Aldi stellt Produkte um und Kundin versteht die Welt nicht mehr: „Qualität nun wesentlich schlechter“

Aldi Nord und Aldi Süd stellen Produkte um, nun versteht eine Kundin die Welt nicht mehr. (Symbolbild)
Aldi Nord und Aldi Süd stellen Produkte um, nun versteht eine Kundin die Welt nicht mehr. (Symbolbild)
Foto: imago images / Jan Huebner

Plötzlich sind die typischen Aldi Produkte nicht mehr zu bekommen, die Kundin ist darüber sehr verärgert und äußert das in einem Beitrag bei Facebook. Doch wo liegt eigentlich das Problem?

Aldi: So wurde aus einem kleinen Laden ein Discounter-Riese
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Aldi stellt Produkte um und Kundin versteht die Welt nicht mehr

Seit einigen Monaten ist bereits bekannt, dass Aldi Nord und Süd ihr Sortiment zusammenlegen. Nachdem die berühmten Aldi-Brüder 1961 die Republik teilten, in Nord und Süd, entwickelten sich in der Zwischenzeit beliebte Eigenmarken für die jeweiligen Märkte.

Nun führen die Unternehmen zahlreiche Marken zusammen, gleichzeitig sollen das Verpackungsdesign angepasst und die Eigenmarken damit modernisiert werden, heißt es bereits im März in einer Mitteilung von Aldi Nord.

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Das Ziel: Gleiche Aldi-Marken in ganz Deutschland bis Ende des Jahres. Nun melden sich aber Kunden zu Wort, die mit dieser Zusammenlegung alles andere als glücklich sind.

Aldi-Kundin unzufrieden mit Sortiment

„Eigentlich hatte ich bisher am liebsten bei Aldi Süd eingekauft. Durch die Umstellung vieler Aldi Süd Marken auf die Aldi Nord Marken gibt es für mich aber nur noch wenig Grund zu Aldi Süd statt zu einem der Konkurrenten zu gehen.“, erklärt eine Frau in einem Facebook-Beitrag.

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Laut Aldi besteht das Sortiment immerhin zu 90 Prozent aus Eigenmarken. Die Kritik scheint also durchaus angebracht zu sein.

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Das ist Aldi:

  • Aldi Nord und Aldi Süd sind zwei separate Unternehmensgruppen
  • Aldi steht für Albrecht Diskont: In 1913 machte sich Karl Albrecht in Essen als Brothändler selbstständig
  • In 1962 wurde der Familienbetrieb zu einem reinen Discounter umfunktioniert und hat den heutigen Namen „Aldi“ gekriegt
  • Die Trennung in Nord und Süd erfolgte in 1961
  • Mittlerweile zählt Aldi zu den zehn größten Einzelhandelsgruppen weltweit

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Die Frau verstehe die Handhabung der Unternehmen nicht. Es ist für die Kunden einfach nicht ersichtlich, nach welchen Vorgaben entschieden wird, welche Produkte der Eigenmarken bleiben und welche nicht. „Bei einigen Artikeln, die ausgetauscht wurden, ist die Qualität nun wesentlich schlechter als vorher“, so die Beobachtung der Kundin. Mit dieser Feststellung sei sie auch nicht alleine, meint sie.

Als Beispiel führt sie den Auerbach-Sekt der Aldi Süd Eigenmarke an, welcher durch den „wesentlich schlechteren“ Stolzenfels-Sekt ersetzt worden sei. Laut Stiftung Warentest sei der Aldi Süd-Sekt bei einer Verkostung auf Platz 6, der Aldi Nord-Sekt lediglich auf Platz 12 gelandet, so die Kundin.

Aldi Nord und Aldi Süd haben diese Pläne

Dabei hieß es im März noch: „Mit der Harmonisierung unserer Eigenmarken stellen wir sicher, dass wir unseren Kunden heute und in Zukunft Qualität zum besten Preis anbieten können“, so Tobias Heinbockel, Managing Director Category Management bei Aldi Nord.

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Die Kunden sollen nach der Zusammenlegung von den daraus günstigeren Preisen eigentlich profitieren. Nun stellt sich die Frage, profitieren vielleicht einfach nur Aldi Nord und Aldi Süd von den „Kostenvorteilen“ ?

Bis Ende 2020 sollen die meisten Marken des Standardsortiments und Aktionsartikel gleich sein. Trotzdem wollen beide Unternehmen weiterhin auf die individuellen Bedürfnisse ihrer Kunden eingehen. Ob Aldi Nord und Aldi Süd das gelingt, bleibt nun weiter abzuwarten. (mia)

 
 

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