Amazon-Eklat: Kunden fragen Alexa – die Antworten beschäftigen jetzt sogar die Politik

Eklat um Amazon-Alexa!
Eklat um Amazon-Alexa!
Foto: imago images / photothek

Eklat beim Sprachassistenten Alexa von Amazon. Einige Nutzer stellten dem smarten Gerät für den Hausgebrauch ein paar eigentlich nicht unverfängliche Fragen. Was dann folgte, ließ sie jedoch sprachlos zurück.

Am vergangenen Black Friday und Cyber Monday war der Sprachassistent Alexa sicher ein Hit. Neben großen Bedenken von Datenschützern gab es aber mit Amazon-Gerät offenbar noch ein weiteres großes Problem. Genauer: Mit dessen Antworten.

Amazon: Alexa-Antworten sorgt für Skandal

Wer auf der Webseite von Amazon landet, dem sticht Alexa sofort ins Auge. Meist sind die verschiedenen Modelle schon auf der Landing-Page prominent platziert. Doch von Datenschützern gibt es auch Kritik an Alexa. Sie befürchten beispielsweise, dass Kunden über den Sprachassistenten auf den Amazon Echo Geräten abgehört werden könnten oder ihr Nutzungsverhalten ausgewertet wird.

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Das ist Amazon:

  • 1994 in den USA von Informatiker Jezz Bezos als Onlinebuchhandlung entwickelt
  • Inzwischen ist es Marktführer im Online-Handel
  • 2019 erwirtschaftete Amazon einen Umsatz von 280 Milliarden Dollar und einen Gewinn von 11,6 Milliarden
  • Amazon bietet nicht mehr nur Waren an, sondern auch verschiedene Dienste wie Prime, Pay, Video oder Music
  • Gründer Bezos gilt als reichster Mensch der Welt, sein Vermögen wird auf mehr als 100 Milliarden Dollar geschätzt

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Damit hat der neue Skandal aber rein gar nichts zu tun. Es geht um einige Antworten, welche Alexa auf bestimmte Fragen gibt. Wie die „Bild“ berichtet, soll es sich dabei um antisemitische und homophobe Äußerungen handeln.

Amazon: Bei DIESEN Themen gibt Alexa gefährliche Antworten

Erhoben haben die Vorwürfe einige britische Abgeordnete. Diese hatten entdeckt, dass der Sprachassistent von Amazon auf Fragen nach Juden mit antisemitischen Verschwörungstheorien antwortete.

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In einem Brief schrieb die Gruppe der britischen Abgeordneten, dass Alexa auf die Frage, ob Juden die Medien kontrollieren, geantwortet habe, dass Juden „das Weltfinanzsystem und die Medien“ unter ihrer Kontrolle hätten. Als Quelle dafür nannte Alexa eine antisemitische Website.

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Amazon reagiert auf die Vorwürfe gegen den Sprachassistenten

Auf die Vorwürfe in dem Brief hat das Unternehmen bereits reagiert und die Antworten auf dem Sprachassistenten sperren lassen. Nun werde der Fall weiter untersucht. Laut „Bild“ gibt Alexa derzeit tatsächlich keine Antwort auf die genannten Fragen.

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Das ist Alexa:

  • Amazon Echo ist ein intelligenter Lautsprecher mit sprachgesteuerten, internetbasierten persönlichen Assistenten (Alexa)
  • Alexa gibt es seit Juni 2015, in Deutschland ist der Lautsprecher seit Oktober 2016 auf dem Markt
  • Datenschützer kritisieren das Speichern der dauerhaften Sprachbotschaften
  • Etwa 11 Millionen Nutzer besitzen in Deutschland eine Alexa (Stand 2020)

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Allerdings gebe es weiter problematische Antworten. So gebe Alexa beim Thema „Ehe für alle“ teilweise homophobe Antworten. Wenn sie gefragt werde, wie sie zur gleichgeschlechtlichen Ehe stehe, erklärte der Sprachassistent, dass die Homo-Ehe schädlich für Kinder sei, berichtet die „Bild“.

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Auch diese Antwort soll mittlerweile von dem Konzern blockiert worden sein. Ob das die Kritiker von Amazons Sprachassistenten überzeugen kann, darf aber stark bezweifelt werden. (gb)

 
 

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