den Polarkappen sind.

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„Wir wissen jetzt, dass die Sonneneinstrahlung in der Kreidezeit ruhig vier Monate lang ausbleiben konnte. Bei einer entsprechend hohen Kohlendioxidkonzentration herrschte dennoch ein gemäßigtes Klima ohne Eismassen am Südpol“, erläutert Mitautor Dr. Torsten Bickert, Geowissenschaftler am Maram - Zentrum für Marine Umweltwissenschaften an der Universität Bremen. (dav)

 
 

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