Amazon: Weihnachtsschmuck zum Verkauf angeboten – schrecklich, was darauf zu sehen ist

Amazon: Der Online-Händler bietet diverse weihnachtliche Deko-Gegenstände an. Doch die Motivauswahl ist abstoßend. (Symbolbild)
Amazon: Der Online-Händler bietet diverse weihnachtliche Deko-Gegenstände an. Doch die Motivauswahl ist abstoßend. (Symbolbild)
Foto: imago images / Waldmüller

Wer hielt das denn bitte für eine gute Geschäftsidee? Auf Amazon wurden tatsächlich Deko-Schmuckstücke angeboten, auf denen das KZ Auschwitz abgebildet war! Die Objekte stammen nicht von Amazon selbst, sondern von einem externen Händler, der auf der Verkaufsplattform die Objekte verkauft hat.

Auf dem offiziellen Twitter-Account des „Auschwitz Museums“ wurde auf die fragwürdigen Artikel von Amazon aufmerksam gemacht. Der Verkauf von „Weihnachtsornamenten“ mit Bildern von Auschwitz erscheine nicht angemessen, wird dort geschrieben. „Auschwitz auf einem Flaschenöffner ist eher verstörend und respektlos.“ In dem Tweet wird Amazon dazu aufgefordert, die Artikel aus dem Sortiment zu nehmen.

Die Bilder zeigen sowohl das Stammlager Ausschwitz als auch das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Dazu steht dort „Krakow, Poland“. Die heutige Gedenkstätte liegt rund 50 Kilometer westlich von Krakau.

Amazon: Weihnachtsdeko im Auschwitz-Design – Geschmacklos oder unglücklicher Zufall?

Auch in den Kommentaren ist das Unverständnis groß. „Was ist falsch mit den Menschen? Wer würde so etwas kaufen, geschweige denn herstellen?“, fragt sich beispielsweise @siobhanoc1. Eine andere Userin reagiert ironisch: „Was kommt als nächstes? Auschwitz-Schneekugeln?“

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Einige Nutzer meinen jedoch, den Grund für den Aufreger zu kennen. Es besteht die Vermutung, dass die Auschwitz-Bilder nicht absichtlich ausgewählt wurden. Stattdessen seien die Bilder zufällig von einer Symbolbild-Datenbank in die Weihnachtsschmuck-Vorlagen eingefügt worden. Das jedoch werfe die Frage auf, wieso Amazon die Produkte trotz der fragwürdigen Bebilderung ins Aufgebot aufnahm.

Amazon: Auschwitz-Deko scheinbar aus dem Sortiment genommen

Kurze Zeit später scheint der Spuk jedoch zunächst ein Ende zu haben. Wie das „Auschwitz Museum“ auf Twitter mitteilt, habe Amazon die betreffenden Deko-Gegenstände aus dem Sortiment entfernt.

 
 

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